Vielleicht ein kurzer Hinweis für alle, die meinen, ihre Internetanbindung wäre „irgendwie“ langsam. Für die gefühlte Geschwindigkeit des Internetzugangs sind nicht unbedingt die reinen Up- und Downloadraten wichtig, sondern vielmehr die Zeit, in der aus dem Domainnamen haumichblau.de die IP 123.456.789.012 über den DNS-Server ermittelt wird. Dieser Einstellung schenkt man üblicherweise wenig Beachtung, liefert der Internetprovider ja üblicherweise die Einstellungen der DNS-Server automatisch bei der Einwahl aus. Allerdings müssen diese DNS-Server nicht wirklich die schnellsten sein. Mit „namebench“ kann man die Geschwindigkeit der aktuell genutzten Nameserver gegenüber einem Pool freier Server vergleichen und so das Surfen im Netz flüssiger gestalten.
namebench ist ein quelloffenes Programm, das als „20% Projekt“ bei Google entstanden ist. Generell liegt das Thema DNS Google ja sowieso schon länger am Herzen. Das Unternehmen hat erkannt, dass die DNS-Auflösung ein Flaschenhals im Netz ist, da immer mehr Webseiten Inhalte anderer Seiten einbinden. So erzeugt ein Aufruf einer Webseite nicht nur eine DNS-Anfrage, sondern gleich mehrere. Google betreibt daher auch eigene DNS-Server unter Google Public DNS, die man alternativ zu den vom Provider eingestellten nutzen kann.
Ob sich ein anderer DNS-Server lohnt, kann man eben mit namebench herausfinden. Das Programm gibt es für Windows, MacOS X und natürlich auch Linux. Ich persönlich würde mir das Programm einfach nur als Archiv holen und entpacken. Da man es nicht alle Nase lang brauchen wird, lohnt sich eine „richtige“ Installation nicht.
$ sudo apt-get install python-tk # Eventuell noch nicht installiert
$ ./namebench.pyNach dem Start zieht sich das Programm den Browser-Verlauf als Testgrundlage. Anhand der meist genutzten Domains werden eine Vielzahl an DNS-Servern auf ihre Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit getestet. Ich hab nach dem Check mal auf die Google-Server umgestellt und kann in der Tat eine Verbesserung der Reaktionszeit beim Surfen feststellen. Die Server von Kabel-BW sind wohl ziemlich träge.







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