Ab und an benutze auch ich die modernen Mittel der Kommunikation, anders gesagt: Skype, VoIP und Co… Letztens wurde ich richtig neidisch, als ich mit einem Bekannten „videoskypte“ (was für ein Wort 😀 ) und er dank einer modernen Webcam fast in TV-Qualität zu sehen war. Mein Bild erinnerte eher an einen Haufen bunter Pixel. Daher wuchs in mir der Wunsch nach einer neuen Webcam.
Meine Anforderungen waren/sind:
- Gute Bildqualität, auch bei schlechtem Licht
- Autofokus, ich bin zu faul dauernd am „Rad“ zu drehen
- Mikrofon eingebaut, Headsets nerven
- Nicht ZU teuer
- Funktioniert out-of-the-box mit Skype und Ekiga unter Ubuntu
Die Logitech QuickCam Pro 9000 soll laut der Hardwaredatenbank von ubuntuusers.de out-of-the-box mit Ubuntu laufen, doch bald 80 Euro für eine Webcam ausgeben, halte ich für etwas arg übertrieben. Daher habe ich mich für eine Trust WB-8500X entschieden. Sie verfügt über einen Autofokus und verspricht durch einen 2Mpx Chip ein gutes Bild. Des Weiteren zahlt man nicht den „Logitech“-Obolus.

Rein optisch und von der Verarbeitung macht die Webcam einen ordentlichen Eindruck. Sie liegt massiv in der Hand und macht nicht den Eindruck, dass sie beim ersten Sturz vom Monitor kaputt geht. Durch den klappbaren Fuß kann man sie gut auf einem Laptop oder Flachbildschirm fixieren oder auf einen herkömmlichen Röhrenmonitor oder den Schreibtisch stellen.
Die Webcam ist wirklich gut und funktioniert unter Ubuntu Intrepid Ibex 8.10 mit Skype, Ekiga oder Cheese out-of-the-box. Wie es mit Debian Lenny aussieht, kann ich leider nicht sagen. Lenny will auf meinem System nicht booten und bei Lenny in einer VirtualBox wird die Cam zwar erkannt, doch Cheese zeigt kein Bild an. Ob es nun an der Webcam oder VirtualBox liegt, kann ich nicht sagen.
Das Bild ist scharf und auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch gut. In Cheese lässt sich die Auflösung bequem per Dialog einstellen. Bei einer „niedrigen“ Auflösung von 800×600 Pixeln ist der Autofokus recht flott und das Bild praktisch ruckelfrei. Schraubt man die Auflösung höher – was in Cheese bequem über die Einstellungen geht – so wird der Autofokus deutlich träger. Das Video soll die Fähigkeiten demonstrieren, als Modell muss ein kleiner Teddy herhalten 😉 [Update: Den von mir damals genutzten Videohoster Blip.tv gibt es leider nicht mehr, das Video ist daher nicht mehr vorhanden.]
Vom Bild her gibt es also nichts auszusetzen. Was mir nicht sonderlich gut gefällt ist der dumpfe und blecherne Klang des eingebauten Mikrofons. Wer möchte kann sich hier ein Klangbeispiel herunterladen. Meine alte Pixelschleuder war dort deutlich besser. Alles in allem ist die Trust WB-8500X aber wirklich gut. Der Autofokus erspart einem das manuelle Fokussieren, die Cam läuft out-of-the-box und das Bild ist wirklich gut. Auf die Spielereien wie automatische Gesichtsverfolgung, die der Windows-Treiber bietet, muss man unter Linux zwar noch verzichten, aber das kommt sicherlich auch noch.





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