ocenaudio als schlanke Alternative zu Audioeditoren wie Audacity

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

39 Aufrufe

Video wird erst nach Klick von YouTube geladen. Gerade eben hat mich mein Audacity stiefmütterlich im Stich gelassen. Aus irgendeinem Grunde wollte der Audioeditor gerade aufgenommene und funktionstüchtige OGG-Dateien nicht mehr öffnen. Da ich die Dateien nicht nochmal neu aufnehmen wollte und auch keine Lust hatte die Audioclips — in der Hoffnung, dass sie in…

Gerade eben hat mich mein Audacity stiefmütterlich im Stich gelassen. Aus irgendeinem Grunde wollte der Audioeditor gerade aufgenommene und funktionstüchtige OGG-Dateien nicht mehr öffnen. Da ich die Dateien nicht nochmal neu aufnehmen wollte und auch keine Lust hatte die Audioclips — in der Hoffnung, dass sie in einem anderen Format geladen werden — umzucodieren, musste ich mich kurz auf die Suche nach einem alternativen Audio-Editor machen. Bei ocenaudio bin ich fündig geworden. Es lohnt sich dem Programm mal anstelle von Audacity eine Chance zu geben!

Gerade wenn man nicht tausend Funktionen braucht, sondern einfach nur besonders schnell eine Audiodatei zurecht schneiden möchte, spielt ocenaudio seine Stärken aus. Einfach nur die Dateien öffnen. In die Waveform-Ansicht hineinzoomen, die stillen Bereiche anhand der Flatline erkennen und markieren und auf „Entf“ drücken. Schon hat man den entsprechenden Ausschnitt aus der Datei gelöscht. Bei Audacity ist das zwar auch nicht viel umständlicher, allerdings vereinfacht ocenaudio die Aufgabe durch die Reduktion der angebotenen Funktionen für Einsteiger deutlich.

Das heißt aber auch nicht, dass ocenaudio rein gar nichts kann. Der Audioeditor unterstützt VST-Plugins, kann Effekte mit einer Echtzeit-Vorschau einbinden, es lassen sich mehere Abschnitte auf einmal selektieren und bearbeiten, in der Seitenleiste lässt sich ein Spektrometer einblenden und es gibt eine Reihe von Effekten und Filtern wie etwa einen Normalizer. Im Endeffekt bietet ocenaudio also vieles was Audacity auch kann, allerdings in meinen Augen in einer ansprechenderen Oberfläche.

ocenaudio arbeitet plattformunabhängig auf allen gängigen Systemen. Als Qt Anwendung läuft  ocenaudio unter Windows, MaxOS X und natürlich auch Linux. Für Ubuntus werden .deb-Pakete zur Installation des Programms angeboten, offiziell ist das Programm noch nicht in den Paketquellen enthalten. Und auch ein offizielles PPA wurde von den Entwicklern noch nicht eingerichtet. Arch-Linux-User haben es mal wieder deutlich einfacher, wie so gut wie alles was in der FOSS-Welt kreucht und fleucht findet man ocenaudio im AUR.

Ähnliche Beiträge

6 Kommentare zu „ocenaudio als schlanke Alternative zu Audioeditoren wie Audacity“

  1. Avatar von Andreas aqbendroth
    Andreas aqbendroth

    Hallo Christoph,

    für das einfache Trennen und Beschneiden von OGG- und MP3-Audiodateien nehme ich mp3splt-gtk. Der macht zwar nur das, das dann aber auch richtig.

    Andreas

  2. Avatar von massi

    Stürzt bei mir leider dauernd ab.:-(

  3. Avatar von Hypfer

    Hm.. also so gut find ich die Empfehlung ja nicht.
    Alles nur Binärpakete usw. Möchte ich eigentlich nicht wirklich auf meinem System haben.

  4. Avatar von JonathanMH

    Geiles Tool! Gerade das deb problemfrei installiert und eine Podcastfolge aufgemacht. Sieht super einfach aus und spielte problemfrei ab!

  5. Avatar von Jagg

    Hab den Artikel gerade gefunden (weil Audacity hier auf dem alten Rechner nicht starten will). Wo kann ich in ocenaudio ein fade out machen?

    Hab gelesen Rechtsklick auf markierten Bereich, aber hier habe ich derartiges nicht zur Auswahl 🙁

    1. Avatar von Jagg

      Effekte > Verstärken > Ausblenden

      (zu einfach) 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Markdown wird unterstützt: **fett**, _kursiv_, [Linktext](URL), `Code`, Zeilen mit - für Listen, 1. für nummerierte Listen, dreifache Backticks für Codeblöcke.

Über den Blog

Seit 2006 probiere ich hier aus, was Linux, freie Software und die passende Hardware so hergeben – von Distributions-Tests bis zum Raspberry-Pi-Projekt. Praxisnah statt bloßem Nachrichtenticker.

Zuletzt auf Mastodon

Ich finde Screenshots als Aufmacher oft langweilig. In der Vergangenheit habe ich daher oft den Bildschirm im wahrsten Sinne des Wortes abfotografiert. Das bringt etwas Leben in die Artikel –…

Kategorien

Blog unterstützen

Gefällt dir, was du hier liest? Mit einer kleinen Spende hilfst du, Hosting und neue Testgeräte zu finanzieren – und sorgst nebenbei für den nötigen Kaffee.

Linux und Ich — ocenaudio als schlanke Alternative zu Audioeditoren wie Audacity
https://linuxundich.de/gnu-linux/ocenaudio-als-schlanke-alternative-zu-audioeditoren-wie-audacity/ — gedruckt am 24. September 2026