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Windows XP hat sein verdientes Support-Ende gefunden und die Medien haben mit Ubuntu die „Wechsel doch zu Linux-Sau“ durch die Stadt getrieben — passend zur Fertigstellung von Ubuntu 14.04 „Trusty Thar“. Von daher werden nun zahlreiche neue Ubuntu-User vor einem frisch installierten Ubuntu-System sitzen und sich fragen „Was nun?“. Wie installiere ich eigentlich Programme? Wie bekomme ich diese dumme Amazon-Werbung aus dem System? Wie kann ich denn dieses und jenes am System verändern? Dieser Beitrag beantwortet viele eurer Fragen, so einsteigerfreundlich wie möglich.

Alle Fragen kann ich natürlich nicht beantworten, doch ich versuche hier „meine“ persönlichen 10 oder 20 To-dos nach einer frischen Installation von Ubuntu 14.04 für Ubuntu-Einsteiger (und auch den einen oder anderen Kenner) zusammenzufassen und dabei auch gleich ein wenig Linux-Wissen zu vermitteln. Der Beitrag beginnt beim Terminal — Yep, das muss sein! — geht über die Installation von Hardware-Treibern über zum Einspielen weiterer Software auf eurem Ubuntu, bis hin zu den ab und an fälligen Wartungsarbeit am System. Nehmt euch gerade nach dem Ubuntu-Einstieg ein bisschen Zeit und geht den Beitrag nach und nach durch.

0) Ganz neu bei Ubuntu? Bitte lesen!

0.1) Keine Angst vor dem „magischen“ Terminal

Einen Punkt möchte ich gleich vorneweg aufführen: Keine Angst vor der Kommandozeile und anfangs vielleicht ein wenig umständlich erscheinenden Befehlen. Linux-Einsteiger schimpfen gerne über das MSDOS-Feeling unter Linux. Lass dich bitte davon nicht abschrecken, denn eigentlich brauchst du das Terminal unter Linux so gut wie nie — wenn du willst! Du wirst im Internet jedoch sehr oft mit Terminalbefehlen konfrontiert, warum?

Du arbeitest mit Linux, hab bitte keine Angst vor dem Teriminal!
Du arbeitest mit Linux, hab bitte keine Angst vor dem Teriminal!

Besonders in Foren oder auch in Blogs — wie auch hier in diesem Artikel — siehst du sehr oft auf den ersten Blick kryptische Befehle. Der Grund dafür liegt am guten alte www. Das Netz ist ein eben aktuell noch primär ein textbasiertes Medium. Es ist meist deutlich einfacher einen kurzen Befehl zu nennen, als lang und breit ausführlich zu beschreiben welche Anwendung wie zu öffnen ist, welchen Menüpunkt es zu suchen gilt und welche Option man anhaken soll. Du wirst also unter Linux ab und an mit dem Terminal konfrontiert werden, ich bin mir aber sicher, dass du das gut hinbekommen wirst! Zur Not helfen dir Bücher wie das Ubuntu-Buch von Marcus Fischer mit ausführlichen Tipps, auch zum Terminal.

Ein Tipp am Rande: Befehle markiere ich immer mit einem Dollar-Zeichen „$“ am Anfang der Zeile. Dieses darfst du nicht in die Kommandozeile übernehmen, es soll dir in einem Listing nur optisch den Unterschied zwischen einem Befehl und seiner Ausgabe zeigen. Ab und an gehen Befehle über mehr als eine Zeile, steht in dieser nicht nochmal ein Dollar-Zeichen, so tippst du einfach weiter ohne mit Return die Zeile umzubrechen, das würde sonst zu einer Fehlermeldung führen.

0.2) Die Dash, suchen anstatt in Menüs zu graben

Noch ein zweiter Punkt, der sich besonders an Windows-XP-Umsteiger richtet. In Windows XP warst du es gewohnt mit starren Programmhierarchien zu arbeiten. Mit ein bisschen Mühe hat man sich das Startmenü nach und nach wie etwa „Programmen -> Internet -> Firefox-> Firefox“ eingerichtet. Auch Linux-Desktops haben lange Zeit solch eine Struktur benutzt — viele Desktops arbeiten auch nach wie vor so.

Ein paar Buchstaben zu tippen führt schneller zum Ziel als lange Menüs.
Ein paar Buchstaben zu tippen führt schneller zum Ziel als lange Menüs.

Inzwischen aber nutzen zahlreiche Desktops eine flache Hierarchie, man sucht stattdessen lieber. Um schnell die Netzwerkeinstellungen zu ändern tippt man daher einfach nur schnell „netz“ in die Dash, schon erscheinen die Netzwerkverbindungen oder die Netzwerk-Ordner. Braucht man schnell einen Editor, dann kommt man mit „edi“ schnell ans Ziel. Brauchst du ein LibreOffice mitsamt Textverarbeitung, dann gibt einfach „write“ oder auch „word“ ein, schon startet der LibreOffice Writer.

1) Hardware einrichten

1.1) Zusätzliche Hardwaretreiber installieren

Im Gegensatz zu Windows brauchen Linux-Systeme wie eben euer neu installiertes Ubuntu keine Treiber für zusätzliche Hardware. Die Hardwareunterstützung steckt direkt im Linux-Kernel, so dass die meiste Hardware wie Scanner, Webcams, USB-Mikrofone oder auch TV-Karten ohne weiteres Zutun funktioniert — oder im Problemfall sich nicht unter Linux zum Laufen bekommen lässt. Zusätzlich zu installierende Treiber gibt es eigentlich nur im Bereich von Grafikkarten. Nvidia und auch AMD verteilen leider nach wie vor „binäre Blobs“ als Treiber, also Closed-Source-Software, die sich nicht direkt in den Kernel einbauen lässt.

Die meiste Hadrware unterstützt Ubuntu ohne weiteres Zutun, für manche Geräte braucht es jedoch zusätzliche Treiber.
Die meiste Hadrware unterstützt Ubuntu ohne weiteres Zutun, für manche Geräte braucht es jedoch zusätzliche Treiber.

Ubuntu löst die Installation dieser Treiber über einen eigenen Assistenten, der das System analysiert und bei Bedarf die Installation von proprietären Treibern — also nicht Open-Source-Treibern — vorschlägt. Um die volle Leistungsfähigkeit seiner Grafikkarte herauszukitzeln sollte man diesen benutzen. Ihr findet ihn, wenn ihr in der Dash einfach nach „Treiber“ sucht und dann den Punkt „Zusätzliche Treiber“ aufruft. Alternativ erreicht ihr in auch über die Systemverwaltung und „Software & Aktualisierung -> Zusätzliche Treiber“. Die Treiber-CDs der Hersteller enthalten so gut wie immer Windows-Treiber, die könnt ihr getrost in der Kiste liegen lassen.

Kommentar: Die Installation der proprietären, also geschlossenen Treiber von Nvidia und Co. hat nicht nur Vorteile. Probleme können zum Beispiel bei Kernel-Updates entstehen, wo der Treiber wieder neu eingebunden werden muss. Die Grafikkarten von AMD und Nvidia werden inzwischen auch von den freien Treibern sehr gut unterstützt, daher würde ich euch empfehlen erstmal die freien Treiber auszutesten, ihr könnt immer noch die proprietären Treiber einspielen.

2) Software unter Ubuntu installieren

2.1) Weitere Software für Ubuntu installieren

Unter Windows wart ihr es gewohnt eure Software aus dem Internet zusammenzusammeln. Firefox holt man sich per Download von mozilla.org, OpenOffice von openoffice.org, LibreOffice von libreoffice.org und zum Spielen holt man sich Steam von steampowered.com. Unter Linux läuft der Hase ein wenig anders, hier installiert ihr euch Tausende von Programmen über die Paketverwaltung. Firefox, LibreOffice, GIMP, Inkscape, VLC oder Chromium (der freien Variante von Chrome) und sogar auch der Steam-Client finden sich hier — Im Endeffekt werden viele das Prinzip schon von den App-Stores von iOS, Android und Co. kennen, für Linux sind solche zentrale Software-Quellen nichts neues. Klickt also im Unity-Dock links auf das Ubuntu Software-Center und stöbert durch das reichhaltige Angebot.

Update 29.09.2014: Auch wenn Flash durch HTML5 immer weiter an Bedeutung verliert, kaum ein User kommt ohne das Browserplugin aus. Knapp 80 Prozent der Besucher von Linux und Ich haben das Flash-Plugin auf dem Rechner. Allerdings sorgt die Installation von Flash oft für Verwirrung. Wie komme ich an Flash? Was ist Pepper-Flash? Wie bekomme ich ein akutelles Flash im Firefox zum Laufen? Bitte folgt zum Thema Flash dem Link Adobe Flash für Firefox, Opera, Chromium und Chrome unter Ubuntu 14.04 und 14.10 installieren zu einer aktuellen Zusammenfassung zum Stand von Adobe Flash unter Ubuntu oder schaut nach den neusten Beiträgen im Blog zu Adobe Flash.

In den Paketquellen von Ubuntu findet sich so gut wie jede freie Software.
In den Paketquellen von Ubuntu findet sich so gut wie jede freie Software.

2.2) Apps wie Skype, Chrome oder Dropbox installieren

An dieser Stelle wird Ubuntu ein wenig wie Windows, eine Reihe von Programmen findet ihr eben nicht in den Paketquellen. Dazu zählen in der Regel nur proprietäre Programme — also Anwendungen von kommerziellen Herstellern, die den Quellcode ihrer Entwicklungen nicht offenlegen. Klassische Beispiele für diese Art von Programmen sind Skype, Google Chrome oder etwa Dropbox. Diese Anwendungen ladet ihr als DEB-Paket von den jeweiligen Webseiten herunter und installiert sie wie eine „setup.exe“ unter Windows.

Skype, Chrome oder Dropbox ladet ihr als DEB-Paket für Ubuntu herunter.
Skype, Chrome oder Dropbox ladet ihr als DEB-Paket für Ubuntu herunter.

Ab und an müsst ihr bei den Downloads zwischen einer 32-Bit und 64-Bit-Version unterscheiden. Je nach dem ob ihr ein 32-Bit und 64-Bit-Ubuntu installiert habt, müsst ihr die entsprechende Version herunterladen und einspielen. Seid ihr euch nicht sicher, so bekommt ihr die entsprechenden Informationen unter „Systemeinstellungen -> Informationen -> Übersicht“. Hin und wieder kreuzen auch „Multiarch“-Downloads euren Weg, diese Pakete lassen sich auf beiden Bit-Varianten installieren.

Ob ihr ein 32- oder 64-Bit-Ubuntu installiert habt, verraten euch die Informationen in den Systemeinstellungen.
Ob ihr ein 32- oder 64-Bit-Ubuntu installiert habt, verraten euch die Informationen in den Systemeinstellungen.

Die Installation von DEB-Dateien ist nun im Regelfall so trivial, dass ich sie gar nicht  weiter bebildern möchte. Ihr öffnet den Dateimanager, geht in das Verzeichnis mit dem abgeschlossenen Download und tippt doppelt die DEB-Datei an. Das Software-Center übernimmt daraufhin die Installation und spielt das Programm umgehend auf eurem Computer ein. Dabei sollten zusätzlich benötigte Software-Pakete automatisch aus den Ubuntu-Paketquellen nachinstalliert werden.

2.3) Vervollständige die deutschen Sprachpakete

Nachdem die Grafik nun flutscht kann man sich an die weitere Vervollständigung des Systems machen. Das ISO-Image für das Erzeugen eines bootfähigen USB-Sticks oder einer Installations-DVD soll nicht allzu groß werden, daher müssen die Entwickler den einen oder anderen Kompromiss eingehen, was denn in dieses Installations-Image alles gepackt werden soll. Der Rotstift wird unter anderen bei den Sprachpaketen angesetzt.

Nach der Installation ist Ubuntu noch nicht komplett auf Deutsch übersetzt.
Nach der Installation ist Ubuntu noch nicht komplett auf Deutsch übersetzt.

Ubuntu spricht zwar von Anfang an Deutsch (oder auch zahlreiche anderen Sprachen), aber es gibt hier und da nur Englisches zu erblicken, daher müssen nach der Installation noch einige Sprachpakete aus dem Internet geladen und ins System eingespielt werden. Öffnet dazu die Systemeinstellungen und klickt dort den Punkt „Sprachen“ an. Steht die Verbindung zum Internet wird Ubuntu automatisch alle deutschsprachigen Sprachpakete nachladen und installieren.

3) Ubuntu-Desktop-Tweaks einrichten

3.1) Chats und Social-Media-Kanäle in Ubuntu integrieren

Nur wenige Internet-User werden komplett auf ein Konto bei Facebook, Google, Twitter und Co. verzichten, gerade wenn man ein Smartphone in der Tasche mit sich trägt. Daher sind diese Dienste auch direkt in Ubuntu und die mitinstallierten Anwendungen integriert. So kannst du etwa mit anderen Facebook- oder Google-Usern mit Empathy chatten, Bilder mit Shotwell zu Facebook oder Picasa hochladen oder deine in Google Contacts und Google Calender hinterlegten Adressen und Termine in Evolution sehen.

Google, Facebook, Twitter und Co. lassen sich direkt in Ubuntu integrieren.
Google, Facebook, Twitter und Co. lassen sich direkt in Ubuntu integrieren.

3.2) Werbung für Amazon und Co. in der Dash deaktivieren

Wer in Ubuntu neu einsteigt, wird sich wahrscheinlich arg wundern, dass bei der Eingabe von Suchbegriffen in die Dash neben lokal gespeicherten Daten und installierten Programmen auch immer gleich Online-Ergebnisse angezeigt werden. Manches davon wie die Wikipedia-Treffer unter „Referenz“ oder das Wetter sind nützlich, anderes wie die „weiteren Vorschläge“ mit Links zu Büchern und Musikalben bei Amazon sind letztendlich direkt in den Desktop integrierte Werbung. Canonical leitet die Anfragen wenigstens nicht direkt über die Amazon-Server sondern schaltet einen Proxy dazwischen, trotzdem sollten sich Ubuntu-User darüber im Klaren sein, dass die Dash jede Eingabe überträgt — Der GNU-Gründer Richard Stallmann nennt Ubuntu daher Spyware

Die Onlinesuche lässt sich allerdings unter „Systemeinstellungen -> Sicherheit & Datenschutz -> Suche“ über den Punkt „Bei der Suche im Dash / Auch Online-Suchergebnisse verarbeiten“ relativ leicht in ihre Schranken weisen. Dadurch wird jedoch gleich der kompletten Onlinesuche die Flügel gestutzt. Wer die Wikipedia-Ergebnisse und die Wettervorhersage eigentlich ganz gerne mochte, nur aber die Amazon-Suche loswerden wollte, der muss über diesen Menüpunkt auf lieb gewonnene Funktionalität verzichten. Allerdings lassen sich die einzelnen Features der Dash wie eben die Amazon-Werbung auch gezielt deaktivieren.

Ubuntu 14.04 überträgt bei jeder Eingabe in die Dash Daten in das Internet.
Ubuntu 14.04 überträgt bei jeder Eingabe in die Dash Daten in das Internet.
In den Systemeinstellungen lassen sich alle Online-Zugriffe der Dash abstellen.
In den Systemeinstellungen lassen sich alle Online-Zugriffe der Dash abstellen.

Dazu müsst ihr die Dash öffnen (1) und in der unteren Leiste auf das zweite Icon von links mit dem Zirkel klicken (2). Hier geht es nun weiter zu den „Dash-Erweiterungen“ und dem Link „Weitere Ergebnisse anzeigen“, so dass letztendlich alle Erweiterungen aufgeführt werden. Hier kannst du nun gezielt die Amazon- oder Ebay-Linsen — und natürlich alle anderen Features, die du nicht brauchst — deaktivieren, so dass der Ubuntu-Desktop letztendlich werbefrei wird, ohne dass sämtliche Online-Funktionalität verloren geht.

Alternativ lassen sich die Dash-Plugins auch gezielt abschalten.
Alternativ lassen sich die Dash-Plugins auch gezielt abschalten.
So lässt sich dann zum Beispiel nur die Anzeige von Amazon-Links deaktivieren.
So lässt sich dann zum Beispiel nur die Anzeige von Amazon-Links deaktivieren.

3.3) Lass nicht alles von der Unity Dash durchsuchen

Die Unity Dash zeigt neben den installierten Programmen und Online-Ergebnissen auch Treffer zu Dokumenten und Dateien an, die bei dir lokal auf der Festplatte liegen. Unity indexiert dazu dein komplettes Homeverzeichnis, ausgeklammert wird lediglich der Ordner „Privat“ mitsamt den dort gespeicherten Unterverzeichnissen und deren Inhalten.

Die in Unity integrierte Suche muss nicht unbedingt überall ihre Nase reinstecken.
Die in Unity integrierte Suche muss nicht unbedingt überall ihre Nase reinstecken.

Da sich Unity tief in die Verzeichnisstruktur wühlt, kommen dabei auch ab und an Treffer ans Licht, die eigentlich hätten verborgen bleiben sollen. Diese erscheinen natürlich gerade dann, wenn jemand einem über die Schulter blickt. Damit Privates privat bleibt, sollte man daher unter „Systemeinstellungen -> Sicherheit &Datenschutz -> Dateien & Anwendungen“ die zu durchsuchenden Ordner anpassen.

3.4) App durch Klick auf Unity-Starter minimieren

Ein wenig ungewohnt in der Bedienung der Unity-Oberfläche ist der Punkt, dass sich Anwendungen in der Unity-Shell zwar über einen Klick auf die Seitenleiste wiederherstellen lassen, aber zum Minimieren muss zwingend das Minimieren-Icon in Fensterleiste angetippt werden. In den Einstellungen lässt sich diese Verhalten leider nicht ändern, daher muss man zum Terminal greifen und den folgenden Befehl ausführen. Der zweite stellt das ursprüngliche Verhalten wieder her.

# Minimieren durch Klick auf Unity-Starter aktivieren...
$ dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/unityshell/launcher-minimize-window true

# Minimieren durch Klick auf Unity-Starter deaktivieren...
$ dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/unityshell/launcher-minimize-window false

3.5) Anwendungsmenüs in den Fensterrahmen schieben

Ubuntu zeigt die Menüs von Anwendungen wie Apple-Rechner nicht in der Anwendung an, sondern im Kopfbereich des Bildschirms. Das spart Platz und sorgt zudem dafür, dass sich die Menüs immer an der selben Stelle befinden und nicht beim Verschieben von Fenstern hin und herwandern. Ubuntu beherrscht jedoch noch einer weitere Darstellungs-Art.

Im Fensterrahmen nehmen die Anwendungsmenüs auch nicht mehr Platz weg.
Im Fensterrahmen nehmen die Anwendungsmenüs auch nicht mehr Platz weg.

Unter „Systemeinstellungen -> Darstellung -> Verhalten“ verschiebt die Option „Zeige die Menüs für ein Fenster / In der Titelleiste des Fensters“ die Menüs in die Fensterleiste. So nehmen die Anwendungsmenüs nach wie vor nicht viel Platz auf dem Bildschirm weg, allerdings spart man sich als fauler Mausschubser doch einiges an Wegstrecke.

3.6) Mit dem Unity Tweak Tool den Ubuntu-Desktop anpassen

Einige der hier angesprochenen Punkte lassen sich nur mit Terminalbefehlen ändern, da die Systemeinstellungen von Ubuntu nicht für jede denkbare Konfiguration einen extra Menüpunkt anbieten — und bewusst auch Optionen ausblenden, die zu Problemen oder schlechterer Usability führen könnten.

Mit Unity Tweak lassen sich zahlreiche Dinge in Ubuntu bequem anpassen.
Mit Unity Tweak lassen sich zahlreiche Dinge in Ubuntu bequem anpassen.

Das heißt aber eben nicht, dass sich das Ubuntu-System nicht im Detail an die eigenen Wünsche und Vorstellungen anpassen ließe. Wer tiefgreifender in die Konfigurationsmöglichkeiten von Ubuntu einsteigen möchte, der sollte sich daher einmal beim Unity Tweak Tool (Installationslink) umsehen, es lässt sich bequem über die Paketquellen von Ubuntu einspielen.

$ sudo apt-get install unity-tweak-tool

4) Multimedia-Features kommen nicht zu kurz

4.1) Diese Multimedia-Codecs sollten eigentlich nie fehlen

Ubuntu spielt nach der Installation eine große Menge an Videoformaten ab, aber leider auch nicht alle. Daher sollte ihr über die Pakete ubuntu-restricted-extras (Installationslink) und libavcodec-extra (Installationslink) alle verfügbaren Codec-Pakete einspielen. Im selben Zug vielleicht auch gleich noch die Java-Laufzeitumgebung (Installation: Link 1, Link 2) und die libdvdcss (Installationslink), sie erlaubt das Abspielen von verschlüsselten Film-DVDs. Anstatt euch alles zusammenzuklicken, würde ich die Installation dieser Pakete über das Terminal durchführen.

# Diese Multimedia-Codecs sollten nicht fehlen...
$ sudo apt-get install ubuntu-restricted-extras libavcodec-extra

# Die Java-Laufzeitumgebung und das Browser-Plugin...
$ sudo apt-get install icedtea-7-plugin openjdk-7-jre

# Danach lassen sich auch verschlüsselte Film-DVDs abspielen...
$ sudo apt-get install libdvdread4
$ sudo /usr/share/doc/libdvdread4/install-css.sh

5) Das Ubuntu-System optimieren und warten

5.1) Akkulaufzeit des Notebooks mit Linrunner/TLP verlängern

Ich habe keine Zahlen zur Hand, aber gefühlt werden Desktop-Rechner eigentlich nur noch an Unternehmen mit Büros verkauft. Die meisten Heimanwender greifen inzwischen zum Notebook, das nimmt weniger Platz ein, ist nicht so stromhungrig und lässt sich auch schnell einmal beiseite Räumen. Dementsprechend wichtig ist der Umgang von Linux mit der knappen Ressource Strom.

Linux-Systeme sind leider nicht so berühmt dafür das letzte Quentchen Akkulaufzeit aus Notebooks herauszukitzeln — oft ist eher das Gegenteil der Fall und dem Notebook geht deutlich schneller der Saft aus als unter Windows. Doch dies gilt eigentlich nur für die „Standardkonfigurationen“, wer ein bisschen Zeit und Arbeit in sein System investiert, der kann die Laufzeit unter Linux der unter Windows angleichen.

$ sudo apt-get remove laptop-mode-tools
$ sudo add-apt-repository ppa:linrunner/tlp
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install tlp tlp-rdw
$ sudo tlp start

Ein Schritt dafür ist die Installation von Linrunner aka TLP. Das Linux Advanced Power Management versucht sich daran auch die letzten Minuten Laufzeit aus dem Akku zu pressen. Dazu optimiert der Dienst eine Reihe von Kernel-Einstellungen, aktiviert Stromsparmechanismen der Festplatte oder der WLAN-Karte oder schaltet selten genutzte optische Laufwerke ab. Unter Ubuntu lässt sich TLP mit den oben stehenden Befehlen sehr einfach aus einer zusätzlichen Paketquelle installieren. Der Erfolg von TLP hängt vom System ab, aber ich meine etwa 10 bis 15 Prozent mehr Laufzeit aus meinem Laptop zu holen.

5.2 Das Ubuntu-System schlank halten

Einer der sehr häufig genannten positiven Punkte über Linux ist die Tatsache, dass das System über die Zeit nicht zumüllt. Das ist durchaus war, installiert ist immer nur das, was ihr selber installiert. Und dank programmübergreifender Bibliotheken muss nicht immer alles doppelt und dreifach im System vorhanden sein, aber es gibt durchaus ein paar Punkte zu beachten.

5.2.1 Alte Kernels deinstallieren

Wenn man von Linux spricht, dann meinen die meisten User eigentlich das komplette Linux-System. Vom Kernel, über die Systemdienste, der graphischen Desktopumgebunge und den installierten Anwendungen. Doch eigentlich betitelt Linux den Kern des Systems, den Linux-Kernel. Den „Rest“ einer Linux-Distribution wie Ubuntu machen zahlreichen Open-Source-Entwicklungen aus.

Eben diese Kernel sammeln sich unter Ubuntu (oder auch Debians) aber gerne auch an. Bei Sicherheitslücken oder Bugs im Kernel wird der überarbeitete Systemkern über die Paketverwaltung eingespielt, der „alte“ aber nicht automatisch überschrieben oder deinstalliert. Dies macht man unter anderem deshalb, weil bei einem Problem mit dem neuen Kernel, das System vielleicht nicht mehr booten würde. Um dies zu verhindern, schmeißt der Update-Mechanismus alte Kernel nicht vom Rechner.

$ dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/(.*)-([^0-9]+)/1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* ([^ ]*).*/1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt-get -y purge

Nun könnte man die Kernel von Hand löschen, am besten würde dies über Synpatic gehen — was aber Ubuntu gar nicht mehr von Haus aus installiert. Oder aber man führt einfach den oben stehenden Befehl aus. Er sucht sich den neusten Kernel heraus und deinstalliert automatisch alles, was sonst noch an Kernel und Kernel-Headern auf dem System herumfliegt, aber veraltet ist. So kommen schnell mal ein paar hundert MByte neu gewonnener Speicherplatz zusammen. Ich mache das etwa einmal im Jahr, wer nur eine kleine /boot-Partition hat, der sollte ein wenig öfters aufräumen.

5.2.2 Nicht mehr gebrauchte Pakete deinstallieren

Bei Anwendungen muss man keine große Angst vor mehrfach installierten Versionen haben. Gibt es ein Update bei Firefox, so wird dieses automatisch über die Paketverwaltung eingespielt. Die alte Version wird dabei überschrieben. Doch es gibt durchaus auch einmal Überreste von Anwendungen im System, die eigentlich gar nicht mehr gebraucht werden.

Dies passiert zum Beispiel wenn man PaketA installiert, das aber auch noch PaketB braucht. Die Paketverwaltung löst das Problem bei der Installation von PaketA automatisch auf und spielt auch gleich noch PaketB ein. Braucht man aber PaketA nicht mehr und deinstalliert die Anwendung, dann bleibt PaketB als „Weise“ zurück. Diese verweisten Pakete kann man in einem Rutsch vom System werfen, dazu muss man einfach nur folgenden Befehl ausführen.

$ sudo apt-get --purge autoremove

5.2.3 Homeverzeichnis aufräumen

Auch im Homeverzeichnis sammelt sich mit der Weile eine ganze Menge an Daten an, die man eigentlich gar nicht mehr braucht. Nutzt man eigentlich viel lieber Chrome anstatt Firefox als Browser, dann braucht man wahrscheinlich auch die Firefox-Konfiguration — mitsamt x MByte Cache und anderen Browserdaten — nicht mehr.

Diese Daten stecken in Linux immer in versteckten Dateien und Ordnern, unter Linux sind dies Dateien order Ordner, die mit einem Punkt beginnen. Also etwa die ~/.bashrc oder die Ordner ~/.mozilla oder ~/.config. Der Dateimanager von Ubuntu zeigt diese Daten erst dann an, wenn man sich diese mit dem Menüpunkt „Ansicht -> Verborgene Dateien anzeigen“  oder der Tastenkombination [Strg]+[H] einblenden lässt.

Im versteckten .config-Ordner finden sich viele Konfigurationsdateien, die es vielleicht gar nicht mehr braucht.
Im versteckten .config-Ordner finden sich viele Konfigurationsdateien, die es vielleicht gar nicht mehr braucht.

Seid bitte beim Löschen vorsichtig und löscht nur das, wovon ihr wisst, dass ihr es nicht mehr braucht. Man kann sich auf diesem Weg zwar nicht sein Ubuntu-System zerschießen — im Homeverzeichnis stehen immer nur benutzerspezifische Konfigurationen und Daten. Aber schnell sind die lange zusammengesammelten Bookmarks oder — noch schlimmer — alle E-Mails weg.

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155 KOMMENTARE

  1. Hallo,

    ich habe vor 6 Jahren erstmalig Kontakt mit Linux(Knoppix) gehabt. War bitter enttäuscht. Habe es vor 3 Jahren nochmals versucht. Nix! Nun habe ich vor 4 Wochen Ubuntu zur Probe erst einmal als temporäres System auf USB-Stick installiert. Und das war gut so.
    Die Standardsoftware (Office-Programme, Bildbearbeitung, ..) laufen. Aber der Internetbrowser….
    Habe dann deine Tipps gefunden. Klasse —- dachte ich. Denn: Nicht eine Sache funktioniert. Das Einzige was (auf-)klappt sind Fehlermeldungen. Nicht mal die Sprache Deutsch lässt sich vollständig nachinstallieren. org.freedesktop.DBus.Error.ServiceUnknown: The name :1.104 was not provided by any .service files
    Vom Rest, wie z.b. aktuelle flash o.ä. gar nicht zu reden.
    Nach wie vor ist Linux ein BS das in keinster Weise für „Otto-Normalverbraucher“ konzipiert ist. Schon die ersten Sätze auf deiner Seite unterstützen meine Meinung. Nach fertiger Installation soll man noch 10 bis 20 installieren. Nach dem ich mein neues Fahrrad gekauft hatte, musste ich auch nicht erst noch Luft aufpumpen, die Kette auflegen oder die Lackierung vollenden.
    Nönö, ich warte noch ein bisschen und steige dann doch von XP auf Win10 um.
    Damit mache ich mich zwar zum Sklaven des internationalen Kommerzes, aber der funktioniert wenigstens….

    • Es ist schade, dass deine Erfahrungen negativ waren, nachvollziehen kann ich sie nicht. „Aber der Internetbrowser…“: Was meinst du damit, bis auf den IE kannst du so gut wie jeden der für Windows verfügbaren Browser auch unter Linux nutzen. Das Problem mit der Nachinstallation der Sprachdateien: Was für eine Ubuntu-Version hast du denn da probiert, so eine Fehlermeldung finde ich nur bei Ubuntu 10.10 oder 11.04.

      Auch sonst ist die Installation von Sprachmodulen eine Sache, die bei mir und bei Tausenden anderen frisch nach der Installation nicht scheitern sollte. Das Thema Flash kannst du den Linux-Entwicklern nicht ankreiden, wenn Adobe Flash sterben lassen möchte — was unter Windows auch noch passieren wird — dann ist das deren Bier. In der Zwischenzeit kann man sich aber auch selber recht gut helfen.

      Hm… Yep, die 10 bis 20 Dinge helfen einem das System an seine Wünsche anzupassen. Das machst du unter Windows auch, denn mit dem nackten Windows kannst du gerade mal ein bisschen durchs Web surfen, da MS ja nichts hinzuinstallieren möchte und darf. Ich für meinen Teil habe meist ein Linux-System schneller aufgesetzt als ein Windows.

    • Verstehe die Aufregung nicht….es wird keiner gezwungen freie Software z.b. Ubuntu oder andere zu installieren.Ich für mein Teil war immer absoluter Win 7 FAN!!!! bis ich dann zu testzwecken (Bildervon einer formatierten Speicherkarte wierherstellen wollte) in einer unglaublichen Geschwindigkeit!
      habe dann Ubuntu probiert (13.10) und dachte …..mal sehen was passiert und welche Treiber fehlen werden bei meinem neuen Notebook Model!
      Ich musste zu meinenm Erstaunen feststellen das wirklich alles auf anhieb funktionierte! nach einem Monat babe ich ein Linux Backup mit Acronis gemacht und die Festplatte geschreddert.Dann EXT3 und alles wieder drauf incl.Grub. Runter/hochfahren und alles funzt.das einzige was ich an Systemerweiterungen allen neulingen wie auch mir empfehlen kann ist die Software Timeshift.wenn mal was staut oder nicht funktioniert nach einem configfehler kann jeder Laie die Systemeinstellungen weider zurücksetzen.
      Seht ihr auch nach 3 Monaten UBUNTUSER :)) klappt fast alles ohne viel Ägrer und der Umstieg lohnte sich für mich in punkto Abschied von Viren und Stattstrojanern auf jeden FALL.
      Danke Christoph du hast mir auf jedenfall sehr geholfen den Umstieg problemlos zu meistern und ich kann nur sagen WINDOWS ADDEE!

      • Habe noch Vergessen zu erwähnen das ich kurz nach der Installation ein Upgrade auf 14.04 LTS durchgeführt habe.Wirklich viele verbesserungen! vor allem in der Performance und der Auto TRIM Unterstützung für SSD-Festplatten.

  2. Danke für den hilfreichen Artikel! Nur eine Frage: muss man den tlp-Dienst nach jedem Booten jedesmal von Hand via Terminal starten, damit dieser funktioniert oder startet er jedesmal automatisch mit beim Hochfahren?

  3. Von mir auch ein dickes Dankeschön.
    Hatte ursprünglich danach gesucht, warum das „ziehen“ (mit der Maus) nach Neuinstallation von U 14.04 nicht funktioniert (weder bei Texten noch bei Dateien noch… Grrrr…), aber der Artikel war wirklich Gold wert!

  4. …ich möchte mich für die nette stimmung im chat bedanken…während auf meinem acer travel mate 4020 unter heftigem geklapper ubuntu 13.10 installiert wird…darf ich das ipad mini meiner frau nutzen….und stimme mich auf ubuntu-fragen ein…adiöh windows xp….

  5. Hallo zusammen,
    ich bin relativer Neuling bei Linux und versuch seit gestern Ubuntu Mate 14.04.1 LTS auf einem älteren Laptop zu installieren (DVD Linux-Welt 2/15).
    Das läuft auch alles soweit mit dem gravierenden Fehler, dass ich die Einstellung der Bildschirmauflösung nicht verändern kann. Das heisst, der Desktop wird nur in einer Größe von 640×480 angezeigt. Ich habe inzwischen drei mal neu installiert mit immer gleichem Ergebnis.
    Hat vielleicht jemand eine Idee?
    Danke und Gruß
    Helmut

    • Immer wieder neu installieren, wird das Problem nicht ändern. Was für eine Grafikkarte hast du denn im Rechner? Ich tippe mal drauf, dass du den proprietären Treiber nachinstallieren müsstest. Schau dir daher mal das Ubuntuusers-Wiki zum Thema Grafikkarten an. Grüße, Christoph.

      • Hallo Christoph,
        danke für den Hinweis. Möglicherweise ist das Laptop doh etwas zu alt ?
        Es ist ein DELL Inspiron 1100 von 2004. Beim Grafikchipsatz handelt es sich wohl um einen Intel 845GL. Vermutlich gibt es dafür keinen Treiber mehr?
        Gruß Helmut

  6. Hallo Helmut,

    keinen Treiber mehr passt nicht zu Linux. Bei Linux werden keine alten Treiber entfernt, so lange noch einer auf der Welt das benutzt.

    Hier eine Lösung auf englisch:
    http://askubuntu.com/questions/155629/ubuntu-12-04-video-issue-on-dell-inspiron-1100

    • Hallo Christoph,

      ich habe inzwischen verschiedene Befehle ausprobiert (apt-get update, apt-get upgrade, einen längeren Befehl mit xrandr….., einen längeren Befehl mit lspci…..)
      leider ohne Ergebnis. Die Sache mit der englischen Anleitung
      http://askubuntu.com/questions/155629/ubuntu-12-04-video-issue-on-dell-inspiron-1100
      ist mir dann doch zur kompliziert. Da reichen meine Kenntnisse nicht aus.
      Ich werde das Ding dann halt einmotten und Ubuntu auf einem neueren Gerät installieren.
      Ich danke für die Unterstützung. Für die Zukunft habe ich mir natürlich ein Lesezeichen zu Deinem Blog gesetzt, da ich finde, dass Du hier hilfreiche Informationen ins Netz stellst.
      Vielen Dank
      Helmut

  7. Hi Helmut,

    wenn ich das richtig sehe, dann könnte es reichen, wenn du im BIOS „Video Memory“ von 1 auf 8 MB erhöst. Nach dem Start von Ubuntu Mate öffnest du die Datei „/etc/default/grub“ mit erhöhten rechten und einem Editor deiner Wahl. Aus dem Terminel heraus kannst du einen Editor zum Beispiel mit diesem Befehl starten:

    sudo nano /etc/default/grub

    Oder wenn du einen grafischen Editor möchtest:

    gksu gedit /etc/default/grub

    (Das müsste unter Ubuntu Mate auch gehen, wenn ich mich nicht irre.)

    In der Datei änderst du dann die folgende Zeile,

    GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet splash“

    indem du „acpi=off vga=729“ hinter „quiet splash“ anfügst:

    GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet splash acpi=off vga=729″

    Nachdem du die Datei gespeichert und den Editor wieder geschlossen hast, führst du im Terminal folgenden Befehl aus, damit deine Änderungen wirksam werden:

    sudo update-grub

    Wenn der Befehl durchgelaufen ist startest du den Rechner neu und der Desktop sollte jetzt (hoffentlich) anders aussehen.

    Viele Grüße
    Christian

  8. Hallo Christian,
    ich muß jetzt auch mal was sagen:

    Du bist ein lieber netter Mensch und versuchst allen Leuten zu helfen. Das hast Du bei mir auch schon getan .

    Aber manchmal setzt Du glaube ich zuviel voraus ! Helmut hat eingehend erwähnt
    das er ein LINUX Neuling ist. Ich möchte Ihm nicht zu nahe treten , aber aufgrund seiner Kommentare ersehe ich, daß der Gute überhaupt nicht weiß, wovon Du redest. Das kann nur in die Hose gehen !! Er wird wieder zurück zu Windows gehen und dann behaupten Linux ist Mist !

    Der soll seinen Rechner behalten und hier ein schmales Xubuntu oder Lubuntu aufsetezn. Das läuft tadellos und er wird Spaß daran haben. Auf seiner Krücke einen Unity Desktop zu fahren treibt den User – wenn es denn überhaupt läuft – nach 10Minuten in den Wahsinn.

    Man sollte besser herausfinden obein einigermaßen erfahrener Linux User in seiner Nähe wohnt – und das wird so sein – und diesen bitten , dem Helmut zu helfen.

    Helmut, sorry, aber es liegt nicht an Deinem Rechner ! Auch auf einem neuen bist Du spätestens dann überfordert , wenn der Linux Kernel Deinen Drucker und Scanner nicht kennt. Glaub es mir .

    liebe Grüße
    Peter
    P.S. Ich wohne in der Nähe von Winsen an der Luhe , vielleicht hockst Du ja nebenan …..

    • Hallo Christian, hallo Peter,

      nochmals vielen Dank für Eure Bemühungen. So ganz unbedarft bin ich in Sachen Linux nicht. Ich habe ca. 3 Jahre beruflich mit Debian gearbeitet und dadurch einige Kenntnisse, die aber nicht sehr in die Tiefe gehen. Zumindest mit Schritt für Schritt Anleitungen komme ich schon weiter.
      Das Videomemory hatte ich bereits im BIOS auf 8 MB geändert. Ich werde jetzt noch die Anleitung von Christian folgen und sehen, ob was dabei rauskommt.
      Ansonsten ist das kein Beinbruch. Es war ein Vesuch, ein nicht mehr benutztes Laptop auf diese Weise wieder in Betrieb zu nehmen.
      Ich werde aber trotzdem dranbleiben und mich längerfristig in LINUX einarbeiten.
      Übrigens: Schon wegen der Möglichkeit vom Microstoff los zu kommen würde ich nie sagen: Linux ist Mist.
      Nochmals allen vielen Dank und Grüsse
      Helmut

  9. Hey Christoph, erstmal vielen vielen Dank für deine tollen Tipps! Haben sehr geholfen, und ich wünschte, ich hätte diese Seite schon früher gefunden 🙂

    Auf meinem PC arbeite ich mit vier Arbeitsflächen (2×2) und habe vor kurzem über Compiz verschiedene Hintergrundbilder dafür eingestellt. Seitdem werden Anwendungen/Dateien nicht mehr am Desktop angezeigt, im Schreibtisch-Ordner im Dateiverzeichnis aber schon.
    Hat jemand eine Idee, wie ich das richten kann? Also, ohne dass ich meine Desktop-Strukur wieder ändern muss?

    Danke schonmal 🙂

  10. Hammer, ich dachte schon „Was machst du nun, wo Ubuntu installiert ist. Da war doch was, was man machen sollte oder könnte“ aber bei deinen Tipps und Anleitungen sind mir auch so ein, zwei, drei Dinge auch wieder eingefallen, nach dem Motto „Ach das war das doch gleich“ 😀
    Echt eine super Anleitung!!!111!!11!1

    OT: Ich folge deinen Blog schon länger und er gefällt mir echt sehr gut, also eine glatte 1. 😉

  11. Hallo,

    leider habe ich mir durch den oben genannten Befehl

    sudo apt-get install libdvdread4

    eingehandelt, das das Paket libgbm1 zurückgehalten wird und nicht mehr aktualisiert wird.

    Was mach ich denn jetzt ?????

    Viele Grüße und danke,

    Stefan

  12. Habe nun leider ein korruptes System. Es kam die Meldung das ein neuereres Paket schon installiert war und dieses jetzt als manuell installiert gesetzt wird.

    Viele Grüße,

    Stefan

  13. Denkt eigentlich auch mal jemand nach?!

    Linux ist auf ENGLISCH. Ich brauche eine ENGLISCHE Anleitung wie man eine Internetverbindung herstellt (in meinem Falle Wlan), da ich das DEUTSCHE Sprachpaket erst herunterladen muss.
    Aber diese Anleitungen sind alle auf Deutsch geschrieben…

    • Hallo Vlad, Ubuntu bringt die wichtigsten Sprachpakete von Haus aus mit, und auch eine Internetverbindung lässt sich meist mit wenigen Klick herstellen — es sei denn du hast recht exotische Hardware im Rechner. Daher: Wie willst du denn ins Internet? Ethernet? WLAN? Du hängst direkt am DSL-Modem? Was für eine Hardware kommt zum Einsatz? Usw….? Es gibt Millionen Wege ins Netz, um dir helfen zu können, musst du etwas ausführlicher werden.

  14. Oh wei! Da hab ich unter der Ubuntu 14.04.02 Version, einfach der Neugier halber,Tor installiert – und siehe da: Kein Internet mehr möglich nach der Installation. Erneute Installation des Systems, bei Löschung des korrupten Systems, brachte nichts! Was tun, sprach Zeus?
    Vielen Dank 🙂

  15. Hallo Zusammen,

    ich bin kurz davor Ubuntu 14.05 wieder zu löschen, da ich es einfach nicht schaffe, das gescheit auf deutsch zu bekommen.
    Hintergrund ist ein Windows7 voller Dreck und Shice und Viren und Würmern meines 89 Jährigen Onkels, der auf alles klickt was sich bewegt und der auch nicht davon abzubringen ist (Altersstarrsinn). Ubuntu – so dachte ich – sei narrensicher und auf deutsch.
    Leider ist der mitgelieferte Firefox halb englisch halb deutsch, der Druckertreiber ist halb englisch halb deutsch, halt das typische Linux Gefrickel.

    Onkel stinksauer, weil er Null englisch versteht. Immer wenn ich irgenwas mühsam eindeutsche kommt einen Tag später wieder ein Anruf, dass da was net wie bei Windows geht und zudem nicht auf deutsch ist.

    Gibt es eine Linux-Version (muss nicht Ubuntu sein) die garantiert zu absoluten 100% (GUI mässig) auf deutsch ist?

    Grüße
    M

    • Alle Versionen sind auf deutsch installierbar.
      musst nur beim anfang der installation eine internetverbindung herstellen das während der installation alle sprachpakete geladen werden können.ansonsten kann man ja im nachhinein ganz einfach alle nachinstallieren.oben rechts auf systemeinstellungen dann languages/Sprachen anklicken dann steht schon welche sprache gewählt werden soll sprachpakete werden automatisch installiert…neustart und fertig.ALLES AUF DEUTSCH
      Ansonsten ubuntuusers.de

  16. Hallo zusammen,

    ich habe einen PC mit Windows 10, zwei Festplatten drin. Gestern Abend habe ich Ubuntu über das Live-System von USB-Stick auf die zweite Platte installiert. Bei der Abfrage mit dem Bootloader, habe ich „neben Windows“ gewählt. Soweit, so gut!

    Nun fahre ich heute Morgen den Rechner hoch und Windows startet ganz normal, ohne Auswahlmöglichkeit zwischen Linux und Windows.

    Liegt wohl am Bootloader (auf USB-Stick?) , gestern lief die Ubuntuinstallation ja schonmal, konnte auch komischerweise noch auswählen, welches OS gestartet wird? Wie kann ich den ggf. am besten verschieben?

    Bin Linux-Neuling, deshalb auch erstmal Dual-installation. 😉 Hoffe auf eure Hilfe, Danke.

    • Hallo Jürgen, das geht im Grunde genommen recht einfach 😉
      http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB#Bootloader-wiederherstellen
      Das ist aber eine gute Idee, mal darüber ein ausführliches Video zu machen. Auf meinem YouTube Kanal habe ich zahlreiche Videos zu Linux.
      http://www.youtube.com/WarumLinuxBesserIst
      Gruß Alex

  17. Sobald ich wieder Internet an meinem PC wieder nutzen kann werde ich meinen Win7 aufwiedersehen sagen und Ubuntu ausprobieren. Ich finde es cool das man mit „Macubuntu Y“ Linux so aussehen lassen kan wie ein Mac. Hoffentlich kann man dort auch TOR nutzen.

  18. Hallo,
    ich weiss nicht ob mir jemand weiterhelfen kann:
    Habe inzwischen Ubuntu Mate 14.04.1 auf einem älteren Notebook (32 Bit) erfolgreich und stabil installiert. Jetzt wollte ich versuchen Linux Mint 17.1 auf meinem relativ neuen Notebook (Produktbezeichnung:HP Pavilion 17 Notebook PC
    Produktnummer:K3H72EA#ABD
    BIOS (Konfiguration):F.2C-09/29/2014 (09A2100000400000000000000)
    Tastaturversion:73.26
    Gesamtspeicher:4.00 GB
    Prozessorbezeichnung:AMD A4-6210 APU with AMD Radeon R3 Graphics ) zu installieren. Ich scheitere daran, dass ich offenbar von meinem UB-Stick nicht booten kann. Habe die ISO-Datei mit unetbootin auf den Stick übertragen.
    Ich habe jetzt 2 Tage in allen möglichen Foren nach Lösungen gesucht. Offenbar gibt es tatsächlich Probleme mit UEFI, das den Stick nicht erkennt?
    Alle Einstllungsversuche in UEFI haben nichts gebracht. Habt Ihr eine Idee oder einen Link wie ich weiter komme?
    Danke für evtl. Hilfe
    Helmut

    • Hallo Helmut,
      wenn du die .iso Datei des Abbildes auf den Stick übertragen hast, wird es wohl nicht funktionieren. Das darfst du nicht als einzelne Datei auf den Stick kopieren, sondern musst es als Abbild schreiben.
      Hier zeige ich, wie man Ubuntu neben Windows installiert: https://www.youtube.com/watch?v=5NtCb7rdipo
      Und wie man unter Windows das Abbild auf den USB Stick schreibt.
      Unter Linux kannst du das Abbild ganz einfach mit dem dd Kommando auf den Stick schreiben.
      z.B.
      dd if=/hime/helmut/LinuxMint.iso of=/dev/sdc
      Vorausgesetzt, dein USB Stick ist das Device /dev/sdc
      Unabhängig von der Partition 1 2 3…
      einfach /dev/sdc

      • Ich kann nach wie vor nicht verstehen warum hier so viele einfache Fragen so kompliziert werden für norm USER.ZB Datenssicherung unter UBUNTU.
        Geht einfach !!!! Auch für Anfänger.
        interne Festplatte mit UBUNTU ZB 320 GB.
        Externe Festplatte 320 GB ZB in EXT 4 Formatieren,dann im Dash Laufwerke eigeben und oben rechts auf das Zahnrad/EInstellungssymbol klicken und leinks die Festplatte Wählen die gesichert werden soll.ZU vor natürlich einen LIVESTICK erstellen und wie oben beschiebene Schritte durchführen denn das interne UBUNTU kann so während des Betriebs nich gesichert weden und schon ist das Abbild/1 zu 1 Kopie fertig.
        Funktionierte bei mir auch mit meinenm Linux EBOOK und allen anderen LINUX DISTROS.
        Vielleicht sollte mal jemand ein Video einstellen
        denn mit dieser Methode kann man auch Spielend leicht auf eine größere Festplatte umziehen!!!!

  19. Hallo,
    ich habe leider nur User-Basiswissen nutze aber Ubuntu seit einigen Jahren mit großer Zufriedenheit. Nun haben wir auf zwei Geräten auf 14.04 LTS umgestellt und seitdem Probleme mit dem WLAN und LAN. Wir nutzen eine Fritzbox7270. Alle Smartphones, ein Netbook mit Ubuntu 12.04 laufen weiterhin problemlos.
    Unser neues Netbook mit 14.04 LTS Betriebssystem baut nach dem Einschalten für wenige Minuten eine WLAN-Verbindung auf, um sie dann ohne jede Fehlermeldung zu verlieren und sie auch nicht mehr aufzubauen.
    Unser Home-PC wechselt seit Update auf 14.04 LTS im LAN-Betrieb ständig zwischen offline und online hin und her.
    Leider konnte ich bei der Suche nach einer Hilfe keine finden, die ich auch verstehe. Die Tipps, die ich hier gefunden habe begeistern mich, weil man hier auch für den Laien verständlich unterwegs ist.
    Hat jemand eine Idee, wo mein Problem liegen könnte und kann mir helfen?

    Besten Dank vorab!

    Roland

    • Eine ähnliche Frage (Wlan schwanckt) ist schon weiter oben gestellt worden. Leider erfolgte keine Antwort.
      Würde mich aber sehr interessieren warum das so ist.

      Tjard

  20. die beste Linux-Tipps-Seite die ich fand, seit 2015 ubuntu einsteiger aber
    auch linux mint fan und alles funkt besser, schneller als in Windows
    und bin erst 57! Auch Windows hat ein Terminal (Befehlsconsole).
    Hab noch ein Win7 aber auch hier etliche Microsoft Dienste abgeschaltet,
    läuft auch völlig stabil und schnell, teste derzeit linux Freya, auf ubuntu
    Bildgrafikprogramme (über Wine), wunderbar was alles möglich ist.
    lg RSA

  21. @Rudolf:
    Hallo Rudolf, das finde ich ja immer wieder Toll, wenn Leute von Linux begeistert sind und die Vorteile gegenüber Windows erkennen.
    Ich habe einen YouTube Kanal erstellt, auf dem ich in zahlreichen Videos, für Einsteiger verständlich, die verschiedensten Dinge zu Linux und da primär Ubuntu erkläre.
    http://www.youtube.com/WarumLinuxBesserIst
    Fragen und Kommentare unter den Videos sind immer Willkommen und ich versuche best möglich weiter zu helfen.

  22. Hallo Christoph,

    toll, dass es Enthusiasten wie Dich gibt, die ihre Erkenntnisse allen zur Verfügung stellen und das auch noch in einer Form, die für viele Nicht-Experten verständlich und nutzbar ist. Weiter so!

    Herzliche Grüße – Hans

  23. Hallo!

    Ich bin jetzt auf Ubuntu 14.04 umgestiegen (Win 10 geht ja mal gar nicht…) und würde gern die Orte anders verlinken (Dokumente, Musik usw.) ohne neue Lesezeichen machen zu müssen. Tatsächlich brauch ich Musik, Videos und Netzwerk gar nicht und würde gern diese ausblenden. Hab schon echt viel gesucht, aber noch nichts funktionierendes gefunden. Gibt es da einen Weg? Oder einen anderen Beitrag, der das Thema behandelt?

    Lg Hämmy

  24. Guten Abend Hr. Langner,

    bitte gestatten Sie mir eine Frage zur Rechteverwaltung. Ich möchte für Ubuntu LTS 14.04 einen Standarduser einrichten. Alleine unter diesem Standarduser möchte ich meiner Familie ermöglichen, Filme von Amazon auszuleihen. Dazu ist Chrome erforderlich. Da ich Sicherheitsbedenken habe, möchte ich den Chrome Browser NUR für diesen Standarduser installieren, weil ich davon ausgehe – das Chrome 1. viele Daten sammelt, und 2. aber Chrome durch eine userabhängige Installation in die Schranken gewiesen werden kann.
    Ich wäre über einen Link auf eine entsprechende Anleitung sehr erfreut. Oder gibt es eine Alternative, unter Ubuntu bei Amazon Videos auszuleihen und anzuschauen – ohne Chrome installieren zu müssen.
    Herzlichen Dank im Voraus
    Herbert

  25. absolut super deine todos!
    bei den Multimediasachen sudo apt-get install ubuntu-restricted-extras libavcodec-extra
    tauchte das problem auf, das im Terminal plötzlich ein graues Feld mit Eula-akzetiren ms-corefonts zu bestätigen war, aber das

    sich nicht anklicken ließ. mit rumprobieren ergab sich, dass Tab+Return gleichzeitig weiterhalfen.

  26. Hallo Christoph,
    habe auf meinem Rechner UBUNTU 15.04 installiert und verschiedenes schon ausprobiert und wollte jetzt in der DASH-Seite meine Dateien und/oder Ordner wieder löschen. Habe verschiedenes schon probiert, aber ich schaffe es einfach nicht Dateien und/oder Ordner wieder löschen.
    Für einen Tip wäre ich sehr dankbar.
    Gruß
    Robert Franz

  27. Hi Christoph,
    ein Freund aus Berlin hat mir Xubuntu empfohlen, und so bin ich nun hier und Teil der Linux-Fangemeinde – es ist aufregend, und mein Rechner ist wieder superschnell, nachdem er bei Windows (Vista 🙂 nur noch sehr sehr langsam war.
    Danke für Deinen Beitrag hier, das hilft mir alles sehr mich zu orientieren. Ich habe gerade die sudos eingegeben für mehr Akku-Laufzeit – das ist alles sehr kryptisch für mich, aber mit copy und paste kriege selbst ich das hin 🙂
    Danke also!
    Tiger-Oli

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