WordPress ist mit 27,7 Millionen WordPress-Webseiten und einem Anteil von 12,2 Prozent am gesamten Web nicht nur eines der populärsten und erfolgreichsten OpenSource-Projekte schlechthin, WordPress ist auch ein riesiges Geschäft. Das Unternehmen Automattic von WordPress-Gründer Matt Mullenweg ist mit einem geschätzten Umsatz von 30-40 Millionen Dollar pro Jahr alles andere als eine kleine Klitsche. Neben dem WordPress-Hosting-Dienst WordPress.com betreibt Automattic eine ganze Reihe von Diensten wie den Spam-Filter Akismet oder das Kommentar-Netzwerk IntenseDebate.
Neben diesen Diensten werden auch die beliebten WordPress.com Stats von Automattic betrieben. Eben dieser Dienst kommt nun in die Kritik der Datenschützer, denn es werden seit Kurzem nicht nur die Seitenaufrufe gezählt, sondern die Daten auch an das berühmt berüchtigte Unternehmen Quantcast übermittelt, das in den USA derzeit wegen seiner sogenannten Zombie-Cookies vor Gericht steht. Quantcast hat sich darauf spezialisiert, persönliche Profile über Websurfer zu erstellen.

Das Ganze wurde schon vor zwei Monaten im WordPress-Forum angesprochen, doch anstatt einer Stellungnahme von Automattic oder Matt wurde der Thread kurzerhand dicht gemacht. Bislang gab es auch an anderer Stelle noch keine Reaktion auf diesen Deal.
Letztendlich habe ich bei WordPress.com kein gutes Gewissen mehr. Blogger, die aktuell noch auf die WordPress.com-Stats setzen, sollten sich das Plugin DoNotTrack von Web-Entwickler Frank Goossens ansehen. Dieses Plugin verhindert, dass trotz aktivierter WordPress-Stats die Quantcast-Scripte ausgeführt werden. Ich habe das Plugin installiert und warte nun mal die nächsten Tage ab, wenn sich bis dahin nichts getan hat, dann fliegen die WordPress.com-Stats raus.





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