Unter Linux ist es mit dd oder partimage relativ leicht möglich Images eines Systems zu erstellen. Für fortgeschrittene Anwender ist das keine große Herausforderung, doch Einsteiger haben sicherlich ihre Probleme dabei die richtigen Partitionen für die Sicherung oder die korrekte Syntax zu finden. Hier springt die Linux-Live-CD Redo Backup and Recovery mächtig in die Bresche. Ähnlich wie bekannte kommerzielle Konkurrenten wie Norton Ghost oder Acronis True Image kann man von der CD aus Abbilder ganzer Partitionen herstellen und zurückspielen. Darüber hinaus kann man Redo Backup and Recovery auch als Notfall-System benutzen.
Redo Backup and Recovery baut dabei auf die koreanische Linux-Distribution xPUD auf (weitere Infos zu xPUD bei heise). Diese Distribution basiert auf einer Browser-gestützten Oberfläche names Plate und versucht zum einen leichtgewichtig zu sein und zum anderen soll sie einfach zu bedienen sein. In Redo Backup and Recovery wurde die Oberfläche von xPUD zum großen Teil übernommen, so kann man aus Redo heraus einen Browser starten und/oder sogar Software wie OpenOffice.org, zusätzliche Treiber oder sogar auch Skype nachinstallieren.
So lässt sich das System nicht nur zur Rettung benutzen, über das Netz kann man somit auch Hilfe bei Freunden oder Communities holen. Bei Bedarf gibt es auch die Möglichkeit Redo auf einem USB-Stick zu installieren, so dass Änderungen erhalten bleiben.
Das Erstellen von Images übernimmt Partclone zu dem von Redo eine Oberfläche entwickelt wurde. Sollte man nur einzelne Dateien vom beschädigten System brauchen, dann ist von Haus aus der PCMan File Manager als Dateimanager mit an Bord.
Redo Backup and Recovery steht unter der GNU GPL Lizenz und ist über die Homepage als rund 75MB große .iso-Datei herunterladbar.


28. Juni 2010 um 18:49 Uhr
Tolles anderes Livesystem für Backups: http://clonezilla.org/ – Hat den Vorteil, dass wirlich nur belegte Blöcke kopiert werden (anders als z.B. bei dd).
Ansonsten kann ich auch dirvish empfehlen, um iterativ Backups zu erstellen.
28. Juni 2010 um 18:57 Uhr
Gefällt mir von den bisher mir bekannten OS-Clonetools am besten.
Hat schon jemand getestet, ob ein Image auch auf eine Festplatte anderer Grösse zurückgesichert werden kann ?
Partimage kann das nicht. FSArchiver schon. Auf der Partclone-/Redo Seite habe ich nichts dazu gefunden.
Redo sichert auch nur genutzte Blöcke.
Gerade mal nen Backup damit gemacht
Gruss Amigotux
28. Juni 2010 um 19:10 Uhr
Nachtrag: Hat jemand schon ausgiebig Erfahrung mit Redo gesammelt ? Funktioniert das zuverlässig ? Hatte in der Vergangenheit hier und da nen CloneBackup mit Partimage gemacht. Auch mal mit FSArchiver. Das Zurückspielen funktionierte aber blöderweise nicht wirklich… dann, wenn ich es brauchte.
Ich nutze bisher immer Acronis TrueImage. Würde aber auf nen Update verzichten wollen, wenn Redo einen zuverlässigen Eindruck macht. Will nur nicht mehr experimentieren.
28. Juni 2010 um 20:28 Uhr
Vielleicht hilt dir das hier http://www.mail-archive.com/clonezilla-live@lists.sourceforge.net/msg00645.html ein bisschen weiter. Persönlich habe ich damit noch keine Erfahrung gemacht.
28. Juni 2010 um 20:28 Uhr
Dein Tipp hat offenbar dafür gesorgt, dass der Server http://redobackup.org/ down ist … man kann die 0.9.2 Beta auch bei Chip herunterladen: http://www.chip.de/downloads/Redo-Backup-and-Recovery_43569732.html
28. Juni 2010 um 22:08 Uhr
Schöner Tipp und doch habe ich noch Fragen:
- tut redo ein Backup-Image komprimieren?
- Kann ein Backup-Image gemounted werden (so wie bei Acronis)?
29. Juni 2010 um 01:08 Uhr
Ich hab das Tool gerade mal getestet. Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach einer einfacheren Alternative zu Clonezilla, damit mein Nachbar auch ohne meine Hilfe regelmäßig ein Backup von seiner Windows-Installation machen kann.
Leider strotzt die redo-Live-CD nur so von Fehlern :
1. Auf Deutsch funktioniert die CD erst einmal gar nicht. Man muss sie auf Englisch booten damit überhaupt der Xserver startet.
2. Die Installation auf einen USB-Stick innerhalb des gebooteten Systems bricht bei mir immer mit einer Fehlermeldung ab.
3. Der “Backup”-Knopf reagiert nur bei jedem zweiten Versuch. Jedenfalls war es bei mir so. Oder anders ausgedrückt, bei jedem Erstversuch eines Backups war nur ein leeres weißes Fenster zu sehen.
4. Das Backup ist im Vergleich zu Clonezilla schnarchlangsam. Während Clonezilla bei mir ca. 1,5GB/min erreicht, waren es im Test von redo gerade mal 36MB/min! Ja richtig gelesen, es sind 36MB/min! Erst dachte ich das es ein Anzeigefehler ist, nur war nach ca. 5 Minuten das Testbackup meiner Bootpartition (ca 3GB Daten) immer noch nicht fertig. Unter Clonezilla dauert das gleiche Backup nicht mal 2min.
Guten Gewissens würde ich einer solch unausgegorenen Distribution meine Daten nicht anvertrauen. Am Ende versagt in einem tatsächlichen Notfall das Wiederherstellen der Daten. Da bleib ich doch besser bei Clonezilla.
2. Juli 2010 um 07:57 Uhr
Hallo,
ich fand das Tool als Linux-Anfänger eigentlich sehr ansprechend. Auch, weil man nebenher beispielsweise den FF nutzen kann. Und das ist auch notwendig, denn das Backup ging bei mir eeeewig! Ich habe einen leistungsfähigen Rechner mit sicher nicht überdurchschnittlich vielen Daten darauf. Nach 22 Stunden war die Anzeige bei 88%. Dort wurde mir das zu viel und ich habe das Backup abgebrochen.
Sehr schade – ich hoffe, dass das Tool noch etwas mehr ausgebrütet wird.
Werde mir also mal Clonezilla anschauen.
Gruss
joeli
8. Juli 2010 um 15:28 Uhr
mhh schade – dass Tool hat Potential aber hat so seine Ecken und Kanten
Viele Grüße aus der Tuxfarm,
Ulf Tramsen
http://www.tuxfarm-linuxshop.de
8. Oktober 2010 um 20:06 Uhr
Hallo,
Also ich benutze Redo BackUp schon seit mitte Juni,funktioniert einwandfrei,sogar meine Win 7 Systempartition habe ich damit gesichert,und auch wieder zurückspielen können.Dasselbe positive Ergebnis auch mit Fedora 13 und Lucd unter Ext 4.Alles ohne Probleme.
Auch ist es recht flott bei der Sache,Win 7 auf einer 30 GB Partition wiederherzustellen dauert etwa 25 Min,Lucid und Fedora haben jeweils eine 15 GB Partition,da dauert es etwa 15 Min.
Mein Fazit lautet :
Empfehlenswert,zumal es auch noch gratis ist.
Schade ist nur,dass (noch)kein Wlan ünterstützt wird
Viele Grüsse…….
8. Oktober 2010 um 20:21 Uhr
Naja… mir gefällt es optisch und wenn es stabil laufen würde, würde ich es sogar einsetzen. Mir kommt das Ding nur irgendwie… wie mit der heissen Nadel gestrickt vor. Wenn das Booten (z. B. in 0.9.4) mit Auswahl “Deutsch” nicht funktioniert oder in 0.9.5 das Sichern auf einmal ewig lange dauert…. dann traue ich dem Braten nicht ganz.
Ansonsten finde ich es aber schön aufgemacht. Aktuell traue ich Acronis aber noch mehr
8. Oktober 2010 um 20:36 Uhr
Also langsam ist es bei mir absolut nicht,naja,und dass es dir ” Wie mit der heissen Nadel gestrickt ” erscheint mag wohl auch daran liegen dass es wohl noch eine Beta ist.
8. Oktober 2010 um 21:08 Uhr
hmmm… hab mir jetzt die aktuelle 0.9.7 gebrannt und nen Image gemacht. Ja… lief wieder schnell und fühlte sich auch ordentlich an. Die haben was im Bootmenü geändert. Kann man jetzt wohl nicht mehr ne Sprache auswählen, die nicht funzt
Du hast auch schon nen Recovery getestet ? Funktionierte das zurückspielen des MBR und das Booten/Einloggen in Windows7 und Linux ohne irgendwelche Kunstgriffe wieder sauber ?
8. Oktober 2010 um 21:21 Uhr
Also ich habe eine alte 80 GB EIDE Platte,auf der Win XP,Lucid und Fedora installiert sind,Grub2 habe ich dort auf einer separaten kleinen Partition.
Auf der zweiten Festplatte ( Sata ) habe ich als alleiniges BS Win 7.Alle mit Redo erstellten System BackUps sind auf einer separaten Partition auf der SATA,das Zurückspielen der BackUps hat immer prima geklappt,incl.des Win 7 Mbr`s.Ist ganz einfach,BackUp Zurück spielen und neu starten.Läuft alles auf anhieb.
8. Oktober 2010 um 22:00 Uhr
Ach ja,du hast geschrieben,dass das Sichern bei dir recht lange gedauert hat.Das hatte ich bei meiner alten EIDE-Platte auch.Nach dem Auslesen der Smart Werte,endeckte ich einige defekte Sektoren.Die Lösung war denn eine komplette Low-Level-Formatierung mit PWR-Max (Für Maxtor Platten,funktioniert aber auch mit meiner Seagate ).Dabei werden komplett alle Sektoren mit Einsen überschrieben und die defekten Sektoren werden sozusagen deaktiviert,sodass dort keine Daten mehr abgelegt werden.Diese Tools findest du im Downloadbereich deines Plattenherstellers.Jedenfalls nach dem Low-Level-Format ging sie wieder ab wie Lucie
.
23. Oktober 2010 um 13:51 Uhr
Also ich finde g4u (am besten. Ist schnell, komprimiert und unterstützt nur das wesentliche. Außerdem kann ich das image entfernen während ich das image schon auf andere Rechner installieren.
Leider nicht von USB zu starten, sondern nur von CD (oder Floppy)
http://www.feyrer.de/g4u/