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Wordpress.com Stats übertragen Daten an Werbedienstleister

WordPress.com Stats übertragen Daten an Werbedienstleister

| 20 Kommentare

WordPress ist mit 27,7 Millionen WordPress-Webseiten und einem Anteil von 12,2 Prozent am gesamten Web nicht nur eines der populärsten und erfolgreichsten OpenSource-Projekte schlechthin, WordPress ist auch ein riesiges Geschäft. Das Unternehmen Automattic von WordPress-Gründer Matt Mullenweg ist mit einem geschätzten Umsatz von 30-40 Millionen Dollar pro Jahr alles andere als eine kleine Klitsche. Neben dem WordPress Hosting-Dienst WordPress.com betreibt Automattic eine ganze Reihe von Diensten wie den Spam-Filter Akismet oder das Kommentar-Netzwerk IntenseDebate.

Neben diesen Diensten werden auch die beliebten WordPress.com Stats von Automattic betrieben. Eben dieser Dienst kommt nun in die Kritik der Datenschützer, denn es werden seit Kurzem nicht nur die Seitenaufrufe gezählt, sondern die Daten auch an das berühmt berüchtigte Unternehmen Qantcast übermittelt, das in den USA derzeit wegen ihren so genannten Zombie-Cookies vor Gericht steht. Quantcast hat sich darauf spezialisiert persönliche Profile über Websurfer zu erstellen.

Wordpress.com Stats

Das Ganze wurde von schon vor zwei Monaten im WordPress-Forum angesprochen, doch anstatt eine Stellungnahme von Automattic oder Matt, wurde der Thread kurzerhand dicht gemacht. Bislang gab es auch an andere Stelle noch keine Reaktion für diesen Deal.

Letztendlich habe ich bei den WordPress.com kein gutes Gewissen mehr. Blogger, die aktuell noch auf die WordPress.com Stats setze, sollten sich das Plugin DoNotTrack von Web-Entwickler Frank Goossens setzen. Dieses Plugin verhindert, dass trotz aktivierter WordPress-Stats die Quantcast-Scripte ausgeführt werden. Ich habe das Plugin installiert und warte nun mal die nächsten Tage ab, wenn sich bis dahin nichts getan hat, dann fliegen die WordPress.com Stats raus.

(Via Perun)

Autor: Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen.

20 Kommentare

  1. Warum nutzt du nicht einfach eigene Statistiken? Ich werde meine bestimmt nicht von wordpress.com auswerten lassen, wer auch immer im Endeffekt dahinter stecken möge. Was bietet dir dieses Plugin denn als Mehrwert im Gegensatz zu einer eigenen Piwik-Installation?

    • Weil die WordPress Stats wirklich gut sind, da du schnell sehen kannst welche Artikel gerade gelesen werden. Außerdem ist mein Webspace was die Performance angeht ziemlich ausgelastet. Piwik habe ich eine Zeit lang genutzt, doch die zusätzliche Last hat mein Webspace nicht gut verkraftet. Ich müsste daher auf ein teureres Webhosting umsteigen.

  2. “Datenkraken” sind Fremdanbieter wohl alle, umsonst macht es ja doch keiner. ;) Was hältst Du von Google Analytics mit der Option, die IP der Besucher zu anonymisieren? Das kann man im Trackingcode durch Angabe von: _gaq.push (['_gat._anonymizeIp']); angeblich veranlassen.
    Gruß,
    Jens

  3. Hi Chris, bin gespannt auf Deine Meinung zu Google Analytics!
    Übrigens, ein kleiner Bugreport: Ich wollte die Antwortfunktion auf Deine Antwort von mir nutzen, leider ist das Feld schreibgeschützt? Ich kann klicken wie ich will, das Textfeld nimmt keine Eingaben an. (Firefox 3.6.13, momentan unter Win7)
    Gruß,
    Jens

    • Ah, danke für den Hinweis. Ich kann mich erinnern, dass ich das Problem schon einmal selber bemerkt habe… Kann mich nur nicht mehr erinnern, wann das passiert ist. Ich schau mir das mal wieder an.

  4. “Blogger, die aktuell noch auf die WordPress.com Stats setze, sollten sich das Plugin DoNotTrack von Web-Entwickler Frank Goossens setzen.”

    Anmerkung: Bei wordpress.com gehostete Blogs (so wie meiner) können leider keine Plug-ins installieren (http://desupport.wordpress.com/2011/02/04/plug-ins/).
    Man kann zwar mit einem installierten firefox addon “Ghostery” solche Dienst etwas blocken, aber so richtig sicher ist man wohl nicht!

    Eine Anfrage bei Quatcast ergab folgendes: “Quantcast hat uns versichert das sie weder IP Adressen noch irgendwelche andere personenbezogene Daten speichern. Gestern haben sie auch ihre opt-out page mit dieser Information aktualisiert: http://www.quantcast.com/opt-out

    Mehr dazu kann man hier lesen: http://de.forums.wordpress.com/topic/statistikwerbung

    Gruß, Henric

  5. Pingback: Statify, eine mögliche Alternative für WordPress Stats | picomol.de

  6. Hallo

    Wie schaut es denn nun mit “Ich habe das Plugin installiert und warte nun mal die nächsten Tage ab, wenn sich bis dahin nichts getan hat, dann fliegen die WordPress.com Stats raus.” aus?
    Ist man denn nun mit DoNotTrack sicher?
    Muss man es dennoch ins Impressum/Disclaimer setzen?
    Falls jemand was weiss, danke für eine kleine Hilfestellung.

  7. Hey Christoph
    Danke für deine Antwort. Habe den Artikel beim Spreerecht schon gelesen und kommentiert. Neue Datenschutzerklärung ist online, wobei es mir so scheint, dass es mit der DoNotTrack-Variante dennoch nach wie vor sicherer ist?
    Danke jedenfalls für deine Info und Antwort.
    Beste Grüße, Alex

  8. Coole Seite, gut aufgemacht, Glückwunsch, das habt ihr irre hingekriegt

  9. Hi Christoph,

    jetzt habe ich das auch bemerkt das sich über das wordpress.stats plugin Quantacast einschleicht. Nicht schön! Jetzt habe ich das plugin deaktiviert weil ich mich dazu entschieden habe es nicht mehr zu verwenden und nur noch auf mein eigenes Piwik zu setzten. Da ich mir dem Impressum eh noch schwer tue.

    Nur der Code und die Tracker bleiben trotz aktivierung aktiv. Wie bekomme ich den die verbindung zu wordpress.com wieder los und den Code und die Tracker aus dem Blog raus. Sehe grad den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Danke

  10. Hi Christoph; just to let you know my old “donottrack” plugin has graduated to the wordpress.org plugin repository. The new version, called WP DoNotTrack, includes an options-screen under wp-admin in which you can choose between black- and whitelisting for all visitors or only for those with navigator.doNotTrack set in their browser.

  11. Pingback: WP DoNotTrack (formals DoNotTrack) mit neuen Funktionen | Linux und Ich

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