Das Web-Cockpit aus Fedora 21 in der Workstation-Version installieren

Avatar von Christoph Langner

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Die Linux-Welt dreht sich ja bei vielen nur um Ubuntu, Ubuntu, Linux Mint und nochmal Ubuntu. Andere Distributionen wie etwa OpenSuse oder Fedora finden dagegen in der Öffentlichkeit deutlich weniger Aufmerksamkeit — auch wenn diese Distroibutionen im kommerziellen Umfeld durchaus große Erfolg aufweisen können. Das neue Fedora 21 bringt in meinen Augen allerdings nun ein Feature…

Cockpit

Die Linux-Welt dreht sich ja bei vielen nur um Ubuntu, Ubuntu, Linux Mint und nochmal Ubuntu. Andere Distributionen wie etwa OpenSuse oder Fedora finden dagegen in der Öffentlichkeit deutlich weniger Aufmerksamkeit — auch wenn diese Distroibutionen im kommerziellen Umfeld durchaus große Erfolg aufweisen können. Das neue Fedora 21 bringt in meinen Augen allerdings nun ein Feature mit, das nicht ganz außer acht gelassen werden sollte. Es könnte für all die interessant sein, die einen kleinen Server in ihren vier Wänden betreiben und diese bequem managen möchten. Mit dem Cockpit lässt sich Fedora komplett über ein Web-Frontend administrieren, das Terminal und SSH könnten von daher eventuell erst einmal in der Garage bleiben.

Mit Cockpit lässt sich der aktuelle Status des Systems erfassen: Sich fortwährend aktualisierende Graphen zeigen Auslastung, Speicherbelegung oder die Load an. Wie bei ähnlich gelagerten Projekten wie etwa Webmin bieten sich aber über das reine Monitoring hinaus zahlreiche andere Funktionen. Ihr könnt die Systemlogs einsehen, über Systemd verwaltete Dienste kontrollieren und einrichten oder auch die Benutzeraccounts des Systems verwalten. Wer mehr als nur einen Fedora-Rechner im Einsatz hat, kann diese Installation in ein zentrales Cockpit integrieren und seine Rechner von diese Zentrale aus administrieren.

Cockpit unter Fedora 21 Workstation aktivieren

$ sudo yum install cockpit
$ sudo systemctl enable cockpit.socket
$ sudo systemctl start cockpit
$ sudo firewall-cmd --add-service=cockpit
$ sudo setenforce 0 # being fixed

Dabei kommt Cockpit nicht den über das Terminal gewohnten Funktionen in die Quere. Cockpit dreht nicht sein eigenes Ding, sondern setzt auf die üblichen Kommandos auf, die man auch im Terminal verwenden möchte. Da Cockpit perfekt auf Fedora abgestimmt ist, kommt es nicht zu Konflikten, wie man sie bei Webmin immer fürchten muss. Cockpit ist nur bei Fedora 21 Server von Haus aus aktiv, wer die Workstation-Version von nutzen möchte, der kann sich Cockpit allerdings auch nachträglich aus den Paketquellen installieren und selber mal einen Blick auf das Webfrontend werfen. Nach der Installation des Dienstes könnt ihr diesen dann über den Localhost unter localhost:9090 aufrufen.

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3 Kommentare zu „Das Web-Cockpit aus Fedora 21 in der Workstation-Version installieren“

  1. Avatar von Ruffneck

    Hallo,

    wie ist eigentlich die Sicherheit wenn man Port 9090 freigibt und Cockpit aus dem WAN erreichbar ist? Hab das mal probiert da mein Heimserver nur auf https reagiert zwecks ownCloud 🙂 An sich eine feine Sache aber trotzdem fühlt es sich komisch an seinen Benutzernamen vom Server imWAN einzugeben. Daher erstmal wieder deaktiviert.
    Dann dachte ich mir, wie ist es wenn man bspw. Joomla nimmt. Sich mit Joomlabenutzer anmeldet und dann intern auf Cockpit verweist? Quatsch oder?
    Die beste Lösung ist dann wohl VPN?
    Ich frage weil ich eine Möglichkeit zum überwachen suche, was ich von unterwegs machen kann. Wie es bspw. mit ownCloud funzt.
    Beste Grüße,
    Ruffneck

    1. Avatar von Christoph Langner

      Hi, ich würde es auch über ein VPN machen. So ein potentielles Scheuentor muss ja nicht aus dem Internet erreichbar sein.

  2. Avatar von Ikem

    > auch wenn diese Distroibutionen im kommerziellen Umfeld

    Typo.

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