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Was mit alten USB-Sticks machen? Spenden!

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

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Alte USB-Sticks liegen ungenutzt herum? Das Projekt Haystack sammelt sie, um Zensurumgehung in den Iran zu bringen – mit einem kritischen Blick darauf.

USB-Sticks mounten unter Linux
Christoph Langner, CC0

Bei mir Zuhause finden sich mehrere USB-Sticks, die ich praktisch nicht mehr brauche. Vor ein paar Jahren war ein 128MB-Stick noch ein riesiger Speicher, doch seitdem ein paar GB Daten auf solch einen Stick gehen und sie so praktisch sind wie der LaCie iamaKey, liegen diese alten Dinger bei mir nur rum. Also was macht man mit den Dingern? Mein Tipp: Spenden…

Heute Vormittag bin ich auf diesen Bericht des Nachrichten-Portals ka-news.de aufmerksam geworden. Darin wird in einem Abschnitt die Software Haystack und deren Spendenaufruf erwähnt…

Wer alte USB-Sticks, die er nicht mehr brauchte, im Univers-Imbiß in der Kaiserstraße oder am Infostand abgab, konnte sich sicher sein, damit den Menschen im Iran zu helfen. Denn dank einer darauf gespielten Software namens „Haystack“ – zu deutsch: Heuhaufen – kann damit die Internet-zensur des Regimes umgangen werden und Informationen per Twitter oder youtube verbreitet werden.

Bislang habe ich von Haystack nichts gehört. Laut der FAQ des Projektes verschlüsselt und versteckt Haystack Traffic zu Kommunikationskanälen wie Twitter oder YouTube in „normalem“ unverfänglichem Traffic. Die USB-Sticks werden gebraucht um Haystack im Iran unter die Leute zu bringen. Weitere technische Details, warum der Source von Haystack nicht (oder besser warum noch nicht) offen gelegt wird, was Haystack von Tor unterscheidet und vieles mehr kann man in der FAQ nachlesen.

Ein bisschen kritisch sehe ich das Projekt. Ohne die Sourcen kann man nur mit aufwändigen Analysen nachprüfen ob Haystack nicht als Doppelagent fungiert. Wer garantiert, dass Haystack nicht alle Daten nach Hause telefoniert? Dagegen spricht das offene Auftreten des Projektes. Der Macher Austin Heap stellt in seinem Blog die Details ausführlich vor und die Seiten machen einen transparenten und organisierten Eindruck.

Ich habe daher meine überzähligen USB-Sticks mittels dd if=/dev/zero of=/dev/sdXY genullt (Bitte das /dev/sdXY noch anpassen) und gehe morgen Mittag mal auf den Karlsruher Marktplatz. Mal schauen ob die noch USB-Sticks im Univers annehmen. Wer Haystack finanziell unterstützen möchte, der findet auf der Projektseite eine Möglichkeit zu spenden.

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7 Kommentare zu „Was mit alten USB-Sticks machen? Spenden!“

  1. Avatar von Adam Weisshaupt
    Adam Weisshaupt

    Das finde ich eine tolle Idee, ABER

    man darf nicht so naiv sein und die alten USB-Sticks einfach nur formatiert abzugeben. Die eigenen Daten, die einmal auf dem Stick waren sind noch in Gefahr!!!

    DER USB-STICK SOLL VORHER RICHTIG GELÖSCHT WERDEN!!!

    dd if=/dev/zero of=/dev/sdd

    mit diesem Befehl überschreibt man den USB-Stick mit Nullen. Laut der c’t genügt ein Überschreibungsvorgang mit Nullen aus. Aber da streiten sich die Köpfe…

    Gruss
    Adam W.

  2. Avatar von Adam Weisshaupt
    Adam Weisshaupt

    ehm, wichtig: man muss natürlich das richtige Gerät angeben (fdisk -l verrät welches). Sonst überschreibt man ein anderes Gerät. Das wollte ich noch als Nachtrag sagen.

    Adam W.

  3. Avatar von Christoph

    Hallo Adam, danke für deinen Rat. Hab just in vor einem Moment daran gedacht den Hinweis auch im Artikel zu bringen und war garade dabei das noch einzubauen 🙂 Meine Sticks waren schon genullt…

  4. Avatar von Mike

    Und warum verwenden die nicht einfach CDs als Datenträger? Bekommt man ja mittlerweile um ein paar Cent nachgeschmissen …

  5. Avatar von Frederik

    Coole Idee.
    Aber bitte mehrfach überschreiben, am besten mit /dev/random, statt /dev/zero.
    Alternativ geht auch shred(apt-get install shred).

    Grüße,
    Frederik

  6. Avatar von joe-eis

    Warum so umständlich, wenn es dafür einen Systembefehle gibt?
    Z.B. „shred“ 😉

    1. Avatar von Christoph

      Klar, viele Wege führen nach Rom. Shred ist im Gegensatz nicht von Haus aus auf dem System 🙂

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