Ein Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT
Das eigene PC-Helpdesk
Dieser Beitrag wurde vor mehr als sechs Monaten veröffentlicht. Bedenke bitte, dass die hier angebotene Information nicht mehr aktuell und gültig sein könnte. Informiere dich daher bitte auch an anderer Stelle über dieses Thema. Sollten sich neue Informationen ergeben haben, so kannst du mich auch gerne auf diese über einen Kommentar hinweisen. Vielen Dank!”Computer-affine” Menschen kennen die Situation sicherlich. Zur unpassendensten Zeit klingelt das Telefon und (Familienangehöriger, Freund, Bekannter, Kollege…) hat ein Computerproblem, das sich nicht lösen lässt… Nett wie man meist ist versucht man zu helfen.
Allerdings lassen sich viele Computerprobleme nicht oder nur schlecht über das Telefon lösen, ein direkter Blick auf den Rechner würde die Problemlösung wahrscheinlich deutlich beschleunigen. Ein klarer Fall für VNC, doch was macht man wenn – wie heutzutage üblich – das NAT eines Hardware-Routers im Weg steht? Jemandem die Einrichtung einer Portweiterleitung auf einem unbekannten DSL-Router über das Telefon zu erklären ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Die Lösung dazu nennt man “Reverse-VNC”, dabei baut der VNC-Server zu einem VNC-Client, der im “Listen”-Modus gestartet wurde, aktiv eine Verbindung auf. Auf der Serverseite ist somit keine Portweiterleitung mehr nötig, diese ist nun auf der Seite des Clients – sollte man selber hinter einem Router sitzen – Pflicht. So umgeht man das einrichten einer Portweiterleitung beim “Kunden”.

Von xkcd.com lizensiert unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 License.
Falls jemand diesen Artikel über eine Suchmaschine finden sollte noch ein Hinweis vorweg. Ich bin ein Linux-Mensch. Daher behandelt der Artikel zwar auch Hilfesuchende mit Windows-Systemen. Der Rest zielt jedoch auf Linux ab. Sicherlich ist der Spaß auch unter Windows zu realisieren, doch dazu müsst ihr woanders nach Informationen suchen…
Die c’t hat dem Thema letztes Jahr einen recht ausführlichen Artikel gewidmet, allerdings gibt es ein paar Stolpersteine, die es zum Umgehen gilt. Dazu ein paar Tipps.
Was braucht man?
Portweiterleitung
Sollte man selber hinter einem Router sitzen, so muss man einen Port vom Router auf den eigenen Rechner weiterleiten. Üblicherweise ist dies für VNC der Port 5500.
DynDNS-Adresse
Im Laufe dieses Artikels muss die eigene Internet-IP in einem Programm fest verdrahtet werden. Da die meisten DSL-Anbieter jedoch nach 24h die Einwahlverbindung trennen und beim erneuten Aufbau der Verbindung eine neue IP zugewiesen wird, macht es wenig Sinn eine IP einzutragen.
Dies lässt sich mit so genannten DynDNS-Anbietern umgehen. Diese – meist kostenlosen – Dienstleister verknüpfen die eigene Internet-IP mit einem Domainnamen. Ein kleines Programm auf dem eigenen Rechner (oder dem DSL-Router) aktualisiert die IP nach einem Wechsel beim DynDNS-Provider. Dadurch ist der eigene Rechner immer unter einer festen URL zu erreichen. Weitere Infos finden sich beispielsweise hier im Wiki von ubuntuusers.de.
Der “One-Click” VNC-Server
Das alles war bislang nur “Vorspiel”. Nun geht es darum einen speziell angepassten VNC-Server zu erstellen bzw. den VNC-Server unseres Kunden mit den passenden Optionen zu starten. Um es dem Kunden so leicht wie möglich zu machen, wird ein VNC-Server erstellt, der einfach nur ausgeführt werden muss. Der Hilfesuchende muss rein gar nichts einstellen.
Windows/MacOS X
uVNC bietet dafür den PCHelpWare VNC-Server an. Allerdings muss man diesen von Hand über Konfigurationsdateien anpassen. Aufgrund der schlechten Dokumentation ein etwas mühseliges Unterfangen.
Praktischer ist ein Webtool der c’t. Hier müssen nur die eigene DynDNS-Adresse und ein paar erklärende Text eingefügt werden und mit einem Click erzeugt man den Server. Die generierte .exe Datei kann man dem Hilfesuchenden zukommen lassen.

Die ct bietet einen wunderbaren Service an. Mit nur einem Klick kann man einen Helpdesk-VNC Server für Windows und MacOS X erstellen.
Ist die Datei beim Kunden angekommen, so muss die .exe einfach nur über einen Doppelklick ausgeführt werden. Über einen weiteren Doppelklick auf die Verbindung wird die VNC-Verbindung aufgebaut. Allerdings muss dazu erst der eigene VNC-Client in dem “listen”-Modus gestartet werden, dazu gleich mehr. Der Server muss weder installiert, noch konfiguriert noch – nach Gebrauch und hoffentlich erfolgreicher Problemlösung – deinstalliert werden. Einfach die .exe Datei löschen reicht.
Hinweis: So gut wie jeder Virenscanner meldet bei solchen VNC-Server einen Trojaner. Klar, die Technik wird eben auch von den “Bösen” angewendet. Daher ist es praktisch unmöglich die .exe per Email zu verschicken. Alle großen Email-Anbieter (ich habe web.de, GMX und Google Mail getestet) filtern das Attachment raus. Daher stellt man den VNC-Server am besten über einen Webserver zur Verfügung und verschickt nur die URL zur Datei.

Der One-Click VNC-Server auf Windows XP. Der Hilfesuchende muss das Programm nur starten und die VNC-Verbindung dann über einen Doppelklick initialisieren. Mehr ist auf der Seite eurer Kunden nicht nötig.
Nun zum ersten Stolperstein. Der PCHelpWare VNC-Server arbeitet nur mit der Version 3.3 des VNC-Protokolls, die VNC-Client Programme von Linux jedoch nur mit der Version 4. Startet man also ein VNC-Viewer im Listen Modus, so sieht man außer
$ xtightvncviewer -listen 9500 -encodings "hextile copyrect" xtightvncviewer -listen: Listening on port 15000 xtightvncviewer -listen: Command line errors are not reported until a connection comes in. Connected to RFB server, using protocol version 3.8
nichts. Der Desktop des entfernten Rechners erscheint nicht auf dem eigenen Bildschirm. Die Optionen -encodings “hextile copyrect” sollen angeblich helfen das Problem zu lösen, doch ich kann keine Besserung feststellen.
Die Lösung besteht aus der Installation einer vorkompilierten Version des RealVNC Viewers. Pakete und Archive für Linux lassen sich von hier nach einer Registrierung herunterladen. Hinter den Einträgen von
- VNC Enterprise Edition for Linux (x86), für 32-bit Linuxe
- VNC Enterprise Edition for Linux (x64), für 64-bit Linuxe
findet man Links zu einem “Debian Package”, das sich bequem in Ubuntu oder Debian installieren lässt. Allerdings beinhaltet das Paket den Server wie auch den Client. Alternativ kann man sich nur den Client als .tar.gz Archiv herunterladen.
- VNC Enterprise Edition Viewer for Linux (x86), für 32-bit Linuxe
- VNC Enterprise Edition Viewer for Linux (x64), für 64-bit Linuxe
Sollte man sich für das .deb Paket aus Client und Server entschieden haben, so kann man nun den Viewer über
$ vncviewer -listen 5500 -Protocol3.3
starten. Die Option -Protocol3.3 sagt dem Client dass das ältere Protokoll genutzt werden soll. Sollte man den reinen Client gewählt haben, so gilt das das Archiv zu entpacken, das Binary ausführbar zu machen und den Client dann zu starten
$ gunzip vnc-E4_4_3-x64_linux_viewer.gz $ chmod +x vnc-E4_4_3-x64_linux_viewer $ ./vnc-E4_4_3-x64_linux_viewer -listen 5500 -Protocol3.3
Von nun an können Hilfesuchende (Windows-User) uns mit ihren Fragen quälen. Solange ihr Internetzugang funktioniert bekommen sie den Client per Download von meinem Webserver, ich starte meinen VNC-Client und schon sehe ich ihren Desktop.
Linux
Tja fehlt nur noch Linux als System. Hier muss man nicht lange Frickeln. Linux bringt von Haus aus alles mit. Wichtig ist nur die Installation des x11vnc-Servers. Danach muss der Kunde nur ein Kommando ausführen.
$ sudo apt-get install x11vnc $ x11vnc -connect dyndns.example.com
und der Helfer vorher seinen VNC-Client im Listen-Modus gestartet haben.
$ vncviewer -listen
Und schon sieht man seinen Desktop. Die Portweiterleitung und der Einsatz von DynDNS sind natürlich nach wie vor nötig. Viel Spaß mit dem höchstpersönlichen Helpdesk.
Noch ein Disclaimer: Natürlich gibt es kommerzielle Dienste wie TeamViewer und Co. die einen ähnlichen Service anbieten. Mir persönlich sind diese Dienste nicht sympatisch bzw. ich halte sie nicht für nötig. Mit dem “One-Click” VNC-Server lässt sich das Thema ohne einen kommerziellen Dienst mit den Bordmitteln eines Linux lösen. Und Hilfesuchende mit Linux haben eh alles an Bord…
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| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Christoph am 9. Januar 2009 um 02:43 veröffentlicht und unter GNU/Linux abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |



















vor 1 Jahr
w00t!
Ich glaube es ja gar nicht. Seit gestern bin ich genau an der gleichen Sache dran. Habe den ganzen Tag damit verbracht mich in die Thematik einzulesen (unter anderem auch den von dir verlinkten Heise-Artikel). Heute wollte ich mich dann an die Arbeit machen und die nötige Software zusammensuchen und zu testen. Aber das kann ich mir jetzt scheinbar sparen.
Ich werde heute Nachmittag oder morgen mal schauen ob das bei mir alles so reibungslos klappt.
Auf jeden Fall schonmal sauberer Artikel.
vor 1 Jahr
Klasse Beitrag, werde ich sicher mal gut gebrauchen können, vielen Dank!
vor 1 Jahr
Hmm, das ist ja mal wieder genial von dir. Die Technik verwende ich schon ewig, aber das geile Tool von heise ist mir mal wieder nicht aufgefallen. Spart einem doch einiges an Arbeit und man muss nicht will Sachen Up & Downloaden nur für ein Remote Admin Tool!
mfg Betz Stefan
vor 1 Jahr
Prima Beitrag!
Unter Linux geht es auch per GUI mit dem Tool gitso (http://code.google.com/p/gitso/). Das macht im Prinzip das Gleiche wie im Abschnitt Linux beschrieben, nur halt per Mausklick statt Kommandozeile.
Cheers,
Steffen
vor 1 Jahr
gitso ist sogar plattform-übergreifen verfügbar. Allerdings ist es noch in einer frühen Entwicklungsphase…
vor 1 Jahr
Ich nutze auch Gitso um Support für die ganzen Linux-Clients im Bekanntenkreis zu geben. Das läuft sehr gut!
vor 1 Jahr
Ausgezeichnet, vielen Dank!
Hätte ich gestern gut gebrauchen können
vor 1 Jahr
Sehr interessant. Danke! Wie realisiert man den listen-Modus, wenn man vorher die IP des Anfragenden sich geben lässt? Ich denke, dass man diesem einen Link zu einer whois-Seite senden kann und dieser mir die aktuelle dynamische IP kurz schreiben kann.
Zweite Frage: Ist es schon möglich, die bei ubuntu vorinstallierten Fernwartungstools (System > Einstellungen > Entfernter Desktop) im listen-Modus zu betreiben oder gibt es eine aktuellere Version davon, mit der dies geht?
Danke sehr!
vor 1 Jahr
@Pete
Punkt1: Du musst DEINE IP dem Hilfesuchenden schicken. Er verbindet sich dann via “$ x11vnc -connect 123.123.123.123″… zu deinem Rechner. Die IP des Hilfesuchenden interessiert nicht. Das ist ja der Witz an der Sache, dass die Verbindung vom Server zum Client aufgebaut wird. Sonst könntest du dir ja gleich die Sache sparen
Punkt2: Wieder falsch verstanden, “System > Einstellungen > Entfernter Desktop” startet den VNC-Server vino. Nicht der Server, sondern der Client wird im “listen”-Modus gestartet. Vino kann keine Reverse-VNC Verbindungen aufbauen.
vor 1 Jahr
Hallo Chris! Kennst Du http://www.teamviewer.com/de/index.aspx ? Einfach auf Deiner und der Gegenseite auf “Kundenmodul starten” klicken und sich verbinden. Geht durch sämtliche Ports durch, man muss am Router nichts einstellen und ist für umme. Funktioniert mit Win und Mac. Liebe Grüße, Flo
vor 1 Jahr
Hallo Flo, schau dir mal den letzten Absatz des Artikels an
vor 1 Jahr
Shit: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
vor 1 Jahr
Werden die Daten dann nicht unverschlüsselt durch Web geschickt?
Ein verschlüsselter Tunnel würde die ganze Sache wohl verkomplizieren, wäre aber wohl sicherer, oder?
vor 1 Jahr
Danke an Christoph für den Fingerzeig auf reverse VNC und die Anderen für den Tip mit gitso. Lösung für ausreichend befunden und aktuell ca 1000,- Euro Lizenzkosten gespart.
vor 1 Jahr
@LinuxHobby
Eine Verschlüsselung erachte ich für diesen Einsatz nicht für nötig. Der Dienst läuft ja nur, wenn der User seinen VNC-Server startet. Ist die Verbindung aktiv, kann sich kein zweiter Draufsetzen und die Verbindung wird ja permanent von zwei Augen überwacht.
@fnumatic
Gerne doch. Die Rechnung für das Consulting kommt in ein paar Tagen zu Euch ins Haus
vor 1 Jahr
hallo christoph
vielen dank für diesen artikel. hat mich einiges an nerven und wegeskosten gespart. ein kleines problemchen hab ich noch.
ich sehe nicht den kompletten desktop vom anderen nicht. mein gegenüber hat ubuntu, nun kann ich bei ihm nicht das untere panel sehen. also kann ich nicht auf ein anderes fenster gehen, oder geschweige denn auf eine andere arbeitsfläche. wie stell ich das an, das ich alles sehen kann?
vor 1 Jahr
@eisbaer,
wahrscheinlich fährt der ferngesteuerte Desktop eine höhere Auflösung als dein Rechner. Somit passt der “andere” Desktop einfach nicht auf deinen Bildschirm. Der vncviewer besitzt leider keine Option um das Bild zu skalieren. Ich würde den “Kunden” bitten die Auflösung runterzusetzen.
vor 1 Jahr
ne, es ist genau umgekehrt.
ich hab ein 22 zoll monitor und mein
gegenüber ein 18 zoll.
werd dann mal versuchen, seine auflösung höher zu setzen.
vielen dank für die antwort.
vor 1 Jahr
Wow, von diesem Ansatz hatte ich noch nie gehoert. Die Idee ist aber genial.
Muesste gitso sich nicht so anpassen lassen, dass es so arbeitet wie das ct Tool? (Also komplett ohne Eingabe) Jeder Tastendruck den der Hilfesuchende nicht machen muss, spart Nerven beim Supporter. ^^
vor 1 Jahr
Ziemlich spät aber trotzdem danke. Setze deinen Artikel gerade beim ersten Hilfesuchenden um und läuft wie geschmiert
vor 1 Jahr
Toller Beitrag, klappt auch gut.
Ich habe ein wenig weiter gestrickt und habe es hinbekommen, mit einem schwachbrüstigen vServer (unter 10 Euro/Monat) sowohl den Hilfesuchenden als auch den Helpdesker von Port-Freigaben zu lösen (Internetcafe oder Urlaub). Außerdem ist das ganze ssh-verschlüsselt.
Da der Text hier nicht hinpasst, einfach ein Link:
http://forum.ubuntuusers.de/post/1926256/
Danke für die ursprüngliche Idee!
vor 1 Jahr
she schöner Beitrag… per g00gle gefunden und direkt ausprobiert
lief 100% zwischen Ubuntu 9 und Ubuntu 9 
danke für so einen Beitrag!
vor 1 Jahr
Super Tipp! Vielen Dank! Die Enterprise Edition des vncviewers (-protokol3.3) hat letztendlich bei meinem aktuell installierten Ubuntu JJ geholfen. Zuvor auf der alten HH Installation hatte es nämlich noch anstandslos mit dem vncviewer aus der Repository funktioniert (-encodings “hextile copyrect”).
vor 1 Jahr
Auch von mir ein dickes DANKÖÖÖÖ !!!
Dein Blog hat Klasse !
Gruss Mike
vor 1 Jahr
Klasse Anleitung und hilft mir bei der Hilfe! Danke.
vor 1 Jahr
Wirklich eine tolle Lösung! Habe bisher mit einer VNC-Lösung auf Seiten des Kunden gearbeitet, was gerade bei wirklich “hilfsbedürftigen” Kunden schon eine zu hohe Hürde war. Die Einfachheit auf Kundenseite überzeugt nun wirklich.
vor 10 Monaten
Etwas spät, aber dein Artikel verdient trotzdem ein großes Lob! So etwas habe ich schon länger gesucht und es funktioniert wunderbar.
vor 9 Monaten
Kann mir jemand einen Tipp geben, wie das OHNE Router geht? Zum Beispiel, welchen Port ich da angeben muss. Im Moment passiert nämlich nichts (bis auf kurze Programminfo im Terminal) – nicht mal eine Fehlermeldung – wenn ich vncviewer -listen 5500 -Protocol3.3 ausführe.
vor 9 Monaten
Hallo Felix, was meinst du mit “ohne Router”. Hängen beide Rechner direkt am DSL-Modem bzw. Internet? Beim Aufruf von vncviewer passiert auch erstmal nicht viel. Erst wenn der Kontakt seinen VNC-Server startet und sich zu dir verbindet, erscheint etwas.
vor 9 Monaten
Hi Christoph,
ich gehe über ein Modem ins Internet, der andere PC über einen Router (aber das sollte doch soweit ich das verstanden habe egal sein).
vor 6 Monaten
Bei mir hat’s gut geklappt! Danke für den Beitrag!
Ich habe beim Ausprobieren jedoch ein Problem entdeckt:
Mein “Gegenüber” hat einen 19-Zoll-Bildschirm, ich habe einen 15-Zoll-Bildschirm (4:3). Ich muss bei mir (als “Helfer”) in “ihrem” Bild im VNC-Viewer scrollen. Wäre kein Problem, kann ich gut mit leben. Leider geht dies nur einmal nach rechts bzw. nach unten (per Klick auf “ihre” Scrollbar). Nach links oder oben komme ich aber dann nicht mehr zurück. Gerade die Funktion “nach links scrollen” wäre natürlich dringend nötig.
Ist das ein Fehler im Programm? Lässt sich dieser beheben, oder wird er in zukünftigen Versionen behoben? Kann man das irgendwie einstellen?
In der Hilfe (x11vnc -help) habe ich dazu nichts gefunden; im Internet auch nicht.
vor 6 Monaten
Viesel, das ist kein Bug sondern ein Feature
Scrollen ist mit Linksklick in die eine und Rechtsklick in die andere Richtung möglich. Die “Scrollbalken” sind ein bisschen Legacy…
vor 5 Monaten
Dateiübertragungen sind aber nicht möglich oder ? Mit Netviewer unter Windows z. B. kann ich Dateien hin und her kopieren. Lässt sich das auch mit dieser OneKlick VNC Geschichte machen ? Hab dazu nichts gefunden.
Ansonsten… klasse !
vor 5 Monaten
Hallo Amigotux, du könntest ja RealVNC verwenden, dort kannst du Dateien auch über VNC transferieren, ist aber für den kommerziellen Einsatz nicht kostenlos.
vor 4 Monaten
Hi.. meine one-click VNC-Loesung sieht etwas anders (und sicherer) aus, denke ich
Ich habe auf meinem lokalen Rechner einen Benutzer “remote-help” angelegt und diesem eine sleepshell [1] verpasst. Das Nutzerverzeichnis ist komplett leer geraeumt bis aus das .ssh-Verzeichnis. Dort habe ich den public-key eines vorher erstellten ssh-schluesselpaares in die authorized_keys eingetragen. Das ist die Vorbereitung fuer die Supporter-Seite.
Und fuer die client-Seite (als bsp. Windows):
In einer Batch-Datei oeffne ich mit plink (putty) eine Verbindung zu meinem Rechner und leite Port 5900 auf port 23900 (z.B.) auf meinem Rechner weiter. Dann starte UltraVNC (Konfiguration per .ini festgelegt). Das ganze packe ich in eine .7z-Datei, mach sie ausfuehrbar (.exe) und sorge dafuer, dass die .exe einfach nach %TEMP% entpackt und die batch-Datei startet.
In der Praxis:
Den Hilfesuchenden schicke ich auf hilfe.meinserver.com, wo er automatisch die o.a. .exe-Datei angeboten bekommt. Er geht nur auf oeffnen und sieht ein schwarzes Terminal-Fenster, welches ihm die Verbindung mit meinem Rechner bestaetigt. Die Sleepshell sorgt dafuer, dass die SSH-Verbindung nicht getrennt wird (bspw. bei IDLE). Auf meinem lokalen Rechner brauch ich jetzt nur noch ne VNC-Verbindung mit localhost:23900 aufbauen.
Den remote-hilfe-User aktiviere ich natuerlich nur, wenn jmd. Hilfe braucht. Ansonsten ist er gelockt.
Falls interesse besteht kann ich auch mal ne ausfuehrlichere Anleitung zu dieser Loesung schreiben
[1] http://www.mariovaldez.net/software/sleepshell/
vor 4 Monaten
Hallo Matthias,
Habe ich es richtig verstanden, dass du keine Portweiterleitung benötigst? Oder leitest du den Port 23900 auf deinen PC um?
das klingt sehr interessant und nachahmenswert. Könntest du, wie von dir selber vorgeschlagen, eine ausführliche Anleitung schreiben? Also einen Benutzer anlegen und ein public.key erzeugen und dementsprechend speichern sollte klappen, aber der Batch Teil wäre schon interessant
Und wie lockst du den Nutzer?
Danke vorab.
Gruß
Ghost Rider
vor 4 Monaten
Hey. Schreib gerade mal was zusammen dazu. In Kuerze: Ich benutze plink (von putty) um port 5900 auf einen port auf meinem rechner umzuleiten (23900 ist nur ein beispiel). Dann starte ich ein vorkonfiguriertes ultravnc (einfach nur .ini beilegen).
Den user sperre ich mit usermod -e 1 remote-user und entsperre ihn mit -e 9999
Das Sperren des Passworts mit passwd -l reicht nicht, um auch den SSH-Zugang zu sperren. Naja.. ich schreib mal weiter hier
vor 4 Monaten
Hey,
hm, aber im Router (soweit man einen nutzt) muss man dann z.B. 23900 auf den eigenen PC weiterleiten, richtig? Nur keinen Stress, so dringend ist es gerade nicht, aber interessiert mich schon brennend
Gruß
Ghost Rider
vor 4 Monaten
Nein. Die Verbindung zu deinem Rechner wird ja per SSH aufgebaut und die VNC-verbindung wird ueber SSH getunnelt. Es muss also Port 22, oder was auch immer du fuer SSH eingestellt hast, auf deinen Rechner weitergeleitet werden. Noch schlauer ist natuerlich nicht port 22, sondern sagen wir Port 29348 in deinem Router zu oeffnen und auf Port 22 deines Rechners weiterzuleiten.
vor 4 Monaten
In dem Artikel ist die Rede von “PCHelpWare”. Der verlinkte ct-Artikel spricht allerdings von UltraVNC Single Click (SC). Das sind 2 verschiedene Programme laut http://www.uvnc.com.
Dieser Artikel müsste also mal geupdatet werden. Gut wäre dazu vllt noch den Unterschied zwischen PCHelpWare und UltraVNC SC aufzuzeigen.
vor 4 Monaten
So. Ich habe die oben genannte Methode nochmal in Text gefasst. Hier laesst sich nachlesen, wie ich es mache:
http://blog.yumdap.net/archives/61-Linux-Helpdesk.html
Viel Spass.
vor 4 Monaten
Hey,
danke für die Anleitung!
Gruß
Ghost Rider
vor 4 Monaten
Hallo Christoph,
danke für die super Anleitung – hat mir schon viele endlose Telefongespräche erspart.
Was ich aber bis jetzt noch nicht hin bekommen habe, ist das ganze im LAN zum Laufen zu bringen. Weiß jemand, ob und wie das möglich ist?
Wenn ich in dem Webtool die lokale IP angebe und das erzeugte Programm ausführe, schließt sich nur das Fenster und das war’s.
Gruß
Felix