TEILEN
Mittwald: Webhosting. Einfach intelligent.

In vielen Foren habe ich in „Ich würde ja gerne Linux verwenden, aber aufgrund von $foobar muss ich sowieso Windows starten, dann lasse ich das mit Linux lieber gleich“-Threads gelesen, dass das Befüllen eines Navis mit POIs und/oder Updates problematisch ist. Obwohl in vielen Navigationsgeräten ein Linux-Kernel arbeitet, gibt es seitens der Hersteller so gut wie nie eine Client-Software für Linux. Von daher möchte ich zumindest die Besitzer eines TomTom-Navis auf die Java-Software jTomTom aufmerksam machen, damit könnt ihr euer TomTom-Navi auch unter Linux auf einem aktuellen Stand halten.

Laut der Beschreibung auf der Homepage kann jTomTom via GPSQuickFix Updates und POIs (wohl inklusive der Radarfallendatenbank) auf TomTom-Navis einspielen. Mangels Gerät und Erfahrung mit solchen Navigationsgeräten kann ich das allerdings nicht selber testen. Doch die Software wird bisher aktiv entwickelt (die letzte Änderung am Quellcode ist von gerade einmal gestern geschehen), somit sehe ich eigentlich keinen Grund dafür dass der freie TomTom-Update-Client für Linux ein totaler Ausfall sein könnte.

jTomTom in Aktion

Der größte Haken scheint wohl zu sein, dass das Programm bisher nur komplett in französischer Sprache läuft. Ohne ein am USB-Port angeschlossenes Navigationsgerät startet jTomTom leider nicht komplett. Ich sehe nur eine französische Fehlermeldung, doch eventuell lässt sich die Sprache später im Programm umstellen. [UPDATE 07.07.2010: Mittlerweile wurde das Programm vollständig ins Deutsche übersetzt. Übersetzungen in weitere Sprachen sind laut Aussagen des Entwicklers in Arbeit.] Wer an dem Programm Interesse hat, der kann es sich in jedem Fall einmal von der Sourceforge herunterladen, zum Ausführen braucht es nur Java auf eurem System. Kurz und schmerzlos bekommt Ihr jTomTom über…

$ wget http://downloads.sourceforge.net/project/jtomtom/jTomtom.jar
$ java -jar jTomtom.jar

…auf euren Rechner. Wie gesagt, ich besitze kein TomTom-Navi, von daher kann ich es nicht selber testen, aber vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen Linux-User Windows noch seltener zu starten.

35 KOMMENTARE