Die GNOME Shell hat nicht sonderlich viele Freunde, was ich persönlich nicht verstehen kann. Ich arbeite auf meinen Rechnern sehr gerne mit GNOME3 und der GNOME-Shell. Die Art und Weise, wie man in der Shell mit den virtuellen Desktops hantieren kann, ist bei GNOME einmalig und in meinen Augen sehr gut gelöst. Nun aber lässt sich die GNOME-Shell mit simplen Erweiterungen recht einfach an die eigenen Vorstellungen anpassen, so dass für die meisten User das „Ich will das aber anders machen“-Argument wegfallen sollte. Ich stelle euch im Folgenden „meine“ Top-Erweiterungen vor, achtet besonders auf Caffeine und AppIndicator Support, die Erweiterungen lohnen sich auf jeden Fall!
Sämtliche Erweiterungen lassen sich einfach über einen aktuellen Browser und die GNOME-Extensions-Webseite auf extensions.gnome.org installieren. Getestet habe ich die Erweiterungen unter Arch Linux und GNOME 3.10.1. Es kann gut sein, dass die eine oder andere Erweiterung nicht mit einer ältere GNOME-Version zusammenarbeiten möchte. Generell empfehle ich allen, die gerne mit der GNOME Shell arbeiten würden, nicht unbedingt Ubuntu zu installieren. Aufgrund der für Unity gepatchten GNOME-Bibliotheken läuft die Shell unte Ubuntu seit Jahren einfach nicht richtig rund.
Caffeine

Von Videoplayern ist man es ja gewohnt, dass während der Wiedergabe im Vollbild der Bildschirmschoner nicht anspringt. Öffnet man aber in Webseiten eingebettete Flash- oder HTML5-Videos, dann ist man permanent dabei das Anspringen des Screensavers mit einer kurzen Mausbewegung oder dem Drücken einer Taste zu unterbinden. Wer faul ist und das lieber wie gewohnt automatisiert, der greift daher zu Caffeine, das es auch als simple GNOME-Erweiterung gibt. Einfach Erweiterung aktivieren, und bei Webvideos bequem zurücklegen… Caffeine
Drop Down Terminal

Guake, Yakuake, Tilda… ordentliche Terminals ruft man per simplen Tastendruck auf, so dass sie vom oberen Bildschirmrand herabfallen, Quake lässt grüßen. Das ganze lässt sich in der GNOME Shell ohne extra zu installierendes Terminal umsetzen. Dazu braucht es nur die Installation des Drop Down Terminals, danach kann man mit der ^/°-Taste (über der Tabulator-Taste) das Terminal aufrufen. Die Taste lässt sich aber auch in den Einstellungen der Erweiterung anpassen… Drop Down Terminal
TopIcons

Einer der großen Kritikpunkte an der GNOME Shell ist, dass Icons von im Hintergrund aktiven Anwendungen wie Skype oder dem Dropbox-Client nicht mehr direkt sichtbar sind. Man muss erst mit der Maus ganz nach unten an den Bildschirmrand fahren und die Benachrichtigungsleiste öffnen, denn dort quartieren sich die Anwendungen nun ein. Mit TopIcons holt ihr die Anwendungen wieder nach oben ins Panel, so wie er es vom alten GNOME oder von Unity gewohnt seid… TopIcons
AppIndicator Support

Noch besser als die TopIcons ist die Erweiterung AppIndicator Support. Sie erlaubt es die von Ubuntu und Unity bekannten Indicator-Applets sauber in die GNOME Shell zu integrieren. So erscheint zum Beispiel das Dropbox-Icon nicht nur im oberen Panel, es integriert sich noch dazu vom Look her deutlich besser in die Shell. Allerdings ist die Erweiterung ziemlich zickig, unter Arch funktioniert sie etwa erst dann, wenn das eigentlich im Stich gelassene Paket libappindicator aus dem AUR installiert wurde. Trotzdem sollte ihr auf jeden Fall versuchen die Erweiterung zum Laufen zu bekommen… AppIndicator Support
Skype Integration

Skype bietet zwar eine halbwegs brauchbare Linux-Version seiner Anwendung an, allerdings hat man sich schon lange nicht mehr um die Integration in den Desktop gekümmert, die Erweiterung Skype Integration holt das für die GNOME Shell nach. Hat man die Erweiterung installiert und Skype ist geladen, erscheint ein Skype Icon im oberen Panel. Skype könnt ihr danach komplett in den Hintergrund schicken. Aus dem Panel heraus lässt sich nun der Status setzen, es lassen sich die letzten Chats öffnen und so auch Anrufe starten. Und möchte ihr während eines Skype-Gesprächs das Mikro kurz auf stumm stellen, so geht das mit der Erweiterung auch… Skype Integration
Weather

Keine gute Desktopumgebung kommt ohne ein Wetter-Ẁidget oder eine entsprechende Mini-App aus. Auch bei der GNOME Shell darf daher logischerweise eine ordentliche Wetter-Extension nicht fehlen. Von den Features ist eigentlich alles da, es lassen sich unterschiedliche Orte anlegen, es gibt eine Vorhersage über die nächsten Tage und neben reinen Wetterinfos noch Daten zu Sonnenauf- und Untergängen… Weather
Und ihr?
Nun seid ihr dran! Welche wirklich nützliche Erweiterungen habe ich in dieser kleinen Vorstellungsreihe verpasst? Welche darf bei euch nicht fehlen? Ich bin für jeden Hinweis in den Kommentaren glücklich 🙂





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