Zattoo war einmal der einzige TV-Streaming-Dienst in Deutschland, den man wirklich gebrauchen konnte. Allerdings stockt in meinen Augen die Entwicklung von Zattoo gewaltig, nach wie vor setzt man auf eine ziemlich träge Webseite anstatt des zuvor benötigten Client-Programms und auch bei der Senderauswahl tut sich recht wenig. Zattoo strahlt zwar in der Schweiz neben ARD und ZDF eine Reihe der privaten deutschsprachigen Sender aus, doch in Deutschland eben nicht und auch Android wird von Zattoo bislang komplett ignoriert. Mit VIRTUALSAT kommt jetzt gerade ein neuer Wettbewerber auf den Markt, der im Gegensatz zu Zattoo fast ein Vollprogramm anbietet. VIRTUALSAT ist zwar im Gegensatz zu Zattoo generell kostenpflichtig, doch man hat jetzt schon einen Client für Windows und Android im Angebot. Mac OS, Linux und iOS sollen später noch folgen.
Die Android-App könnt Ihr aktuell aus dem Market installieren. Neben der VIRTUALSAT-App braucht es auch noch das Vitamino Multimedia-Framework, installiert dieses jedoch nicht über den Android-Webmarket, sondern lasst euch beim ersten Start der VIRTUALSAT-App auf die richtige Version des Frameworks verweisen. Das Framework selber kannte ich bislang noch nicht, es ist in der Lage, verschiedene Codecs und Netzwerk-Protokolle zu liefern, die eben von VIRTUALSAT benötigt werden.
Um nicht viele Worte verlieren zu müssen, habe ich einfach mal ein kurzes Video zur Android-App gemacht. Bislang ist die App leider recht schmucklos, mir fehlt zum Beispiel ein einfacher EPG der mir sagt was aktuell gerade auf welchem Sender läuft, aber ich vermute das wird im Laufe der Entwicklung noch kommen. Ihr könnt die App in der Beta-Phase kostenlos und ohne Account benutzen, wie lange das noch geht kann man leider nicht über die Homepage des Dienstes in Erfahrung bringen.
Neben der Android-App gibt es aktuell auch schon einen Windows-Client. Für diesen benötigt man generell ein Account bei VIRTUALSAT, der je nach gebuchter Laufzeit für mindestens 3,50 Euro zu haben ist. Wer einfach nur mal in VIRTUALSAT reinschnuppern möchte, der kann sich jedoch einen 3 Tage lang gültigen Testaccount zulegen. Ich konnte den Client bei mir unter Windows XP jedoch nicht zum Laufen bekommen, da er das korrekt installierte und aktualisierte .NET Framework partout nicht finden wollte, von daher binde ich an dieser Stelle ein YouTube-Video von VIRTUALSAT ein weitere Screenshots zum VIRTUALSAT-Player findet ihr auf der Homepage.
Zu VIRTUALSAT selber konnte ich ebenfalls recht wenig in Erfahrung bringen. Das Unternehmen sitzt in Österreich und ist wohl recht jung. Das oben verlinkte YouTube-Video hat erst ein paar hundert Views und auch die Twitter- bzw. Facebook-Accounts haben erst wenige Follower. Allerdings scheint das die Ambitionen des Dienstes nicht zu stören. Neben den Clients für Windows und Android, soll es später auch Clients für MacOS X, iOS und eben sogar auch Linux geben. Zusätzlich soll demnächst auch eine TV-Box zu kaufen sein, mit der man VIRTUALSAT auf dem Fernseher anschauen kann.
Somit wäre der Dienst für ein paar Euro im Monat eine echte Alternative für die teuren Kabel-TV Anbieter. Allerdings ist mir noch nicht klar, wie VIRTUALSAT das Ganze rechtlich abwickelt. Zattoo beißt sich doch schon seit Jahren die Zähne daran aus mehr als ARD, ZDF und ein paar Dritte über das Internet streamen zu können. Ich bin auf jeden mal gespannt wie sich das entwickelt und versuche mal die Linux-Version in die Finger zu bekommen.





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