Gerade Einsteiger haben unter Linux Probleme mit dem Verständnis von Dateirechten und Dateizugehörigkeiten. So gehört das Editieren von Systemdateien oftmals schon zu einer Aufgabe, wo hohe Hürden zu überwinden sind. Ein Terminal muss geöffnet werden und zum Beispiel sudo gedit /etc/fstab ausgeführt werden. Dabei kommt es zu Tippfehlern, weil Befehle falsch abgetippt oder Pfade falsch eingegeben werden, weil die Pfadvervollständigung via Tabulatortaste nicht bekannt ist. Warum also, kann man eine Datei nicht aus dem Dateimanager Nautilus selber mit Root-Rechten öffnen? Einsteigern wäre dabei viel geholfen.

Nichts leichter als das. Ab Ubuntu Edgy Eft 6.10 gibt es das Paket nautilus-gksu. Ist das Paket installiert und Nautilus einmal mittels dem Befehl nautilus -q neu gestartet worden, so kann eine Datei über Rechtsklick | Als Administrator öffnen mit Root-Rechten aus dem Kontextmenü des Dateimanagers geöffnet werden. Ein Terminal oder die Eingabe von Befehlen ist nun nicht mehr nötig. Das Programm scheint es leider nur für Debian/Ubuntu zu geben, für Fedora steht es wohl nicht zur Verfügung.

12 KOMMENTARE

  1. In Ubuntu als Root Nautilus zu öffnen, war noch nie eine Schwierigkeit. In der SuSE allerdings habe ich bislang noch keine Möglichkeit gefunden. In Weblogs älterer Bauart fand ich bislang 4 Vorschläge, die aber in SuSE 12.1 alle nicht funktioniert haben. Übrigens als allgemeine Aussage über den Konsolenwahnsinn bei Linux allgemein: Man muß sich nicht wundern, daß die Zahl der Linuxuser nur solch einen winzigen Prozentsatz aller User ausmacht. Auch der Passwort-Wahn wirkt auf Singles, an deren Rechner keine Sau rankann, eher abschreckend als schützend…