Endlich eine anpassbare Toolbar in Nautilus Elementary

Avatar von Christoph Langner

1 Min. Lesezeit

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Neun Jahre nach dem Wunsch im Bugtracker lässt sich die Nautilus-Werkzeugleiste endlich anpassen – vorerst nur im Fork Nautilus Elementary.

Endlich kann man die Toolbar anpassen!

Heute ist für GNOME ein historischer Tag! Am 10.9.2001, also vor bald 9 Jahren, wurde im GNOME Bugtracker der Verbesserungsvorschlag Please add a way to customize the toolbar eingereicht. Heute ist der Fix endlich beim User angekommen. Zwar „nur“ erst einmal im Nautilus-Fork Nautilus Elementary, doch wenn mich meine Quellen nicht im Stich lassen, dann plant GNOME einiges vom Nautilus Elementary in den „richtigen“ Nautilus zu übernehmen. Hoffen wir mal, dass es auch die anpassbare Toolbar ist.

Seit gestern ist die Änderung im PPA des Nautilus Elementary angekommen. Ihr müsst also nur den angepassten Nautilus aus dem PPA installieren. Informationen dazu findet Ihr hier in diesem älteren Beitrag zum Thema. Anschließend könnt Ihr über „Bearbeiten -> Customize Toolbar“ die Toolbar beliebig gestalten.

Damit ist es auch wieder möglich die „Verzeichnis nach oben“- und „Adresszeilen“-Buttons einzufügen. Diese Schaltflächen wurden ja komplett aus Nautilus ausgebaut, bzw. fehlten im Nautilus-Elementary.

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17 Kommentare zu „Endlich eine anpassbare Toolbar in Nautilus Elementary“

  1. Avatar von Julian

    Ja was soll man jetzt zu dieser neuen Errungenschaft Gnomscher Fortschrittskraft sagen, außer vielleicht:

    Überfordert mir bitte die User nicht! Das ist doch wieder ein Menüpunkt und ein Dialog mehr. Das stört doch bestimmt irgendwie irgendwas … die Produktivität oder so…
    Und außerdem kommen doch die User mit zuvielen Einstellungsmöglichkeiten nicht klar. Das wissen wir doch alle. Deswegen hat man an KDE ja auch immer was zum meckern…

  2. Avatar von Moritz Schmale

    Naja, also ich finde es gut, dass man wenigstens das anpassen kann. GNOME orientiert sich, wenn ich das so sagen darf von der Philosophie her an Mac OS (wenig Einstellungsmöglichkeiten, alles läuft „einfach so“). Aber selbst Mac OS hat in Cocoa standartmäßig eingebaut, dass man die Menüleiste beliebig verändern kann. Das ist natürlich auch noch ein bisschen eleganter gelöst als jetzt bei Nautilus Elementary (man kann andere Knöpfe per Drag’n’Drop reinziehen, Firefox hat das Feature ziemlich exakt nachgebildet). Wenn sich die GNOME-Jungs ein bisschen Mühe geben, könnte man das standartmäßig machen.
    Vorteile:

    1. Die Entwickler brauchen dafür nur wenig oder gar keinen Code zu ändern
    1. Der Benutzer muss sich nicht mit verschiedenen Lösungen für dieses Problem rumschlagen, sondern braucht sich nur einmal an eine Vorgehensweise zu gewöhnen.

    Vielleicht sollten sich die GNOME-Entwickler doch die ein oder andere Scheibe von KDE abschneiden mit Konfigurationsmöglichkeiten. In KDE/Qt gibt es jedoch auch keine einheitliche Lösung dafür, man kann lediglich über die Anordnung der Menüleisten und Dock-Widgets (Das sind Einstellungsfenster, die im Hauptfenster andocken können) entscheiden, aber vielleicht ändert sich das noch…

  3. Avatar von lukeen

    Evince und Epiphany verhalten sich (glaube ich) komplett gleich, wenn es um das bearbeiten der Symbolleiste geht (Drag&Drop usw.). Also vielleicht gibt es schon eine vorhandene Allgemeinlösung für dieses Problem nur weiß es wiedermal niemand…
    Ich hoffe auf jeden Fall, dass, wenn das wirklich „offiziell“ von GNOME übernommen werden soll, zumindest saubere konsistente Implementierungen gewählt werden.

  4. Avatar von Das Wort

    Also eog hat es auch so!

  5. Avatar von Thomas S
    Thomas S

    Super! Endlich habe ich den „Edit Location“-Knopf wieder. Die Umschaltung mittels Crtl.+L funktioniert ja nur in „einer Richtung“. Und den „Den Eltern Ordner-öffnen“-Knopf braucht man zwar nicht, wenn man die „Edit-Location“-Ansicht nicht verwendet, aber mir hat er doch sehr gefehlt ;-).

  6. Avatar von lukeen

    Strg+L zum Aktivieren, Escape zum Deaktivieren sollte funktionieren…

  7. Avatar von Thomas S
    Thomas S

    Wieder was gelernt! Trotzdem bin ich froh über den “Den Eltern Ordner-öffnen”-Knopf. Die Tastenkominationen sind kaum dokumentiert und so wird manchem „Gnom-Anfänger“ neuerdings z.B. die wichtige Funktion „Edit-Location“ einfach vorenthalten. Man kann es mit der Fürsorge auch übertreiben!

  8. Avatar von martino123xx
    martino123xx

    Juhu, dann gibt es bald wieder den Stift!

    Ja, Lucid hat auch ein paar Nachteile, z.B. Edit-Location”-Ansicht sofort, wenn ich nur ein Tab wechsle!

  9. Avatar von Daniel

    Die Funktion, die ich bei Gnome am staerksten vermisse, ist die Moeglichkeit in der Listenansicht mehrere Dateien mit der Maus markieren zu koennen. Ich finde es oft nervig dafuer die Tastatur nehmen zu muessen.

  10. Avatar von Peter

    Vorweg: Great! Die neugestaltete Seitenleiste war toll, aber den Elternordnerbutton habe ich täglich schmerzlich vermisst. Wenn ich das recht sehe, ist noch eine Funktion hinzugekommen: Wenn ich Dateien in einen Ordner verschiebe, in denen eine gleichen Namens schon besteht, wird nicht nur der Konflikt angezeigt, sondern auch eine Vorschau der Datei (bei Bildern) und die Angabe der Größe und des Änderungsdatums. Das hilft beim Sortieren gerade von Bildern ungemein. Bin wegen dieser Funktion des öfteren auf Dolphin ausgewichen, das fällt nun glücklicherweise weg.

    1. Avatar von Christoph

      Ja, du hast recht. Darüber stand neulich auch etwas im Planet GNOME. Wusste gar nicht, dass das Feature auch im Nautilus Elementary steckt.

  11. Avatar von seaman

    Super, ich werde wohl nie verstehen, warum der „Edit Location“-Button im „richtigen“ Nautilus entfernt wurde!

    Letztenendes ist der „Nautilus Elementary“ aber schon eine ganze Weile viel übersichtlicher, produktiver und besser bedienbar als der „richtige“ Nautilus!

    Warum wird nicht einfach der „Nautilus Elementary“ als Standard-Datei-Browser erklärt? Dadurch würden sich doch die Programmierer des „richtigen“ Nautilus doppelte Arbeit ersparen!

  12. Avatar von hb



    Thomas S:

    Die Tastenkominationen sind kaum dokumentiert und so wird manchem “Gnom-Anfänger” neuerdings z.B. die wichtige Funktion “Edit-Location” einfach vorenthalten.

    Gehe zu -> Ort

  13. Avatar von hb

    „Hoffen wir mal dass es auch die anpassbare Toolbar ist“

    1. Avatar von hb

      Ich glaube eher nicht, dass dieser Toolbar-Editor in Nautilus übernommen wird. Der Editor (der wohl aus dem Midori-Projekt übernommen wurde) ist völlig anderes als die anderen Toolbar-Editoren in GNOME. Man schaue sich eog, evince oder epiphany an. Ein Toolbar-Editor Zweig eines Nautilus-Entwicklers existiert auch schon seit geraumer Zeit… Die sauberste (aber aufwändigste) Lösung wäre wohl, den Editor direkt in GTK+ zu integrieren.

      1. Avatar von lukeen

        ich hoffe auch, dass die nautilus entwickler sich eher an den ideen orientieren und dann alles sauber und konsistent umsetzen…
        eigentlich bräuchte man sich aber nur den Finder am Mac anschaun, der sogar schon längst zeitgeist-ähnliche features bietet…

        (hab übrigens wo gelesen dass der editor von midori kommen soll, wird also stimmen)

  14. Avatar von FERNmann

    Jep, so ein Feature standardmäßig in GTK+ drinnnen wäre schon ganz nett. Dann braucht man nur einmal ein GtkAction definieren und der User kann sie verwenden wo er will. Das würde dann auch zu einem konsistenten Desktop beitragen, wenn alle den selben Editor benutzen.

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