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	<title>Xserver &#8211; Linux und Ich</title>
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	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
	<lastBuildDate>Thu, 13 Mar 2025 12:38:22 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Xserver &#8211; Linux und Ich</title>
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		<title>Doppelklick anstatt einfachem Mausklick: Das Linux-Debouncing-Problem lösen</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/doppelklick-anstatt-einfachem-mausklick-das-linux-debouncing-problem-loesen/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/doppelklick-anstatt-einfachem-mausklick-das-linux-debouncing-problem-loesen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 14:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Eingabegeräte]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Xserver]]></category>
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					<description><![CDATA[Läuft eure Maus auch gerne einmal Amok? Nicht, dass der digitale Nager zu den Waffen greifen würde, aber das System registriert beispielsweise einfache Mausklicks gerne als Doppelklick? Oder Doppelklicks auf ein Wort markieren gleich den kompletten Absatz, werden also als Dreifachklicks erkannt. Mit einem Mausklick auf die Fensterleiste maximiert ihr das Fenster: Und so weiter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Läuft eure Maus auch gerne einmal Amok? Nicht, dass der digitale Nager zu den Waffen greifen würde, aber das System registriert beispielsweise einfache Mausklicks gerne als Doppelklick? Oder Doppelklicks auf ein Wort markieren gleich den kompletten Absatz, werden also als Dreifachklicks erkannt. Mit einem Mausklick auf die Fensterleiste maximiert ihr das Fenster: Und so weiter und so fort. Diese Unregelmäßigkeiten treiben mich aktuell auf meinem Hauptsystem in den Wahnsinn. Kann man sich auf eine ordentliche Erkennung von Mausklicks nicht verlassen, werden Bildbearbeitung, Texte schreiben, Drag&amp;Drop-Aktionen zur Qual. Zahlreiche Linuxer klagen über dieses Problem, Abhilfe schafft eventuell ein Patch, der es seit Jahren nicht in den Xserver schafft.</p>
<p><span id="more-32034"></span></p>
<p>Schaut man sich im Netz ein wenig nach Suchbegriffen wie <a href="https://www.google.de/search?q=mouse+double+click" target="_blank" rel="noopener">Mouse Double Click</a> um, dann findet man schnell heraus, dass man mit diesem Problem nicht alleine dasteht. Schuld daran ist oft einfach nur eine schrottige und verranzte Maus, doch meine Logitech Anywhere MX ist gerade mal ein Jahr und ein paar Monate alt und das Problem tritt schon bei einem zweiten baugleichen Modell auf. Ich hatte auch schon <a href="http://linuxundich.de/hardware/logitech-funkmaus-ruckelt-usb-30-stoerung/">Interferenzen mit den USB 3.0 Ports</a> in Verdacht, doch egal in welchen USB-Port des Rechners ich diesmal den 2,4-GHz-Receiver der schnurlosen Maus stecke, das Verhalten bleibt seit einigen Monaten gleich: Der Mauszeiger fährt präzise über den Bildschirm, doch Mausklicks möchte das System einfach nicht sauber registrieren.</p>
<figure id="attachment_32270" aria-describedby="caption-attachment-32270" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="td-modal-image wp-image-32270 size-medium" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-640x480.jpg" alt="Maus und Empfänger können so nah wie möglich zueinander stehen, das Auto-Doubleclick-Problem bekommt man nur mein einem Patch in den Griff." width="640" height="480" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-640x480.jpg 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus.jpg 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-560x420.jpg 560w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-80x60.jpg 80w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-100x75.jpg 100w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-180x135.jpg 180w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-238x178.jpg 238w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-681x511.jpg 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-250x188.jpg 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-550x413.jpg 550w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-800x600.jpg 800w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-240x180.jpg 240w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-400x300.jpg 400w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/09/logitech-maus-667x500.jpg 667w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px"></a><figcaption id="caption-attachment-32270" class="wp-caption-text">Maus und Empfänger können so nah wie möglich zueinander stehen, das Auto-Doubleclick-Problem bekommt man nur mein einem Patch in den Griff.</figcaption></figure>
<p>Schränkt man die Suche nach dem Problem auf Linux oder Ubuntu ein, lichtet sich der Nebel langsam: Der Suchbegriff <a href="https://www.google.de/search?q=ubuntu+debounce+mouse" target="_blank" rel="noopener">Ubuntu Debounce Mouse</a> führt nicht nur zu diversen Beiträgen auf <a href="http://askubuntu.com/questions/321816/mouse-sometimes-doubleclicks-when-i-click-once" target="_blank" rel="noopener">Ask Ubuntu</a> oder <a href="https://bugs.launchpad.net/system76/+bug/602809" target="_blank" rel="noopener">Launchpad</a>, zum Teil sind die Beiträge schon Jahre alt, sondern auch zum <a href="http://blog.guntram.de/?p=16" target="_blank" rel="noopener">Blog von Guntram Blohm</a>. Er beschreibt exakt dasselbe Auto-Doubleclick-Problem, das bei ihm nicht nur mit einer Billig-Maus auftritt, sondern an einem zweiten Rechner auch bei einer teuren Gamer-Maus passiert.</p>
<p>Das Gute: Er hat <a href="http://lists.x.org/archives/xorg-devel/2012-August/033225.html" target="_blank" rel="noopener">einen Patch ausgegraben</a>, mit dem sich das Problem halbwegs abstellen lässt, indem der Xserver nach einem Mausklicks für einen kurzen Moment keine weiteren Klicks mehr registriert &#8212; trotz des Alters von 4 Jahren funktioniert der Patch auch mit einem aktuellen Xserver. Aufgrund der mit der Implementation des Patches in den Quellcode nötigen Arbeit und Testaufwände, fand sich jedoch bisher kein Xserver-Entwickler, der den Patch <a href="http://lists.x.org/archives/xorg-devel/2012-August/033481.html" target="_blank" rel="noopener">in den Quellcode aufnehmen</a> mochte.</p>
<h2>Das Linux-Debouncing-Problem</h2>
<p>Erst einmal solltet ihr prüfen, ob ihr wirklich von dem Auto-Doubleclick-Problem betroffen seid &#8212; Ich denke, ihr werdet es wissen, aber man kann das wirklich auch gut austesten. Ruft dazu <code>xev</code> auf und schaut euch die ButtonRelease-Events beim Klicken mit der Maus an. Erscheinen bei einem Mausklick oder beim Gedrückthalten der Maus (um Drag&amp;Drop zu simulieren) zwei oder mehr Zeilen im Terminalfenster, dann erzeugt eure Maus bei einem Klick mehr als nur einen Event; ergo registriert das Betriebssystem einen (hier nicht gewünschten) Doppelklick.</p>
<figure id="attachment_34536" aria-describedby="caption-attachment-34536" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease.png"><img decoding="async" class="td-modal-image wp-image-34536 size-medium" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-640x404.png" alt="Xev gibt euch die vom Xserver generierten Events bei Mausaktionen aus." width="640" height="404" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-640x404.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-665x420.png 665w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-681x430.png 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-250x158.png 250w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-550x348.png 550w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-800x505.png 800w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-285x180.png 285w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-475x300.png 475w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease-791x500.png 791w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2015/10/xev-buttonrelease.png 880w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px"></a><figcaption id="caption-attachment-34536" class="wp-caption-text">Xev gibt euch die vom Xserver generierten Events bei Mausaktionen aus.</figcaption></figure>
<pre>$ xev | grep ButtonRelease
ButtonRelease event, serial 36, synthetic NO, window 0x1e00001,
ButtonRelease event, serial 36, synthetic NO, window 0x1e00001,
[...]</pre>
<p>Unter Arch lässt sich der Patch über <a href="https://aur.archlinux.org/packages/xf86-input-evdev-debounce" target="_blank" rel="noopener">xf86-input-evdev-debounce</a> sehr leicht aus dem AUR installieren. Hinweise für das Bauen des Patches aus dem Quellcode findet ihr beispielsweise jedoch auch bei <a href="http://blog.guntram.de/?p=16" target="_blank" rel="noopener">Guntram</a>. Beim Einspielen werden ihr feststellen, dass das Paket mit xf86-input-evdev im Konflikt steht, da ihr ja die gepatchte Version haben wollt, müsst ihr das ursprüngliche Paket deinstallieren. Danach sollte die Installation eigentlich problemlos durchlaufen. Damit das neue Eingabemodul aktiv wird, müsst ihr euch danach einmal aus- und wieder neu einloggen &#8212; oder gleich den Rechner einmal neu starten.</p>
<pre>$ pacaur -S xf86-input-evdev-debounce
:: Paket(e) xf86-input-evdev-debounce wurde in den offiziellen Paketquellen nicht gefunden, suche im AUR...
:: Löse Abhängigkeiten auf...
:: Suche nach Zwischenkonflikten...
:: xf86-input-evdev-debounce und xf86-input-evdev stehen in Konflikt (xf86-input-evdev). Entferne xf86-input-evdev? [j/N]</pre>
<p>Danach müsst ihr die ID des betroffenen Eingabegeräts herausfinden. Schmeißt dazu wieder ein Terminal an und lasst euch von <code>xinput</code> alle am System angeschlossenen Eingabegeräte ausgeben. In meinem Fall hat die &#8222;Logitech Anywhere MX&#8220; die ID 9 zugewiesen bekommen &#8212; diese nutze ich jetzt in den weiteren Beispielen. Mit dieser ID könnt ihr die registrierten Klicks nun noch besser testen. Gebt dazu den nächsten Befehl ein (vergesst nicht die ID anzupassen) und führt ihn aus. Pro Mausklick (ohne Unterscheidung zwischen links und rechts) zählt das Kommando einen Zähler hoch, mit [Strg]+[C] brecht ihr das Kommando wieder ab.</p>
<pre>$ xinput --list
⎡ Virtual core pointer id=2 [master pointer (3)]
[...]
⎜ ↳ Logitech Anywhere MX id=9 [slave pointer (2)]
⎜ ↳ Logitech K800 id=10 [slave pointer (2)]
[...]
$ xinput test 9 | awk 'BEGIN { count=0 } /release/ { count=count+1; printf "\r%-6d", count }'
1.....10....xxx</pre>
<p>Mit der ID könnt ihr euch nun an den eigentlich Patch machen. Mit <code>xinput --list-props [id]</code> bekommt ihr die aktuelle Verzögerung als &#8222;Evdev Debounce Delay&#8220; zusammen mit einer Property-Nummer angezeigt. Mit diesen Informationen übergibt ihr Xinput mit <code>--format=32 [ID] [Property-ID] [Verzögerung]</code> das von euch gewünschte Zeitfenster, in dem keine Mausklicks registriert werden sollen. Ob das Kommando Erfolg hatte, könnt ihr umgehend testen, indem ihr euch wieder das Debounce Delay anzeigen lasst. Den richtigen Wert müsst ihr durch ausprobieren herausfinden. Tragt ihr einen zu hohen Wert ein, registriert das Systeme auch schnelle &#8222;echte&#8220; Doppelklicks nicht mehr.</p>
<pre>$ xinput --list-props 9 | grep Debounce
Evdev Debounce Delay (287): 50
$ xinput --set-prop --type=int --format=32 9 287 80
$ xinput --list-props 9 | grep Debounce
Evdev Debounce Delay (287): 80</pre>
<h2>Wenn die Maus zweimal klickt</h2>
<p>Die nun getroffenen Einstellungen sind nicht fest im System verdrahtet. Spätestens beim nächsten Neustart müsstet ihr das Kommando wieder neu eingeben. Um das zu vermeiden, könnt ihr in der Konfigurationsdatei <em>~/.xprofile</em> oder global in der zu erstellenden Datei <em>/usr/share/X11/xorg.conf.d/12-evdev-debounce.conf</em> das gewünschte Debounce Delay eintragen. Die erste Variante gilt nur für euren Benutzer, die Zweite würde das Delay systemweit und somit für alle Nutzer des Systems automatisch beim Starten des Rechners einrichten.</p>
<pre>Section "InputClass"
Identifier "evdev pointer debounce"
MatchIsPointer "on"
MatchDriver "evdev"
Option "DebounceDelay" "80"
EndSection</pre>
<p>Sollte euch der Patch stören oder nicht mehr notwendig sein, dann installiert einfach wieder nur das ursprüngliche Input-Modul <em>xf86-input-evdev</em> und löscht die <em>~/.xprofile</em> aus eurem Homeverzeichnis oder die systemweit gültige Konfigurationsdatei <em>12-evdev-debounce.conf</em> aus <em>/usr/share/X11/xorg.conf.d</em>. Bei der Neuinstallation von Xf86-input-evdev entfernt die Paketverwaltung &#8212; zumindest unter Arch &#8212; automatisch wieder das gepatchte Paket. Nach einem Neustart des Xservers ist dann automatisch wieder alles beim Alten.</p>
<pre>$ pacman -S xf86-input-evdev
Löse Abhängigkeiten auf...
Suche nach in Konflikt stehenden Paketen...
:: xf86-input-evdev und xf86-input-evdev-debounce stehen miteinander in Konflikt. xf86-input-evdev-debounce entfernen? [j/N]</pre>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Installation des Nvidia-Treibers mit dem Restricted-Manager</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/installation-des-nvidia-treibers-mit-dem-restricted-manager/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/installation-des-nvidia-treibers-mit-dem-restricted-manager/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 13:42:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Dual-Monitor]]></category>
		<category><![CDATA[Gutsy]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[Nvidia]]></category>
		<category><![CDATA[System]]></category>
		<category><![CDATA[Xserver]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Benutzer von Ubuntu haben nach wie vor Probleme bei der Installation des proprietären Nvidia-Treibers. Mich persönlich wundert das etwas, denn der &#8222;Manager zum Verwalten eingeschränkter Treiber&#8220;, kurz der Restricted-Manager, leistet gute Dienste, den Treiber ohne Komplikationen und mit wenigen Klicks zu installieren. Stattdessen wird der Treiber von der Nvidia-Homepage heruntergeladen und von Hand installiert oder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Benutzer von Ubuntu haben nach wie vor Probleme bei der Installation des proprietären Nvidia-Treibers. Mich persönlich wundert das etwas, denn der &#8222;Manager zum Verwalten eingeschränkter Treiber&#8220;, kurz der <a href="http://wiki.ubuntuusers.de/restricted-manager" target="_blank" rel="noopener">Restricted-Manager</a>, leistet gute Dienste, den Treiber ohne Komplikationen und mit wenigen Klicks zu installieren. Stattdessen wird der Treiber von der Nvidia-Homepage heruntergeladen und von Hand installiert oder mit <a href="http://albertomilone.com/nvidia_scripts1.html" target="_blank" rel="noopener">Envy</a> gearbeitet. Beide Methoden funktionieren auch, haben aber einen gravierenden Nachteil.</p>
<p><span id="more-38"></span></p>
<p>Der Treiber wird jeweils nicht über die Paketverwaltung installiert. Kommt ein Kernelupdate, so kann der Xserver nicht mehr starten, weil das passende Kernelmodul fehlt. Bei der Installation über die Paketverwaltung kann das nicht passieren, denn das nötige Kernelmodul wird bei einem Kernelupdate automatisch mitgeliefert. Ich habe neulich ein Testsystem mit einer Nvidia GeForce 7600 GS Grafikkarte, zwei Bildschirmen und Ubuntu Gutsy Gibbon 7.10 aufgesetzt. Der Treiber und der Dual-Monitor Betrieb ließen sich ohne Schwierigkeiten oder Basteleien an der xorg.conf einrichten. Ich habe ein paar Screenshots von der Aktion gemacht, vielleicht helfen die Tipps dem einen oder anderen.</p>
<h2>Installation des Treibers</h2>
<p>Den Restricted Manager findet man unter <em>System | Systemverwaltung | Verwaltung eingeschränkter Treiber</em>. Hat man diesen gestartet, so findet dieser die Grafikkarte und erkennt, dass der proprietäre Nvidia Treiber noch nicht installiert wurde. Man sieht dies an der Spalte <em>Aktiviert</em> und <em>Status</em>.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia1.png"><img decoding="async" class="td-modal-image aligncenter size-medium wp-image-39" title="Restricted Manager" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia1-430x310.png" alt="" width="430" height="310" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia1-430x310.png 430w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia1.png 622w" sizes="(max-width: 430px) 100vw, 430px"></a></p>
<p>Über einen Klick in die noch leere Checkbox unter <em>Status</em> wird die Installation des Treibers in die Wege geleitet. Es erscheint ein Dialog der erklärt was der Treiber bewirkt, wozu er benötigt wird und ob man ihn wirklich installieren will. Bejaht man diese Frage, so wird der Treiber automatisch aus dem Internet geladen und installiert.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia2.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image aligncenter size-medium wp-image-40" title="Treiber installieren" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia2-430x322.png" alt="" width="430" height="322" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia2-430x322.png 430w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia2.png 482w" sizes="auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px"></a></p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia3.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image aligncenter size-medium wp-image-41" title="Treiber herunterladen" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia3.png" alt="" width="383" height="261"></a></p>
<p>Letztendlich ist der Treiber installiert. Nach einem Neustart des Systems &#8211; eigentlich würde ja auch ein Neustart des Xservers reichen &#8212; ist der Treiber aktiv. Man erkennt dies am Nvidia-Logo, das nun vor dem Start des Xservers erscheint. Die Desktop-Effekte, sprich Compiz als Windowmanager, werden automatisch aktiviert.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia4.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image aligncenter size-medium wp-image-42" title="Neustart nach der Installation" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia4-430x262.png" alt="" width="430" height="262" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia4-430x262.png 430w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/nvidia4.png 640w" sizes="auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px"></a></p>
<h2>Dual-Monitor Betrieb</h2>
<p>Nun sollten auch beide Monitor zu einem großen Desktop verschmelzen. Direkt nach dem Start wird jedoch nur ein Monitor benutzt. Ubuntu bietet seit der Version 7.10 einen Assistenten zum Einrichten der Bildschirmauflösung an. Dieser kommt auch mit zwei Monitoren zurecht. Man kann ihn über <em>System | Systemverwaltung | Bildschirme und Grafik</em> starten. Der Assistent erkennt, dass an der Grafikkarte zwei Monitore angeschlossen sind. Für beide lassen sich dann jeweils Auflösung (und Wiederholraten) definieren.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image aligncenter size-medium wp-image-43" title="Bildschirme und Grafik 1" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik1-430x336.png" alt="" width="430" height="336" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik1-430x336.png 430w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik1.png 562w" sizes="auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px"></a></p>
<p>Für den zweiten Monitor kann man definieren, welche Rolle er spielen soll. In meinem Fall möchte ich einen großen Desktop, so dass ich Fenster von einem Monitor auf den anderen Schieben kann. Dies lässt sich über die Option <em>&#8222;Hauptbildschirm erweitern&#8220;</em> machen.</p>
<p><a href="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik2.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="td-modal-image aligncenter size-medium wp-image-44" title="Bildschirme und Grafik 2" src="http://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik2-430x336.png" alt="" width="430" height="336" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik2-430x336.png 430w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2008/05/bildschirmegrafik2.png 562w" sizes="auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px"></a></p>
<p>Nach einem Neustart des Xservers (einfach einmal aus und wieder einloggen) ist der zweite Monitor aktiv. Fazit: Man sieht, Ubuntu ist einfach geworden, man muss die gebotenen Funktionen nur nutzen!</p>
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