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Ein Raspberry Pi kommt ja bei vielen von euch als kleiner Server, als Mediacenter oder vielleicht sogar als stromsparender Desktop-Rechner im Ferienhäuschen zum Einsatz. Grenzen setzen eigentlich nur eure Phantasie oder die doch ein wenig begrenzten Rechenkapazitäten des RasPis. Daran ändert leider auch das ein wenig aufgebohrte und überarbeitete Raspberry Pi Model B+ nichts. Wer dennoch von einem alten Raspberry Pi auf den neuen RasPi B+ umsteigt, der steht nun vor dem Problem, dass das System von einer normalen SD-Karte auf eine Micro-SD-Karte umkopiert werden muss. Mit den richtigen Werkzeugen klappt das unter Linux und Windows eigentlich recht einfach.

Wer bereits ein Raspberry-Pi-Image auf eine SD-Speicherkarte gebannt und nicht den NOOBS-Weg gegangen ist, der hat als Windows-User wahrscheinlich den Win32 Disk Imager oder als Linuxer das Dd-Kommando verwendet, um die RasPi-Software auf die Speicherkarte zu schreiben. Für das Klonen einer bestehenden Installation könnten in der Theorie abermals beide Programme zum Einsatz kommen, allerdings klappt das in der Praxis nur für die Linux-Anwender.

Der Win32 Disk Imager kann zwar Abbilder von schon gefüllten Speichermedien erstellen, allerdings immer nur von einzelnen Partitionen. Da ein typisches RasPi-Linux sich jedoch über mehrere Partitionen erstreckt und auch noch ein Bootloader gesichert werden möchte, müssen sich Windows-Anwender einen anderen Weg zum Sichern und Zurückspielen des Raspberry-Pi-Images suchen.

Unter Windows schreibt ihr mit dem Win32 Disk Imager Raspberry-Images auf die Speicherkarte.
Unter Windows schreibt ihr mit dem Win32 Disk Imager Raspberry-Images auf die Speicherkarte.

Unter Windows bieten sich daher nun zwei Wege zum Kopieren und Sichern eines RasPi-Images an. Zum einen macht euch die Freeware Roadkil’s Disk Image die Arbeit dank einer recht simplen grafischen Oberfläche ziemlich einfach. Alternativ könnt ihr aber auch unter Windows das Linux-Kommando Dd dazu nutzen, Festplattenimages auszulesen und wieder neu auf ein Speichermedium zu schreiben. Zu letzterem greifen vor allen Dingen erfahrene Linux-Anwender, die auf ein so leistungsfähiges Tool wie Dd auch unter Windows nicht verzichten möchten.

Raspberry-Pi-Image unter Windows sichern

Roadkil’s Disk Image macht das Erstellen der Image-Datei eures Raspberry Pi sehr einfach. Ihr müsst lediglich die Software aus dem Internet herunterladen und in einem beliebigen Verzeichnis entpacken. Danach ruft ihr die DiskImage_1_6_WinAll.exe am besten mit administrativen Rechten auf — Klickt dazu im Dateimanager mit der rechten Maustaste auf die EXE-Datei und wählt dann als Administrator ausführen aus. Im Programm geht ihr in den Reiter Store Image, wählt das zu sichernde Laufwerk aus und gebt noch den Speicherort der Zieldatei vor.

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Die Nummer des zu sichernden Mediums leitet ihr entweder aus der Dateigröße ab, oder ihr schaut kurz in die Datenträgerverwaltung — das Ding müsste es ja auch nicht in aktuellen Windows-Versionen geben. Nach einem Klick auf Start legt das Disk-Image-Tool dann los, das Ergebnis landet am Ende als IMG-Datei auf der Festplatte. Zur Wiederherstellung der Sicherung auf einer neuen Speicherkarte nutzt ihr den Reiter Write Image und geht einfach umgekehrt vor — die neue Karte muss natürlich ausreichend Platz bieten.

Mit Roadkil's Disk Image sichert und die SD-Karte eures Raspberry Pis auf Festplatte.
Mit Roadkil’s Disk Image sichert und die SD-Karte eures Raspberry Pis auf Festplatte.
Die Computerverwaltung verrät, unter welcher Datenträgernummer die SD-Karte geführt wird.
Die Computerverwaltung verrät, unter welcher Datenträgernummer die SD-Karte geführt wird.

Linux-User, die zwischendurch mal auf einem Windows-System arbeiten müssen, können für diese Aufgabe auch auch zu Dd für Windows zurückgreifen. Die Syntax erinnert an die des Programms unter Linux, allerdings macht die Angabe der Pfade ein wenig mehr Mühe. Beim Pfad orientiert ihr euch am unten stehenden Beispiel, wobei ihr Laufwerks- und Partitionsnummer natürlich an die Ausgaben eurer Laufwerksverwaltung anpassen müsst. Die Nummer bekommt ihr abermals über die Datenträgerverwaltung. Ansonsten ist die Syntax von Dd für Windows identisch zum Original für Linux.

## Mit Dd unter Windows RasPi-Image sichern...
$ dd if=\\?\Device\Harddisk2 of=c:\temp\myimage.img bs=1M

## Mit Dd unter Windows RasPi-Image wiederherstellen...
$ dd if=c:\temp\myimage.img of=\\?\Device\Harddisk2 bs=1M

Raspberry-Pi-Image unter Linux sichern

Unter Linux müsste ihr euch nicht irgendwelche Tools besorgen. Das gute alte Dd reicht locker aus, um ein Image einer Raspberry-Pi-Karte zu erstellen und dies auf einer neuen Speicherkarte wiederherzustellen. Dazu braucht ihr allerdings als erstes die Device-ID der SD-Speicherkarte. Legt diese daher in einen an euren Rechner angeschlossenen Kartenleser und lasst euch mit lsblk die angeschlossenen Blockgeräte ausgeben. Über die Größe lässt sich das richtige Speichermedium dann wieder leicht erkennen, in meinem Fall muss ich also mit der sdd oder mit dem vollen Pfad /dev/sdd arbeiten.

$ lsblk
NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda 8:0 0 59,6G 0 disk
├─sda1 8:1 0 53,7G 0 part /
└─sda2 8:2 0 5,9G 0 part [SWAP]
sdb 8:16 0 596,2G 0 disk
└─sdb1 8:17 0 596,2G 0 part /home
sdd 8:48 1 7,4G 0 disk
├─sdd1 8:49 1 56M 0 part
└─sdd2 8:50 1 7,4G 0 part
sr0 11:0 1 1024M 0 rom

Das Sichern und Zurückspielen des Raspberry-Pi-Image mit Dd unter Linux funktioniert nun genauso, wie auch beim ersten Einspielen der Software. Den vorhin ermittelten Pfad zum Laufwerk übergebt ihr dem if-Schalter (Input File), das Ziel dementsprechend dem of-Schalter (Output File). Die Blockgröße von 1 MByte könnt ihr wie oben beim Windows-Beispiel setzen, ihr könnt sie aber auch weglassen.

Vor dem Zurückspielen der Image-Datei würde ich nochmal kurz mit Lsblk überprüfen, ob die neue Speicherkarte auch wirklich nach wie vor noch unter /dev/sdd zu erreichen ist. Das Sync am Ende sorgt dann abschließend dafür, dass sämtliche Zwischenspeicher auf Festplatten und sonstige Datenträger geschrieben und die Speicherkarte aus dem Kartenleser gezogen werden kann — Dies ist auch bei Dd nötig.

## Mit Dd unter Linux RasPi-Image sichern...
$ sudo dd if=/dev/sdd of=~/raspberry-pi.img

## Mit Dd unter Linux RasPi-Image wiederherstellen...
$ sudo dd if=~/raspberry-pi.img of=/dev/sdd
$ sync

Das größte Problem bei Dd ist, dass es keine Fortschrittsanzeige angezeigt bekommt. Dd arbeitet still vor sich hin, aber speziell bei größeren Speicherkarten wisst ihr nie, wann der Vorgang nun denn abgeschlossen ist und auch wirklich alles funktioniert. Als Tipp will ich euch daher empfehlen, ab und an aus einem zweiten Terminalfenster das Signal „-USR1“ an den Dd-Prozess zu schicken. Dieser gibt dann, ähnlich wie am Ende des Vorgangs, die bereits kopierte Datenmenge und die aktuelle Schreibgeschwindigkeit in MByte/s aus. Wenn gerade nur ein Dd-Prozess läuft, lässt sich das recht einfach in einem Befehl machen.

## Pkill-Kommando schickt USD1-Signal an Dd...
$ pkill -USR1 -x dd

## Dd im zweiten Terminal gibt Fortschritt aus...
$ sudo dd if=/dev/sdd of=~/raspberry-pi.img
6789345+0 Datensätze ein
6789344+0 Datensätze aus
3476144128 Bytes (3,5 GB) kopiert, 96,136 s, 36,2 MB/s
15523840+0 Datensätze ein
15523840+0 Datensätze aus
7948206080 Bytes (7,9 GB) kopiert, 217,592 s, 36,5 MB/s

Partitionsgröße der neuen Speicherkarte anpassen

Nun habt ihr euren RasPi vielleicht einmal ursprünglich mit einer 4-GByte-Speicherkarte aufgesetzt. Die Micro-SD-Karte für den Raspberry-Pi-B+ habt ihr allerdings aber nur mit einer Kapazität 8 oder gar mehr GByte bekommen. Würdet ihr jetzt einfach nur das Image der alten Speicherkarte zurückspielen und dann nichts weiter unternehmen, dann würdet ihr viel Speicherplatz verschwenden. Viele Raspberry-Pi-Distributionen bringen nun aber von Haus aus ein Tool mit, mit dem ihr die Ausnutzung des Speichers schnell optimieren könnt.

$ sudo raspi-config

Unter Raspbian und allen Distributionen, die wie etwa Raspbmc auf Raspbian aufsetzen, ruft ihr dazu Raspi-Config mit Root-Rechten auf. Dort wählt ihr dann direkt den ersten Punkt 1 Expand Filesystem aus. der Liste aus. Das Kommando schaut sich die aktuelle Verteilung der Partitionen an und vergrößerter dann automatisch die Root-Partition des Systems mit dem noch zur Verfügung stehenden freien Speicherplatz der größeren Speicherkarte.

Raspi-config lässt sich auch beim Tausch der Speicherkarte dazu benutzen, den Speicherplatz der SD-Karte komplett auszureizen.
Raspi-config lässt sich auch beim Tausch der Speicherkarte dazu benutzen, den Speicherplatz der SD-Karte komplett auszureizen.

Ähnliche Funktionen gibt es oft auch bei anderen Distributionen. Findet ihr sie nicht, oder bietet die von euch genutzte RasPi-Distribution sie tatsächlich nicht an — OpenELEC wäre hier so ein Fall — dann greift ihr am besten zum bewährten Partitionswerkzeug Gparted. Linux-Anwender bekommen das Programm selbstverständlich über die Paketverwaltung ihrer Distribution. Wer mit Windows unterwegs ist, der holt sich am besten das Image der Gparted-Live-CD, bannt dieses auf einen USB-Stick und bootet dann seinen Rechner mit dem Gparted-Linux — dabei geht euch euer Windows nicht verloren.

Zum Ändern der Partitionsgrößen legt ihr wie üblich die Speicherkarte in den Kartenleser und wählt die SD-Speicherkarte rechts oben über die Dropdown-Box oder über das Menü und Gparted | Laufwerke aus. Anschließend tippt ihr die Datenpartition an und sucht aus dem Kontextmenü den Punkt Größe ändern/Verschieben heraus. Daraufhin packt ihr die rechte Kante des Speicherbereichs an und zieht die Fläche komplett nach rechts, sodass der anschließende freie Speicherplatz 0 MiByte beträgt. Anschließend schreibt ihr dann mit Bearbeiten | Alle Operationen ausführen oder über den grünen Haken die Änderungen auf die Karte.

Mit Gparted könnt ihr die Größe jeder Partition ohne Datenverluste ändern.
Mit Gparted könnt ihr die Größe jeder Partition ohne Datenverluste ändern.
Zieht die Größe der Datenpartition auf der neuen SD-Karte komplett groß.
Zieht die Größe der Datenpartition auf der neuen SD-Karte komplett groß.

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28 KOMMENTARE

  1. Also ich hatte letztens mit dem Win32 Disk Imager unter Windows 7 keine Probleme von einer MicroSD-Card ein Image zu ziehen und dieses auf einer anderen zu restoren… der PI ließ sich anschließend anstandslos booten…

    • @David
      und wie stellst Du Dir folgendes Szenario vor:
      ich habe einen Asterisk-Server auf einem Raspberry PI installiert.
      Nun da ich kein vertrauen auf SD-karten habe, habe ich alles auf einer festplatte installiert, die 500 GB groß ist.
      jetzt erkläre mir doch mal bitte, wie ich eine Datei, die 500 GB groß ist, auf eine SD-Karte packen soll, die gerade mal 8GB groß ist.
      ich bin auf Deine Antwort gespannt 🙂
      Bitte erkläre mir, wie ich das mit dem Win32 Disk imager machen soll!

  2. Der Fortschritt des Kopiervorganges kann aber leicht auch mittels pv dargestellt werden.

    dd if=/dev/sdX | pv | dd of=/pfad/zur/datei

    Desweiteren lässt sich das Image noch komprimieren um, fals es auch als Sicherung gespeichert bleiben soll, ein bisschen Platz zu sparen.

    sudo dd if=/dev/sdX | pv |gzip > /pfad/zur/datei.img.gz

    Sollte man eine größere Karte auf eine kleinere überspielen wollen, vorausgesetzt der belegte Platz ist nicht schon größer als die neue (kleinere Karte) so kann man den Rest einfach abschneiden.

    sudo dd if=/dev/sdX bs=1M count=1234  | pv | gzip > /pfad/zur/datei.img.gz

    Ersetet 1234 durch die Größe in Megabyte

  3. Das ist mal eine sehr gute Anleitung, ich habe im Zusammenhang mit dem Pi in den letzten Tagen so viele Anleitungen gelesen und immer wieder werden Details weggelassen. Hiermit funktioniert es auf Anhieb, auch ohne IT-Studium habe ich es geschafft.
    Ich habe die Sicherung unter Windows ausgeführt!

    Vielen Dank!

  4. Super Anleitung!
    Eine Frage hab ich noch: Kann ein mit dem Raspberry B erstelltes Image auch auf dem aktuellen Raspberry 2 verwendet werden?

    • Hallo Al, kommt drauf an, wann du das Image aktualisiert hast. Im Zweifel lässt du auf dem alten System (also auf dem RasPi der ersten Generation) folgendes laufen:

      $ sudo apt-get update
      $ sudo apt-get dist-upgrade
      $ sudo apt-get install rpi-update
      $ sudo rpi-update
      $ sudo halt

      Danach solltest du mit der selben Speicherkarte auch einen RasPi2 booten können. //PS: Das hier gilt nur für Raspian, andere Raspi-Images lassen sich nicht so leicht umstellen. Ein OpenELEC müsstest du bspw. neu aufsetzen.

      Grüße
      Christoph

  5. Hallo,

    ich wollte die SD card meines RPIs mittels DiskImage_1_6_WinAll.exe klonen. Die Orginal SD enhält eine Boot Partition von 56 MB Größe und eine 7,8 GB Partition mit den Daten, etc. Die geklonte SD enthält aber keine Boot Partition mehr und ist auch nicht lauffähig.
    Was mache ich da falsch?

    lg

    Alex

  6. Hallo, sehr interessanter Artikel, danke dafür !

    Besteht eigentlich auch eine Möglichkeit, die „eingesteckte“ SD Card ohne sie auszubauen mit einem neuen Image zu überschreiben ? Ich habe den Pi fest in einem Gehäuse verbaut, LAN und USB Stecker sind erreichbar. Wenn ich nun einen USB-Card-Reader mit dem „neuen“ Image auf einer SD Card anstecke, kann ich die eingebaute Card (im laufenden Betrieb !) mit dd überschreiben?

    Damit würde ich mir das „Aufschrauben“ und entfernen der winzigen Karte im Felde ersparen und kann von aussen ein Komplett-Update durchführen …

    Für Tipps bin ich sehr dankbar 🙂

  7. Hi, müsste es unter „Raspberry-Pi-Image unter Linux sichern“ statt
    ## Mit Dd unter Windows RasPi-Image sichern…
    ## Mit Dd unter Windows RasPi-Image wiederherstellen…
    nicht
    ## Mit Dd unter Linux RasPi-Image sichern…
    ## Mit Dd unter Linux RasPi-Image wiederherstellen…
    heißen?

    • Hehe, ja, das seh ich auch so 🙂
      Rest sieht richtig aus. Also Devices und Pfadangaben.
      Ich habe bei mir MINGW/MSYS installiert auf windows – der bringt auch einen „DD“ mit. interessant wäre mal zu Testen ob es da Geschwindigkeitsunterschiede gibt.
      Flaschenhals sind aber wohl die Interfaces. Ich erreiche die Angaben auf den Karten leider nie.

  8. Ich hab über Google hier her gefunden, weil ich eine Möglichkeit suche, ein optimiertes Image zu erstellen, das man auch Kollegen zum Download anbieten kann.
    Das aktuelle Jessi ist nun ja leider so gepackt, dass es „mal eben gerade nichtmehr“ auf eine der reichlich vorhandenen alten 4GB-Karten passt.
    Habs mir auf ne 16er geflasht und Zeug wie wolfram-alpha und Libre-Office runtergelöscht. Das brauche ich einfach nicht in einem Webradio und das Image würde wieder ganz wunderbar auf 4GB passen.
    Heisst: Ich bin auf der Suche nach den notwendigen Tools, um die beiden Partitionen in der Kleinstmöglichen Version in ein IMG zu kopieren.

  9. Soooo – nun will ich euch nicht vorenthalten, was ich zu dem Thema noch gefunden habe.
    Didi, das Clonezilla ist sicher DER Tipp überhaupt wenn es darum geht Speicherkarten zu clonen oder zu backuppen! Muss mal noch Testen ob das auch mit SD-Karten aus dem Smartphone klappt – aber für den PI ist das genial.
    Ein liebevoll eingerichtetes System ist schnell zerschossen – oder man hat gerade SD-Mangel und benutzt eine der PI-SD für etwas anderes… Schön wenn man ein Backup hat.
    Hab mir das Clonezilla auf nen USB-Stick geflasht, von dem mein Notebook ruckzuck bootet.
    Aaaaber: Die Backups sind nur mit Clonezilla wieder herstellbar. Es ist nicht möglich damit ein .ISO herzustellen mit dem jemand Fremder sich mal eben ne Karte (wie gewohnt) flashen kann.
    DAZU hab ich aber Folgendes gefunden – mal noch als kleinen Tipp vielleicht für alle die auf ähnlichem Wege wie ich, auf der Suche nach der Lösung hier her finden:
    https://blog.kmp.or.at/2012/05/build-your-own-raspberry-pi-image/

    • Hi, ja, ich ging davon aus, dass derjenige, der das Abbild wiederherstellen möchte, ebenfalls Clonezilla einsetzt. Danke für den Hinweis auf das weitere Verfahren. Ich habe meinen Blogbeitrag dahingehend ergänzt.

      • Ja, wenn man sich auf clonezilla einigt, ist es bislang echt das coolste. Packt die Backups auf Wunsch auch gleich noch in ein zip, bz2, 7z .
        Irgendwie hab ich mich jetzt aber drauf eingeschossen, ein ISO zu wollen, das ich auch mit dd, poweriso auf win oder anderen tools flashen kann.
        Das Script das ich da ausgegeben hab wars leider auch nicht – das erstellt kein backup von ner SD sondern ein jungfräuliches plain image.
        Ich schätze ich spiele mal noch mit den von clonezilla benutzten tools wie “partclone“ (oder war es clonepart?) Vermutlich ne ganz simple Geschichte.
        Die erste Partition mit den Kernel kann ja 1 zu 1 kopiert werden. Nur die ext-Partition muss FILE-Weise kopiert werden, dass das Ergebnis nicht Größer wird als die Summe der Dateien. Auf volle Grösse bläst ja der raspi-config die Partition dann wieder auf.

  10. Wie mache ich es denn Umgekehrt.

    Ich habe eine 32GB SD Karte. Will aber jetzt alles auf DVD sichern, weil nur 3GB belegt sind??

    Das Image ist natürlich dann auch 32GB und nicht nur 3GB

  11. Hallo zusammen,
    Danke sehr für Eure zahlreichen Tipps zu diesem Thema 🙂
    Trotzdem möchte ich um kurze Mithilfe bitten…
    Ich habe mir 5 identische SD-Karten von Kingston mit 16 GB gekauft und möchte eine Jessie-Installation sichern und auf eine Backup-SD übertragen.
    Win32DiskImager sichert das Img, aber beim Schreiben auf eine neu formatierte Karte kommt halt der Fehler Speicherplatz reicht nicht (oder so). Trotz gleicher Karten.
    Anmerkung: im -config hatte ich die Partition auf die ganze SD-Karte vergrößert.
    Muß ich trotz gleicher Karten die ganze Geschichte mit dem Partition verkleinern (gparted etc.) durchziehen?
    Mache ich mit dem Formatieren Fehler? Den SDFormatter V4.0 setze ich schon ein.

    Zusatz: das RoadKil Tool schreibt das Image zwar, bricht am Ende ab und die Karte ist nicht bootfähig.
    Tausend Dank im Voraus
    Ulli

    • Hi Ulli, ich traue dd mehr als allen anderen Tools. Hast du mal die Windows-Version von Dd probiert oder mal ein Linux (bspw. Ubuntu) von einem USB-Stick gestartet und dort per Dd versucht die Karte zu duplizieren? Grüße, Christoph.

      • Hallo Christoph,
        Danke für den Tipp… bin gerade in einer „steilen Lernkurve“ 😉 und habe sooo viel gelesen dazu 🙁 🙂
        Das Win-DD habe ich noch nicht probiert; kommt heute abend. Das DD unter Raspbian probiere ich auch mal bzw. das „gdiskdump“.
        Die Idee mit der Verkleinerung der Partition (gparted oder parted) hört sich auch vielversprechend an.
        „Eigentlich“ wollte ich sooo tief nicht einsteigen durch meine Auswahl von identischen Karten, aber sei’s drum 😉
        Danke! und Viele Grüße
        Ulli

        • Hallo zusammen,
          Zusatz von „eben“…:

          die oben erwähnten 5 gleichen Karten waren sooo identisch doch nicht – nur auf eine der vier übrigen Karten konnte ich kein Image kopieren (per Win32DiskImager). Die anderen drei Kopien, sowohl mit Win32DiskImager wie auch mit USB-Image-Tool, sind völlig in Ordnung und auch die fdisk-Partitionsangeben sind gleich.
          Habe mir daraufhin noch 4 weitere Karten gekauft und löse das Problem mittels dieses Workarounds.
          DANKE sehr
          Ulli

  12. Also dieses Clonezilla ist schon echt der Hammer auch was die Geschwindigkeit anbelangt. Ich würde es aber lediglich für BACKUPS empfehlen. Es generiert nette kleine Images, aus denen sich dann die Originalkarte wieder herstellen lässt.

    Das große Problem – jedenfalls für mich – entstand wie bei dem „Ulli“ mit Doppel-L (wir sind weder Verwandt noch verschwägert) sobald die SD-Karte „erweitert“ worden ist, Der Inhalt aber auf eine KLEINERE SD-Karte gespielt werden soll. Daran ist dann letztendlich auch Clonezilla gescheitert: Die Karte wäre zu klein… Obwohl es von der reinen Datengröße dicke gereicht hätte.
    Das was ich wirklich wollte hab ich dann letztendlich nur komplett zu Fuß geschafft. Also Karte am Notebook gemountet, manuell partitioniert und die Daten auf die neue – kleinere d’raufgezogen.
    Also erst geschaut wieviel Platz die Daten in Anspruch nehmen, dann die Partition erstellt und mit nem freundlichen cp -a den ganzen Schrammel drauf kopiert.
    Lässt sich dann am RASPI wieder erweitern.
    Wollte es nicht glauben, dass ich echt nichts Fertiges finde, mit dem das auf klick funktioniert.

    • Am einfachsten ist es mit den kostenlosen Version von EASUS Partion Master – da könnt ihr eure SD-Karten einfach auf andere Medien kopieren (Festplattenkopie) und gleichzeitig die Partionsgröße anpassen (bei Bedarf, ansonsten bleibt sie 1:1).
      Ich brauche sowas auf Masse und Clonezilla finde ich da schon zu umständlich, vorallem da ich unter Windows arbeite.
      Project ThinClient: http://rpitc.blogspot.de/
      für RasperryPi3: https://forum.armtc.net/showthread.php?tid=1814 und hier
      https://forum.armtc.net/showthread.php?tid=1800

      Viel Spass.

  13. Das Problem ist dass man auf diese Art das Backup immer manuell vornehmen muss. Das finde ich nervig und kann man auch mal vergessen. Deshalb bevorzuge ich ein automatischen Backup welches die Raspi per Cron selbst inititiert. Deshalb benutze ich raspiBackup 🙂

  14. Hallo, erstmal DANKE für Deine wertvollen Tipps hier.
    An den DD BEfehl würde ich jedoch nun noch status=progress anhängen , damit man wenigsten ungefähr weiss das etwas passiert 😉 .

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