In der letzten Zeit hat man in der Linux-Welt schon öfters Artikel und Blogs zum Bilder-Manager Shotwell lesen können. Dieses Programm soll etwa in Ubuntu über kurz oder lang F-Spot ablösen. Yorba, die Gruppe an Entwicklern hinter Shotwell, bringt nun mit Fillmore und Lombard zwei weitere FOSS-Programme an den Start. Nach der Verwaltung von Bildern geht es nun Audio-Aufnahmen und Videos an den Kragen.
Beide Programme stehen noch in den Startlöchern und für beide werden noch Mitstreiter gesucht. Fillmore ist (oder besser wird) ein Multitrack-Audio-Editor. Man kann Audio-Aufnahmen erstellen, die Aufnahmen anordnen und zurechtschneiden, wie auch die Lautstärken ändern. Effekte über LADSPA einzubinden und Loops zu erstellen, stehen noch auf dem Bauplan.

Lombard ist dagegen ein weiterer Video-Editor. Vom Aufbau erinnert das Programm stark an PiTiVi oder OpenShot, wobei es noch an Eyecandy und eigentlich allem anderen, was ein Video-Editor ausmacht, fehlt. Aktuell ist es bislang nur möglich einzelne Videos bzw. Audio-Tracks zu importieren, zu schneiden und zu arrangieren und diese dann wieder im Ogg-Theora-Format zu exportieren. Effekte, Blenden oder Titel stehen jedoch auch noch auf der ToDo-Liste.

Von beiden Programmen gibt es bislang noch keine Pakete oder gar Paketquellen, was jedoch aufgrund des frühen Stadiums der Programme verständlich ist. Noch sind beide Programme alles andere als komplett. Doch es ist schön zu sehen, dass der Bereich Multimedia in Linux so langsam richtig Fahrt aufnimmt.





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