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Updates, die die Abstürze des Nautilus Dateimanagers im Zusammenhang mit den Erweiterungen Nautilus-Open-Terminal und Ubuntu One beheben werden, sind ja mittlerweile veröffentlicht worden. Die Abstürze sollten daher mittlerweile Geschichte sein. Wer dennoch eine Alternative zu Nautilus-Open-Terminal sucht, der sollte sich vielleicht mal Nautilus Terminal ansehen. Die Erweiterungen zaubert ein Terminal direkt in den Dateimanager, in der Version 1.0 versteht sich die Erweiterung jetzt auch mit Nautilus 3.x, so dass man sie unter Ubuntu Oneiric 11.10 benutzen kann.

Die Installation der Erweiterung kann direkt aus dem PPA des Entwicklers erfolgen. Der übliche Dreisprung aus Quelle einbinden, Quellen neu einlesen und Paket installieren bringt einen unter Ubuntu zum Ziel. Abschließend muss Nautilus noch komplett neu gestartet werden.

$ sudo add-apt-repository ppa:flozz/flozz
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install nautilus-terminal
$ killall nautilus

Danach erscheint automatisch beim Start des Dateimanagers ein Terminal im oberen Bereich des Anwendungsfensters. Über den „Griff“ zwischen Terminal und Dateien könnt ihr das Terminal vergrößern oder eben auch komplett reduzieren, so dass man es nicht mehr sieht. Alternativ könnt ihr auch das Terminal mit „F4“ aus und wieder einblenden. Des weiteren könnt ihr Dateien aus dem Dateimanger ins Terminal ziehen, so dass der Pfad der Datei übernommen wird und Inhalte mit Strg+Shift+C bzw. Strg+Shift+V kopieren bzw. auch wieder einfügen.

Nautilus Terminal unter Ubuntu Oneiric 11.10

Solltet ihr das Terminal permanent anpassen wollen, so könnt ihr das über die Konfigurationsdatei ~/.nautilus-terminal machen. Die Datei existiert von Haus aus nicht, daher müsst ihr sie mit einem Editor anlegen…

$ gedit ~/.nautilus-terminal

…und dann z.B. diese Zeilen einfügen. Über sie könnt ihr die Höhe des Terminalbereiches bestimmen, die Position des Terminals angeben und auch sagen ob das Terminal von Haus aus Sichtbar sein soll. Optional könnt ihr auch noch angeben, dass eine andere Shell benutzt werden soll.

[general]
#The terminal height (lines)
def_term_height=5
#The terminal default visibility in new windows? (1: Visible, 0: Hidden)
def_visible=1
#The terminal position (1: Top, 0: Bottom)
#NOTE: it's not recommended to put the terminal on the bottom
term_on_top=1
[terminal]
#The shell to use (Nautilus Terminal use the user's defined shell by default)
shell=/bin/bash

Nautilus Terminal ist sicherlich eine tolle Ergänzung zum Dateimanager. Ich hab die Erweiterung bei mir so eingestellt, dass ich sie von Haus aus ausgeblendet ist und erst mit F4 sichtbar wird. So hab ich immer ein Terminal mit dem aktuellen Ordner zur Hand, ohne dass ich mir den Desktop mit Terminalfenstern zukleistern muss.

7 KOMMENTARE

      • Das Arch User Repository ist schon was feines.

        Wenn du dich nicht vor ein wenig Bastelarbeit scheust, dann probier die Distro aus.
        Ich bin nach 2 Jahren Ubuntu zu Arch gewechselt und dort hängen geblieben.

  1. Denjenigen, denen die ganzen Terminalfenster den Desktop zuzukleistern scheinen, kann ich nur Guake empfehlen. Einfach das Paket installieren und sich von den Vorteilen eines Drop-Down-Terminals überzeugen lassen.

    Braucht ein bisschen Eingewöhnungszeit, bis man sich nicht ohne offenes Terminalfenster unwohl fühlt, aber danach will man es nicht mehr missen.

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