Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Usability ausmachen. Ubuntu-Entwickler Dustin Kirkland hat sich so einen kleinem Fall angenommen. Führt man einen Prozess in einem Terminal aus, der etwas länger dauern wird, so wird man wohl kaum das Terminal im Auge behalten. Somit verpasst man auch das Ende des Prozesses. Dustin hat sich nun ein kleines Alias-Kommando ausgedacht, das man an den Prozess-Aufruf anhängt und das dann beim Beenden des Prozesses über das Benachrichtigungssystem von Ubuntu die entsprechende Information ausgibt.
Das Kommando wird über ein so genanntes Alias dem System bekannt gemacht, so braucht man kein Shell-Skript anzulegen. Öffnet daher die ~/.bashrc in euren bevorzugten Editor…
$ gedit ~/.bashrc
…und fügt die folgenden Zeilen am Ende der Datei ein.
# Benachrichtigungen bei langen Prozessen
if [ -x /usr/bin/notify-send ]; then
alias alert='notify-send -i gnome-terminal "[$?] $(history|tail -n1|sed -e '\''s/^\s*[0-9]\+\s*//;s/;\s*alert$//'\'')"'
fi
Die if-Abfrage überprüft ob das Programm notify-send aus dem Paket libnotify-bin installiert ist und falls ja, dann wird das Alias gesetzt. Überprüft daher ob das besagte Paket auch installiert ist. Der Abschließende Befehl initialisiert die Bash neu…
$ sudo apt-get install libnotify-bin $ . ~/.bashrc
Nun könnt Ihr durch das Anfügen von ; alert eine Benachrichtigung auslösen, sobald ein Befehl abgearbeitet wurde. Natürlich macht das nur Sinn, wenn Ihr wisst dass der Befehl länger laufen wird.
# Allgemein $ befehl; alert # Beispiel $ wget http://speedtest.netcologne.de/test_1mb.bin; alert
Ich hatte das eigentlich schon immer über ein
gemacht, doch die Benachrichtigung inklusive dem Exit-Code des Befehls ist deutlich eleganter. Klasse wäre das natürlich, wenn sowas von Haus aus im Terminal eingebaut wäre und eine Benachrichtigung ausgegeben werden würde, wenn ein Befehl x Sekunden zur Ausführung braucht und/oder das Terminal gerade minimiert/verdeckt ist.


28. Juli 2010 um 13:36 Uhr
Wie sagt man so schön: Klein aber fein.:)
Robert
28. Juli 2010 um 14:52 Uhr
Vielen Dank für das kleine Script! Wunderbar!
Allerdings musste ich einen Zeilenumbruch vor dem “fi” einfügen da ich sonst initialisieren einen Fehler bekommen habe.
28. Juli 2010 um 15:01 Uhr
Bei mir ging es erst, als ich das letzte “fi” in eine neue Zeile verschob.
28. Juli 2010 um 15:10 Uhr
Danke für den Hinweis. Hatte nur kurz vom dem Veröffentlichen etwas geändert und dabei wohl den Zeilenumbruch gekillt. Habs im Artikel angepasst.
28. Juli 2010 um 15:47 Uhr
Netter Hinweis. Bei mir erscheint aber noch das “; altert” am Ende. Stimmt da was bei sed nicht? Auch die [0] am Anfang ist nicht so schön
28. Juli 2010 um 17:00 Uhr
Ich fand die Ausgabe auch etwas unübersichtlich/nicht ganz so hübsch und hab mir deshalb das Script etwas umgeschrieben.
Die Ausgabe:
* Command executed (fett geschrieben)
* Error Code: [x] (normale Schrift)
* [ausgeführter Befehl] (normale Schrift)
Man kann auch noch ein eigenes Icon einfügen (-i, –icon=ICON) und die Anzeigedauer verändern (-t, –expire-time=TIME). Je nachdem, wie man es mag.
PS: Kann man in den Kommentaren irgendwie einen Codeblock o.ä. verwenden?
28. Juli 2010 um 21:38 Uhr
Yep, entweder nutzt du
und/oder und . Das pre-Tag bricht die Zeilen um und der Code-Tag verhindert, dass Anführungszeichen oder doppelte Minus-Zeichen wie in
umgebaut werden.
28. Juli 2010 um 20:27 Uhr
Hatte das selbe Problem wenn der Befehl mit einem Leerzeichen endete. Ein zusätzliches \s* zwischen alert und $ hat geholfen.
28. Juli 2010 um 15:50 Uhr
> Bei mir erscheint aber noch das “; altert” am Ende.
Das ;alert sollte eigentlich nicht erscheinen. Hast du den Befehl komplett übernommen? Der alias-Befehl sollte in einer Zeile erscheinen.
> Auch die [0] am Anfang ist nicht so schön
Das ist der Error-Code. Die 0 heißt “Alles OK”. Es ist also kein Schönheitsfehler, sondern eine nützliche Information
28. Juli 2010 um 20:42 Uhr
Hallo Christoph,
darf ich fragen wie du ein monochromes Shutter Icon bekommen hast?
Ich bin schon lange auf der Suche nach einer Lösung dafür wurde aber bisher nicht fündig
28. Juli 2010 um 20:47 Uhr
Hallo Tim, die aktuelle Version von Shutter bringt die monochromen Icons von Haus aus mit. Dazu musst du Shutter jedoch über das shutter-testing-team PPA aktualisieren. Siehe http://shutter-project.org/downloads/
28. Juli 2010 um 21:11 Uhr
Danke,
ich hatte diese Quelle verwendet
https://launchpad.net/~shutter/+archive/ppa
Jetzt ist das Icon auch schön grau bei mir
28. Juli 2010 um 21:34 Uhr
Hi,
weiß jemand von euch, wie man das Benachrichtigungssystem in KDE (4.5) anspricht?
29. Juli 2010 um 08:14 Uhr
Funktioniert aber auch mit notify-send, sieht bloß nicht so hübsch aus wie mit kdialog
28. Juli 2010 um 22:52 Uhr
hallo! cooles alias!
besteht eigentlich auch die möglichkeit, von Server A bei beendigung des prozesses ein Notify an einen Client B senden?
Danke für inspiration
29. Juli 2010 um 00:04 Uhr
Müsste gehen. Schau dir das mal an… http://cweiske.de/tagebuch/DBus%20notify-send%20over%20network.htm
29. Juli 2010 um 18:25 Uhr
danke,
das habe ich mir mal angesehen. schon ein ziemlicher hack irgendwie… aber ich werds mal probieren
29. Juli 2010 um 18:35 Uhr
So gehts auch….einfacher!
ssh -X user@client ‘DISPLAY=:0 notify-send “TEST MESSAGE.”‘
auth per keyfile
12. August 2010 um 17:25 Uhr
Danke für den Tipp!
15. August 2010 um 12:22 Uhr
Man kann es auch per Jabber, also z.B. mit sendxmpp ausgeben…so kann man sich auch auf anderen Rechnern oder am Handy benachrichtigen lassen.
16. August 2010 um 20:33 Uhr
Das ist eigentlich auch eine coole Lösung. Mal schauen ob ich die Tage noch einen Blogbeitrag dazu hinbekomme. Danke für den Hinweis.
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28. Mai 2012 um 17:11 Uhr
Etwas OT und ich weiß auch nicht ob das überhaupt möglich ist:
Ich würde gerne den Alarm zu einem laufendem Befehl nachträglich hinzuzufügen, à la: Strg+Z, bg;alert
Die bashrc neu zu initialisieren sollte, denke ich, kein Problem sein …