<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Arch Linux &#8211; Linux und Ich</title>
	<atom:link href="https://linuxundich.de/tag/arch-linux/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://linuxundich.de</link>
	<description>Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT</description>
	<lastBuildDate>Fri, 21 Aug 2026 16:11:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>

<image>
	<url>https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/cropped-lui-app-512-32x32.png</url>
	<title>Arch Linux &#8211; Linux und Ich</title>
	<link>https://linuxundich.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Netzwerkfreigaben automatisch einhängen: Was beim NetworkManager-Dispatcher schiefgehen kann</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/netzwerkfreigaben-automatisch-einhaengen-was-beim-networkmanager-dispatcher-schiefgehen-kann/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/netzwerkfreigaben-automatisch-einhaengen-was-beim-networkmanager-dispatcher-schiefgehen-kann/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 16:11:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Network Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=45301</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich sollte das Mount-Skript nur eine Sache erledigen: die Samba-Freigabe einhängen, wenn ich zu Hause bin. Am Ende hat es mir Shutdown, Resume und Standby zerschossen – und mir einiges über D-Zustand-Prozesse und den Linux-Freezer beigebracht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ihr kennt das vielleicht: Zu Hause läuft ein NAS oder ein Cloud-Speicher, den ihr per Samba oder WebDAV einbindet. Aber nur, wenn ihr auch wirklich im Heimnetz seid – niemand will im Café warten, weil der Laptop verzweifelt versucht, eine Freigabe zu mounten, die gerade schlicht nicht erreichbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die naheliegende Lösung: <code>/etc/fstab</code> plus ein Dispatcher-Skript für NetworkManager, das anhand von SSID oder Server-Erreichbarkeit automatisch mountet. Klingt nach einer Feierabend-Sache. Ist es aber nicht ganz – ich bin dabei über drei Stolperfallen gestolpert, die einem erst auffallen, wenn der Rechner runterfährt, aufwacht oder in den Standby soll. Genau die drei nehme ich hier mit euch durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Getestet habe ich das Ganze auf Arch Linux, aber das Setup ist nicht Arch-spezifisch: Solange eure Distribution systemd und NetworkManager mitbringt – also etwa auch Fedora, Ubuntu, Debian oder openSUSE –, funktioniert alles hier eins zu eins.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Grundaufbau</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Netzwerkfreigaben bekommen in der fstab klassischerweise <code>noauto</code>, damit sie beim Boot nicht sofort, sondern erst bei Bedarf eingehängt werden:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>//server/home /mnt/server/home cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev 0 0
//server/data /mnt/server/data cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev 0 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Mount-Typ selbst gibt&#8217;s je nach Protokoll gute Anleitungen im Arch Wiki, etwa zu <a href="https://wiki.archlinux.org/title/Samba" target="_blank" rel="noopener">Samba/CIFS</a> und zu <a href="https://wiki.archlinux.org/title/Davfs2" target="_blank" rel="noopener">davfs2 für WebDAV</a> – beide funktionieren unabhängig von der Distribution, solange <em>cifs-utils</em> beziehungsweise <em>davfs2</em> installiert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eigentliche Mounten übernimmt dann ein Skript unter <code>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/</code>. NetworkManager ruft solche Skripte bei jeder Verbindungsänderung auf und übergibt Interface und Status (up, down, pre-down und ein paar weitere) mit – alle Details dazu stehen in der <a href="https://man.archlinux.org/man/NetworkManager-dispatcher.8.en" target="_blank" rel="noopener">NetworkManager-dispatcher-Manpage</a>. Ein simples Skript prüft die aktive WLAN-SSID und mountet, wenn&#8217;s passt:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
IFACE="$1"
STATUS="$2"

case "$STATUS" in
    up)
        SSID=$(nmcli -t -f active,ssid dev wifi | awk -F: '$1 == "yes" {print $2; exit}')
        if &#91;&#91; "$SSID" == "MeinHeimnetz" ]]; then
            mount /mnt/server/home
            mount /mnt/server/data
        fi
        ;;
    down)
        umount /mnt/server/home
        umount /mnt/server/data
        ;;
esac</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Fertig, oder? Nicht ganz. Sobald ihr das System runterfahrt, aus dem Standby weckt oder in den Standby schickt, zeigt sich, dass die Sache Tücken hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum nicht einfach GVfs?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wieso ich mir das mit fstab und Dispatcher-Skripten überhaupt antue – GNOME bietet über „Mit Server verbinden“ im Dateimanager doch einen viel einfacheren Weg, Netzwerkfreigaben per SMB oder WebDAV einzubinden. Genau da liegt für mich das Problem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Mounts laufen nicht über den Kernel, sondern über GVfs, GNOMEs virtuelles Dateisystem. Programme, die die GIO-Bibliothek nutzen – fast alle GTK-Anwendungen, allen voran der Dateimanager selbst –, sprechen Freigaben direkt über eigene URIs wie <code>smb://</code> oder <code>dav://</code> an und zeigen entsprechend auch Vorschaubilder und Metadaten korrekt an. Für Programme, die das nicht können, blendet GVfs die Freigabe zusätzlich unter <code>/run/user/&lt;uid&gt;/gvfs</code> als ganz normalen Pfad ein. Diese Brücke läuft tatsächlich über FUSE – GVfs selbst ist zwar kein klassisches FUSE-Dateisystem, sondern eine eigene Architektur mit Daemon-Prozessen pro Protokoll, stellt aber genau für diesen Fall über gvfsd-fuse einen POSIX-kompatiblen Pfad bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Brücke ist bei mir der Knackpunkt: Nicht jedes Programm kommt damit zuverlässig klar. Konkret zeigt sich das bei mir in einem Markdown-Editor, in den ich auch Bilder für Artikel einbinde. Der Dateimanager zeigt die Bilder auf dem Netzlaufwerk ganz normal an, weil er GVfs nativ spricht. Der Markdown-Editor dagegen zeigt für dasselbe Bild nur einen Platzhalter – die Einbindung über den FUSE-Pfad funktioniert schlicht nicht zuverlässig, obwohl die Datei nachweislich da ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1280" height="720" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-1280x720.webp" alt="Zwei Fenster sind auf einem Computerbildschirm geöffnet. Links ist ein Texteditor mit einer Datei, die einen strukturierten Text mit Überschriften und Absätzen zeigt. Rechts befindet sich ein Dokumentenbetrachter mit einem längeren Fließtext, der ebenfalls Absätze und eine Überschrift enthält. Im Hintergrund ist ein Desktop mit einem Verlauf aus dunklen und violetten Farbtönen sichtbar. Die Benutzeroberfläche zeigt oben eine Menüleiste mit Symbolen und Uhrzeit." class="wp-image-45299" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-1280x720.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-640x360.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-1536x864.webp 1536w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-2048x1152.webp 2048w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-747x420.webp 747w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/apostrophe-webdav-bild-681x383.webp 681w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein klassischer Kernel-Mount über CIFS oder davfs2, wie im Rest dieses Artikels beschrieben, taucht dagegen als ganz normaler, stabiler POSIX-Pfad im Dateisystem auf – ohne Sonderbehandlung, für jedes Programm gleich. Der Mehraufwand mit fstab und Dispatcher-Skripten zahlt sich also gerade dann aus, wenn ihr Freigaben nicht nur im Dateimanager, sondern in ganz unterschiedlichen Anwendungen zuverlässig nutzen wollt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Problem 1: Der Rechner fährt nicht mehr sauber runter</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Fehlt in der fstab die Option _netdev, weiß systemd nicht, dass es sich hier um eine Netzwerkfreigabe handelt. Beim Shutdown kann es dann passieren, dass systemd versucht auszuhängen, <em>nachdem</em> das Netzwerk schon weg ist – der umount blockiert, bis der Job-Timeout greift, und euer System hängt beim Herunterfahren fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://wiki.archlinux.org/title/Fstab#Remote_filesystem" target="_blank" rel="noopener">_netdev</a> behebt das, weil systemd damit die richtige Reihenfolge kennt: erst aushängen, dann Netzwerk kappen. Wichtig ist außerdem, dass ein Dispatcher-Skript nicht nur auf down, sondern auf pre-down reagiert – der Status feuert, bevor die Verbindung wirklich fällt, während down schon danach kommt und für ein sauberes Aushängen zu spät ist. Damit das klappt, braucht es zusätzlich einen Symlink im Unterordner <code>pre-down.d/</code>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Problem 2: Nach dem Aufwachen hängt sich der Dateimanager auf</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mount-Aufruf für CIFS oder WebDAV läuft im Kernel und kann bei nicht erreichbarem Server ziemlich lange blockieren – gerade kurz nach dem Aufwachen, wenn DNS oder Routing noch nicht ganz da sind. NetworkManager wartet standardmäßig synchron, bis so ein Dispatcher-Skript fertig ist, bevor es weitermacht. Hängt der mount-Aufruf, hängt bei euch plötzlich auch der Dateimanager oder die Netzwerkanzeige, weil die vom Verbindungsstatus abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lösung: Mount-Versuche einfach im Hintergrund laufen lassen, damit das Dispatcher-Skript selbst sofort zurückkehrt, egal wie lange der eigentliche Mount braucht.</p>



<pre class="wp-block-code"><code>run_async() {
    ( "$@" ) &amp;&gt;/dev/null &amp;
    disown
}</code></pre>



<h3 class="wp-block-heading">Problem 3: Der Standby funktioniert plötzlich nicht mehr</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier wird&#8217;s spannend. Mit der Lösung aus Problem 2 stolpert ihr in ein neues, deutlich fieseres Problem, das sich in meinem Fall so äußerte: Der Bildschirm geht aus, aber Tastaturbeleuchtung und LEDs bleiben an – ihr müsst hart abschalten. Was war passiert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mount-Syscall für CIFS oder davfs blockiert bei nicht erreichbarem Server im sogenannten <a href="https://eklitzke.org/uninterruptible-sleep" target="_blank" rel="noopener">D-Zustand (uninterruptible sleep)</a> – einem Zustand, den kein Signal unterbricht, auch SIGKILL nicht. Bevor der Kernel tatsächlich schlafen legt, versucht er, alle Prozesse einzufrieren. Ein Prozess im D-Zustand lässt sich aber nicht einfrieren, und der ganze Standby hängt fest, bis die Netzwerkoperation im Kernel von selbst aufgibt – das kann durchaus ein paar Minuten dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die Mount-Versuche aus Problem 2 jetzt länger im Hintergrund weiterlaufen, steigt eben auch die Chance, dass genau in dem Moment, in dem ihr in Standby gehen wollt, so ein blockierender Verbindungsversuch gerade aktiv ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zuverlässige Ausweg: Vor jedem mount erst mit einem echten Userspace-Verbindungstest prüfen, ob der Server überhaupt erreichbar ist – so einer lässt sich per Timeout wirklich abbrechen, zum Beispiel über Bashs eingebautes /dev/tcp:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>tcp_reachable() {
    local HOST="$1"
    local PORT="$2"
    local TIMEOUT_SECONDS="${3:-2}"
    timeout "${TIMEOUT_SECONDS}s" bash -c "echo &gt;/dev/tcp/${HOST}/${PORT}" &amp;&gt;/dev/null
}</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenn der Test klappt, folgt der eigentliche mount. Damit landet ihr so gut wie nie mehr im riskanten, blockierenden Kernel-Connect, weil ihr zu dem Zeitpunkt schon wisst, dass der Server da ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Kombination, die bei mir funktioniert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende braucht ein robustes Setup vier Zutaten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>_netdev</strong> in der fstab, damit systemd Netzwerkfreigaben beim Herunterfahren richtig einordnet.</li>



<li><strong>pre-down-Handling</strong> samt Symlink in pre-down.d/, damit das Aushängen garantiert vor dem Verbindungsabbau passiert – mit Timeout und Lazy-Unmount als Backup, falls der normale umount mal zickt.</li>



<li><strong>Asynchrone Mounts</strong> im up-Fall, damit NetworkManager und alles, was davon abhängt, nicht blockiert.</li>



<li><strong>Ein Erreichbarkeitstest</strong> vor jedem mount, damit der eigentliche, potenziell blockierende Kernel-Connect gar nicht erst passiert.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu noch ein kleiner Healthcheck per systemd-Timer, der ein paar Minuten nach dem Boot und danach regelmäßig nachschaut, ob die Freigaben wirklich da sind, und notfalls nachhilft. Praktisch, falls der auslösende Netzwerk-Event mal zu früh oder zu spät kommt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Alle Dateien im Überblick</h3>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1246" height="884" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper.webp" alt="Ein Computerbildschirm zeigt ein Terminalfenster mit schwarzem Hintergrund und weißer Schrift. Im oberen Bereich ist eine Baumstruktur der Verzeichnisse und Dateien unter '/etc/NetworkManager/dispatcher.d' zu sehen. Die Struktur enthält mehrere Unterverzeichnisse und Shell-Skripte. Links sind Zeitstempel und Befehle sichtbar, rechts die jeweiligen Ausgaben. Das Fenster ist von einer grauen Menüleiste umrahmt." class="wp-image-45300" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper.webp 1246w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper-640x454.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper-592x420.webp 592w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2026/08/nm-dispatcher-helper-681x483.webp 681w" sizes="(max-width: 1246px) 100vw, 1246px"><figcaption class="wp-element-caption">So sieht der Spaß bei mir aus: Der NetworkManager-Dispatcher hängt Freigaben automatisch ein, sobald er den passenden Server im Netzwerk findet oder sich per WLAN zu einer bestimmten SSID verbindet.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ihr das Ganze direkt nachbauen könnt, hier der komplette Satz an Dateien. Ich habe die Beispielnamen aus meinem eigenen Setup (ein Samba-Server namens bender, WebDAV via tuxedo) durch generische Platzhalter ersetzt – die müsst ihr natürlich an eure eigene Umgebung anpassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/fstab</strong> – die beiden Freigaben, einmal Samba, einmal WebDAV:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>//server/home /mnt/server/home cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev,x-systemd.mount-timeout=15s,soft 0 0
//server/data /mnt/server/data cifs credentials=/etc/samba/server.credentials,rw,uid=1000,gid=100,noauto,_netdev,x-systemd.mount-timeout=15s,soft 0 0
https://cloud.example.com/remote.php/dav/files/user /mnt/webdav davfs noauto,_netdev,uid=1000,gid=100,x-systemd.automount,x-systemd.idle-timeout=300,x-systemd.mount-timeout=15s 0 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Die fstab referenziert die Zugangsdaten nur, gespeichert werden sie in eigenen Dateien – schon damit das Passwort nicht im Klartext in einer Datei steht, die jeder lesen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/samba/server.credentials</strong> – Zugangsdaten für die Samba-Freigabe:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>username=maxmuster
password=GeheimesPasswort123</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/davfs2/secrets</strong> – Zugangsdaten für die WebDAV-Freigabe, referenziert wird hier der Mountpunkt statt einer Option in der fstab:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>/mnt/webdav maxmuster GeheimesPasswort123</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Dateien gehören root und dürfen für niemand sonst lesbar sein:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo chmod 600 /etc/samba/server.credentials /etc/davfs2/secrets
$ sudo chown root:root /etc/samba/server.credentials /etc/davfs2/secrets</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh</strong> – die gemeinsame Bibliothek, die alle anderen Skripte einbinden:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
log() {
    &#91;&#91; "$DEBUG" == "1" ]] &amp;&amp; logger -t "$LOG_TAG" -- "$1"
}

run_async() {
    ( "$@" ) &amp;&gt;/dev/null &amp;
    disown
}

tcp_reachable() {
    local HOST="$1"
    local PORT="$2"
    local TIMEOUT_SECONDS="${3:-2}"
    timeout "${TIMEOUT_SECONDS}s" bash -c "echo &gt;/dev/tcp/${HOST}/${PORT}" &amp;&gt;/dev/null
}

mount_with_retry() {
    local MOUNT="$1"
    local MAX_ATTEMPTS="${2:-3}"
    local SLEEP_SECONDS="${3:-2}"
    local MOUNT_TIMEOUT="${4:-10}"

    if mountpoint -q "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT ist bereits eingehängt"
        return 0
    fi

    log "Hänge $MOUNT ein"

    local OUT ATTEMPT
    for ((ATTEMPT = 1; ATTEMPT &lt;= MAX_ATTEMPTS; ATTEMPT++)); do
        if OUT=$(timeout "${MOUNT_TIMEOUT}s" mount "$MOUNT" 2&gt;&amp;1); then
            log "$MOUNT erfolgreich eingehängt"
            return 0
        fi
        log "Versuch $ATTEMPT/$MAX_ATTEMPTS für $MOUNT fehlgeschlagen (evtl. Timeout nach ${MOUNT_TIMEOUT}s): $OUT"
        &#91;&#91; "$ATTEMPT" -lt "$MAX_ATTEMPTS" ]] &amp;&amp; sleep "$SLEEP_SECONDS"
    done

    log "Alle Versuche für $MOUNT fehlgeschlagen"
    return 1
}

umount_with_fallback() {
    local MOUNT="$1"
    local TIMEOUT_SECONDS="${2:-5}"

    if ! mountpoint -q "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT ist nicht eingehängt"
        return 0
    fi

    log "Hänge $MOUNT aus"

    if timeout "${TIMEOUT_SECONDS}s" umount "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT erfolgreich ausgehängt"
        return 0
    fi

    log "Normaler Unmount von $MOUNT fehlgeschlagen, versuche Lazy Unmount"
    if umount -l "$MOUNT"; then
        log "$MOUNT per Lazy Unmount ausgehängt"
        return 0
    fi

    log "$MOUNT konnte nicht ausgehängt werden"
    return 1
}</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-server-mount</strong> – Samba-Freigabe, gebunden an eine bestimmte WLAN-SSID oder ans Kabelnetz:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash

DEBUG=1
LOG_TAG="server-mount"

LIB="/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh"
if &#91;&#91; -r "$LIB" ]]; then
    source "$LIB"
else
    logger -t "$LOG_TAG" -- "Bibliothek $LIB nicht gefunden, breche ab"
    exit 1
fi

IFACE="$1"
STATUS="$2"

MOUNTS=(
    "/mnt/server/home"
    "/mnt/server/data"
)

mount_server() {
    if ! tcp_reachable server 445 2; then
        log "server auf Port 445 nicht erreichbar, überspringe Mount-Versuch"
        return 1
    fi

    for MOUNT in "${MOUNTS&#91;@]}"; do
        mount_with_retry "$MOUNT" 3 2 10
    done
}

umount_server() {
    for MOUNT in "${MOUNTS&#91;@]}"; do
        umount_with_fallback "$MOUNT" 5
    done
}

log "Dispatcher gestartet: Interface=$IFACE, Status=$STATUS"

case "$STATUS" in
    up)
        if &#91;&#91; "$IFACE" == wl* ]]; then
            SSID=$(nmcli -t -f active,ssid dev wifi |
                awk -F: '$1 == "yes" {print $2; exit}')

            log "Aktive WLAN-SSID: $SSID"

            if &#91;&#91; "$SSID" == "MeinHeimnetz" ]]; then
                run_async mount_server
            fi

        elif &#91;&#91; "$IFACE" == enp* || "$IFACE" == eth* ]]; then
            run_async mount_server
        fi
        ;;

    pre-down|vpn-pre-down)
        log "Netzwerkverbindung wird beendet – Mounts aushängen"
        umount_server
        ;;
esac

log "Dispatcher beendet"
exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-webdav-mount</strong> – WebDAV-Freigabe, die einfach nur einen erreichbaren Cloud-Server voraussetzt:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash

DEBUG=1
LOG_TAG="webdav-mount"

LIB="/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh"
if &#91;&#91; -r "$LIB" ]]; then
    source "$LIB"
else
    logger -t "$LOG_TAG" -- "Bibliothek $LIB nicht gefunden, breche ab"
    exit 1
fi

IFACE="$1"
STATUS="$2"

MOUNTPOINT="/mnt/webdav"
HOST="cloud.example.com"

mount_webdav() {
    if ! tcp_reachable "$HOST" 443 3; then
        log "$HOST auf Port 443 nicht erreichbar, überspringe Mount-Versuch"
        return 1
    fi

    mount_with_retry "$MOUNTPOINT" 3 2 10
}

log "Dispatcher gestartet: Interface=$IFACE, Status=$STATUS"

case "$STATUS" in
    up)
        run_async mount_webdav
        ;;

    pre-down|vpn-pre-down)
        log "Netzwerkverbindung wird beendet – Mount aushängen"
        umount_with_fallback "$MOUNTPOINT" 5
        ;;
esac

log "Dispatcher beendet"
exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Für beide Skripte braucht ihr zusätzlich noch die passenden Symlinks, damit pre-down garantiert vor dem Verbindungsabbau feuert:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo ln -s /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-server-mount \
             /etc/NetworkManager/dispatcher.d/pre-down.d/90-server-mount
$ sudo ln -s /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-webdav-mount \
             /etc/NetworkManager/dispatcher.d/pre-down.d/90-webdav-mount</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/usr/local/bin/mount-healthcheck.sh</strong> – das Sicherheitsnetz, das regelmäßig nachschaut:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
DEBUG=1
LOG_TAG="mount-healthcheck"

LIB="/etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh"
if &#91;&#91; -r "$LIB" ]]; then
    source "$LIB"
else
    logger -t "$LOG_TAG" -- "Bibliothek $LIB nicht gefunden, breche ab"
    exit 1
fi

log "Healthcheck gestartet"

SSID=$(nmcli -t -f active,ssid dev wifi 2&gt;/dev/null |
    awk -F: '$1 == "yes" {print $2; exit}')

if &#91;&#91; "$SSID" == "MeinHeimnetz" ]] || ping -c 1 -W 1 server &gt;/dev/null 2&gt;&amp;1; then
    mount_with_retry "/mnt/server/home" 2 3
    mount_with_retry "/mnt/server/data" 2 3
else
    log "server im aktuellen Netz nicht erreichbar, überspringe"
fi

mount_with_retry "/mnt/webdav" 2 3

log "Healthcheck beendet"
exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/etc/systemd/system/mount-healthcheck.service</strong> und <strong>mount-healthcheck.timer</strong> – Systemd-Einheiten, die das Healthcheck-Skript 60 Sekunden nach dem Boot und danach alle 10 Minuten anstoßen:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>&#91;Unit]
Description=Prueft und stellt Netzwerk-Mounts sicher
After=network-online.target
Wants=network-online.target

&#91;Service]
Type=oneshot
TimeoutStartSec=120
ExecStart=/usr/local/bin/mount-healthcheck.sh</code></pre>



<pre class="wp-block-code"><code>&#91;Unit]
Description=Fuehrt den Mount-Healthcheck 60s nach Boot und danach alle 10 Minuten aus

&#91;Timer]
OnBootSec=60s
OnUnitActiveSec=10min
AccuracySec=30s

&#91;Install]
WantedBy=timers.target</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Aktivieren nicht vergessen:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo systemctl daemon-reload
$ sudo systemctl enable --now mount-healthcheck.timer</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>/usr/lib/systemd/system-sleep/90-cancel-network-mounts</strong> – optionales Sicherheitsnetz vor dem Suspend:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>#!/bin/bash
case "$1/$2" in
    pre/*)
        logger -t sleep-mount-guard "Breche evtl. laufende Netzwerk-Mount-Versuche vor Suspend ab"
        pkill -9 -f 'mount\.cifs' 2>/dev/null
        pkill -9 -f 'mount\.davfs' 2>/dev/null
        ;;
esac

exit 0</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Skripte müssen ausführbar sein:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ sudo chmod +x /etc/NetworkManager/dispatcher.d/lib/mount-helpers.sh \
              /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-server-mount \
              /etc/NetworkManager/dispatcher.d/90-webdav-mount \
              /usr/local/bin/mount-healthcheck.sh \
              /usr/lib/systemd/system-sleep/90-cancel-network-mounts</code></pre>



<h3 class="wp-block-heading">Lange Reder, kurzer Sinn</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Automatisches Einhängen von Netzwerkfreigaben über NetworkManager funktioniert gut, ist aber kein Fünf-Minuten-Job, wie es die Doku vermuten lässt. Wenn ihr nur den mount-Befehl in ein up-Skript packt, holt euch früher oder später eines der drei Probleme ein – meistens genau dann, wenn ihr unterwegs seid und kein Log zur Hand habt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit _netdev, korrektem pre-down-Timing, asynchroner Ausführung und einem echten Erreichbarkeitstest vor jedem Mount seid ihr auf der sicheren Seite. Und das Muster lässt sich eins zu eins auf andere netzwerkabhängige Automatisierungen übertragen, etwa VPN-Verbindungen oder Backup-Jobs, die nur im richtigen Netz laufen sollen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/netzwerkfreigaben-automatisch-einhaengen-was-beim-networkmanager-dispatcher-schiefgehen-kann/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spotify unter GNOME: Blauen Fensterrahmen reparieren</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/spotify-unter-gnome-blauen-fensterrahmen-reparieren/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/spotify-unter-gnome-blauen-fensterrahmen-reparieren/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 14:01:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Spotify]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=45241</guid>

					<description><![CDATA[Ein blauer Rahmen um Spotify unter GNOME stört die Optik, obwohl die Funktionalität unverändert bleibt. Unter Arch Linux lässt sich das Problem einfach beheben. Entweder über Flatpak oder durch ein Start-Flag für den Client aus dem AUR.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn ihr Spotify unter Linux mit <a href="https://linuxundich.de/tag/gnome/" data-type="post_tag" data-id="1734">GNOME</a> nutzt, habt ihr vielleicht in den letzten Tagen einen unschönen blauen Rahmen um das Anwendungsfenster bemerkt. Ich sehe das Problem hier bei mir unter <a href="https://linuxundich.de/tag/arch/" data-type="post_tag" data-id="1762">Arch Linux</a>, es dürfte aber alle Distributionen betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schuld daran ist ein Update des offiziellen Linux-Clients auf Electron-Basis, das die GTK-Style-Window-Decoration durcheinandergebracht hat. Die Funktionalität von <a href="https://linuxundich.de/tag/spotify/" data-type="post_tag" data-id="1480">Spotify</a> bleibt zwar unverändert, optisch sieht es aber alles andere als schick aus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1280" height="780" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-1280x780.webp" alt="Spotify mit blauem Rahmen. Ein Update des Linux-Clients hat die GTK-Style-Window-Decoration beschädigt, sodass das Fenster unschön blau gerahmt wird und nicht korrekt angezeigt wird." class="wp-image-45242" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-1280x780.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-640x390.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-690x420.webp 690w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue-681x415.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-aur-blue.webp 1491w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Spotify mit blauem Rahmen. Ein Update des Linux-Clients hat die GTK-Style-Window-Decoration beschädigt, sodass das Fenster unschön blau gerahmt wird und nicht korrekt angezeigt wird.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Lösungsmöglichkeiten für Spotify</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt zwei einfache Wege, um das Problem zu beheben. Die bequemste Variante ist, Spotify als <a href="https://flathub.org/en/apps/com.spotify.Client" target="_blank" rel="noopener">Flatpak</a> zu installieren. Die Flatpak-Version zeigt den blauen Rahmen nicht und ihr müsst euch um nichts kümmern. Änderungen an der Konfiguration sind nicht nötig.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="780" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-1280x780.webp" alt="Die Flatpak-Version von Spotify zeigt den blauen Rahmen nicht, die GTK-Style-Window-Decoration wird korrekt dargestellt und das Fenster sieht nach der Installation normal und fehlerfrei aus." class="wp-image-45243" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-1280x780.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-640x390.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-690x420.webp 690w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-681x415.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak.webp 1491w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Die Flatpak-Version von Spotify zeigt den blauen Rahmen nicht, die GTK-Style-Window-Decoration wird korrekt dargestellt und das Fenster sieht nach der Installation normal und fehlerfrei aus.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Falls ihr Spotify hingegen über den <a href="https://github.com/kpcyrd/spotify-launcher" target="_blank" rel="noopener">Spotify Launcher</a> (Paket <em>spotify-launcher</em> aus den Extra-Quellen von Arch) oder direkt aus dem <a href="https://aur.archlinux.org/packages/spotify" target="_blank" rel="noopener">AUR</a> (Eintrag <em>spotify</em>) installiert habt, müsst ihr das Start-Flag <code>--ozone-platform=x11</code> setzen. Damit wird die GTK-Dekoration korrekt angezeigt. Je nach Installationsart fügt ihr das Flag wie folgt ein:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für AUR-Spotify</strong> in der Datei <code>~/.config/spotify-flags.conf</code>:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>--ozone-platform=x11</code></pre>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für Spotify Launcher</strong> in <code>~/.config/spotify-launcher.conf</code>:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>&#91;spotify]
extra_arguments = &#91;"--ozone-platform=x11"] </code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Eventuell müsst ihr diese Dateien erst anlegen. Nach einem Neustart von Spotify sollte der blaue Rahmen verschwunden sein und alles wieder normal aussehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1153" height="853" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform.webp" alt="Die Konfigurationen unter ~/.config. Die Dateien müssen eventuell erst erstellt werden, ihr braucht nur die passende Datei je nach Installationsart, nicht beide gleichzeitig." class="wp-image-45245" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform.webp 1153w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-640x473.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-568x420.webp 568w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-80x60.webp 80w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-100x75.webp 100w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-ozone-platform-681x504.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1153px) 100vw, 1153px"><figcaption class="wp-element-caption">Die Konfigurationen unter ~/.config. Die Dateien müssen eventuell erst erstellt werden, ihr braucht nur die passende Datei je nach Installationsart, nicht beide gleichzeitig.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="780" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-1280x780.webp" alt="Alternativ könnt ihr das Flag --ozone-platform=x11 setzen, wenn ihr Spotify aus dem AUR installiert habt. Dann wird der Fensterrahmen wieder korrekt angezeigt und normal dargestellt." class="wp-image-45244" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-1280x780.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-640x390.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-690x420.webp 690w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags-681x415.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/11/spotify-flatpak-flags.webp 1491w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Alternativ könnt ihr das Flag &#8211;ozone-platform=x11 setzen, wenn ihr Spotify aus dem AUR installiert habt. Dann wird der Fensterrahmen wieder korrekt angezeigt und normal dargestellt.</figcaption></figure>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background wp-block-paragraph"><strong>Korrektur von <a href="https://social.anoxinon.de/@fabiscafe@mstdn.social/115627842495268735" target="_blank" rel="noopener">Fabian auf Mastodon</a>:</strong> Das stimmt so nicht. Das ist ganz alleine dem geschulded das Spotify Wayland-nativ läuft und dort, unter GNOME, eine clientseitige Dekoration (CSD) braucht, die es über diese blaue bereit stellt. Das ganze wieder zu X11 zwingen schafft eventuell echte Probleme, wie verschwommene Schriften, schlechtes (kein) scaling und so weiter. Spotify ist auch nicht Elektron, sondern Chromium Embedded Framework (CEF).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar, es ist eine Krücke, aber eine die derzeit hilft. Die Änderung lässt sich ja auch schnell wieder rückgängig machen. Die anderen Optionen wären, Gnome unter X11 zu betreiben oder sich mit den blauen Rahmen anzufreunden. Beides in meinen Augen auch nicht gerade optimal. So ist es erstmal ein Workaround, den man natürlich nicht vergessen sollte, falls sich Spotify irgendwann einmal wieder komisch verhält.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/spotify-unter-gnome-blauen-fensterrahmen-reparieren/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GNOME 48 und das alte Tray-Problem: AppIndicator-Erweiterung mit Patch für Arch verfügbar</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/gnome-48-und-das-alte-tray-problem-appindicator-erweiterung-mit-patch-fuer-arch-verfuegbar/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/gnome-48-und-das-alte-tray-problem-appindicator-erweiterung-mit-patch-fuer-arch-verfuegbar/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 15:49:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome]]></category>
		<category><![CDATA[Gnome-Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=44621</guid>

					<description><![CDATA[Die Integration klassischer Tray-Icons ist unter GNOME weiterhin ein Thema. Eine aktualisierte Version der AppIndicator-Erweiterung sorgt nun auch unter GNOME 48 für Abhilfe – zumindest unter Arch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite auf dem Desktop überwiegend mit GNOME – nicht zuletzt, weil dort viele Dinge anders gelöst werden als in anderen Desktop-Umgebungen. Dazu zählt auch der bewusste Verzicht auf den klassischen System-Tray, also jenen kleinen Bereich am oberen oder unteren Rand des Bildschirms, in dem sich früher allerlei Anwendungen mit einem Symbol &#8222;einnisten&#8220;&#8220; konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GNOME geht hier andere Wege und setzt auf moderne Schnittstellen für Hintergrunddienste. Doch viele Anwendungen – insbesondere proprietäre oder ältere Programme – verlassen sich weiterhin auf das Tray-Modell. Wer solche Tools nutzt, stößt schnell an Grenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">GNOME und der Verzicht auf das Legacy-Tray</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Statt dem altbekannten Tray setzt GNOME auf moderne Konzepte, um Hintergrunddienste zugänglich zu machen. Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Benachrichtigungen im Message Tray</strong>: Anwendungen senden Hinweise über das Notification-System – ohne visuelle Präsenz in einem Icon.</li>



<li><strong>Hintergrunddienste im Systemmenü</strong>: Einige Apps (z. B. VPNs oder Bildschirmfreigaben) nutzen spezielle Schnittstellen, um sich direkt im Quick Settings-Menü zu verankern.</li>



<li><strong>Portale und systemd-User-Services</strong>: Anwendungen wie z. B. Syncthing oder Flatpak-Apps nutzen systemd oder D-Bus Portale, um unabhängig vom GUI-Session-Zustand zu laufen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Architektur ist aus GNOMEs Sicht technisch eleganter – doch viele von euch, die etwa Nextcloud, das TUXEDO Control Center oder andere klassische Apps nutzen, vermissen schlicht die kleinen Icons, die früher dezent im Panel hockten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lösung heißt AppIndicator – mit Haken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier kommt die GNOME-Shell-Erweiterung <a href="https://extensions.gnome.org/extension/615/appindicator-support" target="_blank" rel="noopener">AppIndicator and KStatusNotifierItem Support</a> ins Spiel. Sie bringt das &#8222;alte&#8220; Tray zurück in die &#8222;neue&#8220;&#8220; GNOME-Welt – wenn auch nur als Workaround in Form einer Shell-Erweiterung. Optisch macht sie dabei deutlich mehr her als die offizielle Ersatzlösung <em>Status Icons</em> und integriert sich wesentlich besser ins moderne GNOME-Design.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem: Die Erweiterung wird von Canonical (Ubuntu) gepflegt, und ihre Weiterentwicklung verläuft oft schleppend. Nach jedem neuen GNOME-Release vergehen nicht selten Wochen oder sogar Monate, bis eine kompatible Version bereitsteht. Mit GNOME 48 war das erneut der Fall – doch diesmal gibt es gute Nachrichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">News aus der Community: Patch für GNOME 48</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Stöbern im <a href="https://github.com/ubuntu/gnome-shell-extension-appindicator/issues/568" target="_blank" rel="noopener">Issue-Tracker der Erweiterung</a> bin ich auf einen spannenden Hinweis gestoßen: Für GNOME 48 existieren bereits funktionierende Patches! Und noch besser – unter Arch Linux sind diese bereits in das offizielle Paket eingeflossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ihr also Arch oder ein Arch-Derivat wie EndeavourOS oder Manjaro verwendet, könnt ihr euch die aktualisierte Version der Erweiterung direkt über <code>pacman</code> holen:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>$ <strong>sudo pacman -S gnome-shell-extension-appindicator</strong></code></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Installation müsst ihr die alte Version der Erweiterung im Erweiterungs-Manager deaktivieren, euch ab- und wieder anmelden. Danach sollte die gepatchte Version als <em>Systemerweiterung</em> auftauchen – und ihr könnt AppIndicators unter GNOME 48 wieder nutzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="884" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-1280x884.webp" alt="Die von Arch gepatchte Version der AppIndicator and KStatusNotifierItem Support-Erweiterung erscheint unter den Systemerweiterungen im GNOME-Erweiterungsmanager." class="wp-image-44623" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-1280x884.webp 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-640x442.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-608x420.webp 608w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48-681x470.webp 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/appindicator-gnome48.webp 1439w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px"><figcaption class="wp-element-caption">Die von Arch gepatchte Version der AppIndicator and KStatusNotifierItem Support-Erweiterung erscheint unter den Systemerweiterungen im GNOME-Erweiterungsmanager.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Moderne und Kompatibilität</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich vermeide Tray-Icons, wo es geht. Viele freie Anwendungen bieten inzwischen native GNOME-Integrationen oder verzichten ganz auf den Zwang zur Hintergrundpräsenz. Doch wenn ihr auf ein Tool angewiesen seid, das nicht auf moderne GNOME-Techniken setzen, kommt ihr um die AppIndicator-Erweiterung kaum herum. Dank der aktiven Community – und dem Patch-Einbau unter Arch – funktioniert sie jetzt auch unter GNOME 48.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/gnome-48-und-das-alte-tray-problem-appindicator-erweiterung-mit-patch-fuer-arch-verfuegbar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arch Linux jetzt offiziell für WSL verfügbar</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-jetzt-offiziell-fuer-wsl-verfuegbar/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-jetzt-offiziell-fuer-wsl-verfuegbar/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Apr 2025 11:27:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[WSL]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=44448</guid>

					<description><![CDATA[Arch Linux ist jetzt offiziell für das Windows Subsystem for Linux (WSL) verfügbar. Die schlanke Distribution lässt sich direkt per Befehl aus dem Microsoft Store installieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst nutze seit vielen Jahren Linux – nicht nur, weil es kostenlos ist, sondern weil ich die Freiheit schätze, mein System nach meinen Vorstellungen zu gestalten, zu verstehen, was unter der Haube passiert, und weil ich proprietäre Software mit einem gesunden Maß an Skepsis betrachte. Doch hin und wieder lohnt sich ein Blick über den Tellerrand – etwa dann, wenn es interessante Entwicklungen im Zusammenspiel von Linux und proprietären Systemen wie Windows gibt. So geschehen mit der Nachricht, dass <a href="https://linuxundich.de/tag/arch-linux/">Arch Linux</a> nun ganz offiziell für das Windows Subsystem for Linux (WSL) zur Verfügung steht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist WSL überhaupt?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle unter euch, die mit WSL noch nicht viel zu tun hatten: Das Windows Subsystem for Linux erlaubt es, Linux-Tools und -Anwendungen direkt unter Windows auszuführen – ohne eine virtuelle Maschine aufsetzen oder einen Dual-Boot einrichten zu müssen. Microsoft verfolgt damit seit Windows 10 die Strategie, Entwicklern mehr Flexibilität zu geben, ohne dass sie sich komplett von Windows lösen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">WSL basiert auf Virtualisierungstechniken, allerdings arbeitet es nicht mit vollwertigen VMs, sondern mit leichtgewichtigen Containern, die deutlich weniger Ressourcen fressen. Dadurch lässt sich etwa ein Terminal mit einem Linux-Shell schnell öffnen, Werkzeuge wie <code>grep</code>, <code>sed</code>, <code>awk</code> oder auch <code>pacman</code> lassen sich nativ nutzen – vorausgesetzt, die passende Distribution ist installiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Arch Linux für WSL: Jetzt ganz offiziell</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher war Arch Linux in WSL nur über Umwege verfügbar. Wer wollte, konnte sich ein inoffizielles Image holen oder mit etwas Aufwand selbst eines erzeugen. Das ändert sich nun: Seit dem 15. April ist Arch Linux ganz offiziell in Microsofts WSL-Verzeichnis gelistet. Der Befehl <code>wsl.exe --list --online</code> zeigt euch alle verfügbaren Distributionen – darunter nun auch &#8222;archlinux&#8220;. Mit <code>wsl.exe --install -d archlinux</code> könnt ihr euch die schlanke Distribution direkt aus dem Microsoft Store installieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1199" height="752" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux1.webp" alt="" class="wp-image-44449" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux1.webp 1199w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux1-640x401.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux1-670x420.webp 670w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux1-681x427.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1199px) 100vw, 1199px"><figcaption class="wp-element-caption">Die offizielle Arch-Installation in WSL gelingt per einfachem Terminal-Befehl – ganz ohne Umwege oder manuelle Einrichtung über inoffizielle Quellen.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter dem offiziellen Image steckt übrigens eine Initiative aus der Community: Anfang des Jahres haben Arch-Entwickler darüber <a href="https://lists.archlinux.org/archives/list/arch-dev-public@lists.archlinux.org/thread/73A4BK7YK4BJBVXGMN2I5CROQAWI53VZ/#VHB7FQXSS5H2YNUDTKSQH4LREATM7YEF" target="_blank" rel="noopener">diskutiert</a>, ob man ein offizielles Abbild für WSL bereitstellen sollte. Die Diskussion war schnell entschieden, das Gitlab-Repo eingerichtet und Microsoft ebenfalls mit an Bord. Einmal im Monat wird das Image nun automatisch aktualisiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Chance für Linux – aber mit Vorbehalt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist es schön zu sehen, dass Microsoft Linux heute nicht mehr als Feind, sondern als Werkzeug im eigenen Ökosystem betrachtet. Und gerade für Entwickler oder User, die aus beruflichen Gründen nicht vollständig auf Windows verzichten können, ist ein offizielles Arch-Image für WSL eine willkommene Nachricht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1199" height="752" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux2.webp" alt="Ein Blick auf das frisch installierte Arch Linux unter WSL: Fastfetch liefert Details zur minimalistischen und dennoch funktionsfähigen Umgebung." class="wp-image-44450" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux2.webp 1199w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux2-640x401.webp 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux2-670x420.webp 670w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2025/04/wsl-archlinux2-681x427.webp 681w" sizes="auto, (max-width: 1199px) 100vw, 1199px"><figcaption class="wp-element-caption">Ein Blick auf das frisch installierte Arch Linux unter WSL: Fastfetch liefert Details zur minimalistischen und dennoch funktionsfähigen Umgebung.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem sollten wir die Entwicklung mit einem kritischen Blick begleiten. WSL ist kein vollständiges Linux-System. Systemdienste wie Systemd fehlen oder laufen nur mit Workarounds, nicht alle Tools und Konfigurationen funktionieren wie gewohnt, und letztlich bleibt das Ganze eng an Microsofts Gnaden gekoppelt – inklusive aller Einschränkungen hinsichtlich Datenschutz, Telemetrie und proprietärer Kontrolle.</p>



<p class="has-pale-cyan-blue-background-color has-background wp-block-paragraph"><strong>Update 24.04.25:</strong> Viele weitere Details und auch zahlreiche Tipps zu Arch Linux in der WSL <a href="https://wiki.archlinux.org/title/Install_Arch_Linux_on_WSL" data-type="link" data-id="https://wiki.archlinux.org/title/Install_Arch_Linux_on_WSL" target="_blank" rel="noopener">findet ihr im Arch Wiki</a>. Generell braucht es für Arch Linux auch die WSL2. Achtet daher darauf euer System entsprechend zu aktualisieren. Auf meinem Testrechner beispielsweise mit Windows 10, tauchte das Arch Linux-Image zuerst nicht auf.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-jetzt-offiziell-fuer-wsl-verfuegbar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Upgrade auf Python 3.10, Zeit die AUR-Pakete neu zu bauen</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/upgrade-auf-python-3-10-zeit-die-aur-pakete-neu-zu-bauen/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/upgrade-auf-python-3-10-zeit-die-aur-pakete-neu-zu-bauen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2021 12:56:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[AUR]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=42069</guid>

					<description><![CDATA[Mit dem Upgrade auf Python 3.10 auf Arch Linux müssen Nutzer, die Pakete aus dem Arch Linux Repository aka AUR installiert haben, eventuell eine Reihe von Paketen neu bauen. Mit dem richtigen Kommandos, funktioniert das in einem Rutsch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap dropcapp wp-block-paragraph">Bei einer Rolling-Release-Distribution wie Arch Linux oder Manjaro spült es nicht nur immer wieder neue Programm- oder Kernel-Versionen in das System, sondern auch wichtige Bibliotheken und Systemkomponenten in deren neusten Ausgaben. So wie heute: Wer gerade das Pacman-Upgrade anwirft, dem installiert der Paketmanager zahlreiche Python-Pakete in der Version 3.10, die <a href="https://www.python.org/downloads/release/python-3100/" target="_blank" rel="noopener">Anfang Oktober</a> veröffentlicht wurde. Für Arch-Nutzer gibt es dabei im Endeffekt nicht viel zu beachten, vom Upgrade betroffene Pakete werden automatisch aktualisiert, habt ihr allerdings AUR-Pakete auf dem System, dann müsst ihr diese eventuell neu bauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Pakete auf eurem System betroffen sind, ermittelt ihr über das Kommando <code>pacman -Qoq /usr/lib/python3.9</code>. Sollte das System hier ein oder mehrere Namen ausspucken, dann müsst ihr diese über euren AUR-Helper neu erstellen, um in Zukunft Fehler beim Ausführen der entsprechenden Anwendungen auszuschließen. Die schnellste und einfachste Methode dafür ist, die Liste an euren AUR-Helper zu übergeben. Beachtet dazu das zweite Kommando aus dem folgenden Listing. Tauscht den Aufruf des AUR-Helpers, hier <code>paru</code>, gegen das von euch genutzte Programm aus. Zur Kontrolle prüft ihr am Ende, ob es nun keine veralteten Programme mehr gibt.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">$ <strong>pacman -Qoq /usr/lib/python3.9</strong>
chrome-gnome-shell
[...]
python-pympress
python-vlc
setzer
sunflower
$ <strong>pacman -Qoq /usr/lib/python3.9 | paru -S - --rebuild</strong>
$ <strong>pacman -Qoq /usr/lib/python3.9</strong>
Fehler: Kein Paket besitzt /usr/lib/python3.9</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktion ist bei allen Systemen nötig, die auf Arch Linux aufsetzen und das AUR integrieren. Dazu gehören natürlich Arch Linux selbst sowie äußerst beliebte Derivate wie Manjaro, aber auch eher Exoten wie ArcoLinux, Chakra oder KaOS. Eine Liste der zahlreichen <a href="https://wiki.archlinux.de/title/Arch-Derivate" target="_blank" rel="noopener">Arch-Linux-Derivate</a> pflegt das Arch Wiki. Auch wird es nicht das letzte Mal sein, dass die Python-Anwendungen aus dem AUR neu gebaut werden müssen, da nächste Python-Update kommt bestimmt.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/upgrade-auf-python-3-10-zeit-die-aur-pakete-neu-zu-bauen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Paru, Pacaur oder Yay? Der beste AUR-Helper?</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/paru-pacaur-oder-yay-der-beste-aur-helper/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/paru-pacaur-oder-yay-der-beste-aur-helper/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2021 13:05:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[AUR]]></category>
		<category><![CDATA[Pacaur]]></category>
		<category><![CDATA[Paketverwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=42016</guid>

					<description><![CDATA[Das Arch User Repository aka AUR organisiert unter Arch Linux Software, die nicht in den offiziellen Paketquellen der Distribution enthalten ist. AUR-Helper wie Yay, Pacaur oder Paru erleichtern das Einspielen von Paketen aus dem AUR. Doch was ist die beste der vielen Alternativen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap dropcapp wp-block-paragraph">Das Open-Source-Universum rund um freie Software ist schier unüberschaubar geworden. Seit Jahrzehnten angewachsen, gibt es Programme für so gut wie jeden Zweck. Unter Linux lassen sich viele dieser Anwendungen über die Paketverwaltung komfortabel installieren und aktuell halten, doch keine Distribution integriert jede Software in ihre Repositories. Schon alleine die offiziellen Paketquellen unterscheiden zwischen Paketen, die direkt von den Entwicklern der Distribution betreut werden (Arch: Core und Extra, Ubuntu: Main) und Paketen, die von der Community gepflegt werden (Arch: Community, Ubuntu: Universe). In der Praxis macht das für den Nutzer der Distribution in der Regel jedoch kaum einen Unterschied.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr neue Entwicklungen und gerade frisch gestartete Software-Ideen müssen hingegen entweder von Hand oder über aus von den Projekten betrieben Paketquellen integriert werden &#8212; wenn es denn überhaupt welche gibt. Nur Arch Linux geht hier wieder einen komplett eigenen Weg, das <a href="https://aur.archlinux.org" target="_blank" rel="noopener">Arch User Repository</a> oder kurz AUR vereinfacht die Installation fremder Software ganz wesentlich. Wer Arch Linux oder eines seiner Derivate wie etwa Manjaro noch nicht kennt, dem sagt das AUR vielleicht noch nichts: Im Vergleich zu herkömmlichen Paketquellen pflegt das AUR keine Binärpakete, sondern lediglich eine Sammlung von Kochrezepten, die dem System per Skript erklären, wie sich eine Software optimal in das Arch-System integrieren lässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Arch User Repository</h2>



<p class="has-drop-cap dropcapp wp-block-paragraph">Die dafür notwendige PKGBUILD-Datei (hier am Beispiel von <a href="https://aur.archlinux.org/cgit/aur.git/tree/PKGBUILD?h=spotify" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a>) enthält Informationen, woher die Anwendung herunterzuladen und wie sie zu installieren ist, inklusive einer Reihe von Anpassungen, plus die benötigten Abhängigkeiten aus der Paketverwaltung. So lässt sich so gut wie jedes Programm ohne große Komplikationen installieren, egal ob es die Entwickler nur in Form des Quellcodes, über DEB- oder RPM-Pakete oder statisch gebaute Binaries bereitstellen. Unter Arch lassen sich so sehr einfach proprietäre Anwendungen wie Chrome oder Spotify installieren oder eben auch ganz neue Entwicklungen. Es braucht nur eine Person, die sich mit dem Schreiben einer PKGBUILD-Datei auskennt &#8212; und davon gibt es in der Arch-Linux-Community so einige.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1041" height="916" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/web-aur-spotify.png" alt="" class="wp-image-42022" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/web-aur-spotify.png 1041w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/web-aur-spotify-640x563.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/web-aur-spotify-477x420.png 477w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/web-aur-spotify-681x599.png 681w" sizes="auto, (max-width: 1041px) 100vw, 1041px"><figcaption>Das Arch User Repository enthält selbst keine Software, sondern lediglich Kochrezepte zum Bauen von Paketen in Form von PKGBUILD-Dateien wie hier am Beispiel von Spotify.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings braucht es wie immer bei Fremdpaketen einen Disclaimer: Die Hürden Änderungen in das AUR einzubringen oder gar AUR-Pakete zu betreuen, sind im Vergleich zu denen in der Karriere eines offiziellen Arch-Entwicklers geringer. Von daher ist es durchaus möglich, dass Menschen mit schlechten Absichten Manipulationen oder gar Malware in das AUR einbringen. <a href="https://www.heise.de/security/meldung/Kurzzeitig-Schadcode-im-User-Repository-von-Arch-Linux-4107627.html" target="_blank" rel="noopener">2018 ist das bereits passiert</a>, damals gab es einen Angriff auf den AUR-Eintrag des Acrobat Readers und zweier weiterer PKGBUILDs. Das AUR ist allerdings auch kein wilder Spielplatz für Bastler und Hacker, eine Gruppe von <a href="https://wiki.archlinux.org/title/AUR_Trusted_User_Guidelines" target="_blank" rel="noopener">Trusted Users</a> überwacht das Geschehen im AUR, korrigiert Fehler und leitet neue Beitragende an. In der Praxis lässt sich das AUR daher gut nutzen, zur Sicherheit sollte man allerdings immer mal in die PKGBUILD-Dateien sehen und kontrollieren, ob die Software zum Beispiel von den offiziellen Seiten des entsprechenden Projekts geladen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">AUR-Helper helfen im Alltag</h2>



<p class="has-drop-cap dropcapp wp-block-paragraph">Nun zurück zum Thema: Das AUR ist wie angesprochen kein Selbstläufer. Es enthält selbst keine Software oder fertige Pakete, sondern lediglich Skripte zum Bauen von Arch-Paketen. Der offizielle Installationsweg führt somit über das Auschecken der PKGBUILD-Datei aus dem Github-Repository des AUR, danach kontrolliert ihr die PKGBUILD und baut im letzten Schritt letztlich mit <code>makepkg -si</code> das Paket. Der Schalter <code>-i</code> am Ende installiert das am Ende erstellte Paket, dabei werden automatisch die im PKGBUILD definierten Abhängigkeiten aus der Paketverwaltung nachgezogen. Alle während dieses Prozesses heruntergeladenen und gebauten Daten braucht ihr am Ende nicht mehr, daher führte ich diese Schritte gerne im Ordner <code>/tmp</code> des Systems aus. Es sei denn, ich möchte die Daten auf anderen System wiederverwenden.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">$ <strong>pacman -S --needed base-devel git</strong>
$ <strong>git clone https://aur.archlinux.org/spotify.git</strong>
$ <strong>cd spotify</strong>
$ <strong>less PKGBUILD</strong>  ### Mit [Q] beenden
$ <strong>makepkg -si</strong></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt viele Arch Nutzer, die generell diesen Weg gehen, so behalten sie die volle Kontrolle über den Vorgang. Allerdings gibt es spätestens dann beim Bauen der AUR-Pakete Probleme, wenn diese selbst zusätzliche Pakete aus dem AUR benötigen. Benötigen diese zusätzlichen Pakete wieder andere Pakete aus dem AUR, wird es arg kompliziert. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Programmen, <a href="https://wiki.archlinux.org/title/AUR_helpers" target="_blank" rel="noopener">AUR-Helper</a> genannt, die den Nutzer bei der Installation von AUR-Paketen unterstützen. Sie automatisieren die oben genannten Schritte und lösen Abhängigkeiten automatisch auf, sodass sich die Installation von Paketen aus dem AUR oft nicht anders anfühlt, als die Installation von Software aus den offiziellen Paketquellen. In der Regel übernehmen die AUR-Helper sogar die Syntax des Arch-Linux-Paketmanagers Pacman.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">### AUR-Helper wie Yay oder Pacaur erleichtern die Arbeit
### mit Software aus dem Arch User Repository:
$ <strong>yay -S spotify</strong>
$ <strong>pacaur -S spotify</strong>
$ <strong>paru -S spotify</strong>
### Beim Update kann man sich das 'pacman -Syu' sparen.
### Die AUR-Helper übernehmen die Syntax von Pacman und
### rufen neben den eigen Update auch die aus der Paket-
### verwaltung ab.
$ <strong>yay -Syu</strong>
$ <strong>pacaur -Syu</strong>
$ <strong>paru -Syu</strong></pre>



<p class="wp-block-paragraph">In der Geschichte der AUR-Helper gibt es immer mal wieder ein hin und her. Bis vor ein paar Jahren war <a href="https://github.com/archlinuxfr/yaourt" target="_blank" rel="noopener">Yaourt</a> (Yet another AUR Helper) das Maß aller Dinge: Das Programm war das einzige, das AUR-Abhängigkeiten automatisch auflöste und vor allen Dingen alle Interaktionen mit dem Nutzer vor dem Build-Vorgang klärte, sodass das eigentliche Bauen später ohne Unterbrechungen in einem Rutsch erfolgte. Eine große Erleichterung, da das Bauen manche Pakete durchaus längere Zeit in Anspruch nimmt, besonders wenn diese aus dem Quellcode kompiliert werden. Doch mit der Version 1.9 stellte der Yaourt-Entwickler seine Arbeit ein, wodurch <a href="https://github.com/rmarquis/pacaur" target="_blank" rel="noopener">Pacaur</a> zum Liebling der Nutzer wurde. Bis auch hier wieder der Entwickler <a href="https://bbs.archlinux.org/viewtopic.php?pid=1755144#p1755144" target="_blank" rel="noopener">goodbye</a> sagte und <a href="https://github.com/Jguer/yay" target="_blank" rel="noopener">Yay</a> der Quasi-Standard wurde, auch wenn Pacaur inzwischen einen <a href="https://github.com/devourerOfBits80/pacaur" target="_blank" rel="noopener">neuen Betreuer</a> gefunden hat. Aktuell liegt <a href="https://github.com/Morganamilo/paru" target="_blank" rel="noopener">Paru</a> in der Gunst der User am höchsten und liegt im <a href="https://aur.archlinux.org/packages/?O=0&amp;SeB=nd&amp;K=&amp;outdated=&amp;SB=p&amp;SO=d&amp;PP=50&amp;do_Search=Go" target="_blank" rel="noopener">AUR-Ranking</a> ganz vorne.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Mix an AUR-Helfern hilft</h2>



<p class="has-drop-cap dropcapp wp-block-paragraph">Was ist allerdings immer wieder merke: Kein AUR-Helper ist perfekt. Yay erhält zum Beispiel regelmäßig Updates (zuletzt erschien das Update auf Yay 11.0.2 Mitte Oktober 2021), doch ich stelle immer wieder fest, dass das Programm in bestimmten Situationen scheitert. Aktuell bricht Yay zum Beispiel das Bauen von Spotify ab, da Prüfsummen nicht stimmen würden. Von Hand oder mit Pacaur lässt sich das Spotify-Paket jedoch ohne Probleme erstellen. Zudem wird Yay in Go entwickelt, das auf der Festplatte bald 500 MByte belegt (Tipp: Yay über das Binary <a href="https://aur.archlinux.org/packages/yay-bin/" target="_blank" rel="noopener">yay-bin</a> installieren). Auf einem schlanken System würde ich daher eher zu Paru oder Pacaur greifen. Letzteres hat aber auch wieder den Nachteil, dass die Entwicklung trotz eines neuen Projektbetreuers eher still steht. Die letzte Version ist vor über zwei Jahren freigegeben worden.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">$ <strong>yay -S spotify</strong>
[...]
grep: spotify-1.1.72.439-Release: No such file or directory
sha256sum: spotify-1.1.72.439-x86_64-Packages.sha256: no properly formatted checksum lines found
==&gt; ERROR: A failure occurred in prepare().
    Aborting...
 -&gt; error making: spotify
</pre>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="856" height="580" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/yay-fehler.png" alt="" class="wp-image-42017" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/yay-fehler.png 856w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/yay-fehler-640x434.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/yay-fehler-620x420.png 620w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/yay-fehler-681x461.png 681w" sizes="auto, (max-width: 856px) 100vw, 856px"><figcaption>Es passiert auf meinem System nicht das erste Mal, dass Yay einen Fehler beim Bauen eines AUR-Pakets auswirft und den Vorgang ohne Erfolg abbricht.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ideal ist es daher in meinen Augen einen Mix an AUR-Helpern auf einem Arch-System bereitzuhalten und bei Fehlern im Build-Prozess erst einmal einen anderen AUR-Helfer zu testen, bevor man sich auf die Fehlersuche begibt oder gar einen Kommentar unter dem AUR-Eintrag im Repository hinterlässt. Bei mir hat schon mehrmals Yay einen Fehler ausgespuckt, während Pacaur ohne Problem das PKGBUILD abarbeitete und anders herum. Ich persönlich empfehle schon alleine aufgrund des schlankeren Unterbaus generell Paru und Pacaur, wobei Paru euer Hauptprogramm sein sollte &#8212; nicht ohne Grund ist Paru das am häufigsten installierte Paket aus dem AUR. Pacaur spielt bei mir die zweite Geige, ist aber immer ein gutes Backup. Yay versuche ich inzwischen zu vermeiden, auch wenn das Kommando <code>yay -Syu</code> bei mir im Gedächtnis eingebrannt ist.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">### Installation von Paru
$ <strong>sudo pacman -S --needed base-devel</strong>
$ <strong>git clone https://aur.archlinux.org/paru.git</strong>
$ <strong>cd paru</strong>
$ <strong>makepkg -si</strong></pre>



<pre class="wp-block-preformatted">### Installation von Yay:
$ <strong>pacman -S --needed base-devel git</strong>
$ <strong>git clone https://aur.archlinux.org/yay.git</strong>
$ <strong>cd yay
</strong>$ <strong>makepkg -si</strong>
### Alternativ Yay als Binary:
$ <strong>git clone https://aur.archlinux.org/yay-bin.git</strong>
$ <strong>cd yay-bin
</strong>$ <strong>makepkg -si</strong></pre>



<pre class="wp-block-preformatted">### Installation von Pacaur:
$ <strong>pacman -S --needed base-devel git</strong>
$ <strong>git clone https://aur.archlinux.org/pacaur.git</strong>
$ <strong>cd pacaur</strong>
$ <strong>makepkg -si</strong></pre>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/paru-pacaur-oder-yay-der-beste-aur-helper/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neuer GPG-Key für Spotify unter Arch</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/neuer-gpg-key-fuer-spotify-unter-arch/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/neuer-gpg-key-fuer-spotify-unter-arch/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2021 10:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Paketverwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Spotify]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=41966</guid>

					<description><![CDATA[AUR-Helper wie Yay prüfen nach dem Download eines Pakets, ob die heruntergeladenen Daten vom Entwickler ordentlich signiert wurden. Ändert sich allerdings der Schlüssel, kann die Paketverwaltung klemmen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap dropcapp wp-block-paragraph">Ich sehe gerade, dass in zahlreichen Foren Nutzer mit Arch Linux auf dem Rechner aufschlagen, bei denen das Update vom über das AUR installiertem Spotify klemmt &#8212; Vermutlich dürften auch Manjaro und andere Arch-Derivate mit der Thematik kämpfen. Der Hintergrund ist dabei nicht weiter tragisch: Spotify hat einfach nur den GPG-Schlüssel geändert, mit denen die Entwickler ihre Pakete signieren. Dadurch scheitert der Download beziehungsweise die Überprüfung des Downloads und der AUR-Helper bricht das Update des Spotify-Pakets ab.</p>



<pre class="wp-block-preformatted">$ <strong>yay -Syu</strong>
[...]
:: PGP keys need importing:
 -> F9A211976ED662F00E59361E5E3C45D7B312C643, required by: spotify
==> Import? [Y/n] 
:: Importing keys with gpg...
gpg: Keine gültigen OpenPGP-Daten gefunden.
gpg: Anzahl insgesamt bearbeiteter Schlüssel: 0
 -> problem importing keys</pre>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Problem nun möglichst einfach zu lösen, macht ihr einfach ein Terminalfenster auf. Danach löscht ihr den obsoleten Schlüssel aus dem System und importiert den neuen GPG-Key der Entwickler von der Spotify-Webseite. Anschließend leert ihr den Cache des AUR-Helpers Yay (war zumindest bei mir nötig) und spielt dann alle anstehenden Updates ein. Diesmal sollte die Aktion ohne Fehler in einem Rutsch durchlaufen. Generell habe ich schon öfters festgestellt, dass Spotify gerne seine Schlüssel ändert, behaltet die Lösung daher also im Hinterkopf. </p>



<pre class="wp-block-preformatted">$ <strong>gpg --delete-key 8FD3D9A8D3800305A9FFF259D1742AD60D811D58</strong>
$ <strong>curl -sS https://download.spotify.com/debian/pubkey_5E3C45D7B312C643.gpg | gpg --import -</strong>
$ <strong>yay -Sc</strong>
$ <strong>yay -Syu</strong></pre>



<p class="wp-block-paragraph">Überhaupt lohnt sich bei bockigen AUR-Paketen auch immer ein <a href="https://aur.archlinux.org/packages/spotify/" target="_blank" rel="noopener">Blick auf die AUR-Seite</a> des entsprechenden Pakets. Im Fall von Spotify wird die Lösung dort bereits ausführlich diskutiert. Schaut bei den Beiträgen auch immer auf das Datum des jeweiligen Kommentars: Oben unter &#8222;Pinned Comments&#8220; sind immer wieder angestaubte Beiträge mit deutlich veralteten Informationen fixiert &#8212; je nach Engagement des Paketbetreuers. Erst unter den &#8222;Latest Comments&#8220; findet ihr die neusten Kommentare mit aktuellen Hinweisen bei Problemen oder Schwierigkeiten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1124" height="695" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/installation-spotify.png" alt="" class="wp-image-41974" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/installation-spotify.png 1124w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/installation-spotify-640x396.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/installation-spotify-679x420.png 679w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2021/12/installation-spotify-681x421.png 681w" sizes="auto, (max-width: 1124px) 100vw, 1124px"><figcaption>Mit dem richtigen GPG-Schlüssel funktioniert das Update von Spotify unter Arch Linux wieder.</figcaption></figure>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/neuer-gpg-key-fuer-spotify-unter-arch/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arch Linux stellt zu November 2017 die Entwicklung von 32-Bit Paketen ein</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-stellt-zu-november-2017-die-entwicklung-von-32-bit-paketen-ein/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-stellt-zu-november-2017-die-entwicklung-von-32-bit-paketen-ein/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 21:07:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=40226</guid>

					<description><![CDATA[Auf der Mailingliste arch-dev-public wird seit gestern die Ankündigung diskutiert, wie man das Ende von Arch für 32-Bit-Rechner kommunizieren möchte: Das im Februar anstehende ISO-Image wird das Letzte sein, das man noch zur Installation von Arch Linux auf einem solchen Rechnern verwenden kann. Alle neueren Images werden dann nur noch 64-Bit-Pakete erhalten. Bereits installierte 32-Bit-Systeme erhalten dann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Mailingliste <a href="https://lists.archlinux.org/pipermail/arch-dev-public/2017-January/028660.html" target="_blank" rel="noopener">arch-dev-public</a> wird seit gestern die Ankündigung diskutiert, wie man das Ende von Arch für 32-Bit-Rechner kommunizieren möchte: Das im Februar anstehende ISO-Image wird das Letzte sein, das man noch zur Installation von Arch Linux auf einem solchen Rechnern verwenden kann. Alle neueren Images werden dann nur noch 64-Bit-Pakete erhalten. Bereits installierte 32-Bit-Systeme erhalten dann anschließend bis November dieses Jahres noch weiter Updates über die Paketverwaltung.</p>
<p><span id="more-40226"></span></p>
<p>Das eigentliche Ende kommt dann im November 2017: Ab diesem Zeitpunkt müssen Paketbetreuer keine 32-Bit-Versionen ihrer Pakete mehr erstellen. Der Schritt beinhaltet essentielle Tools wie etwa Packprogramme oder Werkzeuge zur Paketverwaltung (also bspw. <code>tar</code> und <code>pacman</code>), somit wird dann die i686-Architektur von Arch offiziell aufgegeben&#8230; Spätestens dann sollte man seinen Rechner mit einem 64-Bit-Arch neu installieren (wenn es geht), oder auf eine Distribution umsteigen, die noch 32-Bit-Rechner unterstützt.</p>
<blockquote class="td_quote_box td_box_center"><p>Title: i686 is dead, long live i686</p>
<p>Due to the decreasing popularity of i686 among the developers and the community, we have decided to phase out the support of this architecture.</p>
<p>The decision means that February ISO will be the last that allows to install 32 bit Arch Linux. The next 9 months are deprecation period, during which i686 will be still receiving upgraded packages. Starting from November 2017, packaging and repository tools will no longer require that from maintainers, effectively making i686 unsupported.</p>
<p>However, as there is still some interest in keeping i686 alive, we would like to encourage the community to make it happen with our guidance. Depending on the demand, an official channel and mailing list will be created for second tier architectures.</p></blockquote>
<p>Trotz des offiziellen Aus von Arch für 32-Bit-Rechner, wird es wohl aber dennoch noch einen 32-Bit-Zweig der Distribution geben: Die Unterstützung dessen soll die Community übernehmen. Eine entsprechende Mailingliste und einen IRC-Channel dazu gibt es bereits. Über diesen soll die Arbeit koordiniert werden. Als Anwender finde ich es dennoch ein bisschen Schade: Arch ist eine Distribution, die sich wunderbar schlank aufsetzen lässt, von daher ideal für ältere Rechner, bei denen man nicht auf ein &#8222;Alte-Rechner-Linux&#8220; zurückgreifen möchte.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-stellt-zu-november-2017-die-entwicklung-von-32-bit-paketen-ein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nach Sicherheitslücken in Arch Linux scannen</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/nach-sicherheitsluecken-in-arch-linux-scannen/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/nach-sicherheitsluecken-in-arch-linux-scannen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2016 12:24:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=40134</guid>

					<description><![CDATA[Bei Arch Linux kümmert sich das aus der Arch-Community rekrutierte Arch CVE Monitoring Team darum diverse Quellen von Common Vulnerabilities and Exposures aka CVE-Meldungen im Auge zu behalten und gegebenenfalls Paketbetreuer zu informieren, dass ein Patch in eine bestehende Version eines Pakets integriert werden müsste. Diese Arbeit findet im Hintergrund statt, Einblicke in die Abläufe kann man über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Arch Linux kümmert sich das aus der Arch-Community rekrutierte <a href="https://wiki.archlinux.org/index.php/Arch_CVE_Monitoring_Team" target="_blank" rel="noopener">Arch CVE Monitoring Team</a> darum diverse Quellen von Common Vulnerabilities and Exposures aka CVE-Meldungen im Auge zu behalten und gegebenenfalls Paketbetreuer zu informieren, dass ein Patch in eine bestehende Version eines Pakets integriert werden müsste. Diese Arbeit findet im Hintergrund statt, Einblicke in die Abläufe kann man über die <a href="https://lists.archlinux.org//listinfo/arch-security" target="_blank" rel="noopener">Arch Secruity-Mailingliste</a> oder <a href="irc://irc.freenode.net/archlinux-security" target="_blank" rel="noopener">#archlinux-security</a> erhalten. Für einen Überblick über aktuelle Gefährdungen gibt es jedoch nun seit gestern den <a href="https://security.archlinux.org" target="_blank" rel="noopener">Arch Security Tracker</a> (den Quellcode zur Seite findet man auf <a href="https://github.com/anthraxx/arch-security-tracker" target="_blank" rel="noopener">Github</a>).</p>
<p><figure id="attachment_40136" aria-describedby="caption-attachment-40136" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/arch-linux-security-tracker.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40136" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/arch-linux-security-tracker-640x410.png" alt="" width="640" height="410" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/arch-linux-security-tracker-640x410.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/arch-linux-security-tracker-1280x819.png 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/arch-linux-security-tracker-656x420.png 656w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/arch-linux-security-tracker-681x436.png 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/arch-linux-security-tracker.png 1383w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px"></a><figcaption id="caption-attachment-40136" class="wp-caption-text">Der Arch Linux Security Tracker ist seit gestern online.</figcaption></figure></p>
<p>Die Seite listet zu jeder Version eines betroffenen Pakets die entsprechenden Meldungen mitsamt dem Gefährdungsgrad sowie dem aktuellen Status auf und zeigt, in welcher Version das Paket bereits gefixed wurde. Oft gibt es ein Arch Linux Security Advisory aka ASA mit zusätzlichen Informationen zur Sicherheitsschwachstelle in der Spalte ganz rechts. Sämtliche Meldungen sind miteinander verlinkt, sodass man sich schnell einen Überblick verschaffen kann.</p>
<p>Wer nun ein hochgefährdetes System betreibt (oder einfach so auf dem Laufenden bleiben möchte), sollte diese Meldungen fortlaufend im Auge behalten, allerdings gibt es noch keinen RSS-Feed der Seite &#8212; somit fällt es schwer neue Einträge zu verfolgen. Stattdessen kann man jedoch aber auch ein bestehendes System nach Paketen mit einer entsprechenden Warnung durchsuchen. Dazu dient <a href="https://aur.archlinux.org/packages/arch-audit" target="_blank" rel="noopener">arch-audit</a> aus dem AUR, das ab der Version 0.1.6 auf die Einträge im Security Tracker zurückgreift.</p>
<pre>$ <strong>pacaur -S arch-audit</strong>
$ <strong>arch-audit</strong>
Package lib32-libtiff is affected by ["CVE-2015-7554"]. VULNERABLE!
Package libusbmuxd is affected by ["CVE-2016-5104"]. VULNERABLE!
Package openssh is affected by ["CVE-2016-10012", "CVE-2016-10011", "CVE-2016-10010", "CVE-2016-10009"]. Update to 7.4p1-1!
Package php is affected by ["CVE-2016-9936", "CVE-2016-9934", "CVE-2016-9933"]. Update to 7.1.0-2!
Package libwmf is affected by ["CVE-2016-9011", "CVE-2015-4696", "CVE-2015-4695", "CVE-2015-4588", "CVE-2015-0848", "CVE-2009-3546", "CVE-2009-1364", "CVE-2007-3477", "CVE-2007-3473", "CVE-2007-3472", "CVE-2007-2756", "CVE-2007-0455", "CVE-2006-3376"]. VULNERABLE!
Package openjpeg2 is affected by ["CVE-2016-9118", "CVE-2016-9117", "CVE-2016-9116", "CVE-2016-9115", "CVE-2016-9114", "CVE-2016-9113"]. VULNERABLE!
Package libimobiledevice is affected by ["CVE-2016-5104"]. VULNERABLE!
Package openssl is affected by ["CVE-2016-7055"]. VULNERABLE!
Package bzip2 is affected by ["CVE-2016-3189"]. VULNERABLE!
Package lib32-openssl is affected by ["CVE-2016-7055"]. VULNERABLE!
Package libtiff is affected by ["CVE-2015-7554"]. VULNERABLE!
Package jasper is affected by ["CVE-2016-8886"]. VULNERABLE!
Package gst-plugins-bad is affected by ["CVE-2016-9447", "CVE-2016-9446", "CVE-2016-9445"]. VULNERABLE!
$ <strong>arch-audit --upgradable</strong>
Package php is affected by ["CVE-2016-9936", "CVE-2016-9934", "CVE-2016-9933"]. Update to 7.1.0-2!
Package openssh is affected by ["CVE-2016-10012", "CVE-2016-10011", "CVE-2016-10010", "CVE-2016-10009"]. Update to 7.4p1-1!</pre>
<p>Das Ausführen von <code>arch-audit</code> ohne irgendwelche Schalter gibt sämtliche auf dem System Pakete aus, zu denen eine Sicherheitswarnung herausgegeben wurde. Mit dem Schalter <code>--upgradable</code> reduziert man die Ausgabe auf Pakete, zu denen es bereits ein Update in den Paketquellen von Arch Linux gibt. Ein <code>pacman -Syu</code> spielt diese Updates allerdings nicht zwangsläufig sofort ein, da frisch veröffentlichte Updates in der Regel erst einmal in den Testing-Quellen stecken und erst noch freigegeben werden müssen.</p>
<p><figure id="attachment_40138" aria-describedby="caption-attachment-40138" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/openssh-noch-in-testing.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40138" src="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/openssh-noch-in-testing-640x410.png" alt="" width="640" height="410" srcset="https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/openssh-noch-in-testing-640x410.png 640w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/openssh-noch-in-testing-1280x819.png 1280w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/openssh-noch-in-testing-656x420.png 656w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/openssh-noch-in-testing-681x436.png 681w, https://linuxundich.de/wp-content/uploads/2016/12/openssh-noch-in-testing.png 1383w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px"></a><figcaption id="caption-attachment-40138" class="wp-caption-text">Das aktualisierte Paket von OpenSSH steckt noch in Testing.</figcaption></figure></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/nach-sicherheitsluecken-in-arch-linux-scannen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arch Linux Pacman stolpert beim Aktualisieren von ttf-dejavu</title>
		<link>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-pacman-ttf-dejavu-existiert-im-dateisystem/</link>
					<comments>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-pacman-ttf-dejavu-existiert-im-dateisystem/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Langner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2016 17:53:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GNU/Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Arch]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Pacman]]></category>
		<category><![CDATA[Paketverwaltung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://linuxundich.de/?p=39980</guid>

					<description><![CDATA[Wer Arch Linux oder ein Arch-Derivat, das direkt auf den Arch-Quellen aufbaut, auf seinem Rechner einsetzt, der bemerkt seit gestern Abend, dass Update-Versuche mit pacman -Syu nicht mehr durchlaufen. Die Paketverwaltung stolpert am Versuch das Font-Paket ttf-dejavu, von dem unter anderen Gnome oder Inkscape abhängen, zu aktualisieren und bricht den kompletten Vorgang ab. Das System meldet, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Arch Linux oder ein Arch-Derivat, das direkt auf den Arch-Quellen aufbaut, auf seinem Rechner einsetzt, der bemerkt seit gestern Abend, dass Update-Versuche mit <code>pacman -Syu</code> nicht mehr durchlaufen. Die Paketverwaltung stolpert am Versuch das Font-Paket <em>ttf-dejavu</em>, von dem unter anderen Gnome oder Inkscape abhängen, zu aktualisieren und bricht den kompletten Vorgang ab. Das System meldet, dass eine Reihe von Dateien im Ordner <code>/etc/fonts/conf.d</code> bereits im System existieren.</p>
<pre>$ sudo pacman -Syu
[...]
Löse Abhängigkeiten auf...
Suche nach in Konflikt stehenden Paketen...

Pakete (43) archlinux-keyring-20161101-1  blender-17:2.78.a-2
            boost-libs-1.62.0-2  calibre-2.71.0-1  confuse-3.0-1
[...]
            source-highlight-3.1.8-10  ttf-dejavu-2.37-1  vim-8.0.0055-1
            vim-runtime-8.0.0055-1
[...]
(43/43) Prüfe auf Dateikonflikte                   [######################] 100%
Fehler: Konnte den Vorgang nicht durchführen (In Konflikt stehende Dateien)
ttf-dejavu: /etc/fonts/conf.d/20-unhint-small-dejavu-sans-mono.conf existiert im Dateisystem
ttf-dejavu: /etc/fonts/conf.d/20-unhint-small-dejavu-sans.conf existiert im Dateisystem
ttf-dejavu: /etc/fonts/conf.d/20-unhint-small-dejavu-serif.conf existiert im Dateisystem
ttf-dejavu: /etc/fonts/conf.d/57-dejavu-sans-mono.conf existiert im Dateisystem
ttf-dejavu: /etc/fonts/conf.d/57-dejavu-sans.conf existiert im Dateisystem
ttf-dejavu: /etc/fonts/conf.d/57-dejavu-serif.conf existiert im Dateisystem
Fehler sind aufgetreten, keine Pakete wurden aktualisiert.</pre>
<p>Der Grund für diese Fehler, findet sich in <a href="https://bugs.archlinux.org/task/32312" target="_blank" rel="noopener">dieser kleinen Änderung</a> am genannten Paket: Anstatt die aufgeführten Dateien physisch in <code>/etc/fonts/conf.d</code> abzulegen, setzt die Paketverwaltung in Zukunft nur noch einen Symlink nach  <code>/etc/fonts/conf.avail</code>. Pacman kann diese Änderung allerdings nicht automatisch umsetzen, man muss die Installation stattdessen erzwingen. Die englische Arch-Seite hat dazu <a href="https://www.archlinux.org/news/ttf-dejavu-237-will-require-forced-upgrade/" target="_blank" rel="noopener">einen kurzen Beitrag</a> in ihren News, im deutschsprachige Pendant fehlt ein entsprechender Hinweis jedoch noch. Nach dem erzwungenen Update, kann man die Paketverwaltung dann wieder ganz normal verwenden.</p>
<pre>$ sudo pacman -S --force ttf-dejavu
Löse Abhängigkeiten auf...
Suche nach in Konflikt stehenden Paketen...

Pakete (1) ttf-dejavu-2.37-1

Gesamtgröße der installierten Pakete:  9,75 MiB
Größendifferenz der Aktualisierung:  0,57 MiB

:: Installation fortsetzen? [J/n] j
(1/1) Prüfe Schlüssel im Schlüsselring             [######################] 100%
(1/1) Überprüfe Paket-Integrität                   [######################] 100%
(1/1) Lade Paket-Dateien                           [######################] 100%
(1/1) Prüfe auf Dateikonflikte                     [######################] 100%
(1/1) Überprüfe verfügbaren Festplattenspeicher    [######################] 100%
:: Verarbeite Paketänderungen...
(1/1) Aktualisiere ttf-dejavu                      [######################] 100%</pre>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://linuxundich.de/gnu-linux/arch-linux-pacman-ttf-dejavu-existiert-im-dateisystem/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>18</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
