Paint.NET ist eine recht beliebte Bildbearbeitungssoftware für Windows. Irgendwo zwischen Adobe Photoshop/Gimp und MS Paint angesiedelt bietet Paint.NET recht leistungsfähige Bildbearbeitung für Einsteiger und Fortgeschrittene. Das Programm wurde mit Hilfe der .NET-Plattform realisiert, für das es in der Linux-Welt die Alternative Mono gibt. .NET-Programme lassen sich daher auf Linux portieren, wenn es auch mit etwas Aufwand verbunden ist. Vor zwei Jahren hat Miguel de Icaza bekannt gegeben, dass er Paint.NET auf Mono portiert hat, doch erst heute kann ich sagen, dass die Portierung funktioniert. Getestet habe ich Paint Mono mit Ubuntu „Jaunty Jackalope“…
Paint Mono kann man noch nicht einfach als Paket herunterladen und installieren. Man benötigt eine Reihe von Paketen, um Paint Mono erzeugen zu können. Über…
$ sudo apt-get install mono-devel monodevelop mono-tools-gui mono-tools-devel subversion…kann man diese installieren. Anschließend kann man sich über subversion den aktuellen Quellcode laden und diesen kompilieren und im System installieren…
$ svn co http://paint-mono.googlecode.com/svn/trunk/src paint-mono
$ cd paint-mono
$ ./configure
$ make
$ sudo make installDabei wird kein Eintrag in den Anwendungsmenüs erstellt. Das Programm lässt sich nur über den Befehl paintdotnet starten. Auf dem Desktop sieht dann Paint Mono so aus…

Lohnt sich der Aufwand? Definitiv nein, lasst euch nicht von dem ansprechenden Screenshot täuschen. Paint Mono ist SEHR langsam, brauchbar zeichnen lässt sich selbst auf leistungsstarken Rechner damit nicht. Des Weiteren ist das Programm schlecht in die Desktopumgebung integriert, sieht somit hässlich aus (ein Screenshot gibt das nicht gut her) und hat Probleme mit manchen Themes. So ist die Schrift der Menüs oft weiß auf weißem Hinterngrund. Abstürze konnte ich auch des öfteren beobachten. Paint Mono eignet sich daher nicht wirklich zur Bildbearbeitung, sondern nur für Leute die wissen wollen ob die Portierung von Paint.NET auch klappt.




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