TEILEN
Mittwald: Webhosting. Einfach intelligent.

Canonical hat ja vor wenigen Tagen mit Ubuntu 16.04 die nächste LTS-Version seines Distribution an den Start gebracht. Die Kritiken sind durchmischt, mit als Arch-User ist das große Trara rund um neue Linux-Releases mittlerweile ziemlich schnuppe — Das was Ubuntu und Co. zu bieten haben, ist bei mir schon seit Monaten auf dem Rechner. Nun aber zum Thema: Wer aktuell seinen Rechner mit Ubuntu 16.04 LTS neu aufsetzt, der bekommt spätestens bei der Installation von externer Software wie Chrome oder Dropbox über DEB-Pakete der Entwickler ein Problem. Die grafische Paketverwaltung Ubuntu Software möchte diese nicht installieren.

Wer sich Chrome, Dropox, MegaSync und Co. als DEB-Paket herunterlädt und diese Pakete aus der Dateiverwaltung heraus in Ubuntu Software öffnet, der könnte die Pakete eigentlich mit einem Klick auf Installieren in das System einspielen. Doch aufgrund eines bereits gemeldeten Bugs passiert rein gar nichts. Man sieht kurz einen Statusbalken und der Text der Schaltfläche ändert sich auf „Wird installiert“, doch nach einem kurzen Moment ist wieder alles beim Alten. Ubuntu Software bietet wieder an das Paket zu installieren und es lässt sich auch nicht aus den installierten Anwendungen heraus installieren.

In Ubuntu 16.04 lassen sich aufgrund eines Bugs keine DEB-Pakete installieren.
In Ubuntu 16.04 lassen sich aufgrund eines Bugs keine DEB-Pakete installieren.

Bis Canonical das Problem behebt und die Updates die User erreichen, würde ich persönlich als Workaround die Pakete über das Terminal installieren — Man könnte auch gdebi als grafische Alternative nutzen, doch das Programm braucht ihr später nicht mehr. Schmeißt dazu alle zu installierenden DEB-Pakete (oder auch nur eines) in einen Ordner und öffnet diesen aus einem Dateimanager heraus mit einem Rechtsklick und dem Punkt In Terminal öffnen in einem Terminalfenster. Dort spielt ihr die Pakete dann mit dem Kommando dpkg ein und lasst anschließend noch eventuell fehlende Abhängigkeiten mit apt install -f auflösen.

$ sudo dpkg -i *.deb
$ sudo apt install -f

Danach sollten die Programme wie gewünscht installiert worden sein. Unter der Haube entspricht der Vorgang exakt dem, der auch von Ubuntu Software durchgeführt wird. Das Programm wird also sauber im System installiert und lässt sich über die Paketverwaltung auch wieder löschen. Etwaige Updates bekommt ihr auf diesem Weg (bis auch Chrome, das eine eigene Paketquelle einrichtet) nicht auf den Rechner, diese müsstet ihr wieder auf demselben Weg manuell installieren — bis dahin hoffentlich wieder wie von Ubuntu vorgesehen über Ubuntu Software.

Mit dem dpkg-Kommando im Terminal schafft man es allerdings doch.
Mit dem dpkg-Kommando im Terminal schafft man es allerdings doch.

[UPDATE 05.05.2016: Der Bug ist mittlerweile behoben worden und die entsprechenden Updates sollten inzwischen auch in den Paketquellen von Ubuntu stehen. Wer seine Ubuntu-Installation regelmäßig aktualisiert, sollte DEB-Pakete nun wieder über einen Doppelklick aus dem Dateimanager heraus installieren können, ohne dass es andere Programme als Alternative braucht oder man Kommandos ins Terminal einhacken muss.]

Mittwald: Webhosting. Einfach intelligent.

17 KOMMENTARE

  1. i have been using 16.04 since march of 2016. this is not an issue. everything installs just fine. Unless there is another version based upon another language that is causing this, this article is wrong. I am using ubuntu 16.04 right now, with chrome installed from a deb file.

    • Hi Dennis, repeat the scenario in a fresh installation of Ubuntu 16.04. The screenshots are from a test setup inside a virtualbox and i could reproduce the problem easily. //Besides: there wouldn’t be a confirmed bug report, if there isn’t a problem…

    • In addition to what anonymous said, looking at the proposed patch (see bug report linked in the article) it doesn’t seem to be a locale-specific issue.

      It might have to do with Ubuntu Software Center vs. Ubuntu Software though. Canonical replaced the former with the latter; the former won’t be removed from your system when you upgrade to 16.04 though. When you install 16.04 from scratch you will have Ubuntu Software which contains the bug, but not the old Software Center. This could explain why it still works on your system.

  2. Arch Linux oder Manjaro hört sich für mich reizvoll an und wird sicherlich langfristig mal ausgiebig getestet. Mein größtes Problem ist nur, wieviel MB / GB kommen da so täglich, wöchentlich oder monatlich rein? Ich habe hier aufm Lande nur DSL 1000 und da machen größere Updates keinen Spaß.

    • Habe Google Chrom auch im Terminal installiert und läuft auch soweit. Wenn ich mich bei Netflix einloggen will kriege ich nur einen schwartzen Bildschirm zu sehen. Habe nun wieder Mint 17.3 installiert.

  3. Ich installiere Fremdpakete sowieso immer mit dpkg -i *.deb, egal ob mit Debian, Ubuntu oder Mint. Oder bei größeren Sachen mit Hilfe der Datei /etc/apt/sources.list und dselect. Dieser grafische Kram ist mir zu unübersichtlich und nicht wirklich geheuer 🙂

  4. Hi folks,

    I’m an advanced beginner, lets say a user unhappy with Windows. I was really satisfied with 14.04 inspite of the need to google a lot of challenges. But the above described issue is not acceptable for beginners, people that want to switch from MS ect.
    Dropbox, Chrome and many other *.deb are essential software packages.
    Thanks for your proposed solution, but I think typing commands in terminal is not the right incentive for people plan to switch from Windoof…
    I’m really annoyed…

    • Das Update ist inzwischen raus, das Problem ist keins mehr…

      Ich finde zwar auch, daß das ein ganz schöner Klopfer war, der auch etwas am QM zweifeln läßt (um solche Fehler in grundlegender Funktionalität zu vermeiden, gibt es automatisierbare Feature od. Acceptance Tests). Aber ich sehe in der eigenen Famlie, daß dieser Bug den „Anfängern“/Wenignutzern noch nicht einmal aufgefallen ist. Also auch nicht sooo ein Drama.

  5. In der Tat betrifft das wohl vorrangig Lubuntu und
    Intel-Hardware.
    Letztlich ist´s aber doch ein 16.04-Problem. Einen neuen
    Thread wollte ich dafür nicht eröffnen.
    Rainer

  6. @ Rainer,

    bitte nochmal vergewissern, worum es hier geht… Mit Hardware hat dieser Blog-Artikel nun rein gar nix zu tun! Und die verlinkte Frage bei Askubuntu hat mit der Installation von DEB-Paketen rein gar nix zu tun.

  7. Ich kann mein epson-deb leider immer noch nicht installieren, alle software ist aktuell. es tritt genau das im Beitrag beschriebene Problem auf. Kann so leider meinen Drucker nicht in Betrieb nehmen…

  8. Kommentar:@Rainer Fischer !

    Der Askbuntulink hat nicht mal Tipps die a) zum Artikel passen b) uns nicht wirklich weiterhelfen und bei Askbuntu sind weniger die DEB-Installation nur am Rande beschrieben worden, das Hauptthema ist eher der Grub-Bootmanager, der Blog von Askbuntu ist mir nicht informariv genug da stehen irgendwie in den Ubuntuforen wie Ubuntuuser, Ubuntuplanets usw schon mehr Tipps zum Thema drinn, oder schnapp dir nen Kofler da wird uns gut erklärt wie man per Terminal manche Bugs reparieren kann usw vielleicht wird auch demnächst über das Thema hier im Blog was geschrieben, aber bei Softthemen ändert sich wegen der vielen Updates wöchentlich was , soviel das viele Autoren dem nicht mehr hinterher kommen um im Blog für jedes Bug ein Artikel zu schreiben, dafür gibts einfach zu viele Bugs!

    MfG

    Euer

    JuliKrebs68

  9. Hallo,
    bei mir klappts dennoch nicht. Fehlermeldung: Paket-Architektur (amd64) passt nicht zum System (i386)
    Habe einen Intel Dual Prozessor im FSC AH530.
    Hmm?!

  10. Hallo,
    seit Erscheinen von Ubuntu 12.04 lief dieses auf meinem hp-cq 6715b amd64 Notebook problemlos. Heute lies ich wie von der Aktualisierungsverwaltung angeboten, die neue 16.04 installieren. Eine Reihe von Meldungen über Fehler erschien, zuletzt blieb eine Kernel-Installation übrig, die der Rechner verzweifelt zu installieren versuchte. Aber er konnte auch noch nach Stunden eine Datei mit 279 kB nicht installieren.
    Was nun?

    peter

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT