In den Kommentaren zu meinem Beitrag zum Release von Fedora 15 mit GNOME 3 kam das Problem auf, dass die neue GNOME-Shell nicht in einer VirtualBox laufen möchte. Unter Ubuntu Natty 11.04 als Host-System kann ich bei mir keine Probleme feststellen, daher möchte ich kurz auf die Installation der Gasterweiterungen unter Fedora 15 (gilt auch für ältere Fedora-Versionen) eingehen. Anders als bei Ubuntu bringt Fedora nicht alles Nötige zur Installation der Gasterweiterungen mit. Es müssen die Kernel-Header, der C-Compiler und DKMS nachinstalliert werden.
Außerdem wollten sich bei mir die Kernelmodule nicht bauen lassen, solange das System nicht auf einem aktuellen Stand ist, daher führt man am besten vorher noch ein Update aus…
$ sudo yum update -y
$ sudo yum install kernel-headers kernel-devel gcc gcc-c++ dkms…danach kann man sich wie gewohnt an die Installation der Gasterweiterungen machen. Über das Menü lässt man das CD-Abbild mit den Erweiterungen als CD in der virtuellen Maschine laden, bindet dann die CD ein und lässt dann die Kernelmodule bauen. Für alte Hasen im Umgang mit VirtualBox ist das nichts Neues…

…das Vorgehen unterscheidet sich dabei auch nicht von anderen Linux-Distributionen. Wechselt in das Verzeichnis mit der gemounteten CD und führt das Installationsprogramm mit Root-Rechten aus. Da Fedora wie Debian oder Ubuntu auch sudo benutzt, muss man nicht lange mit su hantieren.
$ cd /media/VBOXAD... # Bitte einfach via Tab-Tab ergänzen lassen
$ sudo ./VBoxLinuxAdditions.runAchtet bitte danach auf die Ausgaben, nur wenn überall ein grünes [OK] und kein rotes [Fail] zu finden ist, war die Installation der Gasterweiterungen auch wirklich erfolgreich. Bei einem Fail konnten die Kernelmodule nicht erzeugt werden und somit ist es auch unwahrscheinlich, dass später GNOME 3 laufen kann.

Hat das Erzeugen der Kernelmodule geklappt, steht eurem virtualisierten Fedora 15 mit GNOME 3 eigentlich nichts mehr im Wege. Achtet jedoch bitte drauf, dass GNOME nur mindestens VirtualBox 4.08 erfordert! Ältere Versionen können die GNOME-Shell noch nicht starten. Ihr müsst nun nicht einmal das System neu starten, loggt euch einfach aus und wieder ein, dabei wird automatisch der Xserver neu gestartet und der VirtualBox-Treiber geladen.

Ich bin mir nicht sicher, ob Probleme im Zusammenhang mit der neuen Desktop-Shell von GNOME 3 und VirtualBox auch auf das Host-System zurückzuführen sind. Im Beitrag zu GNOME3 unter Ubuntu mit VirtualBox 4.08 haben Leser berichtet, dass GNOME 3 unter Ubuntu trotz der aktuellen VirtualBox-Version und aktuellen Gasterweiterungen nicht laufen möchte, auf einem System mit Intel-Grafikkarte macht jedoch weder Unity noch GNOME 3 Zicken…




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