Blu-ray Discs mit lxBDPlayer unter Linux abspielen

Avatar von Christoph Langner

1 Min. Lesezeit

175 Aufrufe

Vier französische Studenten haben mit lxBDPlayer einen Blu-ray-Player für Linux gebaut, der auf DumpHD, MakeMKV und mplayer aufsetzt.

lxBDPlayer im Vollbild

Lange war es nicht möglich, Blu-ray-Medien unter Linux abzuspielen, was von vielen Umsteigern – egal ob sie nun selber überhaupt über Blu-ray-Medien verfügen, oder nicht – angeprangert wurde. Vier Studenten der französischen Hochschule Ecole Supérieure d’Informatique, Electronique, Automatique haben nun in einem Projekt Abhilfe in Form des Programms lxBDPlayer geschaffen.

Der Player basiert auf der Bibliothek DumpHD (zum Auslesen der Inhalte einer Blu-ray Disk), auf MakeMKV (um den Media Key Block auszulesen), sowie mplayer zum Ausgeben des Videos.

Somit müsste es möglich sein, handelsübliche Blu-ray-Filme mit lxBDPlayer unter Linux abzuspielen. Ich besitze weder Blu-ray Filme noch einen Blu-ray Player, daher kann ich das leider nicht selber austesten, sondern muss auf Sekundärquellen und ein YouTube-Video ausweichen…

Auf der Homepage gibt es einen Link zu einem .deb-Paket, das sich unter Ubuntu oder Debian installieren lassen müsste. Anscheinend gibt es auch ein Paket im AUR für Arch-Linux. Den Quelltext findet Ihr auf sourceforge.net (via korben-info und hackurx.info, Bilder von sourceforge.net).

Ähnliche Beiträge

39 Kommentare zu „Blu-ray Discs mit lxBDPlayer unter Linux abspielen“

  1. Avatar von Peter

    Super. BluRay ist für mich ein klarer Qualitätsunterschied zu DVD. Habe schon zuvor konvertierte BluRay-Filme unter Linux mit VLC Player angeschaut. Die BluRay kommt mir definitiv mittelfristig ins Haus.

    Danke für die Info Chrisss.

  2. Avatar von MKay

    Das Problem bleibt aber weiterhin der Kopiertschutz auf den BDs. Denn diese geschützten Discs lassen sich mit dem Player auch nicht abspielen. Die meisten BDs, die es hierzulande zu kaufen gibt, haben jedoch einen Kopierschutz, weshalb man den Player dann nicht verwenden kann 😉
    Bis das Kopierschutz-Problem gelöst ist, wird es wohl noch ein Weilchen dauern 😛

  3. Avatar von LKay

    Das Kopierschutz-Problem wird mit MakeMKV (Typo im Text) gelöst. Das entschlüsselt sogar BD+ geschützte Streams.

  4. Avatar von Das Wort

    Wieder ein Punkt weniger der gegen Linux spricht 😀

  5. Avatar von Obi-Wahn

    MakeMKV ist aber in Deutschland vermutlich … äh .. rechtlich umstritten, oder?

    1. Avatar von hax404

      Wenn ich die BlueRay legal erwerbe, werde ich mir damit auch das Recht „gekauft“ haben, diese abzuspielen. Theoretisch dürfte ich mir — sofern ich die Orginaldisk vorzeigen kann — eine Version ohne Schutz aus dem Internet herunterladen.

        1. Avatar von dahauns

          Letzteres – nein. Ersteres – ja.

  6. Avatar von MKay

    Ha, ich habs endlich zum laufen bekommen 😀
    Sieht schon nicht schlecht aus, aber ich hatte schon einen starken Hänger drin 😉
    Wie sieht es eigentlich mit der Lizenz aus? MakeMKV scheint ja Shareware zu sein (Laut GUI). Gilt das auch für die Libs?

    1. Avatar von Maxi

      Da du es zum Laufen bekommen hast: Es wird laut diesem Forum die Version 1.5.5 von makemkv benötigt http://forum.ubuntu-fr.org/viewtopic.php?id=402001&p=2 , ich finde aber nur das Archiv makemkvv1.5.5betabin.tar.gz und nicht das ebenfalls benötigte makemkvv1.5.5betaoss.tar.gz , weil das Projekt nur die aktuelle 1.5.6 auf seinen Servern hält. Hast du vielleicht noch das oss-Archiv von 1.5.5 auf der Platte und könntest es mir hochladen? (@Christoph: Es ist der Decrypter, aber in dem Archiv ist nur der Source, rechtlich sollte das also wie mit Lame noch im Rahmen sein)

      1. Avatar von MKay

        Ich habe die deb-Pakete von dieser Seite genommen:
        http://doc.ubuntu-fr.org/lxbdplayer

        Also:
        lxbdaacs0.2.1all.deb
        makemkv1.5.5bi386.deb
        libshowkeysv1.5.5i386.deb
        und natürlich lxbdplayer0.2.1all.deb

        Das ist alles was benötigt wird 🙂

        1. Avatar von Maxi

          Ah, herzlichen Dank, funktioniert! Übrigens eine gute Anleitung, könnte man im Artikel auch noch mal verlinken. 🙂

        2. Avatar von Red

          Hallo,

          wollte auch gerne gekaufte Blu-ray Filme auf Ubuntu zum laufen bringen. Nur leider finde ich die von dir genannten „DEB Pakte“ nicht. Auf der Homepage ist nur noch das „lxbdaacs – Plugin“ zu finden. Wäre toll wenn du mir sagen könntest wo die andern DEB´s zu finden sind. Ohne „makemkv“ gehts leider nicht.

          Gruß Red

        3. Avatar von Maxi

          OK, aus irgendeinem Grund haben sie die Links aus dem Wiki entfernt, obwohl sie schreiben, es wäre in Frankreich toleriert, weil technische Schutzmaßnahmen nicht die Interoperabilität einschränken dürfen, so weit ich das verstehe. In dieser Revision findest du sie noch: http://doc.ubuntu-fr.org/lxbdplayer?rev=1276516574

  7. Avatar von yannsen

    Wenn du das http://www.makemkv.com/download/makemkvv1.5.6beta_oss.tar.gz runterlädst und dann in die Files schaust siehst du auch in makemkvgui:

    „The contents of this file are subject to the Mozilla Public License Version 1.1 (the „License“); you may not use this file except in compliance with the License. You may obtain a copy of the License at http://www.mozilla.org/MPL/“

  8. Avatar von yannsen

    Asche auf mein Haupt, teile des wohl benötigten Binarys sind wohl doch nicht frei. 😀

    1. Avatar von Christoph

      Danke für den Hinweis, habs überall korrigiert.

  9. Avatar von Hirni

    Habs grad mal ausprobiert, funktioniert ganz ordentlich.

    „Von Haus aus“ spielt der Player kaum Kauf-BluRays ab, wegen diverser Schutzmechanismen (BD+, AACS, etc..)

    Ich sag nur soviel: Jeder der Google benutzen kann, wird schnell rausfinden, wie man auch Kauf-BluRays abspielt…

    Allerdings ist es damit nicht getan, auf den meisten System wird man böse Performanceprobleme bekommen, so ein 1080i – Video ist nicht ganz ohne.
    Ich hab mir eine gepatchte mplayer Version mit VDPAU-Unterstützung gezogen (nvidia), ich kann die Scheiben jetzt flüssig anschauen, sogar der Ton bleibt immer synchron.

    Also: Es macht vieles einfacher, erspart erst ein stundenlanges kopieren auf die Festplatte, aber es bleibt die rechtliche Problematik, die allseits bekannte Grauzone „Kopierschutz für den privaten Eigenbedarf aushebeln“ bleibt bestehen.

  10. Avatar von tux

    „BluRay != BlueRay“

    http://de.wikipedia.org/wiki/BluRay

    Trollen will gelernt sein. Sobald diese Möglichkeiten in Mediacenter wie XBMC etc. eingebunden sind, bin ich dabei.

    1. Avatar von Christoph

      Das war kein Trollversuch. Ich hatte im Beitrag mehrfach Blue-ray geschrieben. Das Ding nennt sich aber Blu-ray 😉

  11. Avatar von Maxi

    Noch nicht probiert, aber: Wenn das ohne Rippen und mit mäßigem Aufwand bei der Key-Suche funktioniert, ist das der größte Multimedia-Durchbruch für Linux seit VDPAU.

  12. Avatar von Markus

    Hey, das funktioniert ja sogar. Klasse, dass sich in der Richtung langsam was tut!

  13. Avatar von Henrikx

    kleiner Fehler.

    (zum Auslesen der Inhalte einer Blu-ray Disk), auf MakeMPV

    MakeMKV ist wohl gemeint..

    (die Dateiendung für kombinierte Audio-/Video-Inhalte im Containerformat des Matroska-Projekts (.mkv)

  14. Avatar von vital

    tach…

    hab ein kleines prob!
    Blu-ray wird abgespielt…leider aber mit den Audiokommentaren von dem Autor…möchte die aber net wirklich hören!!

    Hat einer ne Ahnung wie ich das abstellen kann?!

    1. Avatar von MKay

      Versuche die Tonspur zu wechseln mittels der Tastenkombination Alt+#

  15. Avatar von vital

    ja hab ich schon versucht, dabei wir dann nur zwischen dem engl. und dem deutschen kommentar gewechselt.

  16. Avatar von Frage

    Klappt das auch mit dem Bluray auf eine Dreambox 8000 Sprich gekaufte BD auf der box abzuspielen

  17. Avatar von rainer

    bei mir kann die bluray nicht decrypted werden.

  18. Avatar von Cronyk

    Problem:
    In dieser Reihenfolge

    lxbdplayer0.2.1all.deb
    lxbdaacs0.2.1all.deb
    makemkv1.5.5bi386.deb
    libshowkeysv1.5.5i386.deb

    installiert. und es läuft nicht. zwar sind die fehlermeldungen weg (cant decrype und makemkv not found oder so) jetzt weg aber wenn ich die BD starte hab ich nur die leiste des 1xBDPlayers unten und es tut sich nix brauch ich nochwas?

  19. Avatar von boospy

    Funzt hier auf Gentoo supi. Auch mit MKV 1.7.6. Was ist eigentlich mit dieser bdkey database, kann man oder wohl eher muss man diese nicht erneuern? …

  20. Avatar von realmic

    Es geht nun auch in Echtzeit mit VLC!

    http://askubuntu.com/questions/140080/playing-blu-ray-using-vlc

    1. Avatar von Christoph

      Danke für den Hinweis, jetzt bräuchte ich nur noch ein Blu-Ray-Laufwerk 😉

  21. Avatar von Maxi

    Hab’s probiert, funktioniert tatsächlich. Allerdings eben nur mit Scheiben bis Anfang 2012 und ohne BD+-Verschlüsselung. Vielleicht lässt sich die Datenbank mit aktuellen Keys auch von woanders beschaffen. Ganz so einfach ist es aber leider nicht mit Blu-Rays, weil die Datenstruktur enorm komplex ist… Nur wenige Tools haben da überhaupt den Durchblick, was zu welchem Titel gehört; offensichtlich begegnet dem das VLC-Projekt aber momentan mit der BD-Libs-Entwicklung. Bei Blu-Rays mit mehr als einen „Haupttitel“ (Stichwort Serien) kommt man mit dieser VLC-Lösung bislang nicht weit.
    Was momentan auf jeden Fall funktioniert, ist die Kombination MakeMKV + VLC. Mit MakeMKV die BD entschlüsseln lassen und dann einen Server starten, über den Webbrowser zum größten Titel navigieren und diesen in VLC per Netzwerk-Streaming starten… MakeMKV kann auch rippen und sobald man mit BDs anfängt, beginnt eine 30-Tage-Demo, danach kostet die Lizenz 60 €. Da das Tool kontinuierlich weiterentwickelt wird und fast monatlich Updates der neuesten Versionen der AACS-Entschlüsselungslogik erhält, lohnt sich das durchaus – Abspiel-Software für Windows ist sogar eher teurer. Dieser hier vorgestellte lxBDPlayer wird nicht weiterentwickelt und macht auch nicht mehr als VLC, bis darauf, dass man sich den Schritt über die Auswahl des Titels im Webbrowser spart.

  22. Avatar von

    Hallo liebe Gemeine

    Was hier im Artikel verfasst wurde ist soweit richtig und funktioniert, jedoch findet man jede Menge Artikel zu diesem Thema im Internet.

    Was ich damit nur sagen möchte ist, dass man als Verfasser eines solchen Artikels schon wissen sollte von was man da eigentlich spricht und eigene Erfahrungen damit gemacht haben sollte.
    Also auf gut Glück diesen Artikel verfasst, ohne vorher zu wissen ob es funktioniert.

    Ablesen und nachplappern kann vermutlich jeder von uns….

    Solche Artikel werden von Leuten erstellt, die selbst kein tiefgreifendes und konstuktives Wissen haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Markdown wird unterstützt: **fett**, _kursiv_, [Linktext](URL), `Code`, Zeilen mit - für Listen, 1. für nummerierte Listen, dreifache Backticks für Codeblöcke.

Sicherheitsabfrage: Welches Logo ist das?

Über den Blog

Seit 2006 probiere ich hier aus, was Linux, freie Software und die passende Hardware so hergeben – von Distributions-Tests bis zum Raspberry-Pi-Projekt. Praxisnah statt bloßem Nachrichtenticker.

Zuletzt auf Mastodon

Scene Composer in Aktion: Ein Screenshot wird geladen, in verschiedene 3D-Szenen wie Café, Gaming-Desktop, Homeoffice und Podcast-Studio eingesetzt, gedreht und gezoomt. Anschließend wird eine Vorschau gerendert.

Ich finde Screenshots als Aufmacher oft langweilig. In der Vergangenheit habe ich daher oft den Bildschirm im wahrsten Sinne des Wortes abfotografiert. Das bringt etwas Leben in die Artikel –…

Kategorien

Blog unterstützen

Gefällt dir, was du hier liest? Mit einer kleinen Spende hilfst du, Hosting und neue Testgeräte zu finanzieren – und sorgst nebenbei für den nötigen Kaffee.

Linux und Ich — Blu-ray Discs mit lxBDPlayer unter Linux abspielen
https://linuxundich.de/gnu-linux/blu-ray-discs-lxbdplayer-linux-ubuntu/ — gedruckt am 25. September 2026