Im Mai 2013 machte Dyn, früher einmal dyndns.org, den Login alle 30 Tage zur Pflicht. Ich hatte mich damals in einem Artikel nach einem DynDNS-Anbieter umgeschaut, der nicht jeden Monat nervt. Wenige Wochen später meldete sich Robert Niedziela in den Kommentaren mit einem knappen „biete kostenlosen dyndns dienst.“ Sein Dienst DDNSS.de war da gerade einmal einen Monat alt.
Im Mai 2014 habe ich mir dort einen Account angelegt, seitdem begleitet mich DDNSS. 2016 habe ich den Dienst in den Kommentaren selbst als Anbieter „ohne Nervereien“ weiterempfohlen. Nun liegt eine E-Mail von Robert in meinem Postfach, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Nach mehr als 13 Jahren Betrieb steht DDNSS.de vor einer Veränderung: Robert führt derzeit Gespräche über eine mögliche Übernahme des Dienstes.
Übernahme statt Abschaltung
Ein endgültiges Aus ist damit allerdings nicht beschlossen. Spätestens bis zum 31. Oktober 2026 soll eine Entscheidung fallen und die Übergabe geregelt sein – vorausgesetzt, die Gespräche führen zu einem Ergebnis. Kommt die Übernahme zustande, führt der neue Betreiber DDNSS einfach weiter. Scheitern die Gespräche, will Robert rechtzeitig Bescheid geben, damit ihr euch in Ruhe auf einen Wechsel einstellen könnt.

Wer DDNSS in seiner FRITZ!Box oder auf dem eigenen Serverchen eingetragen hat, muss also erst einmal nichts tun. Eure bestehenden DynDNS-Einträge laufen vorerst unverändert weiter, akuten Handlungsbedarf gibt es laut Robert nicht. Rückfragen beantwortet er unter webmaster@ddnss.de. Schaden kann es trotzdem nicht, schon mal nachzusehen, wo bei euch DDNSS überall eingetragen ist – im Router, im ddclient oder in irgendeinem Skript.
Danke, Robert
Leicht fällt Robert der Schritt nicht. Seit Mai 2013 hat er nach eigenen Worten sehr viel Zeit und Arbeit in DDNSS.de gesteckt – ein Geschäftsmodell gab es dabei nie, wer wollte, konnte spenden. Nach über 13 Jahren ist so eine Entscheidung für ihn persönlich alles andere als einfach. Von daher bemüht er sich um eine tragfähige Lösung, statt einfach den Stecker zu ziehen.
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Robert bedanken. In meinen Augen ist es keine Selbstverständlichkeit, so einen kostenlosen Dienst über so viele Jahre am Laufen zu halten. Bei DynDNS merkt man ja meist erst, was man daran hat, wenn es plötzlich nicht mehr funktioniert. Ich hoffe, dass Robert für sein Baby ein ordentliches neues Zuhause findet.
Ich selbst leiste mir inzwischen eine „richtige“ Domain für meine Selfhosting-Aktivitäten. Bei meinem Webhoster geht das recht einfach: Die FRITZ!Box aktualisiert die Einträge meiner eigenen Domain direkt per DynDNS, ein externer Dienst ist dafür nicht mehr nötig. Wer ohnehin eine Domain besitzt, sollte bei seinem Hoster mal nachschauen, ob der so etwas anbietet.





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