Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Was mit alten USB-Sticks machen? Spenden!

Was mit alten USB-Sticks machen? Spenden!

| 7 Kommentare

Bei mir Zuhause finden sich mehrere USB-Sticks, die ich praktisch nicht mehr brauche. Vor ein paar Jahren war ein 128MB-Stick noch ein riesiger Speicher, doch seitdem ein paar GB Daten auf solch einen Stick gehen und sie so praktisch sind wie der LaCie iamaKey, liegen diese alten Dinger bei mir nur rum. Also was macht man mit den Dingern? Mein Tipp: Spenden…

Heute Vormittag bin ich auf diesen Bericht des Nachrichten-Portals ka-news.de aufmerksam geworden. Darin wird in einem Abschnitt die Software Haystack und deren Spendenaufruf erwähnt…

Wer alte USB-Sticks, die er nicht mehr brauchte, im Univers-Imbiß in der Kaiserstraße oder am Infostand abgab, konnte sich sicher sein, damit den Menschen im Iran zu helfen. Denn dank einer darauf gespielten Software namens “Haystack” – zu deutsch: Heuhaufen – kann damit die Internet-zensur des Regimes umgangen werden und Informationen per Twitter oder youtube verbreitet werden.

Bislang habe ich von Haystack nichts gehört. Lauf der FAQ des Projektes verschlüsselt und versteckt Haystack Traffic zu Kommunikationskanälen wie Twitter oder YouTube in “normalem” unverfänglichem Traffic. Die USB-Sticks werden gebraucht um Haystack im Iran unter die Leute zu bringen. Weitere technische Details, warum der Source von Haystack nicht (oder besser warum noch nicht) offen gelegt wird, was Haystack von Tor unterscheidet und vieles mehr kann man in der FAQ nachlesen.

Ein bisschen kritisch sehe ich das Projekt. Ohne die Sourcen kann man nur mit aufwändigen Analysen nachprüfen ob Haystack nicht als Doppelagent fungiert. Wer garantiert, dass Haystack nicht alle Daten nach Hause telefoniert? Dagegen spricht das offene Auftreten des Projektes. Der Macher Austin Heap stellt in seinem Blog die Details ausführlich vor und die Seiten machen einen transparenten und organisierten Eindruck.

Ich habe daher meine überzähligen USB-Sticks mittels

$ dd if=/dev/zero of=/dev/sdXY

genullt (Bitte das /dev/sdXY noch anpassen) und gehe morgen Mittag mal auf den Karlsruher Marktplatz. Mal schauen ob die noch USB-Sticks im Univers annehmen. Wer Haystack finanziell unterstützen möchte, der findet auf der Projektseite eine Möglichkeit zu spenden.

Autor: Christoph Langner

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

7 Kommentare

  1. Das finde ich eine tolle Idee, ABER

    man darf nicht so naiv sein und die alten USB-Sticks einfach nur formatiert abzugeben. Die eigenen Daten, die einmal auf dem Stick waren sind noch in Gefahr!!!

    DER USB-STICK SOLL VORHER RICHTIG GELÖSCHT WERDEN!!!

    dd if=/dev/zero of=/dev/sdd

    mit diesem Befehl überschreibt man den USB-Stick mit Nullen. Laut der c’t genügt ein Überschreibungsvorgang mit Nullen aus. Aber da streiten sich die Köpfe…

    Gruss
    Adam W.

  2. ehm, wichtig: man muss natürlich das richtige Gerät angeben (fdisk -l verrät welches). Sonst überschreibt man ein anderes Gerät. Das wollte ich noch als Nachtrag sagen.

    Adam W.

  3. Hallo Adam, danke für deinen Rat. Hab just in vor einem Moment daran gedacht den Hinweis auch im Artikel zu bringen und war garade dabei das noch einzubauen :) Meine Sticks waren schon genullt…

  4. Und warum verwenden die nicht einfach CDs als Datenträger? Bekommt man ja mittlerweile um ein paar Cent nachgeschmissen …

  5. Coole Idee.
    Aber bitte mehrfach überschreiben, am besten mit /dev/random, statt /dev/zero.
    Alternativ geht auch shred(apt-get install shred).

    Grüße,
    Frederik

  6. Warum so umständlich, wenn es dafür einen Systembefehle gibt?
    Z.B. “shred” ;)

Hinterlasse eine Antwort

Auf Linux und Ich darf anonym kommentiert werden. Die Felder für Name und E-Mail-Adresse dürfen beim Eintragen eures Kommentars leer bleiben. Ich freue mich aber über jeden Kommentar, zu dem der Autor mit seinem Namen steht.