Wie ihr ja vielleicht schon anhand der ersten Artikel hier im Blog gesehen habt: Linux und Ich ist aus seinem ausgedehnten Winterschlaf aufgewacht. Mein ausdrücklicher Dank geht an alle, die das Blog trotz der ausgedehnten Auszeit in ihrem Feedreader behalten oder weiterhin auf Twitter und Facebook abonniert hatten. Ihr macht mir den Neustart wesentlich einfacher — vielleicht habt ihr auch einfach nicht aufgeräumt, aber auch dafür muss ich euch danken. Zwinkersmiley. Selbstverständlich geht auch ein dickes Danke an alle Leser, die mir bereits per Kommentar in einem der letzten Artikel ein liebes „Willkommen zurück“ hinterlassen haben. Vielen Dank!
Zurück nach langer Pause
Verantwortlich für die Pause war einfach eine gehörige Portion Müdigkeit und auch eine ordentliche Ladung Frust. Die Geschichte rund um meine Creative-Commons-Abmahnung hatte mir doch mehr zugesetzt als gedacht. Ich liebe es zu schreiben und zu helfen, mich mit Rechtsanwälten herumzuschlagen gehört jedoch definitiv nicht dazu. Im Zuge meiner damals gemeinsam mit einem Redakteur von Netzpolitik.org durchgeführten Recherchen gab es dann immerhin drei Beiträge auf Netzpolitik.org und auch das ZDF hatte im Rahmen des Mittagsmagazins Volle Kanne (Achtung: Link geht zu Facebook) berichtet — leider finde ich den kompletten Beitrag nicht mehr im Netz.



Inzwischen ist der Sumpf rund um die damals von mir getaufte Cider-Connection zum Glück mehr oder weniger ausgetrocknet. Diesen zwielichtigen „Verband zum Schutz geistigen Eigentums“ gibt es nicht mehr und auch der 08/15-Fotograf ist nicht mehr auf Flickr aktiv. Zudem hat sich auch die Creative Commons auf dem CC Global Summit dieses Jahres intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Auf der Konferenz wurde eine Grundsatzerklärung verfasst, der diesen Copyleft-Trollen und deren „Perversion der Gründungsideale“ das Wasser abgraben soll. Netzpolitik hat auch hierzu wieder einen sehr ausführlichen Beitrag online gestellt. Ich bin sehr froh darüber, dass sich hier etwas getan hat, denn die Creative-Commons-Lizenzen sollten nicht dazu dienen im großen Stil ihre eigenen Nutzer abzumahnen.
Creative-Commons-Lizenzen sind Urheberrechtslizenzen, die gesetzlich durchsetzbar sind. Die Durchsetzung der Lizenzen sollte jedoch sicherstellen, dass Urheber:innen fair behandelt werden, und nicht dazu dienen, wohlmeinende Weiternutzer:innen, die bereit wären, Fehler zu korrigieren, in eine Falle zu locken, Wenn Nutzer:innen Angst haben, Creative-Commons-lizenziertes Material zu verwenden, weil die Kosten für Fehler ungerechtfertigt hoch sind, werden die Ziele von Creative Commons nicht erreicht – Netzpolitik.org
Viel Sport, viel Draußen
Die freie Zeit habe ich genutzt, um mich mal wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen. Nachdem ich schon zu Studentenzeiten viel auf dem Rennrad unterwegs war, habe ich mein altes Hobby reaktiviert und bin wieder intensiver aufs Radl gestiegen… schon bevor Corona und ein querstehendes Frachtschiff den Fahrrad-Markt auf den Kopf gestellt hat. Zudem kamen noch zahlreiche Läufe, Wanderungen und Schwimmeinheiten. In den vergangenen Jahren kamen so um die 6.000 bis 7.000 Kilometer auf dem Allerwertesten, den Beinen und in diversen Pools und Seen zusammen. Dieses Jahr, dank Smart Trainer und Zwift, RGT und Co., werden es wohl um die 10.000 Kilometer sein. Über 20 Kilo Gewicht sind dauerhaft von den Rippen weg und es macht mächtig Spaß die Berge Hügel hier in der Region hochzukraxeln.







Der Weg zurück war nach mehreren Jahren Auszeit anfangs ziemlich steinig. WordPress musste auf einen aktuellen Stand gebracht und veraltete Plugins gegen neuere Alternativen ausgetauscht werden. Trotz des Großputzes werkelte das Blog danach allerdings weiterhin ziemlich träge vor sich hin. An dieser Stelle möchte ich mich herzlichst bei Bernd von tiggerWelt.net bedanken. Er brauchte nur wenige Minuten, um abertausende nutzlose Relikte aus der Datenbank zu entfernen und ein paar Flaschenhälse zu identifizieren, sodass das Backend des Blogs nun wieder so flüssig läuft, wie am ersten Tag. Im schier unerschöpflichen Meer der Webhoster bin ich auch nach Jahren noch überhappy, dass mir damals Dee von deesaster.org, mit dem ich über Jahre hinweg an ubuntuusers.de gearbeitet habe, den Tipp gegeben hat. Der Umzug meiner zu der Zeit noch sehr kleinen und bescheidenen Seite ist schon bald 13 Jahre her. Unglaublich.
Ein Forum zum Blog
Zu den im Zuge des Neustarts umgesetzten Neuerungen gehört nun ein direkt in das Blog integriertes Forum. Ihr findet es über den Punkt Community in der Kopfleiste des Blogs. Im Forum könnt ihr euch dann mit einem Klick auf Register einen Account sichern — hier hakt es noch ein wenig an der Lokalisierung des Plugins. Das Forum ist als Frage-/Antwort-Portal konfiguriert, was beim zu erwartenden überschaubaren Umfang des Forums für ausreichende Übersicht sorgen sollte. Der Fokus des Forums liegt somit nicht auf ausufernden Diskussionen, sondern auf möglichst einfacher Hilfe rund um Linux und Open-Source-Software (plus alle anderen Themen des Blogs).
UPDATE 13.09.2026: Wie so oft kommen und gehen Dinge. Ich baue öfters an der Seite herum und die Implementation des Forums konnte mich nie ganz überzeugen. Daher habe ich die Funktion schon seit geraumer Zeit wieder entfernt. Vielleicht kommt mir ja doch nochmal eine Lösung über den Weg, die sich auch langfristig bewährt.
Es stellt sich nun natürlich die Frage, warum es noch eine weitere Linux-Community im Netz braucht. Für mich soll das Forum ein Werkzeug sein, an mich gestellte Fragen öffentlich beantworten zu können. Bislang haben mich immer wieder Zuschriften per E-Mail erreicht, die ich dann dementsprechend auch wieder privat beantwortet habe. Ihr könnt mich weiterhin persönlich anschreiben, doch ich möchte in Zukunft erreichen, dass meine Hilfe öffentlich zu finden ist, so können auch Dritte von meinen hoffentlich ausführlichen Antworten profitieren — und vielleicht steigt auch der eine oder andere Leser mit in die Diskussion ein.

In Zukunft findet ihr hier auf Linux und Ich in etwa ein oder zwei Beiträge pro Woche. Im Winter ein paar mehr, im Sommer — bei hoffentlich gutem Wetter — ein paar weniger. Ich denke, dass ich ab und an auch mal das Thema Sport oder Outdoor und die entsprechenden Technik-Gadgets/-Dienste aufgreifen werde, auch wenn der Fokus dann nicht zwingend auf Linux und freier Software liegt. Trotzdem werde ich immer aus dem Blickwinkel eines Linux-Users schreiben. Wer generell ein wenig mehr von mir lesen möchte, der sollte die Linux-User und die Raspberry Pi Geek im Auge behalten, dort veröffentliche ich regelmäßig (Disclaimer: Im Verlag der Computec Media GmbH bin ich auch angestellt).
Lange Rede, kurzer Sinn: Liebe Leute, willkommen zurück! Generell wäre ich sehr happy, wenn ihr euch ein wenig im Blog umsehen und mir Baustellen melden könntet, die ich übersehen habe… Eine von diesen wäre zum Beispiel die Integration meiner „Linux-Suche“ Tuxsucht hier in das Blog. Zum einen muss ich den Suchindex von Tuxsucht selbst mal wieder überarbeiten, und zum anderen sieht der eingebettete Frame noch ein wenig deplatziert aus. Es gibt mit Sicherheit noch andere Stellen oder Darstellungsprobleme, die ich nochmal überarbeiten muss.
Bis dahin, bleibt gesund. Lasst euch um euer selbst willen impfen…. und wir lesen uns!
Euer Christoph





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