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	<title>Ksnip &#8211; Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
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		<title>Ksnip und Shutter: Moderne Screenshot-Tools</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2021 19:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Bildbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Ksnip]]></category>
		<category><![CDATA[Screenshot]]></category>
		<category><![CDATA[Shutter]]></category>
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					<description><![CDATA[Screenshot-Tools sind nicht nur für Blogger und Autoren wichtig, sondern unterstützen auch Hilfesuchende im Netz. Die modernen Tools Shutter und Kwin schießen dabei nicht nur Bilder, sondern bieten auch gleich eine integrierte Bildbearbeitung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es gibt ein paar wenige Programme, die mir wirklich am Herz liegen. Eines davon ist das Screenshot-Tool <a href="https://shutter-project.org" target="_blank" rel="noopener">Shutter</a>. Für mich ist das Programm wirklich wichtig, da ich als Blogger und Autor regelmäßig Screenshots erstellen muss. Das funktioniert natürlich mit zahlreichen anderen Anwendungen auch, zudem bieten die Desktopumgebungen wie KDE oder Gnome integrierte Tools, doch Shutter besitzt ein paar Funktionen, auf die ich einfach nicht verzichten möchte. Lange Zeit war es um das Programm ziemlich still. Da es auf veraltete Perl-Bibliotheken aufsetzte, flog es sogar auch aus den Paketquellen zahlreicher Distributionen. Inzwischen ist das Programm jedoch wieder auf einem aktuellen Stand angekommen und nutzt die GTK3-Libraries. Als Alternative für KDE-Nutzer bietet sich das Programm Ksnip als Alternative an, das ebenfalls viele Funktionen über das simple Erstellen von Screenshots hinaus bereitstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Shutter für Gnome-User</h2>



<p>Mit dem Update Anfang des Jahres auf Version 0.95 ist das Projekt auf <a href="https://github.com/shutter-project/shutter/releases" target="_blank" rel="noopener">Github</a> umgezogen, zudem wurden die Perl-Abhängigkeiten aktualisiert, was die Entwicklung erleichtert und die Software auf die Zukunft vorbereitet. In der Version 0.96 danach, haben die Entwickler die Oberfläche auf GTK3 aktualisiert, wodurch die Paketbauer das Projekt wieder in die Paketquellen der großen Distributionen integrieren konnten, da inzwischen viele Distributionen auf GTK2-Bibliotheken verzichten. Unter Arch Linux lässt sich Shutter daher endlich wieder ohne das AUR direkt über ein <code>sudo pacman -S shutter</code> installieren &#8212; natürlich auch über die Paketverwaltungs-Frontends wie etwa Pamac. Für Ubuntu und Co. betreiben die Entwickler zum Teil eigene Paketquellen, im Fall von Ubuntu in Kooperation mit dem Blog <a href="https://www.linuxuprising.com" target="_blank" rel="noopener">Linuxuprising.com</a> eine PPA-Paketquelle. Sämtliche Installationsvarianten <a href="https://shutter-project.org/downloads/third-party-packages/" target="_blank" rel="noopener">erklärt</a> das Projekt auf seiner Homepage.</p>



<p class="dropcapp">Der Vorteil von Shutter liegt darin, dass das Programm nicht nur Screenshots schießt, sondern diese auch noch verwalten und bearbeiten kann. Dazu zeigt die Anwendung im Hauptfenster eine Übersicht an. Praktisch ist, dass man nicht nur einen Screenshot eines Fensters, des Desktops oder einer Auswahl auslösen kann, sondern Shutter auch den letzten Screenshot mit einem Klick auf das erste Icon links wiederholt. Das hilft beim Erstellen von Dokumentationen zu Programmen, bei denen man nicht nur das Anwendungsfenster, sondern auch ein bisschen vom Desktop drumherum im Bild haben möchte. Beim Update auf die aktuelle Version fiel mir auf, dass die Screenshots übelst verpixelt und mit Artefakten übersät waren: Ich musste in den <em>Einstellungen</em> unter <em>Allgemein</em> den Dateityp noch auf PNG ändern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="703" height="682" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-main.png" alt="" class="wp-image-41496" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-main.png 703w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-main-640x621.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-main-433x420.png 433w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-main-681x661.png 681w" sizes="(max-width: 703px) 100vw, 703px"><figcaption class="wp-element-caption">Im Anwendungsfenster lassen sich die letzten Screenshots verwalten.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="857" height="754" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-einstellungen.png" alt="" class="wp-image-41498" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-einstellungen.png 857w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-einstellungen-640x563.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-einstellungen-477x420.png 477w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-einstellungen-681x599.png 681w" sizes="(max-width: 857px) 100vw, 857px"><figcaption class="wp-element-caption">In den Einstellungen sollte man als Dateityp natürlich PNG wählen.</figcaption></figure>



<p>Super hilfreich ist auch die Möglichkeit, die von Shutter geschossenen Screenshots direkt im Programm weiterzubearbeiten, ohne dass man Gimp und Co. bemühen muss. Dazu öffnet man einfach nur das entsprechende Bild und geht ganz rechts auf <em>Bearbeiten</em>. So könnt Ihr zum Beispiel Bereiche verpixeln oder komplett unkenntlich machen &#8212; Verpixelungen lassen sich in gewissen Grenzen wiederherstellen. Auch andere nützliche Werkzeuge wie Linien, Boxen und Kreise oder Pfeile sind mit im Programm. Für Anleitungen praktisch sind auch die fortlaufend nummerierten Ziffern in den Kreisen. So muss man sich Bilder zu Texten wie &#8222;Tippen Sie auf Schalter (1) und dann auf (2)&#8220; einfach nur zusammenklicken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1124" height="1075" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-editor.png" alt="" class="wp-image-41499" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-editor.png 1124w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-editor-640x612.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-editor-1071x1024.png 1071w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-editor-439x420.png 439w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/shutter-editor-681x651.png 681w" sizes="(max-width: 1124px) 100vw, 1124px"><figcaption class="wp-element-caption">Im Editor lassen sich die erstellten Sreenshots schnell nachbearbeiten.</figcaption></figure>



<p>Der aktuell noch größte Nachteil an Shutter liegt darin, dass das Programm noch nicht mit dem Display-Server Wayland zurechtkommt, der unter Gnome generell und auch Distributionen wie etwa Ubuntu inzwischen Standard ist. An dem Problem wird seit einiger Zeit bearbeitet, doch der entsprechende <a href="https://github.com/shutter-project/shutter/issues/187" target="_blank" rel="noopener">Bug-Report auf Github</a> kommt nicht so schnell voran. Startet man Shutter unter Wayland, dann deaktiviert das Programm alle Screenshot-Funktionen, bis auf das Ablichten des kompletten Desktops. Ein Klick darauf startet den in Gnome integrierten Screenshooter, der dann das Bild des kompletten Desktops an Shutter durchreicht. Als Workaround bleibt einem nichts anderes übrig, als auf den klassischen Xserver umzustellen. Dazu müsst Ihr Euch vom Desktop abmelden, im Displaymanager (bei Gnome auf dem Desktop in der Regel GDM) auf das Einstellungs-Icon gehen und dann eben auf <em>Gnome unter Xorg</em> umstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ksnip für KDE-User</h2>



<p>Mit noch mehr Funktionen und auch generell ein wenig runder arbeitet <a href="https://github.com/ksnip/ksnip" target="_blank" rel="noopener">Ksnip</a>, ein Programm, das &#8212; wie der Name schon andeutet &#8212; eher unter KDE zu Hause ist. Die Anwendung ist im Vergleich zu Shutter deutlich jünger, findet sich allerdings bereits in den Paketquellen der meisten aktuellen Distributionen. Die gerade aktuelle Version Ksnip 1.9.1 bekommt man nur bei Rolling-Release Distros wie Arch Linux oder Manjaro, ab Debian 12 oder Ubuntu 21.04 ist das Programm in einer älteren Ausgabe in den Paketquellen enthalten. Wer unter Ubuntu die neuste Version installieren möchte, kann auf die PPA-Paketquelle der Entwickler zurückgreifen. Optional gibt es auch Installationspakete für DEB- und RPM-basierte Distributionen auf der <a href="https://github.com/ksnip/ksnip/releases" target="_blank" rel="noopener">Github-Seite</a> des Projekts</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>sudo add-apt-repository ppa:nemonein/ksnip</strong>
$ <strong>sudo apt update</strong>
$ <strong>sudo apt install ksnip</strong></code></pre>



<p>Bei der Auswahl der Funktionen haben sich die Entwickler von Ksnip eine ordentliche Portion bei Shutter abgeschaut: So bietet auch Ksnip die Möglichkeit gerade geschossene Screenshots zu wiederholen (unter <em>Neu</em> » <em>Letzter rechteckiger Bereich</em>) und Bildbereiche mit fortlaufenden Nummern zu markieren. Unterm Strich setzt Ksnip die Bearbeitungsfunktionen jedoch eine ganze Hausnummer ansprechender um. Das Programm hinterzeichnet so zum Beispiel Objekte wie Pfeile oder die Nummern mit einem Schlagschatten, was die Screenshots nochmal wesentlich professioneller aussehen lässt. Und auch Wayland stellt für Ksnip kein Problem dar, die Anwendung arbeitet auch unter Gnome mit Wayland ohne Komplikationen und Einschränkungen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1063" height="867" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-main.png" alt="Ksnip bietet wie Shutter einen Modus zum Bearbeiten der Screenshots." class="wp-image-41510" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-main.png 1063w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-main-640x522.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-main-515x420.png 515w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-main-681x555.png 681w" sizes="auto, (max-width: 1063px) 100vw, 1063px"><figcaption class="wp-element-caption">Ksnip bietet wie Shutter eine umfangreiche Funktion zum Bearbeiten der Screenshots.</figcaption></figure>



<p>Praktisch ist auch das &#8222;Zielfernrohr&#8220; beim Erstellen einer Auswahl. Die Vergrößerungsfunktion mit Fadenkreuz erspart einem später das Zuschneiden des Screenshots in einer Bildbearbeitung oder im Bearbeitungsmodus. Für Gnome-User gibt es an dieser Stelle allerdings einen kleinen Haken: Das Fadenkreuz erscheint nur in einer klassischen X11-Sitzung, unter Wayland muss man sich mit dem roten Rahmen zufriedengeben. Auf einem Gnome-System gestartet, solltet Ihr auch unter <em>Optionen</em> » <em>Einstellungen</em> » <em>Anwendung</em> » <em>Tray Icon</em> den Haken bei <em>Benutze Tray Icon</em> entfernen, sonst verabschiedet sich Ksnip bei einem Klick auf das Schließen-Icon im Nirwana, da Gnome die Tray-Bar schon vor einer ganzen Weile abgeschafft hat.</p>



<p>Für viele Nutzer ist es sicherlich auch nützlich eigene Icons oder Wasserzeichen in die Screenshots zu integrieren. Dazu öffnet Ihr wieder die <em>Einstellungen</em> und geht dort in den Abschnitt <em>Annotator</em> » <em>Aufkleber</em> beziehungsweise <em>Wasserzeichen</em>. Als Aufkleber könnt Ihr eigene SVG-Dateien hinzufügen. Schaltet Ihr dann noch unten im Dialog die <em>Option Standard-Aufkleber</em> nutzen ab, könnt ihr diese Bilder über das Smiley-Icon links unten in der Werkzeugleiste in den Screenshot einbauen, ähnlich wie einen Stempel. Für das Wasserzeichen braucht ihr hingegen ein teiltransparentes PNG-Bild. Über <em>Bearbeiten</em> » <em>Wasserzeichen hinzufügen</em> legt Ihr das Bild dann über den Screenshot.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1207" height="910" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot.png" alt="Ksnip erleichtert das Erstellen von präzise ausgerichteten Screenshots über das &quot;Zielfernrohr&quot;." class="wp-image-41511" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot.png 1207w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot-640x483.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot-557x420.png 557w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot-80x60.png 80w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot-100x75.png 100w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot-180x135.png 180w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot-238x178.png 238w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/11/ksnip-screenshot-681x513.png 681w" sizes="auto, (max-width: 1207px) 100vw, 1207px"><figcaption class="wp-element-caption">Ksnip erleichtert das Erstellen von präzise ausgerichteten Screenshots über das &#8222;Zielfernrohr&#8220;.</figcaption></figure>



<p>In Zukunft werde ich mit Ksnip arbeiten, auch wenn ich mich sehr freue, dass es mit Shutter wieder weiter geht. Das Programm bietet aktuell einfach das beste Paket unter den Screenshootern: Sehr gute Screenshot-Funktion, die beste integrierte Bildbearbeitung und kaum Probleme oder Einschränkungen beim Einsatz unter Wayland. Alternativen wie etwa <a href="https://github.com/flameshot-org/flameshot" data-type="URL" data-id="https://github.com/flameshot-org/flameshot" target="_blank" rel="noopener">Flameshot</a> sind mir persönlich ein wenig zu bunt oder haben wie Shutter noch Schwierigkeiten mit Wayland. Die Entwickler von Flameshot etwa bezeichnen den Support für Wayland unter Gnome und KDE noch als experimentell. Wer nach noch mehr Alternativen sucht, der wird im <a href="https://wiki.archlinux.org/title/Screen_capture" target="_blank" rel="noopener">Wiki von Arch Linux</a> fündig. Der Artikel listet so gut wie jede Option auf, ob mit oder ohne grafische Oberfläche.</p>
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