Mit Swish SSH/SFTP transparent in Windows einbinden

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

Swish bindet SSH-Server transparent in den Windows-Explorer ein. Noch mit Ecken und Kanten, aber ein Gewinn für alle, die von Windows aus Linux verwalten.

Swish
Swish bringt dem Windows Explorer SFTP bei.

Daten auf bzw. von Linux-Rechner(n) über ein Netzwerk zu transferieren geht ja auf tausenden von Wegen. FTP, Samba, NFS, WebDAV und was weiß ich sonst noch was. Ich persönlich mache das recht gerne via SCP bzw. SFTP, da ich nicht groß Freigaben einrichten muss. Ein SSH-Server ist schnell installiert und dank dem GVFS und Nautilus bzw. KIO-Slaves kann man vom Linux-Desktop bequem via SSH auf die Daten anderer Linux-Systeme zugreifen. Anders sieht es bei Windows aus. Zwar gibt es schon lange das bewährte Programm WinSCP, doch bislang kann man noch nicht transparent – also mit allen anderen Programmen des Systems – auf ein entferntes Dateisystem via SSH zugreifen.

Das kleine Programm Swish möchte das in Zukunft ändern. Mit Swish könnt Ihr direkt mit dem Windows-Explorer auf SSH-Server im LAN oder Internet zugreifen. Swish ist Open-Source, steht unter der CC-GNU GPL und gerade eben wurde die Version 0.4.0 veröffentlicht, mit der man schon halbwegs arbeiten kann.

Ihr könnt das Programm als .msi-Setup von der Homepage herunterladen und danach wie üblich installieren. Leider gibt es bislang nur eine 32-bit-Version, 64-bit Support ist erst für die finale 1.0 geplant. Nach der Installation findet ihr ein „Netzwerklaufwerk“ namens Swish im Explorer. Sobald Ihr dort reinklickt, könnt Ihr über das Menü via „Extras -> Add FTP Connection“ einen Server hinzufügen. Im folgenden Video habe ich das Vorgehen kurz festgehalten (Das Video steht aufgrund des Aus von Blip.tv nicht mehr zur Verfügung).

Das Programm funktioniert im Prinzip schon recht gut, doch solltet Ihr die Ansammlung an Bugs im Auge behalten. Swish warnt bspw. nicht, wenn bestehende Dateien auf dem Server überschrieben werden und aktuell gibt es auch noch Probleme mit der Darstellung. Doch in naher Zukunft vereinfacht Swish mit Sicherheit die Arbeit von Sysadmins, die mit Windows-Kisten Linuxe verwalten müssen.

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9 Kommentare zu „Mit Swish SSH/SFTP transparent in Windows einbinden“

  1. Avatar von Jeffrey

    Schade, dass 64-Bit noch nicht unterstützt wird, genau für das hätte ich sie gebraucht 🙂

    Aber ich werde die Software weiter verfolgen, danke für den Tipp!

  2. Avatar von Thomas K.
    Thomas K.

    Als Alternative gibt es noch WebDrive. Kostet leider Geld (~ 50,- EUR). Funktioniert aber eigentlich recht gut, auch wenn es manchmal etwas träge ist. Dafür kann es auch WebDAV und S3.

  3. Avatar von Stefan

    Eine andere Alternative wäre Dokam sshfs.

    Da bin ich letzte Woche drauf gestoßen, als ich genau für diesen Zweck eine Wind**f-Software gesucht habe.

    Das Programm ist auch kostenfrei und hängt Verzeichnisse über sshfs als Laufwerk in Windows ein.

    Gruß
    Stefan

  4. Avatar von Stefan

    Typischer iPhone-Typo 🙂 Das sollte Dokan heißen, nicht Dokam.

  5. Avatar von Jakob

    Sieht interessant aus. Ich probier das mal aus Neugier aus. 🙂

  6. Avatar von mark

    Neugier zieht den Menschen immer wieder…

  7. Avatar von Stephen Hempstead

    Services for all of right now

  8. Avatar von

    Hab das eben mal ausprobiert
    64-Bit Unterstützung ist schon dabei (v0.8)

    Aber das Programm kopiert erstmal jede Datei rüber die ich öffnen will.
    In Linux kann ich direkt mp3s abspielen…

    1. Avatar von Christoph Langner

      Hi, ich habe gerade win-sshfs getestet, das funktioniert so wie gewünscht.

      Grüße
      Christoph

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