Ich stolpere im Netz immer wieder auf Berichte wie diesen hier, in denen der Einsatz von Kensington-Schlössern für den Diebstahlschutz von mobilen Geräten wie Beamern oder Notebooks empfohlen wird. Wie populär die Dinger sind, merkt man, wenn man etwa durch eine Uni-Bibliothek marschiert. Kaum jemand, der sein Notebook nicht mit so einem Kabel an den Tisch bindet. Doch leider haben viele dieser Schlösser ein gravierendes Problem. Sie lassen sich mit einem kleinen Stück Pappe, etwas Klebeband und einem Kugelschreiber in Sekunden öffnen, ohne dass man dabei groß Aufsehen erregt.
Vorweg muss man betonen, dass aktuelle Modelle oder Kensington-Schlösser mit einem Nummernschloss von dieser Problematik nicht (mehr) betroffen sind. Problematisch sind die im Folgenden abgebildeten runden Schlüssel. Ich treffe jedoch immer wieder Leute mit solchen alten Schlössern, die von der einfachen Knackbarkeit ihres Schlosses noch nie etwas gehört haben. Von daher bringe ich das Thema mal wieder auf die Tagesordnung…

Bei Nummernschlössern klappt der Angriffsvektor auf das Schloss sowieso nicht und aktuelle Modelle sind entweder mit einem normalen Bartschlüssel oder mit einem zusätzlichen „Nippel“ am Rundschlüssel ausgerüstet. Wie gut der neue Rundschlüssel funktioniert, habe ich noch nicht getestet, aber eventuell reicht da auch wieder ein kleiner zusätzlicher Metallstift aus, um diesen zusätzlichen Schutz zu überwinden. Das folgende Video erklärt, wie man sich das benötigte „Werkzeug“ aus einfachsten Materialien selber fertigt.
Ich hatte bis zur Veröffentlichung dieses Videos so ein Schloss und konnte den „Hack“ nach wenigen Versuchen nachvollziehen. Hat man das Verfahren nur für ein paar Minuten geübt, so kann man das Schloss in Sekunden öffnen, ohne dass Beistehende merken, dass man eigentlich gar keinen Schlüssel für das Schloss besitzt.
Danach bin ich ziemlich schnell auf ein Schloss mit Nummernkombination umgestiegen. Übrigens gab es dieselben Schlüssel auch für eine Reihe von Trelock-Bügelschlössern für das Fahrrad. Mir wurde mein mit so einem Schloss gesichertes Rad vor Jahren geklaut. Da ich keinerlei Spuren vom Aufbruch finden konnte, bin ich mir recht sicher, dass man diese Fahrradschlösser ebenso leicht knacken konnte.





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