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	<title>Tipps &#8211; Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
	<lastBuildDate>Fri, 21 Aug 2026 16:11:27 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Tipps &#8211; Linux und Ich</title>
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	<item>
		<title>Netzwerkfreigaben automatisch einhängen: Was beim NetworkManager-Dispatcher schiefgehen kann</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/netzwerkfreigaben-automatisch-einhaengen-was-beim-networkmanager-dispatcher-schiefgehen-kann/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/netzwerkfreigaben-automatisch-einhaengen-was-beim-networkmanager-dispatcher-schiefgehen-kann/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 16:11:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Network Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich sollte das Mount-Skript nur eine Sache erledigen: die Samba-Freigabe einhängen, wenn ich zu Hause bin. Am Ende hat es mir Shutdown, Resume und Standby zerschossen – und mir einiges über D-Zustand-Prozesse und den Linux-Freezer beigebracht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ihr kennt das vielleicht: Zu Hause läuft ein NAS oder ein Cloud-Speicher, den ihr per Samba oder WebDAV einbindet. Aber nur, wenn ihr auch wirklich im Heimnetz seid – niemand will im Café warten, weil der Laptop verzweifelt versucht, eine Freigabe zu mounten, die gerade schlicht nicht erreichbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die naheliegende Lösung: <code>/etc/fstab</code> plus ein Dispatcher-Skript für NetworkManager, das anhand von SSID oder Server-Erreichbarkeit automatisch mountet. Klingt nach einer Feierabend-Sache. Ist es aber nicht ganz – ich bin dabei über drei Stolperfallen gestolpert, die einem erst auffallen, wenn der Rechner runterfährt, aufwacht oder in den Standby soll. Genau die drei nehme ich hier mit euch durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Getestet habe ich das Ganze auf Arch Linux, aber das Setup ist nicht Arch-spezifisch: Solange eure Distribution systemd und NetworkManager mitbringt – also etwa auch Fedora, Ubuntu, Debian oder openSUSE –, funktioniert alles hier eins zu eins.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Grundaufbau</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Netzwerkfreigaben bekommen in der fstab klassischerweise <code>noauto</code>, damit sie beim Boot nicht sofort, sondern erst bei Bedarf eingehängt werden:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>//server/home /mnt/server/home cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev 0 0
//server/data /mnt/server/data cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev 0 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Mount-Typ selbst gibt&#8217;s je nach Protokoll gute Anleitungen im Arch Wiki, etwa zu <a href="https://wiki.archlinux.org/title/Samba" target="_blank" rel="noopener">Samba/CIFS</a> und zu <a href="https://wiki.archlinux.org/title/Davfs2" target="_blank" rel="noopener">davfs2 für WebDAV</a> – beide funktionieren unabhängig von der Distribution, solange <em>cifs-utils</em> beziehungsweise <em>davfs2</em> installiert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eigentliche Mounten übernimmt dann ein Skript unter <code>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/</code>. NetworkManager ruft solche Skripte bei jeder Verbindungsänderung auf und übergibt Interface und Status (up, down, pre-down und ein paar weitere) mit – alle Details dazu stehen in der <a href="https://man.archlinux.org/man/NetworkManager-dispatcher.8.en" target="_blank" rel="noopener">NetworkManager-dispatcher-Manpage</a>. Ein simples Skript prüft die aktive WLAN-SSID und mountet, wenn&#8217;s passt:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
IFACE="$1"
STATUS="$2"

case "$STATUS" in
    up)
        SSID=$(nmcli -t -f active,ssid dev wifi | awk -F: '$1 == "yes" {print $2; exit}')
        if &#91;&#91; "$SSID" == "MeinHeimnetz" ]]; then
            mount /mnt/server/home
            mount /mnt/server/data
        fi
        ;;
    down)
        umount /mnt/server/home
        umount /mnt/server/data
        ;;
esac</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fertig, oder? Nicht ganz. Sobald ihr das System runterfahrt, aus dem Standby weckt oder in den Standby schickt, zeigt sich, dass die Sache Tücken hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum nicht einfach GVfs?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wieso ich mir das mit fstab und Dispatcher-Skripten überhaupt antue – GNOME bietet über „Mit Server verbinden“ im Dateimanager doch einen viel einfacheren Weg, Netzwerkfreigaben per SMB oder WebDAV einzubinden. Genau da liegt für mich das Problem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Mounts laufen nicht über den Kernel, sondern über GVfs, GNOMEs virtuelles Dateisystem. Programme, die die GIO-Bibliothek nutzen – fast alle GTK-Anwendungen, allen voran der Dateimanager selbst –, sprechen Freigaben direkt über eigene URIs wie <code>smb://</code> oder <code>dav://</code> an und zeigen entsprechend auch Vorschaubilder und Metadaten korrekt an. Für Programme, die das nicht können, blendet GVfs die Freigabe zusätzlich unter <code>/run/user/&lt;uid&gt;/gvfs</code> als ganz normalen Pfad ein. Diese Brücke läuft tatsächlich über FUSE – GVfs selbst ist zwar kein klassisches FUSE-Dateisystem, sondern eine eigene Architektur mit Daemon-Prozessen pro Protokoll, stellt aber genau für diesen Fall über gvfsd-fuse einen POSIX-kompatiblen Pfad bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Brücke ist bei mir der Knackpunkt: Nicht jedes Programm kommt damit zuverlässig klar. Konkret zeigt sich das bei mir in einem Markdown-Editor, in den ich auch Bilder für Artikel einbinde. Der Dateimanager zeigt die Bilder auf dem Netzlaufwerk ganz normal an, weil er GVfs nativ spricht. Der Markdown-Editor dagegen zeigt für dasselbe Bild nur einen Platzhalter – die Einbindung über den FUSE-Pfad funktioniert schlicht nicht zuverlässig, obwohl die Datei nachweislich da ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1280" height="720" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-1280x720.webp" alt="Zwei Fenster sind auf einem Computerbildschirm geöffnet. Links ist ein Texteditor mit einer Datei, die einen strukturierten Text mit Überschriften und Absätzen zeigt. Rechts befindet sich ein Dokumentenbetrachter mit einem längeren Fließtext, der ebenfalls Absätze und eine Überschrift enthält. Im Hintergrund ist ein Desktop mit einem Verlauf aus dunklen und violetten Farbtönen sichtbar. Die Benutzeroberfläche zeigt oben eine Menüleiste mit Symbolen und Uhrzeit." class="wp-image-45299" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-1280x720.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-640x360.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-1536x864.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-2048x1152.webp 2048w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-747x420.webp 747w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-681x383.webp 681w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein klassischer Kernel-Mount über CIFS oder davfs2, wie im Rest dieses Artikels beschrieben, taucht dagegen als ganz normaler, stabiler POSIX-Pfad im Dateisystem auf – ohne Sonderbehandlung, für jedes Programm gleich. Der Mehraufwand mit fstab und Dispatcher-Skripten zahlt sich also gerade dann aus, wenn ihr Freigaben nicht nur im Dateimanager, sondern in ganz unterschiedlichen Anwendungen zuverlässig nutzen wollt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Problem 1: Der Rechner fährt nicht mehr sauber runter</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Fehlt in der fstab die Option _netdev, weiß systemd nicht, dass es sich hier um eine Netzwerkfreigabe handelt. Beim Shutdown kann es dann passieren, dass systemd versucht auszuhängen, <em>nachdem</em> das Netzwerk schon weg ist – der umount blockiert, bis der Job-Timeout greift, und euer System hängt beim Herunterfahren fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://wiki.archlinux.org/title/Fstab#Remote_filesystem" target="_blank" rel="noopener">_netdev</a> behebt das, weil systemd damit die richtige Reihenfolge kennt: erst aushängen, dann Netzwerk kappen. Wichtig ist außerdem, dass ein Dispatcher-Skript nicht nur auf down, sondern auf pre-down reagiert – der Status feuert, bevor die Verbindung wirklich fällt, während down schon danach kommt und für ein sauberes Aushängen zu spät ist. Damit das klappt, braucht es zusätzlich einen Symlink im Unterordner <code>pre-down.d/</code>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Problem 2: Nach dem Aufwachen hängt sich der Dateimanager auf</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mount-Aufruf für CIFS oder WebDAV läuft im Kernel und kann bei nicht erreichbarem Server ziemlich lange blockieren – gerade kurz nach dem Aufwachen, wenn DNS oder Routing noch nicht ganz da sind. NetworkManager wartet standardmäßig synchron, bis so ein Dispatcher-Skript fertig ist, bevor es weitermacht. Hängt der mount-Aufruf, hängt bei euch plötzlich auch der Dateimanager oder die Netzwerkanzeige, weil die vom Verbindungsstatus abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lösung: Mount-Versuche einfach im Hintergrund laufen lassen, damit das Dispatcher-Skript selbst sofort zurückkehrt, egal wie lange der eigentliche Mount braucht.</p>



<pre class="wp-block-code"><code>run_async() {
    ( "$@" ) &amp;&gt;/dev/null &amp;
    disown
}</code></pre>



<h3 class="wp-block-heading">Problem 3: Der Standby funktioniert plötzlich nicht mehr</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier wird&#8217;s spannend. Mit der Lösung aus Problem 2 stolpert ihr in ein neues, deutlich fieseres Problem, das sich in meinem Fall so äußerte: Der Bildschirm geht aus, aber Tastaturbeleuchtung und LEDs bleiben an – ihr müsst hart abschalten. Was war passiert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mount-Syscall für CIFS oder davfs blockiert bei nicht erreichbarem Server im sogenannten <a href="https://eklitzke.org/uninterruptible-sleep" target="_blank" rel="noopener">D-Zustand (uninterruptible sleep)</a> – einem Zustand, den kein Signal unterbricht, auch SIGKILL nicht. Bevor der Kernel tatsächlich schlafen legt, versucht er, alle Prozesse einzufrieren. Ein Prozess im D-Zustand lässt sich aber nicht einfrieren, und der ganze Standby hängt fest, bis die Netzwerkoperation im Kernel von selbst aufgibt – das kann durchaus ein paar Minuten dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die Mount-Versuche aus Problem 2 jetzt länger im Hintergrund weiterlaufen, steigt eben auch die Chance, dass genau in dem Moment, in dem ihr in Standby gehen wollt, so ein blockierender Verbindungsversuch gerade aktiv ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zuverlässige Ausweg: Vor jedem mount erst mit einem echten Userspace-Verbindungstest prüfen, ob der Server überhaupt erreichbar ist – so einer lässt sich per Timeout wirklich abbrechen, zum Beispiel über Bashs eingebautes /dev/tcp:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>tcp_reachable() {
    local HOST="$1"
    local PORT="$2"
    local TIMEOUT_SECONDS="${3:-2}"
    timeout "${TIMEOUT_SECONDS}s" bash -c "echo &gt;/dev/tcp/${HOST}/${PORT}" &amp;&gt;/dev/null
}</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenn der Test klappt, folgt der eigentliche mount. Damit landet ihr so gut wie nie mehr im riskanten, blockierenden Kernel-Connect, weil ihr zu dem Zeitpunkt schon wisst, dass der Server da ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Kombination, die bei mir funktioniert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende braucht ein robustes Setup vier Zutaten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>_netdev</strong> in der fstab, damit systemd Netzwerkfreigaben beim Herunterfahren richtig einordnet.</li>



<li><strong>pre-down-Handling</strong> samt Symlink in pre-down.d/, damit das Aushängen garantiert vor dem Verbindungsabbau passiert – mit Timeout und Lazy-Unmount als Backup, falls der normale umount mal zickt.</li>



<li><strong>Asynchrone Mounts</strong> im up-Fall, damit NetworkManager und alles, was davon abhängt, nicht blockiert.</li>



<li><strong>Ein Erreichbarkeitstest</strong> vor jedem mount, damit der eigentliche, potenziell blockierende Kernel-Connect gar nicht erst passiert.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu noch ein kleiner Healthcheck per systemd-Timer, der ein paar Minuten nach dem Boot und danach regelmäßig nachschaut, ob die Freigaben wirklich da sind, und notfalls nachhilft. Praktisch, falls der auslösende Netzwerk-Event mal zu früh oder zu spät kommt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Alle Dateien im Überblick</h3>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1246" height="884" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper.webp" alt="Ein Computerbildschirm zeigt ein Terminalfenster mit schwarzem Hintergrund und weißer Schrift. Im oberen Bereich ist eine Baumstruktur der Verzeichnisse und Dateien unter '/etc/NetworkManager/dispatcher.d' zu sehen. Die Struktur enthält mehrere Unterverzeichnisse und Shell-Skripte. Links sind Zeitstempel und Befehle sichtbar, rechts die jeweiligen Ausgaben. Das Fenster ist von einer grauen Menüleiste umrahmt." class="wp-image-45300" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper.webp 1246w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper-640x454.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper-592x420.webp 592w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper-681x483.webp 681w" sizes="(max-width: 1246px) 100vw, 1246px"><figcaption class="wp-element-caption">So sieht der Spaß bei mir aus: Der NetworkManager-Dispatcher hängt Freigaben automatisch ein, sobald er den passenden Server im Netzwerk findet oder sich per WLAN zu einer bestimmten SSID verbindet.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ihr das Ganze direkt nachbauen könnt, hier der komplette Satz an Dateien. Ich habe die Beispielnamen aus meinem eigenen Setup (ein Samba-Server namens bender, WebDAV via tuxedo) durch generische Platzhalter ersetzt – die müsst ihr natürlich an eure eigene Umgebung anpassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/fstab</strong> – die beiden Freigaben, einmal Samba, einmal WebDAV:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>//server/home /mnt/server/home cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev,x-systemd.mount-timeout=15s,soft 0 0
//server/data /mnt/server/data cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev,x-systemd.mount-timeout=15s,soft 0 0
https://cloud.example.com/remote.php/dav/files/user /mnt/webdav davfs noauto,_netdev,uid=1000,gid=100,x-systemd.automount,x-systemd.idle-timeout=300,x-systemd.mount-timeout=15s 0 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Die fstab referenziert die Zugangsdaten nur, gespeichert werden sie in eigenen Dateien – schon damit das Passwort nicht im Klartext in einer Datei steht, die jeder lesen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/samba/server.credentials</strong> – Zugangsdaten für die Samba-Freigabe:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>username=maxmuster
password=GeheimesPasswort123</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/davfs2/secrets</strong> – Zugangsdaten für die WebDAV-Freigabe, referenziert wird hier der Mountpunkt statt einer Option in der fstab:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>/mnt/webdav maxmuster GeheimesPasswort123</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Dateien gehören root und dürfen für niemand sonst lesbar sein:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo chmod 600 /etc/samba/server.credentials /etc/davfs2/secrets
$ sudo chown root:root /etc/samba/server.credentials /etc/davfs2/secrets</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh</strong> – die gemeinsame Bibliothek, die alle anderen Skripte einbinden:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
log() {
    &#91;&#91; "$DEBUG" == "1" ]] &amp;&amp; logger -t "$LOG_TAG" -- "$1"
}

run_async() {
    ( "$@" ) &amp;&gt;/dev/null &amp;
    disown
}

tcp_reachable() {
    local HOST="$1"
    local PORT="$2"
    local TIMEOUT_SECONDS="${3:-2}"
    timeout "${TIMEOUT_SECONDS}s" bash -c "echo &gt;/dev/tcp/${HOST}/${PORT}" &amp;&gt;/dev/null
}

mount_with_retry() {
    local MOUNT="$1"
    local MAX_ATTEMPTS="${2:-3}"
    local SLEEP_SECONDS="${3:-2}"
    local MOUNT_TIMEOUT="${4:-10}"

    if mountpoint -q "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT ist bereits eingehängt"
        return 0
    fi

    log "Hänge $MOUNT ein"

    local OUT ATTEMPT
    for ((ATTEMPT = 1; ATTEMPT &lt;= MAX_ATTEMPTS; ATTEMPT++)); do
        if OUT=$(timeout "${MOUNT_TIMEOUT}s" mount "$MOUNT" 2&gt;&amp;1); then
            log "$MOUNT erfolgreich eingehängt"
            return 0
        fi
        log "Versuch $ATTEMPT/$MAX_ATTEMPTS für $MOUNT fehlgeschlagen (evtl. Timeout nach ${MOUNT_TIMEOUT}s): $OUT"
        &#91;&#91; "$ATTEMPT" -lt "$MAX_ATTEMPTS" ]] &amp;&amp; sleep "$SLEEP_SECONDS"
    done

    log "Alle Versuche für $MOUNT fehlgeschlagen"
    return 1
}

umount_with_fallback() {
    local MOUNT="$1"
    local TIMEOUT_SECONDS="${2:-5}"

    if ! mountpoint -q "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT ist nicht eingehängt"
        return 0
    fi

    log "Hänge $MOUNT aus"

    if timeout "${TIMEOUT_SECONDS}s" umount "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT erfolgreich ausgehängt"
        return 0
    fi

    log "Normaler Unmount von $MOUNT fehlgeschlagen, versuche Lazy Unmount"
    if umount -l "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT per Lazy Unmount ausgehängt"
        return 0
    fi

    log "$MOUNT konnte nicht ausgehängt werden"
    return 1
}</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-server-mount</strong> – Samba-Freigabe, gebunden an eine bestimmte WLAN-SSID oder ans Kabelnetz:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash

DEBUG=1
LOG_TAG="server-mount"

LIB="/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh"
if &#91;&#91; -r "$LIB" ]]; then
    source "$LIB"
else
    logger -t "$LOG_TAG" -- "Bibliothek $LIB nicht gefunden, breche ab"
    exit 1
fi

IFACE="$1"
STATUS="$2"

MOUNTS=(
    "/mnt/server/home"
    "/mnt/server/data"
)

mount_server() {
    if ! tcp_reachable server 445 2; then
        log "server auf Port 445 nicht erreichbar, überspringe Mount-Versuch"
        return 1
    fi

    for MOUNT in "${MOUNTS&#91;@]}"; do
        mount_with_retry "$MOUNT" 3 2 10
    done
}

umount_server() {
    for MOUNT in "${MOUNTS&#91;@]}"; do
        umount_with_fallback "$MOUNT" 5
    done
}

log "Dispatcher gestartet: Interface=$IFACE, Status=$STATUS"

case "$STATUS" in
    up)
        if &#91;&#91; "$IFACE" == wl* ]]; then
            SSID=$(nmcli -t -f active,ssid dev wifi |
                awk -F: '$1 == "yes" {print $2; exit}')

            log "Aktive WLAN-SSID: $SSID"

            if &#91;&#91; "$SSID" == "MeinHeimnetz" ]]; then
                run_async mount_server
            fi

        elif &#91;&#91; "$IFACE" == enp* || "$IFACE" == eth* ]]; then
            run_async mount_server
        fi
        ;;

    pre-down|vpn-pre-down)
        log "Netzwerkverbindung wird beendet – Mounts aushängen"
        umount_server
        ;;
esac

log "Dispatcher beendet"
exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-webdav-mount</strong> – WebDAV-Freigabe, die einfach nur einen erreichbaren Cloud-Server voraussetzt:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash

DEBUG=1
LOG_TAG="webdav-mount"

LIB="/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh"
if &#91;&#91; -r "$LIB" ]]; then
    source "$LIB"
else
    logger -t "$LOG_TAG" -- "Bibliothek $LIB nicht gefunden, breche ab"
    exit 1
fi

IFACE="$1"
STATUS="$2"

MOUNTPOINT="/mnt/webdav"
HOST="cloud.example.com"

mount_webdav() {
    if ! tcp_reachable "$HOST" 443 3; then
        log "$HOST auf Port 443 nicht erreichbar, überspringe Mount-Versuch"
        return 1
    fi

    mount_with_retry "$MOUNTPOINT" 3 2 10
}

log "Dispatcher gestartet: Interface=$IFACE, Status=$STATUS"

case "$STATUS" in
    up)
        run_async mount_webdav
        ;;

    pre-down|vpn-pre-down)
        log "Netzwerkverbindung wird beendet – Mount aushängen"
        umount_with_fallback "$MOUNTPOINT" 5
        ;;
esac

log "Dispatcher beendet"
exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Für beide Skripte braucht ihr zusätzlich noch die passenden Symlinks, damit pre-down garantiert vor dem Verbindungsabbau feuert:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo ln -s /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-server-mount \
             /etc/NetworkManager/dispatcher.d/pre-down.d/90-server-mount
$ sudo ln -s /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-webdav-mount \
             /etc/NetworkManager/dispatcher.d/pre-down.d/90-webdav-mount</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/usr/local/bin/mount-healthcheck.sh</strong> – das Sicherheitsnetz, das regelmäßig nachschaut:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
DEBUG=1
LOG_TAG="mount-healthcheck"

LIB="/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh"
if &#91;&#91; -r "$LIB" ]]; then
    source "$LIB"
else
    logger -t "$LOG_TAG" -- "Bibliothek $LIB nicht gefunden, breche ab"
    exit 1
fi

log "Healthcheck gestartet"

SSID=$(nmcli -t -f active,ssid dev wifi 2&gt;/dev/null |
    awk -F: '$1 == "yes" {print $2; exit}')

if &#91;&#91; "$SSID" == "MeinHeimnetz" ]] || ping -c 1 -W 1 server &gt;/dev/null 2&gt;&amp;1; then
    mount_with_retry "/mnt/server/home" 2 3
    mount_with_retry "/mnt/server/data" 2 3
else
    log "server im aktuellen Netz nicht erreichbar, überspringe"
fi

mount_with_retry "/mnt/webdav" 2 3

log "Healthcheck beendet"
exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/systemd/system/mount-healthcheck.service</strong> und <strong>mount-healthcheck.timer</strong> – Systemd-Einheiten, die das Healthcheck-Skript 60 Sekunden nach dem Boot und danach alle 10 Minuten anstoßen:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>&#91;Unit]
Description=Prueft und stellt Netzwerk-Mounts sicher
After=network-online.target
Wants=network-online.target

&#91;Service]
Type=oneshot
TimeoutStartSec=120
ExecStart=/usr/local/bin/mount-healthcheck.sh</code></pre>



<pre class="wp-block-code"><code>&#91;Unit]
Description=Fuehrt den Mount-Healthcheck 60s nach Boot und danach alle 10 Minuten aus

&#91;Timer]
OnBootSec=60s
OnUnitActiveSec=10min
AccuracySec=30s

&#91;Install]
WantedBy=timers.target</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Aktivieren nicht vergessen:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo systemctl daemon-reload
$ sudo systemctl enable --now mount-healthcheck.timer</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/usr/lib/systemd/system-sleep/90-cancel-network-mounts</strong> – optionales Sicherheitsnetz vor dem Suspend:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
case "$1/$2" in
    pre/*)
        logger -t sleep-mount-guard "Breche evtl. laufende Netzwerk-Mount-Versuche vor Suspend ab"
        pkill -9 -f 'mount\.cifs' 2>/dev/null
        pkill -9 -f 'mount\.davfs' 2>/dev/null
        ;;
esac

exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Skripte müssen ausführbar sein:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo chmod +x /etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh \
              /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-server-mount \
              /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-webdav-mount \
              /usr/local/bin/mount-healthcheck.sh \
              /usr/lib/systemd/system-sleep/90-cancel-network-mounts</code></pre>



<h3 class="wp-block-heading">Lange Reder, kurzer Sinn</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Automatisches Einhängen von Netzwerkfreigaben über NetworkManager funktioniert gut, ist aber kein Fünf-Minuten-Job, wie es die Doku vermuten lässt. Wenn ihr nur den mount-Befehl in ein up-Skript packt, holt euch früher oder später eines der drei Probleme ein – meistens genau dann, wenn ihr unterwegs seid und kein Log zur Hand habt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit _netdev, korrektem pre-down-Timing, asynchroner Ausführung und einem echten Erreichbarkeitstest vor jedem Mount seid ihr auf der sicheren Seite. Und das Muster lässt sich eins zu eins auf andere netzwerkabhängige Automatisierungen übertragen, etwa VPN-Verbindungen oder Backup-Jobs, die nur im richtigen Netz laufen sollen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/netzwerkfreigaben-automatisch-einhaengen-was-beim-networkmanager-dispatcher-schiefgehen-kann/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spotify unter GNOME: Blauen Fensterrahmen reparieren</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/spotify-unter-gnome-blauen-fensterrahmen-reparieren/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/spotify-unter-gnome-blauen-fensterrahmen-reparieren/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 14:01:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Spotify]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=45241</guid>

					<description><![CDATA[Ein blauer Rahmen um Spotify unter GNOME stört die Optik, obwohl die Funktionalität unverändert bleibt. Unter Arch Linux lässt sich das Problem einfach beheben. Entweder über Flatpak oder durch ein Start-Flag für den Client aus dem AUR.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn ihr Spotify unter Linux mit <a href="https://linuxundich.de/tag/gnome/" data-type="post_tag" data-id="1734">GNOME</a> nutzt, habt ihr vielleicht in den letzten Tagen einen unschönen blauen Rahmen um das Anwendungsfenster bemerkt. Ich sehe das Problem hier bei mir unter <a href="https://linuxundich.de/tag/arch/" data-type="post_tag" data-id="1762">Arch Linux</a>, es dürfte aber alle Distributionen betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schuld daran ist ein Update des offiziellen Linux-Clients auf Electron-Basis, das die GTK-Style-Window-Decoration durcheinandergebracht hat. Die Funktionalität von <a href="https://linuxundich.de/tag/spotify/" data-type="post_tag" data-id="1480">Spotify</a> bleibt zwar unverändert, optisch sieht es aber alles andere als schick aus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="780" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-1280x780.webp" alt="Spotify mit blauem Rahmen. Ein Update des Linux-Clients hat die GTK-Style-Window-Decoration beschädigt, sodass das Fenster unschön blau gerahmt wird und nicht korrekt angezeigt wird." class="wp-image-45242" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-1280x780.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-640x390.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-690x420.webp 690w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-681x415.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue.webp 1491w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Spotify mit blauem Rahmen. Ein Update des Linux-Clients hat die GTK-Style-Window-Decoration beschädigt, sodass das Fenster unschön blau gerahmt wird und nicht korrekt angezeigt wird.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Lösungsmöglichkeiten für Spotify</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt zwei einfache Wege, um das Problem zu beheben. Die bequemste Variante ist, Spotify als <a href="https://flathub.org/en/apps/com.spotify.Client" target="_blank" rel="noopener">Flatpak</a> zu installieren. Die Flatpak-Version zeigt den blauen Rahmen nicht und ihr müsst euch um nichts kümmern. Änderungen an der Konfiguration sind nicht nötig.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="780" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-1280x780.webp" alt="Die Flatpak-Version von Spotify zeigt den blauen Rahmen nicht, die GTK-Style-Window-Decoration wird korrekt dargestellt und das Fenster sieht nach der Installation normal und fehlerfrei aus." class="wp-image-45243" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-1280x780.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-640x390.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-690x420.webp 690w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-681x415.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak.webp 1491w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Die Flatpak-Version von Spotify zeigt den blauen Rahmen nicht, die GTK-Style-Window-Decoration wird korrekt dargestellt und das Fenster sieht nach der Installation normal und fehlerfrei aus.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Falls ihr Spotify hingegen über den <a href="https://github.com/kpcyrd/spotify-launcher" target="_blank" rel="noopener">Spotify Launcher</a> (Paket <em>spotify-launcher</em> aus den Extra-Quellen von Arch) oder direkt aus dem <a href="https://aur.archlinux.org/packages/spotify" target="_blank" rel="noopener">AUR</a> (Eintrag <em>spotify</em>) installiert habt, müsst ihr das Start-Flag <code>--ozone-platform=x11</code> setzen. Damit wird die GTK-Dekoration korrekt angezeigt. Je nach Installationsart fügt ihr das Flag wie folgt ein:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für AUR-Spotify</strong> in der Datei <code>~/.config/spotify-flags.conf</code>:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>--ozone-platform=x11</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für Spotify Launcher</strong> in <code>~/.config/spotify-launcher.conf</code>:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>&#91;spotify]
extra_arguments = &#91;"--ozone-platform=x11"] </code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Eventuell müsst ihr diese Dateien erst anlegen. Nach einem Neustart von Spotify sollte der blaue Rahmen verschwunden sein und alles wieder normal aussehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1153" height="853" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform.webp" alt="Die Konfigurationen unter ~/.config. Die Dateien müssen eventuell erst erstellt werden, ihr braucht nur die passende Datei je nach Installationsart, nicht beide gleichzeitig." class="wp-image-45245" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform.webp 1153w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-640x473.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-568x420.webp 568w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-80x60.webp 80w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-100x75.webp 100w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-681x504.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1153px) 100vw, 1153px"><figcaption class="wp-element-caption">Die Konfigurationen unter ~/.config. Die Dateien müssen eventuell erst erstellt werden, ihr braucht nur die passende Datei je nach Installationsart, nicht beide gleichzeitig.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="780" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-1280x780.webp" alt="Alternativ könnt ihr das Flag --ozone-platform=x11 setzen, wenn ihr Spotify aus dem AUR installiert habt. Dann wird der Fensterrahmen wieder korrekt angezeigt und normal dargestellt." class="wp-image-45244" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-1280x780.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-640x390.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-690x420.webp 690w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-681x415.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags.webp 1491w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Alternativ könnt ihr das Flag &#8211;ozone-platform=x11 setzen, wenn ihr Spotify aus dem AUR installiert habt. Dann wird der Fensterrahmen wieder korrekt angezeigt und normal dargestellt.</figcaption></figure>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background wp-block-paragraph"><strong>Korrektur von <a href="https://social.anoxinon.de/@fabiscafe@mstdn.social/115627842495268735" target="_blank" rel="noopener">Fabian auf Mastodon</a>:</strong> Das stimmt so nicht. Das ist ganz alleine dem geschulded das Spotify Wayland-nativ läuft und dort, unter GNOME, eine clientseitige Dekoration (CSD) braucht, die es über diese blaue bereit stellt. Das ganze wieder zu X11 zwingen schafft eventuell echte Probleme, wie verschwommene Schriften, schlechtes (kein) scaling und so weiter. Spotify ist auch nicht Elektron, sondern Chromium Embedded Framework (CEF).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, es ist eine Krücke, aber eine die derzeit hilft. Die Änderung lässt sich ja auch schnell wieder rückgängig machen. Die anderen Optionen wären, Gnome unter X11 zu betreiben oder sich mit den blauen Rahmen anzufreunden. Beides in meinen Augen auch nicht gerade optimal. So ist es erstmal ein Workaround, den man natürlich nicht vergessen sollte, falls sich Spotify irgendwann einmal wieder komisch verhält.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Screenshots mit Gradia 1.1.0 unter GNOME aufhübschen</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/screenshots-mit-gradia-unter-gnome-aufhubschen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 10:53:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Screenshot]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter GNOME geraten einfache Screenshots schnell zur Fleißarbeit. Gradia nimmt euch einen Teil davon ab: Mit Farbverlauf, abgerundeten Ecken und Abstand zum Rand wirken Fensterbilder sofort aufgeräumter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich unter Linux einen Artikel schreibe oder einen Blogbeitrag vorbereite, brauche ich oft ein paar passende Screenshots. Das klingt erstmal banal: Bildschirmfoto machen, zuschneiden, fertig. Doch in der Praxis steckt oft mehr dahinter. Ich will Fenster freistellen, bestimmte Inhalte unkenntlich machen oder die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich lenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter KDE ist das mit <a href="https://apps.kde.org/de/spectacle/" target="_blank" rel="noopener">Spectacle</a> und <a href="https://github.com/ksnip/ksnip" target="_blank" rel="noopener">KSnip</a> angenehm gelöst. In Kombination hat man mit den beiden Programmen zwei leistungsfähige Werkzeuge für Screenshots mit Anmerkungen, Schatten, Pfeilen, Transparenz und mehr. Unter <a href="https://linuxundich.de/tag/gnome/" data-type="post_tag" data-id="1734">GNOME</a> sieht es – gerade unter Wayland – etwas magerer aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher habe ich oft <a href="https://linuxundich.de/gnu-linux/ksnip-und-shutter-moderne-screenshot-tools/">Shutter</a> verwendet. Das konnte alles, was ich gebraucht habe – bis auf Wayland. Seit der Umstellung auf das moderne Display-Server-Protokoll ist Shutter leider keine Option mehr. Die KDE-Tools funktionieren zwar mit Wayland, benötigen als Unterbau jedoch den KWin-Fenstermanager, da jeder Fenstermanager die Screenshot-Funktionen selbst implementieren muss. Hier kommt nun aber Gradia ins Spiel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einheitlicher Look für Screenshots</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gradia ist kein klassisches Screenshot-Werkzeug. Ihr könnt damit keine Bildschirmfotos aufnehmen – das übernimmt weiterhin das GNOME-eigene Screenshot-Tool (erreichbar per <kbd>Druck</kbd>-Taste, über das Anwendungsmenü oder per <a href="https://extensions.gnome.org/extension/6868/screenshort-cut/" target="_blank" rel="noopener">Shell-Erweiterung</a>). Was Gradia bietet, ist eine unkomplizierte Nachbearbeitung: Ihr zieht ein bereits aufgenommenes Fensterbild hinein oder übernehmt es aus der Zwischenablage und Gradia poliert es optisch ein wenig auf.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="720" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-screenshot-tool-1280x720.webp" alt="Mit der Erweiterung Screenshort-cut landen Fenster-Screenshots direkt in der Zwischenablage. Praktisch, um sie sofort in Gradia weiterzuverarbeiten, ohne den Umweg über Dateien." class="wp-image-45094" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-screenshot-tool-1280x720.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-screenshot-tool-640x360.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-screenshot-tool-1536x864.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-screenshot-tool-747x420.webp 747w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-screenshot-tool-681x383.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-screenshot-tool.webp 1920w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Mit der Erweiterung Screenshort-cut landen Fenster-Screenshots direkt in der Zwischenablage. Praktisch, um sie sofort in Gradia weiterzuverarbeiten, ohne den Umweg über Dateien.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="769" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia1-1280x769.webp" alt="Ein Klick auf den Einfüge-Button genügt: Gradia übernimmt das Screenshot aus der Zwischenablage und bereitet es automatisch mit Hintergrund und Freistellung auf." class="wp-image-45092" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia1-1280x769.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia1-640x384.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia1-699x420.webp 699w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia1-681x409.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia1.webp 1385w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Ein Klick auf den Einfüge-Button genügt: Gradia übernimmt das Screenshot aus der Zwischenablage und bereitet es automatisch mit Hintergrund und Freistellung auf.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="769" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia2-1280x769.webp" alt="Die Hintergrundfarbe oder der Verlauf lassen sich flexibel anpassen. Genau wie der Randabstand, der für ein luftigeres Layout besonders bei Social-Media-Postings sorgt." class="wp-image-45093" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia2-1280x769.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia2-640x384.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia2-699x420.webp 699w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia2-681x409.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/05/gnome-gradia2.webp 1385w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Die Hintergrundfarbe oder der Verlauf lassen sich flexibel anpassen. Genau wie der Randabstand, der für ein luftigeres Layout besonders bei Social-Media-Postings sorgt.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das funktioniert absolut simpel: Gradia erkennt automatisch den transparenten Fensterrand und legt einen Hintergrund mit Farbverlauf dahinter. Statt eines klassischen transparenten PNGs mit Schatten kommt ein Bild heraus, das sich auch auf dunklem oder hellem Hintergrund gut macht. Die abgerundeten Fensterecken lassen sich zusätzlich betonen, und ihr könnt den Abstand zum Bildrand individuell anpassen. So wirkt das Fenster im Screenshot „freigestellt“ und hebt sich besser vom Hintergrund ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gradia gibt es als Flatpak und lässt sich bequem über <a href="https://flathub.org/apps/be.alexandervanhee.gradia" target="_blank" rel="noopener">Flathub</a> installieren. Wer Flatpak noch nicht eingerichtet hat, findet auf Flathub selbst <a href="https://flathub.org/setup" target="_blank" rel="noopener">Anleitungen</a> für so gut wie jede Linux-Distribution. Der unter der GPL-3.0 lizenzierte Quellcode von Gradia ist auf <a href="https://github.com/AlexanderVanhee/Gradia" target="_blank" rel="noopener">GitHub</a> einsehbar. Die Versionsnummern wirken dort allerdings etwas uneinheitlich: Auf Flathub steht der Zähler bei Version 1.1.0, auf GitHub ist Version 0.2 die aktuellste, obwohl auch eine Version 0.3 existiert, die jedoch älter ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kein Ersatz für Shutter – aber eine gute Ergänzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gradia ist klein, schnell installiert und macht genau eine Sache, die aber ordentlich. Wer unter GNOME arbeitet und ästhetische Screenshots für Veröffentlichungen im Netz oder auf Social Media braucht, bekommt mit Gradia ein praktisches Helferlein. Ich hoffe, dass das Tool noch etwas weiterentwickelt wird. Ein simples Annotationswerkzeug oder das Unkenntlichmachen von Bildbereichen wären zum Beispiel sinnvolle Ergänzungen. Aber auch so ist es ein nützliches Werkzeug im GNOME-Kosmos.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>GNOME 48 und das alte Tray-Problem: AppIndicator-Erweiterung mit Patch für Arch verfügbar</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/gnome-48-und-das-alte-tray-problem-appindicator-erweiterung-mit-patch-fuer-arch-verfuegbar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 15:49:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome-Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Integration klassischer Tray-Icons ist unter GNOME weiterhin ein Thema. Eine aktualisierte Version der AppIndicator-Erweiterung sorgt nun auch unter GNOME 48 für Abhilfe – zumindest unter Arch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite auf dem Desktop überwiegend mit GNOME – nicht zuletzt, weil dort viele Dinge anders gelöst werden als in anderen Desktop-Umgebungen. Dazu zählt auch der bewusste Verzicht auf den klassischen System-Tray, also jenen kleinen Bereich am oberen oder unteren Rand des Bildschirms, in dem sich früher allerlei Anwendungen mit einem Symbol &#8222;einnisten&#8220;&#8220; konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GNOME geht hier andere Wege und setzt auf moderne Schnittstellen für Hintergrunddienste. Doch viele Anwendungen – insbesondere proprietäre oder ältere Programme – verlassen sich weiterhin auf das Tray-Modell. Wer solche Tools nutzt, stößt schnell an Grenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">GNOME und der Verzicht auf das Legacy-Tray</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Statt dem altbekannten Tray setzt GNOME auf moderne Konzepte, um Hintergrunddienste zugänglich zu machen. Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Benachrichtigungen im Message Tray</strong>: Anwendungen senden Hinweise über das Notification-System – ohne visuelle Präsenz in einem Icon.</li>



<li><strong>Hintergrunddienste im Systemmenü</strong>: Einige Apps (z. B. VPNs oder Bildschirmfreigaben) nutzen spezielle Schnittstellen, um sich direkt im Quick Settings-Menü zu verankern.</li>



<li><strong>Portale und systemd-User-Services</strong>: Anwendungen wie z. B. Syncthing oder Flatpak-Apps nutzen systemd oder D-Bus Portale, um unabhängig vom GUI-Session-Zustand zu laufen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Architektur ist aus GNOMEs Sicht technisch eleganter – doch viele von euch, die etwa Nextcloud, das TUXEDO Control Center oder andere klassische Apps nutzen, vermissen schlicht die kleinen Icons, die früher dezent im Panel hockten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lösung heißt AppIndicator – mit Haken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier kommt die GNOME-Shell-Erweiterung <a href="https://extensions.gnome.org/extension/615/appindicator-support" target="_blank" rel="noopener">AppIndicator and KStatusNotifierItem Support</a> ins Spiel. Sie bringt das &#8222;alte&#8220; Tray zurück in die &#8222;neue&#8220;&#8220; GNOME-Welt – wenn auch nur als Workaround in Form einer Shell-Erweiterung. Optisch macht sie dabei deutlich mehr her als die offizielle Ersatzlösung <em>Status Icons</em> und integriert sich wesentlich besser ins moderne GNOME-Design.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem: Die Erweiterung wird von Canonical (Ubuntu) gepflegt, und ihre Weiterentwicklung verläuft oft schleppend. Nach jedem neuen GNOME-Release vergehen nicht selten Wochen oder sogar Monate, bis eine kompatible Version bereitsteht. Mit GNOME 48 war das erneut der Fall – doch diesmal gibt es gute Nachrichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">News aus der Community: Patch für GNOME 48</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Stöbern im <a href="https://github.com/ubuntu/gnome-shell-extension-appindicator/issues/568" target="_blank" rel="noopener">Issue-Tracker der Erweiterung</a> bin ich auf einen spannenden Hinweis gestoßen: Für GNOME 48 existieren bereits funktionierende Patches! Und noch besser – unter Arch Linux sind diese bereits in das offizielle Paket eingeflossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ihr also Arch oder ein Arch-Derivat wie EndeavourOS oder Manjaro verwendet, könnt ihr euch die aktualisierte Version der Erweiterung direkt über <code>pacman</code> holen:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>sudo pacman -S gnome-shell-extension-appindicator</strong></code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Installation müsst ihr die alte Version der Erweiterung im Erweiterungs-Manager deaktivieren, euch ab- und wieder anmelden. Danach sollte die gepatchte Version als <em>Systemerweiterung</em> auftauchen – und ihr könnt AppIndicators unter GNOME 48 wieder nutzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="884" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-1280x884.webp" alt="Die von Arch gepatchte Version der AppIndicator and KStatusNotifierItem Support-Erweiterung erscheint unter den Systemerweiterungen im GNOME-Erweiterungsmanager." class="wp-image-44623" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-1280x884.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-640x442.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-608x420.webp 608w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-681x470.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48.webp 1439w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Die von Arch gepatchte Version der AppIndicator and KStatusNotifierItem Support-Erweiterung erscheint unter den Systemerweiterungen im GNOME-Erweiterungsmanager.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Moderne und Kompatibilität</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich vermeide Tray-Icons, wo es geht. Viele freie Anwendungen bieten inzwischen native GNOME-Integrationen oder verzichten ganz auf den Zwang zur Hintergrundpräsenz. Doch wenn ihr auf ein Tool angewiesen seid, das nicht auf moderne GNOME-Techniken setzen, kommt ihr um die AppIndicator-Erweiterung kaum herum. Dank der aktiven Community – und dem Patch-Einbau unter Arch – funktioniert sie jetzt auch unter GNOME 48.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/gnome-48-und-das-alte-tray-problem-appindicator-erweiterung-mit-patch-fuer-arch-verfuegbar/feed/</wfw:commentRss>
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		<title>Lupeneffekt für Screenshots mit GIMP erstellen</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/lupeneffekt-fuer-screenshots-mit-gimp-erstellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2025 07:17:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Bildbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Gimp]]></category>
		<category><![CDATA[Screenshot]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit GIMP lässt sich ein Lupeneffekt auf Screenshots anwenden, um wichtige Details hervorzuheben. In dieser Anleitung wird Schritt für Schritt gezeigt, wie der Effekt einfach und schnell umgesetzt werden kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich regelmäßig Artikel schreibe oder Inhalte auf Plattformen teile, ist das Erstellen von Screenshots ein unverzichtbarer Bestandteil meiner Arbeit. Zwar bringen Desktopumgebungen wie KDE und GNOME bereits gute Screenshot-Tools mit – KDE hat beispielsweise das sehr solide <em>Spectacle</em>, GNOME bietet mit seinem Screenshooter eine grundlegende Lösung, doch fehlt es mir oft an Funktionen für die nachträgliche Bearbeitung. Besonders wenn ich Anmerkungen, Pfeile oder Hervorhebungen hinzufügen möchte, komme ich nicht umhin, auf zusätzliche Tools oder eine Bildbearbeitung wie <a href="https://linuxundich.de/tag/gimp/" data-type="post_tag" data-id="181">GIMP</a> zurückzugreifen.</p>







<p class="wp-block-paragraph">Früher habe ich für diese Aufgaben <a href="https://linuxundich.de/tag/shutter/" data-type="post_tag" data-id="599">Shutter</a> verwendet. Leider hat dieses Tool inzwischen den Support für Wayland verloren und scheint seit geraumer Zeit nicht weiterentwickelt zu werden. Als aktuelle Alternative setze ich deshalb <a href="https://github.com/ksnip/ksnip" target="_blank" rel="noopener">KSnip</a> ein, um Anmerkungen und Markierungen hinzuzufügen – Auch wenn ich dafür in den Kauf nehmen muss, dass ich mir damit einen Haufen Qt-Bibliotheken ins System laden muss. Was mir jedoch immer noch fehlt, ist ein Lupeneffekt, mit dem ich kleine Details in meinen Screenshots vergrößern und hervorheben kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1255" height="894" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/ksnip-screenhots.webp" alt="Mit KSnip lassen sich schnell Anmerkungen und Markierungen zu Screenshots hinzufügen. Ein Lupeneffekt, um Details hervorzuheben, ist jedoch nicht verfügbar." class="wp-image-44539" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/ksnip-screenhots.webp 1255w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/ksnip-screenhots-640x456.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/ksnip-screenhots-590x420.webp 590w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/ksnip-screenhots-681x485.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1255px) 100vw, 1255px"><figcaption class="wp-element-caption">Mit KSnip lassen sich schnell Anmerkungen und Markierungen zu Screenshots hinzufügen. Ein Lupeneffekt, um Details hervorzuheben, ist jedoch nicht verfügbar.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Effekt lässt sich aber schnell und einfach mit GIMP umsetzen, auch wenn es dafür keinen direkten Filter gibt. In dieser Anleitung zeige ich euch, wie ihr in wenigen Minuten einen Lupeneffekt auf euren Screenshots erstellen könnt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="schritt-fur-schritt-anleitung-fur-den-lupeneffekt-in-gimp">Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Lupeneffekt in GIMP</h3>



<h4 class="wp-block-heading" id="screenshot-offnen">Screenshot öffnen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Öffnet zunächst euren Screenshot in GIMP. Falls ihr noch keinen Screenshot gemacht habt, könnt ihr dies direkt in GIMP erledigen: Wählt dafür im Menü <em>Datei</em> | <em>Erstellen</em> | <em>Screenshot</em>. Damit könnt ihr den Screenshot entweder direkt im Programm aufnehmen oder eine vorherige Aufnahme importieren.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="bereich-auswahlen">Bereich auswählen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wählt nun das <em>Rechteckige Auswahlwerkzeug</em> oder das <em>Elliptische Auswahlwerkzeug</em> aus der linken Werkzeugleiste aus. Zieht die Auswahl um den Bereich, den ihr vergrößern wollt – also den Bereich, den ihr später als Lupeneffekt hervorheben möchtet. Um mit dem Ellipsenwerkzeug einen kreisförmige Auswahl zu erstellen, haltet ihr während des Aufziehens mit der Maus die Umschalt-Taste gedrückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald die Auswahl getroffen ist, drückt auf der Tastatur <kbd>Strg</kbd>+<kbd>C</kbd>, um den Bereich zu kopieren. Anschließend drückt <kbd>Strg</kbd>+<kbd>V</kbd>, um den Bereich als neue schwebende Auswahl einzufügen. Diese neue Auswahl erscheint dann im rechten oberen Bereich von GIMP unter <em>Schwebende Ebene</em>. Klickt mit der rechten Maustaste darauf und wählt <em>Zur neuen Ebene</em> aus, um die schwebende Auswahl in eine feste Ebene mit dem Namen <em>Transformation</em> umzuwandeln.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="830" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-1280x830.webp" alt="Wählt den Bereich für den Lupeneffekt aus und kopiert ihn in eine neue Ebene. Dies bildet die Grundlage für den späteren Vergrößerungseffekt." class="wp-image-44534" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-1280x830.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-640x415.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-1536x996.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-648x420.webp 648w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-300x194.webp 300w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-341x220.webp 341w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02-681x442.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_02.webp 1854w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Wählt den Bereich für den Lupeneffekt aus und kopiert ihn in eine neue Ebene. Dies bildet die Grundlage für den späteren Vergrößerungseffekt.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading" id="vergrossern-der-auswahl">Vergrößern der Auswahl</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt kommt der eigentliche Lupeneffekt: Wählt das <em>Skalieren</em>-Werkzeug aus der linken Werkzeugleiste aus und klickt auf die gerade erstellte neue Ebene. Vergrößert die Auswahl so, dass sie die gewünschte „Lupenwirkung“ erzielt. Achten dabei darauf, das Seitenverhältnis zu sperren, damit die Proportionen der Auswahl erhalten bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="830" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-1280x830.webp" alt="Vergrößert den ausgewählten Bereich, um den gewünschten Lupeneffekt zu erzielen. Achten Sie darauf, das Seitenverhältnis der Auswahl beizubehalten." class="wp-image-44535" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-1280x830.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-640x415.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-1536x996.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-648x420.webp 648w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-300x194.webp 300w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-341x220.webp 341w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03-681x442.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_03.webp 1854w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Vergrößert den ausgewählten Bereich, um den gewünschten Lupeneffekt zu erzielen. Achten Sie darauf, das Seitenverhältnis der Auswahl beizubehalten.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading" id="ebene-an-bildgrosse-anpassen">Ebene an Bildgröße anpassen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtsklickt auf die neue Ebene im rechten Panel und wählt <em>Ebenen auf Bildgröße</em>. Damit passt ihr die Ebene an die Gesamtbildgröße an, ohne dass sich die anderen Elemente auf dem Screenshot verändern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="auswahl-um-den-effekt-hinzufugen">Auswahl um den Effekt hinzufügen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtsklickt wieder auf die Ebene im rechten Panel und wählt diesmal <em>Auswahl aus Alphakanal</em> aus. Diese Funktion macht den transparenten Bereich der Ebene auswählbar.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="kontur-hinzufugen">Kontur hinzufügen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Geht nun auf <em>Bearbeiten</em> | <em>Auswahl nachziehen …</em> und passt die Eigenschaften der Umrahmung an. Ihr könnt hier die Farbe der Linie und deren Dicke wählen. Die Standardfarbe wird dabei aus der Vordergrundfarbe von GIMP übernommen. Eine Vorschau gibt es für diese Funktion leider nicht. Klickt auf <em>OK</em>, um die Umrahmung anzuwenden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="830" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-1280x830.webp" alt="Fügt eine Kontur um den vergrößerten Bereich hinzu, um ihn besser hervorzuheben. Dies sorgt für eine klare Abgrenzung zum Hintergrund." class="wp-image-44537" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-1280x830.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-640x415.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-1536x996.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-648x420.webp 648w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-300x194.webp 300w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-341x220.webp 341w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05-681x442.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_05.webp 1854w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Fügt eine Kontur um den vergrößerten Bereich hinzu, um ihn besser hervorzuheben. Dies sorgt für eine klare Abgrenzung zum Hintergrund.</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading" id="hintergrund-anpassen">Hintergrund anpassen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zu guter Letzt könnt ihr noch einen Filter auf den Hintergrund anwenden, um den Effekt weiter zu verstärken. Eine Unschärfe oder ein Schatten auf der neuen Ebene sorgen dafür, dass der Lupeneffekt stärker zur Geltung kommt. Dazu könnt ihr im rechten Panel der Ebene <em>Filter</em> auswählen und verschiedene Optionen ausprobieren, wie z. B. <em>Weichzeichnen</em> oder <em>Schatten hinzufügen</em>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="830" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-1280x830.webp" alt="Verstärkt den Lupeneffekt durch Weichzeichnen oder Hinzufügen von Schatten. Diese Effekte helfen, den fokussierten Bereich stärker hervorzuheben." class="wp-image-44538" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-1280x830.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-640x415.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-1536x996.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-648x420.webp 648w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-300x194.webp 300w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-341x220.webp 341w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06-681x442.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gimp-lupen-effekt_06.webp 1854w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Verstärkt den Lupeneffekt durch Weichzeichnen oder Hinzufügen von Schatten. Diese Effekte helfen, den fokussierten Bereich stärker hervorzuheben.</figcaption></figure>


<p>[td_smart_list_end]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen einfachen Schritten habt ihr einen effektiven Lupeneffekt in GIMP erstellt. Es erfordert ein bisschen Übung und Feintuning, aber schon nach wenigen Versuchen bekommt ihr ein gutes Gefühl für die Werkzeuge und könnt sie effizient in eure Screenshot-Nachbearbeitung einbauen. Besonders praktisch: Ihr könnt die Methode für beliebige Bildbereiche anwenden, um nicht nur Text, sondern auch andere Details in euren Screenshots hervorzuheben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="828" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe-1280x828.webp" alt="Vorher: Screenshot ohne Lupeneffekt. Details und kleinere Bereiche sind ohne den Effekt schwerer erkennbar." class="wp-image-44541" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe-1280x828.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe-640x414.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe-649x420.webp 649w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe-300x194.webp 300w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe-341x220.webp 341w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe-681x440.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-ohne-lupe.webp 1469w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Vorher: Screenshot ohne Lupeneffekt. Details und kleinere Bereiche sind ohne den Effekt schwerer erkennbar.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="828" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe-1280x828.webp" alt="Nachher: Details und kleinere Bereiche sind nun klar und deutlich hervorgehoben, was sie leichter erkennbar macht." class="wp-image-44540" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe-1280x828.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe-640x414.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe-649x420.webp 649w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe-300x194.webp 300w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe-341x220.webp 341w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe-681x440.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/screenshot-mit-lupe.webp 1469w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Nachher: Details und kleinere Bereiche sind nun klar und deutlich hervorgehoben, was sie leichter erkennbar macht.</figcaption></figure>
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		<title>Umstieg auf Firefox? YouTube macht Probleme?</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/umstieg-auf-firefox-youtube-macht-probleme/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2025 07:23:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Chrome]]></category>
		<category><![CDATA[Firefox]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>
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					<description><![CDATA[YouTube läuft unter Firefox oft schlechter als unter Chrome – Videos starten langsam, die CPU-Last ist hoch, manche Funktionen nerven. Der Beitrag erklärt, woran das liegt und welche Add-ons und Einstellungen helfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich nutze Firefox mittlerweile seit einer ganzen Weile – und das sehr bewusst. Firefox ist heute der letzte große Browser, der mit <a href="https://firefox-source-docs.mozilla.org/overview/gecko.html" target="_blank" rel="noopener">Gecko</a> noch eine eigene Engine verwendet und sich der Idee von freier Software und digitaler Selbstbestimmung verpflichtet. Zumindest in der Theorie. In der letzten Zeit gab es leider immer wieder <a href="https://linuxnews.de/mozilla-und-die-nutzungsbedingungen-fuer-firefox/" target="_blank" rel="noopener">Ärger um Mozilla</a> in dieser Hinsicht. Dennoch: Wer sich für Datenschutz interessiert und sich nicht völlig in die Hände eines der größten Datenkraken unserer Zeit begeben will, kommt an Firefox kaum vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls ihr also gerade überlegt, von Google Chrome auf Firefox zu wechseln, oder diesen Schritt vielleicht schon gemacht habt: Willkommen! Ihr habt euch für einen starken, flexiblen und offenen Browser entschieden. Aber vielleicht habt ihr auch schon gemerkt – ganz reibungslos läuft der Umstieg vielleicht nicht. Ich lese beispielsweise immer wieder, dass es besonders bei YouTube stockt: Videos starten langsam, ruckeln, laufen nur in niedriger Qualität oder verursachen eine ungewöhnlich hohe CPU-Last.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woran liegt das? Nun, ganz unbegründet sind die Spekulationen nicht, dass Google als Betreiber von YouTube und als wohl erfolgreichster Werbekonzern aller Zeiten wenig Interesse daran hat, Firefox-Nutzer mit der gleichen Sorgfalt zu behandeln wie Chrome-User. Immerhin ist Firefox die letzte ernstzunehmende Konkurrenz im Browsermarkt. Doch zum Glück lässt sich mit ein paar gezielten Einstellungen einiges retten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">YouTube unter Firefox – diese Tipps helfen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">uBlock Origin installieren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zuverlässiger Werbeblocker gehört heute zur Grundausstattung. Nicht nur, weil er lästige Werbung entfernt, sondern auch, weil er Tracking und andere ressourcenhungrige Scripte blockiert. Die Empfehlung kann hier nur lauten: <a href="https://addons.mozilla.org/firefox/addon/ublock-origin/" target="_blank" rel="noopener">uBlock Origin</a>. Das Add-on ist quelloffen, sehr performant und lässt sich präzise konfigurieren. Um im Gegensatz zu Chrome, gibt es uBlock Origin noch in der &#8222;Vollversion&#8220; und nicht nur als abgespeckte Lite-Alternative. Nach der Installation empfiehlt es sich, unter den <em>Filterlisten</em> zusätzlich den Filter <em>uBlock filters – Annoyances</em> zu aktivieren. Dieser sorgt dafür, dass auch störende Seitenelemente (etwa Cookie-Banner, Overlay-Effekte oder YouTube-Spielereien) ausgeblendet werden. Behaltet allerdings im Hinterkopf, dass dieser Filter aktiv ist, er sorgt auf manchen Webseiten auch zu unerwünschten Aussetzern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1223" height="797" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-ublock-annoyances.webp" alt="" class="wp-image-44421" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-ublock-annoyances.webp 1223w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-ublock-annoyances-640x417.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-ublock-annoyances-644x420.webp 644w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-ublock-annoyances-681x444.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1223px) 100vw, 1223px"><figcaption class="wp-element-caption">Mit aktivierten Zusatzfiltern blockiert uBlock Origin auch nervige Seitenelemente wie Cookie-Banner, YouTube-Overlays oder andere störende Einblendungen.</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Ambient Mode bei YouTube deaktivieren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">YouTube hat vor einiger Zeit den sogenannten <em>Ambient Mode</em> eingeführt – dabei werden Farbverläufe des Videos weich in den Hintergrund projiziert. Ganz so, als ob über die Köpfe der Kinobesucher hinweg ein Projekt das Bild auf eine Leinwand werfen würde. Das sieht zwar nett aus, sorgt unter Firefox wohl aber häufig für Darstellungsfehler oder spürbare Performance-Einbußen. Zwingend nötig ist der Effekt nun wirklich nicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1219" height="805" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-youtube-ambient.webp" alt="" class="wp-image-44422" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-youtube-ambient.webp 1219w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-youtube-ambient-640x423.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-youtube-ambient-636x420.webp 636w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-youtube-ambient-681x450.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1219px) 100vw, 1219px"><figcaption class="wp-element-caption">Der Ambient Mode bei YouTube sieht schick aus, sorgt unter Firefox aber eventuell für Ruckler und hohe CPU-Last beim Abspielen von Videos.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn euch dieser Effekt auffällt (wie z. B. in diesem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9g1gZAaRhro" target="_blank" rel="noopener">Beispielvideo</a>), könnt ihr über das Zahnradsymbol und den Menüpunkt <em>Beleuchtung wie im Kino</em> abstellen. Aber meist ist diese Einstellung nicht von Dauer. Stattdessen bietet es sich an, ihn mithilfe von uBlock Origin gezielt entfernen. Tragt dazu unter <em>Meine Filter</em> folgenden Eintrag ein:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>youtube.com###cinematics.ytd-watch-flexy:remove()
</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Setzt dann noch den Haken oben bei <em>Eigene Filter aktivieren</em>. Das entfernt das störende Element zuverlässig – und senkt ganz nebenbei die Systemlast beim Abspielen von Videos.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Enhanced-h264ify nutzen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein echter Gamechanger kann das Add-on <strong><a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/enhanced-h264ify/" target="_blank" rel="noopener">enhanced-h264ify</a></strong> sein. Damit zwingt ihr YouTube dazu, Videos im älteren H.264-Format abzuspielen – statt in den modernen VP8- oder VP9-Codecs, die oft hardwareseitig nicht unterstützt werden. Gerade unter Linux – oder bei Laptops ohne aktuelle GPU-Beschleunigung – läuft H.264 oft wesentlich flüssiger. Weniger CPU-Last, weniger Ruckler, längere Akkulaufzeit. Nach der Installation lässt sich das Verhalten in den Einstellungen des Add-ons fein abstimmen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1223" height="797" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-h264ify.webp" alt="" class="wp-image-44423" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-h264ify.webp 1223w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-h264ify-640x417.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-h264ify-644x420.webp 644w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-h264ify-681x444.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1223px) 100vw, 1223px"><figcaption class="wp-element-caption">Mit enhanced-h264ify lassen sich hardwarefreundliche Codecs erzwingen – das verbessert die Video-Wiedergabe unter Linux in vielen Fällen.</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">User-Agent anpassen (optional)</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn trotz aller Optimierungen YouTube weiterhin zickt, kann es helfen, den sogenannten User-Agent zu ändern. Damit gebt ihr euch gegenüber Webseiten nicht mehr als Firefox, sondern z. B. als Chrome-Browser aus. Das geht ganz einfach mit dem Add-on <strong><a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/uaswitcher/" target="_blank" rel="noopener">User-Agent Switcher</a></strong>. Nach der Installation könnt ihr den Browser auf Chrome „umstellen“. Klar: Ideal ist das nicht. Denn so bekommen Webseitenbetreiber keine Rückmeldung, dass Firefox-Nutzer existieren und gute Performance erwarten. Aber wenn ihr nur schauen wollt – und euch der Ärger mit YouTube nervt – kann dieser Schritt kurzfristig helfen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1225" height="802" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-user-agent.webp" alt="" class="wp-image-44424" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-user-agent.webp 1225w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-user-agent-640x419.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-user-agent-642x420.webp 642w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-user-agent-681x446.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/firefox-user-agent-741x486.webp 741w" sizes="auto, (max-width: 1225px) 100vw, 1225px"><figcaption class="wp-element-caption">Ein veränderter User-Agent kann Probleme mit YouTube lindern – als Workaround, wenn andere Optimierungen nicht greifen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Browser-Wars sind zurück</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was wir gerade erleben, ist kein Zufall. Firefox steht allein gegen eine überwältigende Übermacht an Chrome-Derivaten. Ob Brave, Microsofts Edge, Opera oder Vivaldi – sie alle bauen inzwischen auf Googles Blink-Engine auf. Firefox ist der leider letzte große Browser mit echter technischer Unabhängigkeit. Wir können nun wirklich nur hoffen, dass Mozilla trotz aller Querelen weiterhin wirtschaftlich stabil bleibt und die Entwicklung des Browser vorran treibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau deshalb ist es so wichtig, ihn zu nutzen. Ihn zu unterstützen. Denn ohne Firefox würde Google das Web wohl endgültig kontrollieren. Der Kampf um offene Standards, freie Software und ein privatsphärefreundliches Internet ist zurück – und wir alle sind ein Teil davon. Also: Wechselt. Testet. Gebt Firefox eine echte Chance. Und lasst euch nicht vom ersten YouTube-Ruckler entmutigen. Wenn ihr noch weitere Tipps oder Erfahrungen zum Thema habt, schreibt sie gerne in die Kommentare.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>GDM-Login-Screen erscheint auf dem falschen Monitor?</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/gdm-login-screen-erscheint-auf-dem-falschen-monitor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2025 13:49:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[GDM]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Multi-Monitor]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn der GDM-Login-Screen auf dem falschen Monitor erscheint, hilft es, die Anzeigeeinstellungen der GNOME-Sitzung zu übernehmen. Möglich ist das per Hand, automatisch mit systemd oder bequem per GUI.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mein Notebook an einen externen Monitor anschließe und diesen als primären Bildschirm einstelle, funktioniert das unter GNOME in der Regel problemlos. Die Oberfläche merkt sich die Monitorauswahl, und beim nächsten Start ist alles wie gewünscht eingerichtet. Was mich jedoch schon lange stört: Der Login-Screen erscheint regelmäßig auf dem falschen Monitor – also nicht dort, wo ich ihn erwarten würde. Selbst wenn ich in den Anzeigeeinstellungen den externen Bildschirm als Hauptanzeige definiert habe, ignoriert GDM diese Vorgabe vollständig.</p>



<div><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-beispiel-1280x790.webp" class="td-modal-image"><figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="790" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-beispiel-1280x790.webp" alt="GDM ist funktional, aber schlicht – und leider wenig flexibel. Ohne Konfiguration erscheint der Login-Screen gerne auf dem falschen Monitor." class="wp-image-44372" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-beispiel-1280x790.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-beispiel-640x395.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-beispiel-681x420.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-beispiel.webp 1368w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">GDM ist funktional, aber schlicht – und leider wenig flexibel. Ohne Konfiguration erscheint der Login-Screen gerne auf dem falschen Monitor.</figcaption></figure></a></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders ärgerlich wird das, wenn der Monitor, den GDM für den Login verwendet, gar nicht eingeschaltet ist. Dann bleibt der Bildschirm schwarz, und ich tappe im Dunkeln, bis ich das Notebook aufklappe oder den richtigen Monitor finde. Offenbar nutzt GDM eine eigene Konfiguration, die nichts mit den Anzeigeeinstellungen der GNOME-Sitzung zu tun hat. Im <a href="https://wiki.archlinux.org/title/GDM#Setup_default_monitor_settings" target="_blank" rel="noopener">Wiki von Arch Linux</a> bin ich auf eine Lösung gestoßen, mit der sich dieses Verhalten zuverlässig korrigieren lässt – und die auch unter anderen Distributionen funktioniert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum GDM den falschen Monitor verwendet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem tritt typischerweise bei Systemen mit mehreren Bildschirmen auf, besonders wenn proprietäre Grafiktreiber wie von Nvidia im Einsatz sind. GNOME speichert die Bildschirmanordnung pro Nutzer in einer Datei namens <code>monitors.xml</code> im Verzeichnis <code>~/.config</code>. GDM hingegen nutzt eine eigene Konfiguration im Kontext des <code>gdm</code>-Benutzers. Da diese Datei beim Einrichten des Systems nicht automatisch mit der des Hauptbenutzers synchronisiert wird, kann es passieren, dass der Login-Screen auf dem falschen Bildschirm erscheint – und dort auch bleibt.</p>



<div><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/meld-monitors.webp" class="td-modal-image"><figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1195" height="786" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/meld-monitors.webp" alt="GNOME und GDM verwalten die Bildschirmkonfiguration getrennt. GDM nutzt seine eigene monitors.xml und ignoriert Benutzereinstellungen vollständig." class="wp-image-44375" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/meld-monitors.webp 1195w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/meld-monitors-640x421.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/meld-monitors-639x420.webp 639w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/meld-monitors-681x448.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/meld-monitors-741x486.webp 741w" sizes="auto, (max-width: 1195px) 100vw, 1195px"><figcaption class="wp-element-caption">GNOME und GDM verwalten die Bildschirmkonfiguration getrennt. GDM nutzt seine eigene monitors.xml und ignoriert Benutzereinstellungen vollständig.</figcaption></figure></a></div>



<h3 class="wp-block-heading">Manuelle Lösung: Anzeigeeinstellungen übernehmen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der einfachste Weg, GDM die richtige Monitorkonfiguration beizubringen, ist das Kopieren der <code>monitors.xml</code>-Datei aus dem Benutzerverzeichnis in das Konfigurationsverzeichnis von GDM.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Stellt zunächst die gewünschte Bildschirmkonfiguration in GNOME ein.</strong> Öffnet dazu die Anzeigeeinstellungen über:</li>
</ol>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>gnome-control-center display</strong></code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Wählt den bevorzugten Hauptbildschirm aus und arrangiert die Monitore nach Wunsch. Die Änderungen werden automatisch in eurem Homeverzeichnis unter <code>~/.config/monitors.xml</code> gespeichert.</p>



<ol start="2" class="wp-block-list">
<li><strong>Kopiert die Datei in das Home-Verzeichnis von GDM:</strong></li>
</ol>



<pre class="wp-block-code"><code>$ s<strong>udo install -o root -m 644 ~/.config/monitors.xml ~gdm/.config/</strong></code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Das Home-Verzeichnis des GDM-Nutzers <code>~gdm</code> wird dabei korrekt vom System interpretiert.</p>



<ol start="3" class="wp-block-list">
<li><strong>Startet GDM neu</strong>, damit die neue Konfiguration übernommen wird – Achtung: Dabei wird eure aktuelle GNOME-Sitzung ohne Vorwarnung beendet:</li>
</ol>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>sudo systemctl restart gdm</strong></code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Neustart sollte der Login-Screen auf dem gewünschten Monitor erscheinen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Automatisierte Lösung: Mit einem Systemd-Service</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Ihr häufiger mit unterschiedlichen Monitor-Setups arbeitet oder einfach eine dauerhafte Lösung bevorzugt, könnt Ihr das Kopieren der Datei beim Systemstart automatisieren.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Legt das Verzeichnis für den systemd-Override an:</strong></li>
</ol>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>sudo mkdir -p /etc/systemd/system/gdm.service.d</strong></code></pre>



<ol start="2" class="wp-block-list">
<li><strong>Erstellt eine neue Konfigurationsdatei <code>override.conf</code> mit folgendem Inhalt:</strong></li>
</ol>



<pre class="wp-block-code"><code>&#91;Service]
ExecStartPre=/bin/sh -c 'install -o root -m 644 /home/EUER_NUTZER/.config/monitors.xml ~gdm/.config/monitors.xml || true'</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Ersetzt <code>EUER_NUTZER</code> durch euren tatsächlichen Benutzernamen.</p>



<ol start="3" class="wp-block-list">
<li><strong>Ladet die systemd-Konfiguration neu:</strong></li>
</ol>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>sudo systemctl daemon-reexec</strong></code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Beim nächsten Start von GDM wird die Datei automatisch übernommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Noch einfacher: Mit den grafischen GDM-Settings</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz zum Schluss gibt es noch eine grafische Alternative. Mit dem Programm <a href="https://gdm-settings.github.io" target="_blank" rel="noopener">GDM Settings</a>, oder in der deutschen Übersetzung <em>GDM Einstellungen</em>, könnt Ihr viele Details des Loginmanagers konfigurieren – darunter eben auch die Bildschirmeinstellungen übernehmen. Ganz einfach per Mausklick und ohne Kommandozeile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm ist kein offizielles GNOME-Tool und befindet sich meist auch nicht in den Paketquellen. Ihr könnt es aber via <a href="https://flathub.org/apps/io.github.realmazharhussain.GdmSettings" target="_blank" rel="noopener">Flathub</a> problemlos installieren. Achtet beim ersten Start auf die Warnung: Nutzung auf eigene Gefahr. Viele Optionen ändern Systemdateien, was im Einzelfall zu Problemen führen kann – aber in der Regel funktioniert alles wie gewünscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Übernehmen der Bildschirmkonfiguration des aktuell angemeldeten Nutzers öffnet Ihr in der Seitenleiste den Punkt Anzeige und klickt dann auf Aktuelle Bildschirmeinstellungen anwenden. Eine automatische Übernahme bei wechselnden Setups gibt es hier allerdings nicht. Wenn Ihr euer Notebook regelmäßig zwischen Arbeitsplatz und Homeoffice mit jeweils unterschiedlicher Monitorkonfiguration nutzt, ist die oben beschriebene systemd-Variante möglicherweise die bessere Wahl.</p>



<div><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-erscheinungsbild.webp" class="td-modal-image"><figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1188" height="789" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-erscheinungsbild.webp" alt="Mit GDM Settings lassen sich viele Details konfigurieren – zum Beispiel Theme, Hintergrundbild oder automatischer Login." class="wp-image-44374" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-erscheinungsbild.webp 1188w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-erscheinungsbild-640x425.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-erscheinungsbild-632x420.webp 632w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-erscheinungsbild-681x452.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1188px) 100vw, 1188px"><figcaption class="wp-element-caption">Mit GDM Settings lassen sich viele Details konfigurieren – zum Beispiel Theme, Hintergrundbild oder automatischer Login.</figcaption></figure></a></div>



<div><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-anzeige.webp" class="td-modal-image"><figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1188" height="789" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-anzeige.webp" alt="Im Bereich Anzeige übertragt Ihr mit einem Klick die aktuelle Bildschirmkonfiguration eures Users an GDM." class="wp-image-44373" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-anzeige.webp 1188w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-anzeige-640x425.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-anzeige-632x420.webp 632w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/gdm-settings-anzeige-681x452.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1188px) 100vw, 1188px"><figcaption class="wp-element-caption">
Im Bereich Anzeige übertragt Ihr mit einem Klick die aktuelle Bildschirmkonfiguration eures Users an GDM.</figcaption></figure></a></div>
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		<title>Die &#8222;Select Audio Device&#8220;-Abfrage in GNOME abstellen</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/die-select-audio-device-abfrage-in-gnome-abstellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 16:18:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome-Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfhörer]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Nutzerinnen und Nutzer kennen das Problem: Nach dem Einstecken eines Kopfhörers erklingt nicht wie erwartet der gewünschte Ton, sondern es erscheint zunächst der Dialog &#8222;Audio-Gerät auswählen&#8220;. Besonders bei Geräten mit einem kombinierten Audioanschluss für Kopfhörer und Mikrofon tritt dieses Verhalten regelmäßig auf. Ursache ist die Audioerkennung des GNOME-Settings-Daemons, der in bestimmten Fällen nicht automatisch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele Nutzerinnen und Nutzer kennen das Problem: Nach dem Einstecken eines Kopfhörers erklingt nicht wie erwartet der gewünschte Ton, sondern es erscheint zunächst der Dialog &#8222;Audio-Gerät auswählen&#8220;. Besonders bei Geräten mit einem kombinierten Audioanschluss für Kopfhörer und Mikrofon tritt dieses Verhalten regelmäßig auf.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1228" height="921" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings.webp" alt="" class="wp-image-44334" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings.webp 1228w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-640x480.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-560x420.webp 560w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-80x60.webp 80w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-100x75.webp 100w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-180x135.webp 180w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-238x178.webp 238w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-265x198.webp 265w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/audio-settings-681x511.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1228px) 100vw, 1228px"><figcaption class="wp-element-caption">Erkennt GNOME nicht automatisch den angeschlossenen Kopfhörer, erscheint jedes mal beim Anstecken dieser DIalog.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ursache ist die Audioerkennung des GNOME-Settings-Daemons, der in bestimmten Fällen nicht automatisch zwischen Headset und einfachem Kopfhörer unterscheiden kann. Eine integrierte Option zur dauerhaften Deaktivierung des Dialogs existiert bislang nicht. Eine Erweiterung schafft hier Abhilfe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine einfache Lösung: Auto Select Headset</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die GNOME-Erweiterung <em><a href="https://extensions.gnome.org/extension/3928/auto-select-headset/" target="_blank" rel="noopener">Auto Select Headset</a></em> unterdrückt den &#8222;Select Audio Device&#8220;-Dialog auf Systemen ohne automatische Klinkenerkennung. Stattdessen wird dem System direkt mitgeteilt, dass ein Headset angeschlossen wurde. Die Erweiterung eignet sich für alle, die eine automatische Auswahl des Audio-Geräts bevorzugen und dabei auf zusätzliche Rückfragen verzichten möchten. Der Quellcode ist auf <a href="https://github.com/josephlbarnett/autoselectheadset-gnome-shell-extension?tab=readme-ov-file" target="_blank" rel="noopener">GitHub</a> verfügbar.</p>
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			</item>
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		<title>Name von Monitor und Hersteller ermitteln</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/name-von-monitor-und-hersteller-ermitteln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2022 11:22:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Dual-Screen]]></category>
		<category><![CDATA[Monitor]]></category>
		<category><![CDATA[Terminal]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Möchte man Details zum Monitor und dem Hersteller erfahren, dann helfen die Display-Einstellungen von Gnome nicht weiter. Auch im Terminal muss man erst einmal Kryptisches decodieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin gerade in der Situation, dass ich meinen Arbeitsplatz ein wenig umgestalten möchte. Die Monitoren sollen nicht mehr nur einfach auf dem Schreibtisch stehen, sondern auf einem Gestell an den Tisch geklemmt werden &#8212; Ergo: mehr Platz auf dem Tisch. Nun gilt es dabei ein paar Dinge zu beachten. Etwa die Frage, wie schwer meine Monitore eigentlich sind. Da ich keine Lust habe alles abzubauen und die Geräte auf die Waage zu stellen, wäre es recht nett zu wissen, vor was für Geräten ich da eigentlich täglich sitze. Da Information könnte ich sicherlich aus alten Rechnungen herauskramen, doch das geht sicherlich auch ein wenig cleverer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Logo des Herstellers glitzert mir auf der Frontseite des Gehäuses entgegen, doch weitere Informationen zum Gerät finden sich dort nicht. Und auch auf der Rückseite gibt es keine weiteren Details. Ein Schildchen mit der Typenbezeichnung gab es in der Regel bei den guten alten Röhrenmonitoren, doch bei meinen aktuellen Dell-Flatscreens findet sich dort nichts mehr. Auch die Monitor-Einstellungen der Gnome-Desktopumgebung lässt den Nutzer im Stich. Die zeigen nur dann Informationen zum Typ des Monitors an, wenn zwei Displays angeschlossen sind. Mehr als den Hersteller und die Bildschirmdiagonale erfährt man jedoch nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gnome geizt mit Informationen</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="905" height="620" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme1.png" alt="" class="wp-image-42196" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme1.png 905w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme1-640x438.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme1-613x420.png 613w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme1-681x467.png 681w" sizes="auto, (max-width: 905px) 100vw, 905px"><figcaption>Hat man nur einen Monitor am Rechner angeschlossen, zeigt Gnome rein gar nichts zum Display an.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="905" height="620" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme2.png" alt="" class="wp-image-42197" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme2.png 905w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme2-640x438.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme2-613x420.png 613w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/gnome-bildschirme2-681x467.png 681w" sizes="auto, (max-width: 905px) 100vw, 905px"><figcaption>Bei zwei angeschlossenen Geräten erhält man wenigstens Informationen zum Hersteller und zur Größe.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die grafischen Tools so sparsam mit Informationen sind, dann hilft doch sicherlich das Terminal. Tools zur Anzeige von Hardware-Informationen gibt es unter Linux ja wie Sand am Meer, da müsste doch was dabei sein. Das Go-To-Werkzeug für diese Aufgabe wäre hier Inxi, das sich bei vielen Distributionen aus den Paketquellen installieren lässt (etwa via <kbd>pacman -S inxi</kbd> bei Arch Linux oder <kbd>apt install inxi</kbd> bei Ubuntu, Debian und Derivaten). Das Kommando <kbd>inxi -F</kbd> spuckt dann sämtliche Details zum System aus, aber auch hier Pustekuchen: keine Details zu den angeschlossenen Monitoren.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="830" height="625" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics.png" alt="" class="wp-image-42200" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics.png 830w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics-640x482.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics-558x420.png 558w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics-80x60.png 80w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics-100x75.png 100w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics-180x135.png 180w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics-238x178.png 238w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/inxi-graphics-681x513.png 681w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px"><figcaption>Auch das Hardware-Analyse-Tool Inxi gibt keine Details zu den Monitoren aus.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Details zum Monitor über das Terminal</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um mir eine weitere Suche unter den zahlreichen Tools zu ersparen, greife ich nun gleich auf das &#8222;richtige&#8220; Werkzeug zurück. Details zum Displayserver liefert das Kommandozeilenwerkzeug Xrandr. Tools wie Inxi machen in der Regel nichts anderes, also solche Kommandos auszuführen und die Ausgabe optisch aufgewertet anzuzeigen. Über <kbd>xrandr -q --verbose</kbd> bekommt man also zahlreiche Details zu den unterstützten Auflösungen und Wiederholraten, doch der Name und Typ des Monitors fehlt immer noch. Aber nicht ganz: Die Daten sind im Feld EDID oder <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Extended_Display_Identification_Data" target="_blank" rel="noopener">Extended Display Identification Data</a> codiert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="830" height="625" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1.png" alt="" class="wp-image-42202" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1.png 830w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1-640x482.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1-558x420.png 558w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1-80x60.png 80w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1-100x75.png 100w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1-180x135.png 180w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1-238x178.png 238w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/xrandr-edid-1-681x513.png 681w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px"><figcaption>Xrandr liefert endlich Details, diese sind allerdings kryptisch verschlüsselt.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wer diese Daten nun jetzt nicht von Hand decodieren möchte, muss sich ein wenig unter die Arme greifen lassen. Das bei Stack Overflow <a href="https://stackoverflow.com/questions/10500521/linux-retrieve-monitor-names" target="_blank" rel="noopener">gepostete Skript</a> beispielsweise braucht keine weiteren Helferlein, um die EDID zu dekodieren. Ihr speichert folgenden Code einfach als <code>monitor.sh</code> ab und macht die Skriptdatei via <kbd>chmod +x monitor.sh</kbd> ausführbar. Aus dem Terminal heraus aufgerufen, zeigt das Skript dann die angeschlossenen Monitore inklusive den Namen des Herstellers und der Typenbezeichnung an. Technische Details zu Auflösungen oder Wiederholraten fehlen, doch die lassen sich ja auch an zahlreichen anderen Stellen ermitteln.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">#!/bin/bash
while read -r output hex conn; do
    [[ -z "$conn" ]] &amp;&amp; conn=${output%%-*}
    echo "# $output $conn   $(xxd -r -p &lt;&lt;&lt; "$hex")"
done &lt; &lt;(xrandr --prop | awk '
    !/^[ \t]/ {
        if (output &amp;&amp; hex) print output, hex, conn
        output=$1
        hex=""
    }
    /ConnectorType:/ {conn=$2}
    /[:.]/ &amp;&amp; h {
        sub(/.*000000fc00/, "", hex)
        hex = substr(hex, 0, 26) "0a"
        sub(/0a.*/, "", hex)
        h=0
    }
    h {sub(/[ \t]+/, ""); hex = hex $0}
    /EDID.*:/ {h=1}
    END {if (output &amp;&amp; hex) print output, hex, conn}
    ' | sort
)</pre>



<pre class="wp-block-preformatted">$ <strong>./monitor.sh </strong>
# DP1-8 DP1   DELL U2515H
# HDMI1 HDMI1   DELL P2213</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Alternativ holt ihr euch das Paket <em>edid-decode</em> auf den Rechner. Bei Ubuntu/Debian oder Linux Mint direkt über die offiziellen Paketquellen (via <kbd>apt install edid-decode</kbd>), bei Arch Linux oder Manjaro lediglich über das AUR (etwa mit einem AUR-Helper via <kbd>yay -S edid-decode-git</kbd>). Hier genügt dann <a href="https://unix.stackexchange.com/questions/67983/get-monitor-make-and-model-and-other-info-in-human-readable-form" target="_blank" rel="noopener">der folgende Einzeiler</a>, der allerdings nicht mit dem proprietären Nvidia-Treiber funktioniert. Hier bekommt ihr dann allerdings nicht nur den Hersteller und den Monitortyp angezeigt, sondern auch gleich die Seriennummer der Geräte &#8212; falls ihr an diesen Interesse haben solltet.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">$ <strong>for file in $(ls -1 /sys/class/drm/*/edid); do text=$(tr -d 0 &lt;"$file"); if [ -n "$text" ]; then edid-decode "$file" | grep -e Manufacturer: -e Product; sleep 0.0001; fi done</strong>
  Vendor &amp; Product Identification:
    Manufacturer: DEL
    Display Product Serial Number: '9X2VY55I0J0L'
    Display Product Name: 'DELL U2515H'
  Vendor &amp; Product Identification:
    Manufacturer: DEL
    Display Product Serial Number: 'Y57VF31AAT3M'
    Display Product Name: 'DELL P2213'</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich wäre es natürlich schneller gewesen die alten Rechnungen herauszusuchen, oder vielleicht auch mal einen Blick über den Tellerrand zu KDE zu werfen. Im Gegensatz zu den Einstellungen von Gnome zeigen die Systemeinstellungen von KDE nämlich gleich die Bildschirmkennungen mit an. Wie immer ist Gnome ein wenig arg spartanisch und geizig mit Funktionen und Details. In meinen Augen dürften die System-Settings von Gnome ruhig auch die Bezeichnungen ausgeben. Nötig sind sie in der Regel nicht, doch ab und an können sie doch auch praktisch sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1059" height="773" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/kde-bildschirme.png" alt="" class="wp-image-42209" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/kde-bildschirme.png 1059w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/kde-bildschirme-640x467.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/kde-bildschirme-575x420.png 575w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2022/08/kde-bildschirme-681x497.png 681w" sizes="auto, (max-width: 1059px) 100vw, 1059px"><figcaption>Die Anzeige-Einrichtung von KDE zeigt die Typenbezeichnung des Monitors im Gegensatz zu Gnome an.</figcaption></figure>
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		<title>Desktop Cube bringt den Compiz-Würfel zurück auf den Gnome-Desktop</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/desktop-cube-bringt-den-compiz-wuerfel-zurueck-auf-den-gnome-desktop/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 12:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Compiz]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den Klassikern der Desktop-Tweaks gehört ein animierter Würfel, auf dem die Fenster schweben. Die Fenstermanager Compiz und Beryl waren so gegen 2006 einmal der heiße Scheiß. Mit dem Desktop Cube lässt sich so ein Würfel nun auch unter Gnome aktivieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Erweiterungen für den Gnome-Desktop sind eine zweischneidige Sache: Auf der einen Seite lässt sich auf diesem Weg so gut wie jedes Detail des Desktops anpassen, auf der anderen Seite gab es in der Vergangenheit bei Upgrades auf die jeweils nächste Gnome-Version immer wieder Probleme. Ich hatte schon das Vergnügen, dass ich in der virtuellen Konsole die Konfigurationsdateien von Gnome löschen musste, um mich wieder ins System einloggen zu können &#8212; ohne diese Aktion lud Gnome nur den blanken Hintergrund. Da ich nun aber schon seit einiger Zeit auf Experimente mit Erweiterungen verzichte, kann nicht ich sagen, ob sich die Situation inzwischen grundlegend verbessert hat. Ich lese in Foren und Blogs allerdings weitaus seltener negative Berichte. Nicht desto trotz empfehle ich vor dem Einspielen &#8222;großer&#8220; Gnome-Updates die gerade aktivierten Erweiterungen vorübergehend zu deaktivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aber durchaus ein paar Erweiterungen, die ich nicht missen möchte: Dazu gehört zum Beispiel <a href="https://extensions.gnome.org/extension/1319/gsconnect/" target="_blank" rel="noopener">GSConnect</a> zum Andocken des Desktops an KDE Connect, sodass Benachrichtigungen des Handys an den Desktop weitergeleitet werden oder die Musikwiedergabe automatisch stoppt, sobald ein Anruf eingeht. Der Abgleich der Zwischenablage für Copy&amp;Paste ist auch praktisch. Aus Nostalgiegründen gehört aber aktuell auch der <a href="https://extensions.gnome.org/extension/4648/desktop-cube/" target="_blank" rel="noopener">Desktop Cube</a> dazu. Die Erweiterung ergänzt Gnome mit einem 3D-Würfel, wie ihr ihn eventuell noch von Compiz her kennt &#8212; einen Rechner mit schneller Grafikkarte braucht es dafür nicht zwingend. Bei mir genügt ein Intel Core i7-7700T mit einer internen HD Graphics 630. An der Erweiterung wird auf <a href="https://github.com/Schneegans/Desktop-Cube" target="_blank" rel="noopener">Github</a> aktuell aktiv gearbeitet, die fünfte Version des Addons wurde gerade erst vor zwei Tagen veröffentlicht. Neu ist ein einfacher Dialog zur Konfiguration der wichtigsten Parameter, sodass ihr den Würfel an eure eigenen Vorstellungen anpassen könnt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1040" height="1005" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/gnome-erweiterungen-einstellungen.png" alt="" class="wp-image-42095" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/gnome-erweiterungen-einstellungen.png 1040w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/gnome-erweiterungen-einstellungen-640x618.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/gnome-erweiterungen-einstellungen-435x420.png 435w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/gnome-erweiterungen-einstellungen-681x658.png 681w" sizes="auto, (max-width: 1040px) 100vw, 1040px"><figcaption>Die fünfte Version des Desktop Cube enthält nun einen Dialog zur Konfiguration des Würfels.</figcaption></figure>
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