Lolcat, für ein bisschen mehr Farbe im Terminal

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

2 Aufrufe

Lolcat färbt jede Terminalausgabe in Regenbogenfarben. Völlig ohne praktischen Nutzen, dafür in zwei Kommandos über RubyGems installiert.

Lolcat und Linux

Der Frühling kommt zwar mit großen Schritten näher, aber hier in München gibt es leider noch viel zu viele graue und trübe Tage, die einfach nicht besser werden wollen. Von daher ist es an der Zeit, ein bisschen Farbe ins (Terminal-)Leben zu bringen, damit die Tage bis zum Sommer hoffentlich ein bisschen schneller vorbeigehen. Lolcat zaubert euch einen Regenbogen ins Terminal, natürlich völlig ohne praktischen Nutzen, aber ohne Farbe ist das Leben doch einfach langweilig 🙂

Das Ganze basiert auf einem kleinen Ruby-Skript, das Ihr euch über RubyGems ohne großen Aufwand auf dem eigenen Rechner installieren könnt. Öffnet dazu ein Terminal, installiert — wenn Ihr es nicht schon auf der Platte habt — dann rubygems und danach eben noch lolcat über das Paketmanagement von Ruby. Über die folgenden Kommandos ist das Ganze in nur wenigen Momenten auf einem System mit Debian oder Ubuntu installiert.

### Rubygems unter Debian/Ubuntu installieren...
$ sudo apt-get install rubygems

### Rubygems unter Arch Linux installieren...
$ sudo pacman -S ruby

### Das Lolcat-Gem über die Ruby-Paketverwaltung installieren...
$ sudo gem install lolcat

Danach liegt lolcat auf eurer Platte und kann genutzt werden. Das Programm selber hat kein großes Interface, im Normalfall hängt Ihr einfach ein lolcat per Pipe an ein Terminalkommando an. Bei „normalen“ Ausgaben, wie etwa von ls, fortune und Konsorten, funktioniert das recht gut, bei „aufwändigen“ Terminal-Programmen, die ihre Ausgaben formatieren oder etwa ncurses benutzen, wie zum Beispiel top, htop oder mc verstruvelt lolcat allerdings die Ausgabe kräftig.

$ lolcat --help
$ fortune | cowsay | lolcat

Mit Lolcat bekommt Ihr also auf Wunsch ein kleines bisschen mehr Farbe in das ansonsten doch recht triste Terminal. Sollte euch eines Tages lolcat nicht mehr zusagen, dann reicht ein sudo gem uninstall lolcat und schon verschwindet das bunte Ding wieder von eurer Festplatte.

Ähnliche Beiträge

6 Kommentare zu „Lolcat, für ein bisschen mehr Farbe im Terminal“

  1. Avatar von Setsuna

    Habe das Gem gerade installiert (Kubuntu 11.10).

    lolcat
    versagt jedoch seinen Dienst, weil in einer Config-Datei ein ungültiges Format beim Datum gewählt wurde.

    Meine Lösung: die Datei

    /var/lib/gems/1.8/specifications/paint-0.8.4.gemspec
    (Versionsnummer kann variieren) mit einem Texteditor mit root-Rechten bearbeiten. In der Zeile in welcher
    s.date
    steht (bei mir Zeile 9) muss innerhalb der darauffolgenden geschwungenen Klammern alles gelöscht werden bis auf das eigentliche Datum. Dann Datei speichern und erneut probieren.

    Da ich mich mit Ruby noch nicht so gut auskenne weiß ich nicht ob das ein Bug in Ruby oder im locat-Paket ist.

    1. Avatar von Ich

      Danke für deinen Beitag.
      Hatte genau dasselbe Problem und deine Lösung hat bei mir funktioniert.

      Einziges „Manko“ mit Umlauten kommt lolcat nicht klar ^^

  2. Avatar von ushi

    Hey hey,

    ich bin die Tage über grc gestolpert, hab es aber nicht ausprobiert, da viele terminal programme, einen –color switch mitbringen, der mir vollkommen reicht. Vielleicht ist das was für dich.

    Ansonsten… Fancy Rainbow Action! +1

    Grüße

  3. Avatar von aonymer Archlinux-User

    Hi Christoph,

    danke für den Blogeintrag! lolcat ist sogar im Arch-AUR als Paket(bauanweisung) verfügbar, man muss also garnicht direkt via gem installieren (würde auch die im PKGBUILD gelösten gemdir-ist-nicht-in-PATH-Probleme hervorrufen).

    Eine kleine Tippfehlerkorrektur, die vielleicht auch unbedarften Linuxnutzern helfen könnte (*scnr*): gem uninstall lolcat statt einem zweiten gem install 😉

    Gruß
    AAU

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Markdown wird unterstützt: **fett**, _kursiv_, [Linktext](URL), `Code`, Zeilen mit - für Listen, 1. für nummerierte Listen, dreifache Backticks für Codeblöcke.

Sicherheitsabfrage: Welches Logo ist das?

Über den Blog

Seit 2006 probiere ich hier aus, was Linux, freie Software und die passende Hardware so hergeben – von Distributions-Tests bis zum Raspberry-Pi-Projekt. Praxisnah statt bloßem Nachrichtenticker.

Zuletzt auf Mastodon

Ich brauche eigentlich keine App für Zeitzonen – aber die GUI von Timezones ist einfach richtig schön gemacht. Eine native GTK4-/Libadwaita-App, die Städte und Zeitzonen übersichtlich auf einer gemeinsamen Zeitachse…

Kategorien

Blog unterstützen

Gefällt dir, was du hier liest? Mit einer kleinen Spende hilfst du, Hosting und neue Testgeräte zu finanzieren – und sorgst nebenbei für den nötigen Kaffee.

Linux und Ich — Lolcat, für ein bisschen mehr Farbe im Terminal
https://linuxundich.de/gnu-linux/lolcat-fur-ein-bisschen-mehr-farbe-im-terminal/ — gedruckt am 30. September 2026