Desktop Cube bringt den Compiz-Würfel zurück auf den Gnome-Desktop

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

Zu den Klassikern der Desktop-Tweaks gehört ein animierter Würfel, auf dem die Fenster schweben. Die Fenstermanager Compiz und Beryl waren so gegen 2006 einmal der heiße Scheiß. Mit dem Desktop Cube lässt sich so ein Würfel nun auch unter Gnome aktivieren.

Erweiterungen für den Gnome-Desktop sind eine zweischneidige Sache: Auf der einen Seite lässt sich auf diesem Weg so gut wie jedes Detail des Desktops anpassen, auf der anderen Seite gab es in der Vergangenheit bei Upgrades auf die jeweils nächste Gnome-Version immer wieder Probleme. Ich hatte schon das Vergnügen, dass ich in der virtuellen Konsole die Konfigurationsdateien von Gnome löschen musste, um mich wieder ins System einloggen zu können — ohne diese Aktion lud Gnome nur den blanken Hintergrund. Da ich nun aber schon seit einiger Zeit auf Experimente mit Erweiterungen verzichte, kann ich nicht sagen, ob sich die Situation inzwischen grundlegend verbessert hat. Ich lese in Foren und Blogs allerdings weitaus seltener negative Berichte. Nichtsdestotrotz empfehle ich vor dem Einspielen „großer“ Gnome-Updates, die gerade aktivierten Erweiterungen vorübergehend zu deaktivieren.

Es gibt aber durchaus ein paar Erweiterungen, die ich nicht missen möchte: Dazu gehört zum Beispiel GSConnect zum Andocken des Desktops an KDE Connect, sodass Benachrichtigungen des Handys an den Desktop weitergeleitet werden oder die Musikwiedergabe automatisch stoppt, sobald ein Anruf eingeht. Der Abgleich der Zwischenablage für Copy&Paste ist auch praktisch. Aus Nostalgiegründen gehört aber aktuell auch der Desktop Cube dazu. Die Erweiterung ergänzt Gnome um einen 3D-Würfel, wie ihr ihn eventuell noch von Compiz her kennt — einen Rechner mit schneller Grafikkarte braucht es dafür nicht zwingend. Bei mir genügt ein Intel Core i7-7700T mit einer internen HD Graphics 630. An der Erweiterung wird auf Github aktuell aktiv gearbeitet, die fünfte Version des Addons wurde gerade erst vor zwei Tagen veröffentlicht. Neu ist ein einfacher Dialog zur Konfiguration der wichtigsten Parameter, sodass ihr den Würfel an eure eigenen Vorstellungen anpassen könnt.

Ähnliche Beiträge

5 Kommentare zu „Desktop Cube bringt den Compiz-Würfel zurück auf den Gnome-Desktop“

  1. Avatar von Deisi

    Hey du bist wieder da 🙂
    Ich hoffe im real life war nix schlimmes, sondern du hattest einfach nur keinen Bock/Zeit für den Blog.

    1. Avatar von Christoph Langner

      Hi Deisi, danke für deine Nachricht. Es war einfach nur eine kleine größere Auszeit. Hier habe ich ein paar Zeilen dazu geschrieben… 🙂

  2. Avatar von m_praetorius
    m_praetorius

    Wenn jetzt noch die wabernden Fenster dazukommen, könnte ich mir glatt einen Wechsel von KDE Plasma zurück zu Gnome vorstellen… 😉

    1. Avatar von Ralph

      Gibt es, nennt sich „Compiz windows effect“. Dann gibt es noch „Compiz alike magic lamp effect“ und natürlich das absolute „must have“ ist das Addon „Burn My Windows“. Wie in alten Zeiten 😉

  3. Avatar von ..kalle..

    Gleiter / Slider führt bei Linux Mint 21.2 dazu dass alle Fenster unsichtbar werden. Geholfen hat nur ein zweiter Rechner, mit dem ich probieren konnte, wie ich über Tastenkombis die Erweiterung deaktiviere…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Markdown wird unterstützt: **fett**, _kursiv_, [Linktext](URL), `Code`, Zeilen mit - für Listen, 1. für nummerierte Listen, dreifache Backticks für Codeblöcke.

Sicherheitsabfrage: Welches Logo ist das? Beschreibung des Logos: Grüner Umriss eines Blatts Papier mit umgeknickter Ecke.

Linux und Ich — Desktop Cube bringt den Compiz-Würfel zurück auf den Gnome-Desktop
https://linuxundich.de/desktop-cube-bringt-den-compiz-wuerfel-zurueck-auf-den-gnome-desktop/ — gedruckt am 5. Oktober 2026