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Mittwald: Webhosting. Einfach intelligent.

Die E-Mail von Dyn oder früher einmal dyndns.org liegt schon eine Woche in meinem Postfach. Aber erst jetzt komme ich dazu mich ein bisschen um das Topic zu kümmern. Dyn nutze ich schon seit Urzeiten als DynDNS-Anbieter. Der Dienst löst einen Domain-Namen wie „beispiel.dyndns.org“ zur eigenen Internet-IP auf, so dass man trotz dynamischer IP-Adresse des Internet-Anbieter jederzeit aufs eigene Serverchen zuhause zugreifen kann. In vielen Routern wie zum Beispiel den FRITZ!Boxen oder den WRT-Modellen von Linksys ist ein entsprechender DynDNS-Client bereits eingebaut. Den meisten hier dürfte ich dabei nichts neues erzählen.

Starting now, if you would like to maintain your free Dyn account, you must log into your account once a month. Failure to do so will result in expiration and loss of your hostname. Note that using an update client will no longer suffice for this monthly login. You will still continue to get email alerts every 30 days if your email address is current.

We understand that the possibility of resulting service interruptions may be frustrating, so we are offering a transition upgrade offer to VIP status (Dyn Pro) for just $10 USD for the first year. Under this status, login will not be required and service will remain uninterrupted for an entire year.

Wer bei Dyn einen Account und die E-Mail aber vorschnell kompostiert hat, sollte also nochmal genauer nachlesen. Dyn zieht nun aber langsam die Daumenschrauben an, um den Dienst zu monetarisieren. Seit einiger Zeit muss man schon dafür sorgen, dass seine DynDNS-Adresse spätestens nach 30 Tagen aktualisiert wurde, heißt es nun: Bitte mindestens einmal alle 30 Tage bei dny.com einloggen.

Wer das Login verpasst, muss den DynDNS-Domainnamen neu anlegen — wenn er nicht schon von jemand anderen reserviert wurde. Entgehen kann man dem nur, wenn man für 25 US-Dollar im Jahr (im ersten Jahr werden nur zehn Dollar fällig) auf einen DynDNS-Pro-Account wechselt. Neben zusätzlichen Features, sichert ihr eure DynDNS-Domains auch ohne lästiges Login.

Selfhost übernimmt ohne Gefummel die Dienste von Dyn.com.
Selfhost übernimmt ohne Gefummel die Dienste von Dyn.com.

Bekannte Alternativen wie etwa no-ip sind da nicht viel weniger umständlich. Bei no-ip.com muss man zum Beispiel in der kostenlosen Variante ebenfalls alle 30 Tage seinen Account bestätigen. Hier darf man für 14,95 US-Dollar im Jahr auf einen „Enhanced Dynamic DNS“ umsteigen, um den Aktivitäts-Check loszuwerden.

Wem DynDNS nicht wichtig genug ist, um dafür zu zahlen, aber dennoch nicht jeden Monat einmal Links anklicken oder sich einloggen möchte, muss sich daher eine Alternative suchen. Meine Wahl für einen „Nicht-Nerv-DynDNS“-Anbieter fiel daher auf selfHost.de. Das Erzeugen des Accounts ist zwar ein bisschen umständlich, am Ende sind die Zugangsdaten aber schnell im Router gelanden — die FRITZ!Boxen bringen gleich einen entsprechenden Eintrag mit.

Selfthost wird zum Beispiel von FRITZ!Boxen unterstützt.
Selfthost wird zum Beispiel von FRITZ!Boxen unterstützt.

Auch bei selfHost.de muss einmal im Monat der Account bestätigt werden — den Informationen von Selfhost hat dies rechtliche Gründe — dies lässt sich jedoch durch eine Brief-Identifikation beseitigen. Dafür berechnet Selfhost einmalig fünf Euro, danach hat sich die Bestätigung ein für alle mal erledigt und man kann seine DynDNS-Adresse ungestört nutzen.

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