Es soll ja noch reichlich Leute geben, die ab und an Radio hören. Dazu kann man natürlich das gute alte Dampfradio bemühen oder aber man lauscht, ganz modern, einer per Internet gestreamten Webradiostation — die klassischen Radiosender verfrachten ihr Signal in der Regel ja auch ins Netz. Wer für diese Aufgabe nicht gleich einen großen Mediaplayer wie Rhythmbox oder ähnliche Brocken starten möchte, der kann auf kleine Webradio-Apps wie zum Beispiel Radio Tray ausweichen. Da Gnome und die Gnome Shell allerdings inzwischen Tray-Icons aktiver Anwendungen gänzlich anders behandeln, eignet sich Radio Tray in meinen Augen nicht mehr so wie früher einmal. Eine gute Alternative stellt nun jedoch die recht frische Erweiterung Internet Radio dar.
Die Erweiterung funktioniert aktuell mit Gnome 3.16 (bspw. in Ubuntu Gnome 15.10 enthalten) und mit dem aktuellen Gnome 3.18 (zu finden etwa in Arch). Für die Installation müsst ihr Firefox bemühen, da die meist anderen Browser NPAPI-Plugins nicht mehr unterstützen und somit das für die Installation von Gnome-Erweiterungen notwendige Browser-Plugin nicht mehr funktioniert. Nach der Installation erscheint es sofort mit ein paar Demo-Stationen in der Kopfleiste der Desktopumgebung. Wer weitere Stationen hinzufügen möchte, muss diese von Hand einfügen. Die URLs zu zahlreichen Sendern findet ihr zum Beispiel im Wiki von Ubuntuusers. Wer Bugs melden oder Verbesserungen einbringen möchte, der findet auf Github die entsprechende Anlaufstelle.

Welche Gnome-Erweiterungen kommen denn bei euch in der Regel zum Einsatz? Meine Liste mit den besten Erweiterungen für die Gnome Shell von vor etwa eineinhalb Jahren hat sich auf meinen Systemen inzwischen kräftig eingedampft. Geblieben ist jetzt eigentlich nur noch das hier vorgestellte Internet Radio und der wirklich schön gemachte und sehr nützliche Pomodoro Timer (unter Arch zu installieren über das Paket gnome-shell-pomodoro aus dem AUR), wenn auch dieser aktuell noch nicht ordentlich mit Gnome 3.18 funktioniert — das gute alte „nach einem Update funktionieren die Gnome-Erweiterungen nicht mehr Problem“.






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