Proposed-Quellen und Paketquellen-Irrsinn

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

Die proposed-Paketquellen gehören nicht auf ein Arbeitssystem, und 353-zeilige sources.list-Sammlungen aus dem Netz erst recht nicht.

Die „proposed“ Paketquellen sollte man nur aktivieren, wenn man wirklich Pakete testen will. Auf einem System, das man zum Arbeiten benutzt, haben sie nichts verloren.

Ich möchte hier kurz auf zwei Themen eingehen, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind. Viele Anwender aktivieren in den Paketquellen unter System | Systemverwaltung | Aktualisierungen die Option Vorab veröffentlichte Aktualisierungen (-proposed) und spielen so Updates ein, die sie vermutlich nie haben wollten. Die „proposed“-Paketquellen sollte man nur aktivieren, wenn man wirklich Pakete testen will. Auf einem System, das man zum Arbeiten benutzt, haben sie nichts verloren. Aktuell würde beispielsweise Kernel 2.6.24-20 installiert werden, der bis dato noch viele Probleme bereitet.

Außer Spaß am Testen gibt es auch keinen Grund diese Quellen zu aktivieren. Pakete, die sich in den „proposed“-Quellen bewährt haben, wandern über kurz oder lang in die normalen Updates. Daher der dringende Aufruf: Bitte deaktiviert diese Quellen, wenn ihr keine Tester sein wollt! Ein zweiter Dorn im Auge sind mir Beiträge wie dieser von oshelpdesk.org. Dort findet man aktuell eine sage und schreibe 353-zeilige Liste als „Ergänzung“ für die eigene /etc/apt/sources.list der Paketverwaltung. Diese Listen sind böse und bringen Baby-Tux zum Weinen!

Solch eine irrsinnige Sammlung an planlos zusammengesammelten Paketquellen führt dahin, dass ihr euer System mit Sicherheit nicht von einer zur nächsten Ubuntu-Version upgraden könnt. Noch viel gravierender wiegt jedoch die Tatsache, dass beliebige Teile des Systems durch eine Paketquelle ausgetauscht werden könnten. Dazu hatte ich schon einmal eine kleine Geschichte über fremde Paketquellen verfasst. Im Wiki von ubuntuusers.de warnen wir auch alle Nase lang vor fremden Paketquellen… Per se sind sie nicht böse, wenn man solche Quellen bewusst und gezielt einsetzt. Doch so planlos eingesetzt, sind sie ein gravierendes Problem. Mir dreht es den Magen um! Also bitte liebe User, nicht nachmachen…

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11 Kommentare zu „Proposed-Quellen und Paketquellen-Irrsinn“

  1. Avatar von the_elderly
    the_elderly

    Since when are dumbs an endangered species?