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10 oder 20 To-dos nach der Installation von Ubuntu 14.04

| 60 Kommentare

Windows XP hat sein verdientes Support-Ende gefunden und die Medien haben mit Ubuntu die “Wechsel doch zu Linux-Sau” durch die Stadt getrieben — passend zur Fertigstellung von Ubuntu 14.04 “Trusty Thar”. Von daher werden nun zahlreiche neue Ubuntu-User vor einem frisch installierten Ubuntu-System sitzen und sich fragen “Was nun?”. Wie installiere ich eigentlich Programme? Wie bekomme ich diese dumme Amazon-Werbung aus dem System? Wie kann ich denn dieses und jenes am System verändern? Dieser Beitrag beantwortet viele eurer Fragen, so einsteigerfreundlich wie möglich.

Alle Fragen kann ich natürlich nicht beantworten, doch ich versuche hier “meine” persönlichen 10 oder 20 To-dos nach einer frischen Installation von Ubuntu 14.04 für Ubuntu-Einsteiger (und auch den einen oder anderen Kenner) zusammenzufassen und dabei auch gleich ein wenig Linux-Wissen zu vermitteln. Der Beitrag beginnt beim Terminal — Yep, das muss sein! — geht über die Installation von Hardware-Treibern über zum Einspielen weiterer Software auf eurem Ubuntu, bis hin zu den ab und an fälligen Wartungsarbeit am System. Nehmt euch gerade nach dem Ubuntu-Einstieg ein bisschen Zeit und geht den Beitrag nach und nach durch.

0) Ganz neu bei Ubuntu? Bitte lesen!

0.1) Keine Angst vor dem “magischen” Terminal

Einen Punkt möchte ich gleich vorneweg aufführen: Keine Angst vor der Kommandozeile und anfangs vielleicht ein wenig umständlich erscheinenden Befehlen. Linux-Einsteiger schimpfen gerne über das MSDOS-Feeling unter Linux. Lass dich bitte davon nicht abschrecken, denn eigentlich brauchst du das Terminal unter Linux so gut wie nie — wenn du willst! Du wirst im Internet jedoch sehr oft mit Terminalbefehlen konfrontiert, warum?

Du arbeitest mit Linux, hab bitte keine Angst vor dem Teriminal!

Du arbeitest mit Linux, hab bitte keine Angst vor dem Teriminal!

Besonders in Foren oder auch in Blogs — wie auch hier in diesem Artikel — siehst du sehr oft auf den ersten Blick kryptische Befehle. Der Grund dafür liegt am guten alte www. Das Netz ist ein eben aktuell noch primär ein textbasiertes Medium. Es ist meist deutlich einfacher einen kurzen Befehl zu nennen, als lang und breit ausführlich zu beschreiben welche Anwendung wie zu öffnen ist, welchen Menüpunkt es zu suchen gilt und welche Option man anhaken soll. Du wirst also unter Linux ab und an mit dem Terminal konfrontiert werden, ich bin mir aber sicher, dass du das gut hinbekommen wirst!

Ein Tipp am Rande: Befehle markiere ich immer mit einem Dollar-Zeichen “$” am Anfang der Zeile. Dieses darfst du nicht in die Kommandozeile übernehmen, es soll dir in einem Listing nur optisch den Unterschied zwischen einem Befehl und seiner Ausgabe zeigen. Ab und an gehen Befehle über mehr als eine Zeile, steht in dieser nicht nochmal ein Dollar-Zeichen, so tippst du einfach weiter ohne mit Return die Zeile umzubrechen, das würde sonst zu einer Fehlermeldung führen.

0.2) Die Dash, suchen anstatt in Menüs zu graben

Noch ein zweiter Punkt, der sich besonders an Windows-XP-Umsteiger richtet. In Windows XP warst du es gewohnt mit starren Programmhierarchien zu arbeiten. Mit ein bisschen Mühe hat man sich das Startmenü nach und nach wie etwa “Programmen -> Internet -> Firefox-> Firefox” eingerichtet. Auch Linux-Desktops haben lange Zeit solch eine Struktur benutzt — viele Desktops arbeiten auch nach wie vor so.

Ein paar Buchstaben zu tippen führt schneller zum Ziel als lange Menüs.

Ein paar Buchstaben zu tippen führt schneller zum Ziel als lange Menüs.

Inzwischen aber nutzen zahlreiche Desktops eine flache Hierarchie, man sucht stattdessen lieber. Um schnell die Netzwerkeinstellungen zu ändern tippt man daher einfach nur schnell “netz” in die Dash, schon erscheinen die Netzwerkverbindungen oder die Netzwerk-Ordner. Braucht man schnell einen Editor, dann kommt man mit “edi” schnell ans Ziel. Brauchst du ein LibreOffice mitsamt Textverarbeitung, dann gibt einfach “write” oder auch “word” ein, schon startet der LibreOffice Writer.

1) Hardware einrichten

1.1) Zusätzliche Hardwaretreiber installieren

Im Gegensatz zu Windows brauchen Linux-Systeme wie eben euer neu installiertes Ubuntu keine Treiber für zusätzliche Hardware. Die Hardwareunterstützung steckt direkt im Linux-Kernel, so dass die meiste Hardware wie Scanner, Webcams, USB-Mikrofone oder auch TV-Karten ohne weiteres Zutun funktioniert — oder im Problemfall sich nicht unter Linux zum Laufen bekommen lässt. Zusätzlich zu installierende Treiber gibt es eigentlich nur im Bereich von Grafikkarten. Nvidia und auch AMD verteilen leider nach wie vor “binäre Blobs” als Treiber, also Closed-Source-Software, die sich nicht direkt in den Kernel einbauen lässt.

Die meiste Hadrware unterstützt Ubuntu ohne weiteres Zutun, für manche Geräte braucht es jedoch zusätzliche Treiber.

Die meiste Hadrware unterstützt Ubuntu ohne weiteres Zutun, für manche Geräte braucht es jedoch zusätzliche Treiber.

Ubuntu löst die Installation dieser Treiber über einen eigenen Assistenten, der das System analysiert und bei Bedarf die Installation von proprietären Treibern — also nicht Open-Source-Treibern — vorschlägt. Um die volle Leistungsfähigkeit seiner Grafikkarte herauszukitzeln sollte man diesen benutzen. Ihr findet ihn, wenn ihr in der Dash einfach nach “Treiber” sucht und dann den Punkt “Zusätzliche Treiber” aufruft. Alternativ erreicht ihr in auch über die Systemverwaltung und “Software & Aktualisierung -> Zusätzliche Treiber”. Die Treiber-CDs der Hersteller enthalten so gut wie immer Windows-Treiber, die könnt ihr getrost in der Kiste liegen lassen.

Kommentar: Die Installation der proprietären, also geschlossenen Treiber von Nvidia und Co. hat nicht nur Vorteile. Probleme können zum Beispiel bei Kernel-Updates entstehen, wo der Treiber wieder neu eingebunden werden muss. Die Grafikkarten von AMD und Nvidia werden inzwischen auch von den freien Treibern sehr gut unterstützt, daher würde ich euch empfehlen erstmal die freien Treiber auszutesten, ihr könnt immer noch die proprietären Treiber einspielen.

2) Software unter Ubuntu installieren

2.1) Weitere Software für Ubuntu installieren

Unter Windows wart ihr es gewohnt eure Software aus dem Internet zusammenzusammeln. Firefox holt man sich per Download von mozilla.org, OpenOffice von openoffice.org, LibreOffice von libreoffice.org und zum Spielen holt man sich Steam von steampowered.com. Unter Linux läuft der Hase ein wenig anders, hier installiert ihr euch Tausende von Programmen über die Paketverwaltung. Firefox, LibreOffice, GIMP, Inkscape, VLC oder Chromium (der freien Variante von Chrome) und sogar auch der Steam-Client finden sich hier — Im Endeffekt werden viele das Prinzip schon von den App-Stores von iOS, Android und Co. kennen, für Linux sind solche zentrale Software-Quellen nichts neues. Klickt also im Unity-Dock links auf das Ubuntu Software-Center und stöbert durch das reichhaltige Angebot.

In den Paketquellen von Ubuntu findet sich so gut wie jede freie Software.

In den Paketquellen von Ubuntu findet sich so gut wie jede freie Software.

2.2) Apps wie Skype, Chrome oder Dropbox installieren

An dieser Stelle wird Ubuntu ein wenig wie Windows, eine Reihe von Programmen findet ihr eben nicht in den Paketquellen. Dazu zählen in der Regel nur proprietäre Programme — also Anwendungen von kommerziellen Herstellern, die den Quellcode ihrer Entwicklungen nicht offenlegen. Klassische Beispiele für diese Art von Programmen sind Skype, Google Chrome oder etwa Dropbox. Diese Anwendungen ladet ihr als DEB-Paket von den jeweiligen Webseiten herunter und installiert sie wie eine “setup.exe” unter Windows.

Skype, Chrome oder Dropbox ladet ihr als DEB-Paket für Ubuntu herunter.

Skype, Chrome oder Dropbox ladet ihr als DEB-Paket für Ubuntu herunter.

Ab und an müsst ihr bei den Downloads zwischen einer 32-Bit und 64-Bit-Version unterscheiden. Je nach dem ob ihr ein 32-Bit und 64-Bit-Ubuntu installiert habt, müsst ihr die entsprechende Version herunterladen und einspielen. Seid ihr euch nicht sicher, so bekommt ihr die entsprechenden Informationen unter “Systemeinstellungen -> Informationen -> Übersicht”. Hin und wieder kreuzen auch “Multiarch”-Downloads euren Weg, diese Pakete lassen sich auf beiden Bit-Varianten installieren.

Ob ihr ein 32- oder 64-Bit-Ubuntu installiert habt, verraten euch die Informationen in den Systemeinstellungen.

Ob ihr ein 32- oder 64-Bit-Ubuntu installiert habt, verraten euch die Informationen in den Systemeinstellungen.

Die Installation von DEB-Dateien ist nun im Regelfall so trivial, dass ich sie gar nicht  weiter bebildern möchte. Ihr öffnet den Dateimanager, geht in das Verzeichnis mit dem abgeschlossenen Download und tippt doppelt die DEB-Datei an. Das Software-Center übernimmt daraufhin die Installation und spielt das Programm umgehend auf eurem Computer ein. Dabei sollten zusätzlich benötigte Software-Pakete automatisch aus den Ubuntu-Paketquellen nachinstalliert werden.

2.3) Vervollständige die deutschen Sprachpakete

Nachdem die Grafik nun flutscht kann man sich an die weitere Vervollständigung des Systems machen. Das ISO-Image für das Erzeugen eines bootfähigen USB-Sticks oder einer Installations-DVD soll nicht allzu groß werden, daher müssen die Entwickler den einen oder anderen Kompromiss eingehen, was denn in dieses Installations-Image alles gepackt werden soll. Der Rotstift wird unter anderen bei den Sprachpaketen angesetzt.

Nach der Installation ist Ubuntu noch nicht komplett auf Deutsch übersetzt.

Nach der Installation ist Ubuntu noch nicht komplett auf Deutsch übersetzt.

Ubuntu spricht zwar von Anfang an Deutsch (oder auch zahlreiche anderen Sprachen), aber es gibt hier und da nur Englisches zu erblicken, daher müssen nach der Installation noch einige Sprachpakete aus dem Internet geladen und ins System eingespielt werden. Öffnet dazu die Systemeinstellungen und klickt dort den Punkt “Sprachen” an. Steht die Verbindung zum Internet wird Ubuntu automatisch alle deutschsprachigen Sprachpakete nachladen und installieren.

3) Ubuntu-Desktop-Tweaks einrichten

3.1) Chats und Social-Media-Kanäle in Ubuntu integrieren

Nur wenige Internet-User werden komplett auf ein Konto bei Facebook, Google, Twitter und Co. verzichten, gerade wenn man ein Smartphone in der Tasche mit sich trägt. Daher sind diese Dienste auch direkt in Ubuntu und die mitinstallierten Anwendungen integriert. So kannst du etwa mit anderen Facebook- oder Google-Usern mit Empathy chatten, Bilder mit Shotwell zu Facebook oder Picasa hochladen oder deine in Google Contacts und Google Calender hinterlegten Adressen und Termine in Evolution sehen.

Google, Facebook, Twitter und Co. lassen sich direkt in Ubuntu integrieren.

Google, Facebook, Twitter und Co. lassen sich direkt in Ubuntu integrieren.

3.2) Werbung für Amazon und Co. in der Dash deaktivieren

Wer in Ubuntu neu einsteigt, wird sich wahrscheinlich arg wundern, dass bei der Eingabe von Suchbegriffen in die Dash neben lokal gespeicherten Daten und installierten Programmen auch immer gleich Online-Ergebnisse angezeigt werden. Manches davon wie die Wikipedia-Treffer unter “Referenz” oder das Wetter sind nützlich, anderes wie die “weiteren Vorschläge” mit Links zu Büchern und Musikalben bei Amazon sind letztendlich direkt in den Desktop integrierte Werbung. Canonical leitet die Anfragen wenigstens nicht direkt über die Amazon-Server sondern schaltet einen Proxy dazwischen, trotzdem sollten sich Ubuntu-User darüber im Klaren sein, dass die Dash jede Eingabe überträgt — Der GNU-Gründer Richard Stallmann nennt Ubuntu daher Spyware

Die Onlinesuche lässt sich allerdings unter “Systemeinstellungen -> Sicherheit & Datenschutz -> Suche” über den Punkt “Bei der Suche im Dash / Auch Online-Suchergebnisse verarbeiten” relativ leicht in ihre Schranken weisen. Dadurch wird jedoch gleich der kompletten Onlinesuche die Flügel gestutzt. Wer die Wikipedia-Ergebnisse und die Wettervorhersage eigentlich ganz gerne mochte, nur aber die Amazon-Suche loswerden wollte, der muss über diesen Menüpunkt auf lieb gewonnene Funktionalität verzichten. Allerdings lassen sich die einzelnen Features der Dash wie eben die Amazon-Werbung auch gezielt deaktivieren.

Ubuntu 14.04 überträgt bei jeder Eingabe in die Dash Daten in das Internet.

Ubuntu 14.04 überträgt bei jeder Eingabe in die Dash Daten in das Internet.

In den Systemeinstellungen lassen sich alle Online-Zugriffe der Dash abstellen.

In den Systemeinstellungen lassen sich alle Online-Zugriffe der Dash abstellen.

Dazu müsst ihr die Dash öffnen (1) und in der unteren Leiste auf das zweite Icon von links mit dem Zirkel klicken (2). Hier geht es nun weiter zu den “Dash-Erweiterungen” und dem Link “Weitere Ergebnisse anzeigen”, so dass letztendlich alle Erweiterungen aufgeführt werden. Hier kannst du nun gezielt die Amazon- oder Ebay-Linsen — und natürlich alle anderen Features, die du nicht brauchst — deaktivieren, so dass der Ubuntu-Desktop letztendlich werbefrei wird, ohne dass sämtliche Online-Funktionalität verloren geht.

Alternativ lassen sich die Dash-Plugins auch gezielt abschalten.

Alternativ lassen sich die Dash-Plugins auch gezielt abschalten.

So lässt sich dann zum Beispiel nur die Anzeige von Amazon-Links deaktivieren.

So lässt sich dann zum Beispiel nur die Anzeige von Amazon-Links deaktivieren.

3.3) Lass nicht alles von der Unity Dash durchsuchen

Die Unity Dash zeigt neben den installierten Programmen und Online-Ergebnissen auch Treffer zu Dokumenten und Dateien an, die bei dir lokal auf der Festplatte liegen. Unity indexiert dazu dein komplettes Homeverzeichnis, ausgeklammert wird lediglich der Ordner “Privat” mitsamt den dort gespeicherten Unterverzeichnissen und deren Inhalten.

Die in Unity integrierte Suche muss nicht unbedingt überall ihre Nase reinstecken.

Die in Unity integrierte Suche muss nicht unbedingt überall ihre Nase reinstecken.

Da sich Unity tief in die Verzeichnisstruktur wühlt, kommen dabei auch ab und an Treffer ans Licht, die eigentlich hätten verborgen bleiben sollen. Diese erscheinen natürlich gerade dann, wenn jemand einem über die Schulter blickt. Damit Privates privat bleibt, sollte man daher unter “Systemeinstellungen -> Sicherheit &Datenschutz -> Dateien & Anwendungen” die zu durchsuchenden Ordner anpassen.

3.4) App durch Klick auf Unity-Starter minimieren

Ein wenig ungewohnt in der Bedienung der Unity-Oberfläche ist der Punkt, dass sich Anwendungen in der Unity-Shell zwar über einen Klick auf die Seitenleiste wiederherstellen lassen, aber zum Minimieren muss zwingend das Minimieren-Icon in Fensterleiste angetippt werden. In den Einstellungen lässt sich diese Verhalten leider nicht ändern, daher muss man zum Terminal greifen und den folgenden Befehl ausführen. Der zweite stellt das ursprüngliche Verhalten wieder her.

# Minimieren durch Klick auf Unity-Starter aktivieren...
$ dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/unityshell/launcher-minimize-window true

# Minimieren durch Klick auf Unity-Starter deaktivieren...
$ dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/unityshell/launcher-minimize-window false

3.5) Anwendungsmenüs in den Fensterrahmen schieben

Ubuntu zeigt die Menüs von Anwendungen wie Apple-Rechner nicht in der Anwendung an, sondern im Kopfbereich des Bildschirms. Das spart Platz und sorgt zudem dafür, dass sich die Menüs immer an der selben Stelle befinden und nicht beim Verschieben von Fenstern hin und herwandern. Ubuntu beherrscht jedoch noch einer weitere Darstellungs-Art.

Im Fensterrahmen nehmen die Anwendungsmenüs auch nicht mehr Platz weg.

Im Fensterrahmen nehmen die Anwendungsmenüs auch nicht mehr Platz weg.

Unter “Systemeinstellungen -> Darstellung -> Verhalten” verschiebt die Option “Zeige die Menüs für ein Fenster / In der Titelleiste des Fensters” die Menüs in die Fensterleiste. So nehmen die Anwendungsmenüs nach wie vor nicht viel Platz auf dem Bildschirm weg, allerdings spart man sich als fauler Mausschubser doch einiges an Wegstrecke.

3.6) Mit dem Unity Tweak Tool den Ubuntu-Desktop anpassen

Einige der hier angesprochenen Punkte lassen sich nur mit Terminalbefehlen ändern, da die Systemeinstellungen von Ubuntu nicht für jede denkbare Konfiguration einen extra Menüpunkt anbieten — und bewusst auch Optionen ausblenden, die zu Problemen oder schlechterer Usability führen könnten.

Mit Unity Tweak lassen sich zahlreiche Dinge in Ubuntu bequem anpassen.

Mit Unity Tweak lassen sich zahlreiche Dinge in Ubuntu bequem anpassen.

Das heißt aber eben nicht, dass sich das Ubuntu-System nicht im Detail an die eigenen Wünsche und Vorstellungen anpassen ließe. Wer tiefgreifender in die Konfigurationsmöglichkeiten von Ubuntu einsteigen möchte, der sollte sich daher einmal beim Unity Tweak Tool (Installationslink) umsehen, es lässt sich bequem über die Paketquellen von Ubuntu einspielen.

$ sudo apt-get install unity-tweak-tool

4) Multimedia-Features kommen nicht zu kurz

4.1) Diese Multimedia-Codecs sollten eigentlich nie fehlen

Ubuntu spielt nach der Installation eine große Menge an Videoformaten ab, aber leider auch nicht alle. Daher sollte ihr über die Pakete ubuntu-restricted-extras (Installationslink) und libavcodec-extra (Installationslink) alle verfügbaren Codec-Pakete einspielen. Im selben Zug vielleicht auch gleich noch die Java-Laufzeitumgebung (Installation: Link 1, Link 2) und die libdvdcss (Installationslink), sie erlaubt das Abspielen von verschlüsselten Film-DVDs. Anstatt euch alles zusammenzuklicken, würde ich die Installation dieser Pakete über das Terminal durchführen.

# Diese Multimedia-Codecs sollten nicht fehlen...
$ sudo apt-get install ubuntu-restricted-extras libavcodec-extra

# Die Java-Laufzeitumgebung und das Browser-Plugin...
$ sudo apt-get install icedtea-7-plugin openjdk-7-jre

# Danach lassen sich auch verschlüsselte Film-DVDs abspielen...
$ sudo apt-get install libdvdread4
$ sudo /usr/share/doc/libdvdread4/install-css.sh

5) Das Ubuntu-System optimieren und warten

5.1) Akkulaufzeit des Notebooks mit Linrunner/TLP verlängern

Ich habe keine Zahlen zur Hand, aber gefühlt werden Desktop-Rechner eigentlich nur noch an Unternehmen mit Büros verkauft. Die meisten Heimanwender greifen inzwischen zum Notebook, das nimmt weniger Platz ein, ist nicht so stromhungrig und lässt sich auch schnell einmal beiseite Räumen. Dementsprechend wichtig ist der Umgang von Linux mit der knappen Ressource Strom.

Linux-Systeme sind leider nicht so berühmt dafür das letzte Quentchen Akkulaufzeit aus Notebooks herauszukitzeln — oft ist eher das Gegenteil der Fall und dem Notebook geht deutlich schneller der Saft aus als unter Windows. Doch dies gilt eigentlich nur für die “Standardkonfigurationen”, wer ein bisschen Zeit und Arbeit in sein System investiert, der kann die Laufzeit unter Linux der unter Windows angleichen.

$ sudo apt-get remove laptop-mode-tools
$ sudo add-apt-repository ppa:linrunner/tlp
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install tlp tlp-rdw
$ sudo tlp start

Ein Schritt dafür ist die Installation von Linrunner aka TLP. Das Linux Advanced Power Management versucht sich daran auch die letzten Minuten Laufzeit aus dem Akku zu pressen. Dazu optimiert der Dienst eine Reihe von Kernel-Einstellungen, aktiviert Stromsparmechanismen der Festplatte oder der WLAN-Karte oder schaltet selten genutzte optische Laufwerke ab. Unter Ubuntu lässt sich TLP mit den oben stehenden Befehlen sehr einfach aus einer zusätzlichen Paketquelle installieren. Der Erfolg von TLP hängt vom System ab, aber ich meine etwa 10 bis 15 Prozent mehr Laufzeit aus meinem Laptop zu holen.

5.2 Das Ubuntu-System schlank halten

Einer der sehr häufig genannten positiven Punkte über Linux ist die Tatsache, dass das System über die Zeit nicht zumüllt. Das ist durchaus war, installiert ist immer nur das, was ihr selber installiert. Und dank programmübergreifender Bibliotheken muss nicht immer alles doppelt und dreifach im System vorhanden sein, aber es gibt durchaus ein paar Punkte zu beachten.

5.2.1 Alte Kernels deinstallieren

Wenn man von Linux spricht, dann meinen die meisten User eigentlich das komplette Linux-System. Vom Kernel, über die Systemdienste, der graphischen Desktopumgebunge und den installierten Anwendungen. Doch eigentlich betitelt Linux den Kern des Systems, den Linux-Kernel. Den “Rest” einer Linux-Distribution wie Ubuntu machen zahlreichen Open-Source-Entwicklungen aus.

Eben diese Kernel sammeln sich unter Ubuntu (oder auch Debians) aber gerne auch an. Bei Sicherheitslücken oder Bugs im Kernel wird der überarbeitete Systemkern über die Paketverwaltung eingespielt, der “alte” aber nicht automatisch überschrieben oder deinstalliert. Dies macht man unter anderem deshalb, weil bei einem Problem mit dem neuen Kernel, das System vielleicht nicht mehr booten würde. Um dies zu verhindern, schmeißt der Update-Mechanismus alte Kernel nicht vom Rechner.

$ dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/(.*)-([^0-9]+)/1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* ([^ ]*).*/1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt-get -y purge

Nun könnte man die Kernel von Hand löschen, am besten würde dies über Synpatic gehen — was aber Ubuntu gar nicht mehr von Haus aus installiert. Oder aber man führt einfach den oben stehenden Befehl aus. Er sucht sich den neusten Kernel heraus und deinstalliert automatisch alles, was sonst noch an Kernel und Kernel-Headern auf dem System herumfliegt, aber veraltet ist. So kommen schnell mal ein paar hundert MByte neu gewonnener Speicherplatz zusammen. Ich mache das etwa einmal im Jahr, wer nur eine kleine /boot-Partition hat, der sollte ein wenig öfters aufräumen.

5.2.2 Nicht mehr gebrauchte Pakete deinstallieren

Bei Anwendungen muss man keine große Angst vor mehrfach installierten Versionen haben. Gibt es ein Update bei Firefox, so wird dieses automatisch über die Paketverwaltung eingespielt. Die alte Version wird dabei überschrieben. Doch es gibt durchaus auch einmal Überreste von Anwendungen im System, die eigentlich gar nicht mehr gebraucht werden.

Dies passiert zum Beispiel wenn man PaketA installiert, das aber auch noch PaketB braucht. Die Paketverwaltung löst das Problem bei der Installation von PaketA automatisch auf und spielt auch gleich noch PaketB ein. Braucht man aber PaketA nicht mehr und deinstalliert die Anwendung, dann bleibt PaketB als “Weise” zurück. Diese verweisten Pakete kann man in einem Rutsch vom System werfen, dazu muss man einfach nur folgenden Befehl ausführen.

$ sudo apt-get --purge autoremove

5.2.3 Homeverzeichnis aufräumen

Auch im Homeverzeichnis sammelt sich mit der Weile eine ganze Menge an Daten an, die man eigentlich gar nicht mehr braucht. Nutzt man eigentlich viel lieber Chrome anstatt Firefox als Browser, dann braucht man wahrscheinlich auch die Firefox-Konfiguration — mitsamt x MByte Cache und anderen Browserdaten — nicht mehr.

Diese Daten stecken in Linux immer in versteckten Dateien und Ordnern, unter Linux sind dies Dateien order Ordner, die mit einem Punkt beginnen. Also etwa die ~/.bashrc oder die Ordner ~/.mozilla oder ~/.config. Der Dateimanager von Ubuntu zeigt diese Daten erst dann an, wenn man sich diese mit dem Menüpunkt “Ansicht -> Verborgene Dateien anzeigen”  oder der Tastenkombination [Strg]+[H] einblenden lässt.

Im versteckten .config-Ordner finden sich viele Konfigurationsdateien, die es vielleicht gar nicht mehr braucht.

Im versteckten .config-Ordner finden sich viele Konfigurationsdateien, die es vielleicht gar nicht mehr braucht.

Seid bitte beim Löschen vorsichtig und löscht nur das, wovon ihr wisst, dass ihr es nicht mehr braucht. Man kann sich auf diesem Weg zwar nicht sein Ubuntu-System zerschießen — im Homeverzeichnis stehen immer nur benutzerspezifische Konfigurationen und Daten. Aber schnell sind die lange zusammengesammelten Bookmarks oder — noch schlimmer — alle E-Mails weg.

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

60 Kommentare

  1. Bin zwar kein linux-neuling, aber das mit den löschen der kernels war mir nicht bewusst!

    wie immer, super artikel! weiter so !

  2. Hallo Christoph,

    schöner Artikel. Den letzten Tipp sollte man mit Vorsicht behandeln, aber das schreibst du ja auch.

    Ansonsten stelle ich noch bei unbedarften Usern in LibreOffice die Dateiformate auf .doc und .xls um, dann können sie auch noch Daten mit ihren Leuten austauschen, die unbedingt an MS Office 2003 festhalten wollen. :-)

    Viele Grüße
    Christian

  3. Hi die Artikel sind immer super!

    Ich finde gut das Linux einfach (auch für Idioten wie mich :-)) erklärt wird,
    um den Umstieg von der Win8 pleite zu erleichtern.

  4. Hallo Christoph,

    Skype ist auch in den Partner-Paketquellen verfügbar. Vorteil: man bekommt Updates.
    Mehr Details auch unter http://wiki.ubuntuusers.de/Skype

    Viele Grüße,
    Andreas

    • Die müssen aber auch aktiviert werden. Da Skype nur alle paar Ewigkeiten aktualisiert wird, halte ich das nicht unbedingt von Nöten. Grüße, Christoph.

      • Ich habe heute ein Ubuntu der Verwandschaft aktualisiert. Mit Skype gibt es mal wieder Probleme: Der Toneingang funktioniert zwar, jedoch lässt sich weder der Testton aktivieren, noch ein Testanruf durchführen, weil gar keine Verbindung aufgebaut wird. Vielleicht handelt es sich um das alte PulseAudio/Alsa Problem. Ich bin es leid, mich immer wieder auf’s Neue damit beschäftigen zu müssen. Nebenbei habe ich gerade festgestellt, dass es auch unter Fedora ziemlich knarrt. Jetzt ist der Ton auch dort komplett abgeschaltet.

  5. Hallo,

    bei einem der Tipps stößt es mir ein wenig sauer auf: die Installation der Java Laufzeitumgebung inklusive Browser Plugin.
    Bei der Geschichte von kritischen Sicherheitslücken in Java würde ich komplett darauf verzichten, zumindest aber auf das Browser Plugin. Jedenfalls solange ich es nicht definitiv für etwas sehr wichtiges benötige!

    Viele Grüße,
    Hinnerk

  6. Machs gut, Windows XP! Sei gegrüßt Ubuntu XP!

    Schöner Artikel. Ich nutze Linux gute 14-15 Jahre, kenne aber Ubuntu nicht wirklich. Der Artikel zeigt ganz gut warum. Für einen “Normal-Anwender” ist es nach wie vor viel zu kompliziert. Einem Laien empfehle ich kein Linux, schon gar nicht wenn er das Teil einfach nur nutzen will.

    Selber arbeite ich damit nachwievor. Aber das habe ich auch selbst gewählt :)

    mfg

    • Ich empfehle den Laien Linux ,und mit Kubuntu 12.04 LTS haben die wegen der Windo.. ähnlichen KDE in der Regel keine Probleme.

      mfg

      • Warum eine zwei Jahre alte Distribution? Alleine aufgrund des fehlenden MTP-Supports, sollte man angehenden Linuxern ein K/X/Ubuntu 14.04 empfehlen. Sonst steckt der User sein Android-Handy an den Rechner und man kann keine Daten auf das Gerät kopieren. Außerdem steht unnötig früh ein Systemupdate an. Grüße, Christoph.

  7. Sehr schöner Artikel. Danke dafür. Wird Zeit für mich, mal wieder umzusteigen. ;-)

  8. Persönlich benutze ich nur noch Lubuntu, welches aber auch in Version 14.04 auf einem Netbook funktioniert. Unter Lubuntu 14.04 (wahrscheinlich auch den anderen Varianten) tritt mit einem HP Laserjet 4P mit einem Parallelport Printserver, der hier jedoch unerheblich sein dürfte, nun jedoch folgendes Problem auf -unter 12.04, und im Laufe von 15 Jahren auch anderen Distributionen gab es nie Probleme:

    Der Drucker läßt sich einrichten, alles sieht i.O. aus, als PDFs läßt sich drucken … NUR: Druckaufträge an das Gerät kommen nicht an. Das Problem könnte mit dem ensprechenden cupsd Filter für Apparmor zu tun haben. Auszug aus /var/log/syslog:

    May 10 09:39:51 me kernel: [ 9325.023244] type=1400 audit(1399707591.471:58): apparmor="DENIED" operation="signal" profile="/usr/sbin/cupsd" pid=2070 comm="cupsd" requested_mask="send" denied_mask="send" signal=kill peer="unconfined"
    May 10 09:40:17 me kernel: [ 9350.891920] type=1400 audit(1399707617.340:59): apparmor="DENIED" operation="signal" profile="/usr/sbin/cupsd" pid=2070 comm="cupsd" requested_mask="send" denied_mask="send" signal=term peer="unconfined"
    

    Deaktivieren würde ich Apparmor nur höchst ungern. Hat da jemand Ti(p)s ? Kennt jemand Ansprechpartner beim Hersteller ? In einem anderen Netzwerk mit einem anderen HP Drucker hat es übrigens auf Anhieb mit ‘Gutenprint’ funktioniert.

  9. Das Kommando, um alte Kernel zu entfernen, ist seit Raring ganz einfach: sudo apt-get autoremove.
    Das schmeißt alle Kernel bis auf den aktuellen und den Vorgänger von der Platte. Siehe https://blueprints.launchpad.net/ubuntu/+spec/desktop-r-clean-old-kernels
    LG, Pete

  10. Hi, habe zwei Probleme mit Ubuntu 14.04. Vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen. Leider funktioniert die Aktualisierungsverwaltung und das Software Center nicht. Da ich relativ neu bei Ubuntu bin, weiß ich aktuell nicht weiter.

    • Hi Thomas, “xxx funktioniert nicht”-Fragen sind immer ganz schwer zu beantworten, wenn man nicht genau sagt wie sich das Problem äußert ;) Kannst du vielleicht ein paar genauere Angaben machen? Vielleicht bekommst du irgendwelche Fehlermeldungen angezeigt? Gibt es Fehlermeldungen, wenn du im Terminal ein Update anschmeißt?

      $ sudo apt-get update
      $ sudo apt-get upgrade
      

      Grüße, Christoph

      • Hi Christoph,

        Also um genau zu sein passiert folgendes:

        Beim Öffnen der Aktualisierungsverwaltung geht nur ein weiteres Fenster auf mit der Überschrift Absturzbericht.

        Das Software Center geht beim Öffnen nur kurz auf und schließt sich dann wieder.

        Sobald ich sudo apt-get update eingebe, erhalte ich folgende Meldung:

        E: Missgestaltete Quellleiste in Zeile 80 /etc/apt/sources.list (>>dist parse<<)
        E: Die Liste der Quellen konnte nicht gelesen werden.

        Da ich in solchen Dingen nicht ganz so fit bin, kann ich damit leider nichts anfangen. Sagt Dir das ganze was?

        Gruß Thomas

  11. Ok, ich brauche Hilfe. Wie rufe ich die Liste auf?

    • Wie unter Windows ;) Du startest einen Texteditor (bspw. Gedit) und öffnest aus diesem heraus die Datei sources.list im Verzeichnis /etc/apt/. Dort schaust du dir dann die Zeile 80 an — die Anzeige von Zeilennummern am Rand des Editor lässt sich in den Einstellungen aktivieren. Ohne Root-Rechte kannst du die Datei noch nicht speichern, dazu musst du den Editor dann mit Root-Rechten starten. Siehe bspw. hier http://wiki.ubuntuusers.de/Editor#Root-Rechte-Bearbeiten-von-Systemdateien Doch zum Anylisieren des Problems ist das schon mal der erste Schritt ;)

      • Hallo
        das sieht/ hört sich nach einem unterbrochenen “installieren” aus.
        In den Systemscripten rumzukritzeln ist eher eine schlechte Idee, denn wie wahrscheinlich ist dort ein Fehler ?
        versuch mal : sudo apt-get -f install und sudo dpkg –configure -a

        In dem ubuntuusers-wiki Paketverwaltung kann du nachlesen und empfohlene Terminalbefehlen kopieren und ausprobieren. Bookmarksetzen nicht vergessen.
        Hilfreich zum Anfang sind auch die Anleitungen auf http://www.linuxwelt.blogspot.no Gruß Ralf

  12. Hallo zusammen . bin seid neuestem ubunto user suche nützliche tipps wie man über ubunto freies fernsehen empfangen kann. bin für tipps und hilfestellung dankbar. ihr helmut müller

  13. brauche hilfe bei der freischaltung der cookies

    • Cookies? Freischaltung? Das müsstes du nochmal bitte ein wenig ausführlicher erklären :) Grüße.

      • hallo meni problem ist gelöst . ich hatte nur was gesucht um kostenlos TV zu schauen auf ubunto .
        hier ein tipp für alle ubuntuser schaut doch mal auf http://www.schoener-fernsehen.com
        gruss helmut

        • Sei dir dabei jedoch bewusst, dass Schöner-Fernsehen auf einem P2P-Verfahren basiert. Das was du aus dem Netz streamst, ladest du auch wieder hoch. Da du nicht die Rechte hast diese Daten ins Netz zu laden begehst du damit eine straffähige Urheberrechtverletzung. Magine ist kostenlos, hat einen schönen EPG und ist durchweg legal. Grüße, Christoph.

  14. Hallo Christoph,

    Vielen Dank für die nützlichen Tips auf dieser Seite (10-20-todos).
    Habe soeben Ubuntu 12.04. (über 12.10, 13.10.) dann auf 14.04. aktuallisiert.

    Habe allerdings nicht unity sondern Gnome. Lassen sich diese Tips 1:1 auch auf Gnome anwenden, oder funktioniert es da anders?
    Kann ich 2-Zeilige befehle Zusammen strg c / strg V zusammen ins Terminal eingeben?

    • Vieles von dem, was ich hier bzgl. Unity nenne, passt natürlich nur auf Unity, aber viele der Tipps (bspw. die Geschichte mit den Kerneln) funktionieren immer, egal mit welcher Desktopumgebung. Zwei Befehle zu übernehmen geht nicht, weil das “$” dir in Quere kommt. Aber du kannst auch einfacher “Copy&Pasten”, einfacher Text markieren und zum Einfügen die mittlere Maustaste drücken, siehe http://linuxundich.de/ubuntu/tricks-tricks-zum-fenstermanagement-mit-gnome/ (Leider funktionieren die Videos nicht mehr, muss mal sehen ob ich die auf YouTube übertragen kann). Grüße, Christoph.

  15. Hallo Ubuntu – Freunde,

    ich möchte gerne Windows auch von meinem Asus-Notebook löschen und auf Ubuntu umsteigen, habe aber beim Notebook meiner Frau (läuft schon mit Ubuntu 13.10) das Problem, dass das WLAN nur sehr instabil läuft und ich somit z.Bsp. keine Druckaufträge vernünftig herüber bekomme. LAN läuft perfekt mit 100 Mb/s, WLAN schwankt unregelmäßig zwischen 54 Mb/s und 0 Mb/s. Was kann ich tun ? Danke im Voraus für Eure Hilfe.

  16. Hallo ubuntu Freunde,
    ich bin auch ein windows wechsler und nur Anwender. Ich finde die Foren oftmals kompliziert in ihrer Wortwahl – viel zu fachlich. Diese Seite ist gut verständlich, danke Christoph.
    Ich suche ein Lösung für mein Netzwerkproblem. Ich hab unbuntu 14.04 auf 2 Laptops installiert, auf dem hp rechner kann ich keine netzwerkverbindung herstellen, weder Lan noch Wlan. Beim anderen hat sich alles selbst installiert. Was muss ich tun????
    Vieln Dank für die Untestützung.

  17. Hallo Christoph, bin über deinen Artikel gestolpert, weil ich mich nun erstmalig und grundsätzlich für Ubuntu auf meinem Win7 Laptop und desweiteren einem alten XP Rechner interessiere. Habe gestern Ubuntu 14.04 von der DVD gestartet und erstmalig ein bisschen rumprobiert. Im I-Net surfen und so Dinge. Lediglich einige Youutube Vids liefen nicht, irgendso ein Flash Player (?) war veraltet. Wie auch immer, plane nun die Parallelinstallation von Ubuntu zu WIn7 und bin echt gepannt, was mich erwartet.
    Gruss und Danke.

    • Bzgl. Flash: Wenn die Flash-Funktionen wichtig sind, dann solltest du unter Linux mit Chrome arbeiten. Flash für Linux (das Plugin, das mit jedem Browser funktionierte) wurde von Adobe eingestellt. Flash wird nur noch im Rahmen eines PPAPI-Plugins (Stichwort Pepper-Flash) für den Chrome-Browser weiterentwickelt und mit diesem auch ausgeliefert. Wenn du also möglichst problemloses Flash haben möchtest, dann solltest du Chrome als Browser benutzen. Christoph.

  18. hi christoph,
    danke, dass du hier tips und rat verteilst! als neuer nutzer ist das sehr hilfreich.
    ich habe folgendes problem bei ubuntu 14:
    nach der installation hab ich die tips hier:

    http://itsfoss.com/things-to-do-after-installing-ubuntu-14-04/

    und hier:

    http://scienceblogs.com/gregladen/2014/04/24/10-or-20-things-to-do-after-installing-ubuntu-14-04-trusty-tahr/

    befolgt, alle zusätze geladen und alle befehle ausgeführt. aber jetzt kann ich das @ zeichen nicht mehr schreiben. irgendwelche ideen? dieses
    hier: @ und das dadrüber hab ich aus einem textdokument kopiert.
    schöne grüsse
    michael

  19. IMHO fehlt noch die installation des packets ubuntu-restricted-extras. Damit erschlägt man die meisten codecs (nicht dvdcss2), fonts und adobe flash.

  20. Hallo Christoph,
    bin seit einem Jahr mit Ubuntu sehr zufrieden. Zuerst 12.04 jetzt versuche ich mal 14.04.
    Hast Du einen Tipp wie man das iphone 4 (ios 6) mit Ubuntu verbinden kann?
    Gruß
    Gustav

    • Oh, das ist leider überhaupt nicht mein Gebiet. Ich habe noch nie ein iOS-Gerät besessen. “Verbinden” ist so ein schwammiges Wort, was soll beim Verbinden passieren? Was willst du machen? Grüße, Christoph.

  21. Hallo Christoph,
    tolle Seite und gute Erklärungen!
    Habe heute deinen Tipp: 5.1
    verfilmt und auf YouTube hoch geladen:
    https://www.youtube.com/watch?v=TWDcLuRm34w

  22. Hallo Christoph,

    wirklich ein schöner Artikel. Danke dafür! Noch ein kleine Frage zu tlp:
    Muss der Befehl $sudo tlp start nach jedem Neustart durchgeführt werden oder läuft da ein Daemon?

    Ich würde in dem Artikel noch auf Hybrid Graphics eingehen. Die meisten Notebooks kommen neuerdings ja mit 2 Grafikkarten und das Thema kann sehr frustrierend sein (aus eigener Erfahrung ;) ).

    Gruß,
    Nico

  23. Hallo Christoph,
    ich hab jetzt in den letzten 2 Tagen versucht, deine Tipps auf meinem Rechner um zu setzten – bin schon ziemlich zufrieden mit uns!

    Allerdings spricht mein Rechner auch nach der Installation der deutschen Sprachpakete immer noch englisch mit mir .. muss ich die Sprache noch in einem anderen Menüpunkt aktivieren?

    Danke für deinen Blog
    Horst

    • Hi Horst, ist das gesamte System noch auf Englisch. Achte mal beim Anmelden in der graphischen Desktopumgebung — also dort wo du deinen User auswählst und das Passwort eingibst — auf ein Feld, in dem du die Sprache auswählen kannst. Steht dieses auf Deutsch, dann müsste auch die Desktopumgebung Deutsch mit dir sprechen. Grüße, Christoph.

      • … ich brauche nach dem Start keinen User auswählen, das passiert scheinbar bei mir automatisch und ohne Passwortabfrage! Erst nachdem der Desktop gesperrt war, muss ich mein Passwort eingeben. Soweit ich das überblicke, ist das komplette System englisch… Ich achte bei der nächsten Möglichkeit auf eine Sprachauswahl!

        • Das hast du bei der Installation gesagt, dass dein User automatisch eingeloggt werden soll. Logge dich daher einmal nach dem Start des Rechners bewusst aus, dort solltest du dann die entsprechende Einstellung treffen können. Grüße, Christoph.

  24. *Daumenhoch*

    Danke!

  25. Hallo Christoph,
    dein Artikel hat mir sehr geholfen! Ich bin ein Linux-Neuling, aber vom ersten Einblick begeistert.
    Eine Bitte: Kannst du ev. auch einmal etwas darüber schreiben, wie man in Ubuntu 14.04 portable Programme startet. Ich probier dies seit ein paar Tagen, da es als “sehr einfach” beschreiben wird (einfach “Datei” unter Eigenschaften auf “Datei als Programm ausführen” setzen und doppelklicken!). Nur da tut sich bei mir gar nichts, außer dass diese Datei mit gedit geöffnet wird und ich nur das Script sehe!
    Danke!

    • Hallo Hubert, was für Anwendungen möchtest du denn Portabel betreiben? Klassische “Portable Apps” wie unter Windows gibt es unter Linux eigentlich weniger. Was möchtest du am Ende erreichen?

      Grüße
      Christoph

      • Hi Christoph,
        Danke für deine rasche Antwort!

        ..zB. “Geogebra-3D bzw. Geogebra-5.0.”, eine Mathe-Software, die es natürlich auch als install-version gibt (->http://download.geogebra.org/installers/5.0/?C=M;O=D)

        nur bin ich von den “Windows-zeiten” her es so gwohnt, möglichst vieles als “portable” zu betreiben, um mir meinem PC nicht so “mit Müll zu verlangsamen”!
        Vielleicht muss ich auch in dieser Hinsicht noch umdenken!?

        Hubert

  26. Hallo Christoph

    habe ubuntu upgeate auf (14.04). Seit paar Wochen habe ich ein komisches Phänomen. Nach genau 20 Minuten bleibt das System hängen (Maus und Tastatur reagieren nicht mehr). Nach einem Kaltstart habe ich sogar die früheren Versionen bei den erweitreten Optionen ausgewählt.
    System kommt dann wieder hoch und nach 20 Minuten dasselbe Spiel.
    Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.

    • Hi Amir,

      bin zwar nicht Christoph, aber antworte dir mal trotzdem ;)
      Ohne weitere Infos von dir, können das 1000+ Möglichkeiten sein.
      Um das mal ein zu grenzen, sollte man die letzten ca. 20 Zeilen vor dem hängen bleiben des Systems aus /var/log/syslog haben.
      Öffne dazu ein Terminal und gebe dort folgendes ein:
      gedit /var/log/syslog

      Die Einträge sind nach Datum und Uhrzeit sortiert und die neuesten sind unten.
      Das kopierst du und postest es hier: http://paste.ubuntu.com/
      Natürlich nicht die letzten Zeilen, sondern die letzten vor den aufhängen des Computers.
      Dann gibst du die URL zu deinem geposteten Text.

      Gruss Alex
      https://www.youtube.com/user/WarumLinuxBesserIst

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