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Den Eurovision Song Contest auf Linux betrachten

Den Eurovision Song Contest auf Linux betrachten

| 6 Kommentare

Der Eurovision Song Contest startet am 29. Mai und in dem ein oder anderem Haushalt wird sicherlich schon der Prosecco kaltgestellt. Solltet Ihr den Event nicht über einen Fernseher und den Live-Stream einer TV-Station verfolgenden können, so könnt Ihr auf jeden Fall noch auf eurovision.tv zurückgreifen. Allerdings werdet Ihr feststellen, dass die Seite ein Plugin namens Octoshape erfordert. Das Plugin ist eine Art P2P Fileshareing-Client, der die bereits geladenen Teile des Video-Streams gleich wieder an die anderen Betrachter des Videos weiterleitet.

Dieses Plugin gibt es auch für Linux und somit steht dem ESC Linux nicht im Wege. Ladet das Plugin von der Octoshape Homepage herunter. Der Download für Linux besteht aus einer ausführbaren Datei. Um sie zu installieren müsst Ihr einfach nur die Rechte richtig setzen und sie dann ausführen. Also in etwa so…

$ chmod +x octosetup-linux_i386.bin
$ ./octosetup-linux_i386.bin

…achtet darauf dass Ihr die Befehle im Verzeichnis ausführt, in dem die heruntergeladene Datei liegt. Lasst euch auch nicht durch den Namen verwirren. Das Plugin funktioniert auch auf einem 64-bit System.

Nach dem Start des Setups müsst ihr die Lizenz über Space-Space-Space-yes akzeptieren. Danach könnt Ihr den Client sofort starten, fügt Ihr keine Optionen an den Befehl an, dann wird Adobe Flash gestreamt…

$ cd octoshape
$ ./OctoshapeClient 
Status: Reading configuration
Status: Registering plugins.
Status: Ready to play
Status: Playing

Danach geht Ihr auf die eurovision.tv/esctv/ Seite und öffnet eines der Videos. Hier ist beispielsweise das erste Halbfinale. Das Video sollte nach einer kurzen Wartezeit starten. Behaltet bitte im Hinterkopf, dass dafür Adobe Flash ordentlich in eurem System installiert sein muss. Wer schon auf YouTube nichts sieht, bei dem wird es auch mit eurovision.tv nicht klappen.

Der Eurovision Song Contest im Browser...

Alternativ könnt Ihr das Video auch direkt im mplayer abspielen lassen. Der Vorteil liegt unter anderem darin, dass Adobe Flash die CPU mächtig fordert. Die zweite Variante ist da deutlich ressourcensparender und somit auch für schwächere Systeme geeignet. Installiert daher mplayer (via bspw.

"$ sudo apt-get install mplayer"

unter Ubuntu) und schaut dann auf die eurovision.tv Seite. Im unteren Bereich findet Ihr einen Hinweis zu Octoshape [1] wie auch einen Befehl inklusive der URL zum Video [2]. Gebt diesen einfach komplett in ein Terminal-Fenster ein. Hier wieder das Halbfinale…

$ ./OctoshapeClient -url:octoshape:octoshape://ond.octoshape.com/ESC/esc2010/esc2010-semi1.high.flv

Die URL zum Finale am Samstag bekommt Ihr kurz vor 9 Uhr Abends auf der eurovision.tv Seite, genauere Informationen kann man zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht bekommen.

...und ressourcenschonend im mplayer

Ich würde mir nicht die Mühe machen Octoshape “richtig” in das System zu installieren. Nach dem ESC wird man das Ding sowieso nicht mehr brauchen.

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

6 Kommentare

  1. mich erinnert das an meinen leider vergeblichen versuch, mir videos von den european music awards auf http://ema.mtv.de/video anzusehn.
    vielleicht hast du da auch ne idee wie ich das hinkrieg?
    (hardy, firefox 3.0.19, flash 10 (quelle: adobe))

  2. Ich würd mir den Quatsch nicht mal angucken wenn die Glotze neben dem Schreibtisch stehen würde. Geschweige denn ein Plugin in mein System frickeln was ich sonst nicht mehr brauche.

  3. Pingback: Den Eurovision Song Contest auf Linux betrachten | Linux und Ich « eycooley.de

  4. Funktioniert soweit recht gut.
    @Berlinaut: Der Client entpackt lediglich ein paar Dateien ins Homeverzeichnis.
    In der setup.xml lässt sich ein beliebiger Player einrichten (siehe FAQ auf der Octoplayer-Homepage: player=”vlc $url” am ende einfügen, vor dem \> ).

    Witzigerweise will der Firefox den Stream gleich speichern ;-)
    @Christph: Du hast den Link oben falsch eingetragen, da ist ein octoclient zu viel in der URL! Im Screenshot ist es richtig zu sehen.

    Viel Spaß

  5. Klappt bei mir nur so richtig mit MPlayer, VLC ist nach ein paar Sekunden zu Ende und Firefox/Flash killt fast das ganze System xD

  6. Um das Tool unter 64bit an den Start zu kriegen muss man die ia32-libs installiert haben.

    Ansonsten finde ich das P2P-Streaming eine gute Idee. So sollten Hänger schön vermieden werden.

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