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Ersatz für das GNOME-Anwendungsmenü: Cardopio

Ersatz für das GNOME Anwendungsmenü: Cardapio

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Ich kann verstehen, dass viele GNOMEler mit dem Anwendungs-Applet im Panel nicht zufrieden sind. Gerade auf kleinen Bildschirmen nimmt es im Panel viel Platz weg und die Menüs können oft nicht komplett dargestellt werden, so dass man im Menü hoch/runter scrollen muss. Cardapio ist ein Ersatz für dieses Menü, das deutlich weniger Platz in Anspruch nimmt und zusätzliche praktische Funktionen bietet.

Cardapio wird aktuell auf Launchpad entwickelt und kann über ein PPA installiert werden. User anderer Distributionen müssen sich wohl den Quellcode holen und selber kompilieren. Informationen findet man auf der Page.

$ sudo add-apt-repository ppa:cardapio-team/unstable
$ sudo apt-get update && sudo apt-get install cardapio

Nach der Installation könnt Ihr Cardapio über einen Rechtsklick auf das Panel und “Zum Panel hinzufügen” als Eintrag zum Panel hinzufügen. Sollte Cardapio in der Liste der verfügbaren Applets nicht auftauchen hilft ein beherztes

killall gnome-panel

dem Panel auf die Sprünge.

Cardapio im Panel

Cardapio arbeitet ähnlich wie das Anwendungs-Menü in Windows. Die Liste der Anwendungen kann über die Suchbox durchsucht werden. Die Ergebnisliste auf der rechten Seite zeigt jedoch nicht nur Treffer in den aktuell installierten Anwendungen auf, sondern zeigt auch installierbare Programme und Treffer im Netz an. Über Plugins kann man sogar weitere Funktionen hinzufügen. Im folgenden Video habe ich das ganze mal ein bisschen demonstriert.

(Direkter Link zu Blip.tv | ogv-Version des Videos)

Ich finde das Programm nicht schlecht. Gerade auf einem kleinen Display wird es im Panel durch das lange “Anwendungen | Orte | System”-Menü recht eng. Auch die Suche nach Anwendungen ist recht praktisch, obwohl ich doch eher GNOME-Do bevorzuge.

Autor: Christoph Langner

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

10 Kommentare

  1. Wem es nur um den horizontalen Platz im Panel geht, der kann auch statt der normalen “Menüleiste” nur das “Hauptmenü”-Applet ins Panel legen. Aus der enigmatischen Namengebung geht das zwar nicht hervor, aber es handelt sich dabei um ein Menü-Applet, das ausschließlich ein Symbol anzeigt. Vertikale Platzprobleme löst man so allerdings nicht.

  2. Danke für den Typ. Gefällt mir gut das Programm. Super auch die Präsentation mit dem Video. Weiter so. Macht immer Spass hier reinzuschauen.

  3. Zu erwähnen wäre, das dies GnoMenü ebenfalls kann, noch dazu eine Favoritenliste anlegt und Skins unterstützt.Performance ist etwa gleich ( Netbook) Hab jetzt beides miteinander verglichen und bleib bei GnoMenü. Trotzdem interessant gewesen, allemal besser als das ewig lange normale Menü.

    • “GnoMenu” heist dieses , Vorteil es gibt zum GnoMenu viele Skin.
      Obwohl ich beide eher nicht wirklich als Platzsparend bezeichnen will?
      Wer es aber von Windows her gewöhnt ist wird sicher eher daran Gefallen finden.
      Ich bevorzuge mittlerweile auch wie @paul mongré
      geschrieben hat das “Hauptmenü”-Applet in Verbindung mit dem “Globalmenu” ,das wie in MacOS X – das Menü der jeweils aktiven Anwendung aufnimmt.

  4. In der Tat ein klasse Programm, welches sich überdies in sehr aktiver Entwicklung befindet.

    Hat es doch tatsächlich geschafft, mittelfristig mein einstmals geliebtes Mint Menu zu ersetzen.

    Und nebenbei: Es heißt Card>A<pio!

  5. Sieht auf jeden Fall interessant aus!

  6. Nicht schlecht, habs probiert. Aber es ist mir zu instabil, bei mir verschiebt sich immer die hälfte der Applets und das network-applet fehlte nach dem Starten vom PC, kam nur durch neustart des nm-applets wieder.
    Und es bringt mir auch garnicht so viel, da es doch nicht ganz an die Gnome-Do Funktionalität ran kommt: Der File-browser ist nicht so gut (bzw. nicht vorhanden) und man kann leider auch nicht mit der Tastatur in den Ergebnissen wählen. Ich klick auch nur noch ganz selten im Menü herum, die Standardprogramme und Ordner öffnet Gnome-Do.
    Ich glaub das beste für mich wäre, das Menü in Gnome-Do zu integrieren, statt umgekehrt ;)
    Dann wär das Platzproblem im Panel auch entgültig geklärt.
    Aber schöner Bericht.

  7. Ich persönlich finde das Prog auch sehr schön doch leider ist es sehr instabil. Zudem ist es so unflexibel! Wer möchte schon in einem Menü horizontal scrollen?

    Aber ich verwende auch Gnome Do weil es einfach einfacher ist. Zudem nutzt ich gern den Netbooklauncher. Einfach super combo, und wer braucht schon einen Desktop?

  8. Echt cool!
    Vielen Dank für diesen Tipp!

    Patrick

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