TEILEN
Mittwald: Webhosting. Einfach intelligent.

Ich sehe oft Screenshots von hübschen GNOME Desktops mit Anwendungen, die man selten zu Gesicht bekommt und man frägt sich, was ist das? Wie bekommen sie das hin? Taugt das überhaupt. Daher mal ne kleine Vorstellung „meines“ Desktops…

Einmal aufgeräumt:

Kurz nach dem sauber machen...
Kurz nach dem sauber machen...

Einmal mit Anwendungen…

...und kurz davor.
...und kurz davor.

Oder als Video

Was sieht man? Ubuntu „Intrepid Ibex“ 8.10 mit einem Standard GNOME. Keine angesagten Docks oder Screenlets, bislang konnte ich noch keinen Zweck in diesen Dingern entdecken. Was ich jedoch tierisch mag ist GNOME Do und Musik-Player Banshee…Nun zum Aussehen:

GNOME

[UPDATE 17.5.2009]Seit ein paar Wochen hat sich die Installation des Themes deutlich vereinfacht, da eine Paketquelle für das Shiki-Metacity Theme und die GNOME-Colors Icons erstellt wurde. Informationen hierzu findet ihr unter Paketquelle für Shiki-Colors.[/UPDATE]

Icons: GNOME-colors

Die GNOMEcolors Icons passen perfekt zum später genutzten Shiki-Colors Thema. Das Theme lässt sich wie üblich installieren, also „System -> Einstellungen -> Erscheinungsbild“ öffnen und die heruntergeladene .tar.gz Datei in das Fenster ziehen.

GTK und Metacity: Skihi-Colors

Das benutzte Theme für GNOME, also die GTK-Engine und Metacity ist Shiki-Colors. Ich persönlich bevorzuge die „Clearlooks-Only“ Version, da die Scrollbalken sonst bei maximierten Fenstern nicht komplett rechtsbündig sind. So muss man nicht zielen, wenn man mit der Maus den Scrollbalken greifen will.

Shiki-Colors, ein Theme für GTK und Metacity. Dazu GNOME-Colors als passendes Icon Theme.
Shiki-Colors, ein Theme für GTK und Metacity. Dazu GNOME-Colors als passendes Icon Theme.

Beide Themen sind nach wie vor in Entwicklung. Es lohnt sich daher ab und zu mal wieder auf die Homepage der Projekte einen Blick zu werfen, sonst verpasst man die eine odere andere Neuerung.

Wallpaper: GNOME Backgrounds

Für das Wallpaper finde ich ein Hintergrundbild aus dem „Wallpaper-Contest“ für GNOME 2.24 recht schön.

Viele der aus dem GNOME Wallpaper Wettbewerb für GNOME 2.24 erarbeiteten Hintergründe sehen klasse aus.
Viele der aus dem GNOME Wallpaper Wettbewerb für GNOME 2.24 erarbeiteten Hintergründe sehen klasse aus.

Man kann diese Bilder in einem aktuellen Ubuntu oder Debian über das Paket gnome-backgrounds nachinstallieren.

$ sudo apt-get install gnome-backgrounds

Das von mir genutzte Bild ist transparent. Das heißt nur die Ornamente auf der rechten Seite sind farbig. Die „Farbe des Hintergrundes kann man dann frei wählen. Ich persönlich mag graue Hintergründe, daher wähle ich #8F8980…

Einstellungen für Compiz

Nun fehlt noch Compiz. Auch hier gibt ein paar Dinge einzustellen.

Schatten

Für das Shiki-Colors Theme ist es gut, wenn man die Schatten der Fenster und die Transparenz der Titelleisten ändert. Man kann sich durch den „CompizConfig Einstellungs-Manager“ graben. Einfacher geht es jedoch mit ein paar Befehlen…

$ gconftool-2 --type float --set /apps/gwd/metacity_theme_opacity 1
$ gconftool-2 --type float --set /apps/compiz/plugins/decoration/allscreens/options/shadow_opacity 0.85
$ gconftool-2 --type float --set /apps/compiz/plugins/decoration/allscreens/options/shadow_radius 12

Transparente Menüs

Eine leichte Transparenz in den Menüs finde ich recht hübsch. Dazu empfehle ich jedoch wirklich den CompizConfig Einstellungs-Manager. Diesen muss man jedoch nachträglich installieren. Man findet ihn wie immer in den Paketquellen…

$ sudo apt-get install compizconfig-settings-manager

Danach kann man ihn über „System -> Einstellungen -> CompizConfig Einstellungs-Manager“ aufrufen. Achtung, bitte nicht erschrecken, das Ding ist unheimlich komplex. Man muss jedoch nicht tief eintauchen.

Der CompizConfig Einstellungs-Manager ist aufwändig und sehr komplex. Wenn man weiß wonach man suchen muß, ist er jedoch ein hilfreiches Werkzeug.
Der CompizConfig Einstellungs-Manager ist aufwändig und sehr komplex. Wenn man weiß wonach man suchen muß, ist er jedoch ein hilfreiches Werkzeug.

Unter „Opacity, Brightness und Saturation“ findet man die passenden Einstellungen. Hier fügt man im Reiter „Opacity“ eine neue Regel ein. Die Regel soll

Tooltip | Menu | PopupMenu | DropdownMenu

betreffen, den Wert kann man beispielsweise auf „90“ setzen. Dies bewirkt eine leichte Transparenz der Menüs.

Panels in der Desktop-Tafel

Des weiteren finde ich das Expo Plugin wunderbar. Ich finde es jedoch noch einen Tick besser, wenn ich die Panels auch bei der „Tafel“ sehe. Dies kann man wieder über den CompizConfig Einstellungs-Manager erreichen. Im Modul „Expo“ und dem Reiter „Aussehen“ findet man die Option „Hide Panels/Docks in Expo“, die exakt dieses bewirkt.

GDM

Zum Shiki-Colors Theme gibt es ein passende Thema für den Login Manager GDM. Es nennt sich Arc-Colors und findet sich ebenfalls auf gnome-look.org.

ARC-Colors als Alternative für den Login Bildschirm.
ARC-Colors als Alternative für den Login Bildschirm.

Auch die Installation eines GDM-Themes ist recht einfach. In GNOME öffnet man „System -> Systemverwaltung -> Anmeldefenster -> Lokal“ und installiert das Thema über „Hinzufügen“. Natürlich darf man nicht vergessen das gerade installierte Thema auch zu aktivieren.

Schriften

Ich habe mich in die Liberation Fonts von Redhat verschaut. Sie sehen modern und schlicht aus, mit weniger Serifen als die DejaVu oder Bitstream Vera Fonts. Die Fonts sind in Debian und Ubuntu enthalten, man muss sie jedoch über die Paketverwaltung nachinstallieren

$ sudo apt-get install ttf-liberation

Danach muss man in GNOME natürlich noch unter „System -> Einstellungen -> Erscheinungsbild -> Schriftarten“ bestimmen, dass die Fonts benutzt werden. Für kleine Schriften im Terminal bevorzuge ich jedoch nach wie vor DejaVu.

Letztendlich passe ich noch die Schriftenglättung an meine Bedürfnisse an. Ich persönlich mag ordentlich geglättete Schriften. Daher aktiviere ich unter „System -> Einstellungen -> Erscheinungsbild -> Schriftarten“ die Option „Glättung mittels Subpixel (LCDs)“. Viele mögen lieber krakelige scharfe Schriften. Hier muss jeder für sich selber ausprobieren…

Die Liberation Fonts.
Die Liberation Fonts.

Für ein wirklich ausgeglichenes Schriftbild empfehle ich noch einen „Trick“ von Tombuntu. Aufgrund von Bedenken bezüglich einer Reihe von TrueType Patenten sind ein paar Anitaliasing Features in GNOME zwar vorhanden von Haus aus jedoch deaktiviert. Über eine selbst erstellte ~/.fonts.conf kann man sie jedoch aktivieren. Als Inhalt kann man dieses

<?xml version="1.0"?>
<!DOCTYPE fontconfig SYSTEM "fonts.dtd">
<fontconfig>
  <match target="font">
    <edit name="autohint" mode="assign">
      <bool>true</bool>
    </edit>
  </match>
</fontconfig>

einfügen. Die Änderungen werden aktiviert, wenn man sich neu einloggt. Viel Spaß beim Basteln :)

36 KOMMENTARE