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Mittwald: Webhosting. Einfach intelligent.

Für Linux gibt es seit Jahren GIMP als leistungsfähiges Bildbearbeitungsprogramm, doch wer einfach nur ein „bisschen“ Bildbearbeitung machen möchte, der ist mit Gimp oft überfordert. Hier ein bisschen Text, da ein Pfeil, dort ein bisschen retuschieren. Das geht natürlich mit Gimp, doch mit einer einfachen Bildbearbeitung würde das Einsteigern leichter von Hand gehen.

Die Alternativen wie Tux Paint, XPaint oder KolourPaint verstauben seit Jahren in der Mottenkiste bzw. sind einfach für ganz „spezielle“ Zielgruppen gedacht, einzig Krita – speziell in der brandneuen Version 2.2 – zeigt auf wohin die Reise gehen könnte, doch für „Gnomler“ nutzt Krita mit Qt leider das falsche Toolkit.

Doch in der letzten Zeit entstehen eine ganze Reihe Projekte, die das Thema „einfache Bildbearbeitung“ nochmal komplett neu aufrollen. Da alle drei interessanten aktuellen Alternativen gerade im Mai neue Versionen veröffentlicht haben, ist es an der Zeit da mal wieder reinzusehen.

Nathive

Über Nathive habe ich schon vor einem halben Jahr etwas berichtet. In der Zwischenzeit wurde das Programm nochmal komplett neu in Python geschrieben, was man dem Programm leider anmerkt. In dem halben Jahr hat sich für den Anwender nur wenig getan. Nach wie stehen nur Pinsel und Pipette als Werkzeuge zur Verfügung, andere Werkzeuge wie ein Füllwerkzeug oder einen Wischfinger gibt es nicht. Allerdings gibt es Ebenen und einen Vollbildmodus.

gnome-paint

Ein bisschen weiter ist man bei gnome-paint. Hier stehen eigentlich schon alle wichtigen Werkzeuge zur Verfügung, doch man sieht an einigen Stellen, dass dem Projekt noch einiges an Arbeit bevorsteht. So sind die Menüs View und Image noch leer und Übersetzungen gibt es wohl auch noch keine.

Pinta

Das Malprogramm Pinta ist sicherlich der ambitionierteste Vertreter der hier vorgestellten Programme. Man möchte nicht weniger als ein Paint.NET für Linux schaffen. Da Paint.NET in C# entwickelt wurde und das Programm bis zur Version 3.5 Open-Source war, konnte einiges an Quellcode wiederverwendet werden.

Auf den ersten Blick scheint Pinta schon recht komplett zu sein, doch ein Blick auf die Roadmap und die Ideen zu Pinta zeigt, dass vor dem Projekt noch einiges an Arbeit liegt.

Shutter

Ihr fragt, was benutze ich? Die Antwort lautet Shutter! Das Programm ist eigentlich für Screenshots gedacht, doch es besitzt auch einen Modus um Bilder zu bearbeiten. Für mich, der öfter Screenshots zu bearbeiten hat, ist es eigentlich das ideale Programm für diese Aufgabe. Shutter gibt es seit Ubuntu Karmic in den Quellen von Ubuntu, in Debian findet sich Shutter in Testing. Ansonsten gibt es auch noch .deb und .rpm Pakete auf der Homepage. Und wer immer die aktuelle Version installiert haben will, der findet auf Launchpad ein PPA.

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