Wie bekommt man am schnellsten eine Datei von Rechner A auf Rechner B? Per Samba, FTP, NFS, WebDAV und SSH? OK, aber ohne Installation und Einrichten von Serverdiensten? Dann halt per Instant-Messaging-App oder zur Not über ein E-Mail-Attachment. Auch irgendwie umständlich, oder? Ganz simpel geht es per ShareDrop! Im Endeffekt ist ShareDrop ein freier und plattformübergreifend arbeitender Clone von Apples AirDrop. Dirt sieht man im Dateimanager Macs in der Näge und kann ganz einfach Dateien per Drag&Drop von einem Rechner auf einen anderen übertragen. Genauso funktioniert das auch mit ShareDrop.
Die Bedienung von ShareDrop ist nun absolut simpel. Man öffnet einfach sharedrop.io auf zwei oder mehr Rechnern im lokalen Netzwerk, eine Anmeldung ist dort nicht zwingend nötig. Sobald man die Erklärung weggeklickt hat, erscheint der eigene Rechner mit seiner IP auf dem ShareDrop-Radar. Wer lieber sprechende Namen im Stile von „Christoph“ oder „Tux“ sehen möchte, der kann sich mittels Mozillas Persona auf der Seiten authentifizieren. Anschließend zieht man die zu übertragende Datei auf den entsprechenden Rechner und bestätigt auf beiden Seiten den Versand bzw. Empfang. Done! Das Ganze funktioniert nicht nur mit dem PC, sondern auch auf mobilen Geräten mit Android als Betriebssystem.


Von der Technik her basiert ShareDrop auf WebRTC und Firebase. Die übertragenen Daten verlassen nicht das lokale Netzwerk, sie werden peer-to-peer direkt von Rechner zu Rechner übertragen. Als geeignete Browser nennt ShareDrop mindestens Chrome 33, Opera 20 oder Firefox 28, eine neuere Browser-Version schadet natürlich nicht. Das Betriebsystem mit dem ihr ShareDrop nutzen möchtet ist egal, getestet habe ich Verbindungen zwischen Linux/Linux und Windows/Linux. Ideal ist ShareDrop natürlich für kleine Dateien, die mal schnell von A nach B geschickt werden sollen, aber auch eine 1 GByte große Linux-ISO stellte für ShareDrop auch kein Problem dar. Den Quellcode von ShareDrop kann man auf GitHub einsehen und runterladen, so lässt sich mit ein wenig Engagement und Interesse auch ein ShareDrop lokal im eigenen Netzwerk aufsetzen.

Neben PC-Browsern funktioniert ShareDrop auch auf Handys und Tablets mit Android. Hier tippt man einfach den Rechner/User aus der Liste an — auf das „Radar“ verzichtet ShareDrop bei kleinen Displays — und wählt dann zwischen der Kamera (das „Android-System“ steht einmal für die Fotokamera und einmal für die Camcorder-Funktion), dem Soundrekorder für Audioschnippsel und den Dokumenten. Hier lassen sich dann beliebige Dateien ohne Umwege vom Handy auf den Rechner schicken.





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