Nur als schneller Hinweis an alle Besitzer von Android-Smartphones, die öfters in unverschlüsselten Netzwerken unterwegs sind. Eine Gruppe von Informatikern an der Uni-Ulm hat herausgefunden, dass man aus den unverschlüsselt gesendeten Daten problemlos den Authentifizierungsschlüssel (authToken) oder gar Passwörter im Klartext herausfischen kann! Das ist für kundige User eigentlich nichts neues, doch diese Probleme betreffen nicht nur irgendeine Feld-Wald-und-Wiesen-App, sondern sogar die vorinstallierten Google Anwendungen wie den Google Calendar, Google Contacts oder der Galerie!
Erst in Android 2.3.4 oder Android 3.0 wurden eine Reihe dieser Probleme behoben, doch kaum jemand ist mit diesen aktuellen Android-Versionen unterwegs. Sollte man sich also unbedingt in einem unverschlüsselten WLAN einloggen wollen (z.B. in einem Internet-Cafe), so sollte man auf jeden Fall vorher die automatische Synchronisierung der Daten im Hintergrund abschalten und am besten noch ein VPN aufschalten, so dass man trotz des offenen WLANs ins Internet funkt.
So rächt sich die starke Fragmentation der Android-Basis mal wieder. Google hat ja auf der letzten Entwicklerkonferenz Google I/O 2011 versprochen, dass in Zukunft alle großen Hersteller von Android-Telefone ihre Geräte mindestens 18 Monate lang zeitnah mit Updates und der aktuellen Android-Version versorgen, doch was nutzt das den zig Millionen Besitzern von jetzt aktuellen und älteren Geräten?
[UPDATE 19.5.2011: Zahlreiche Medien berichten, dass Google das Problem serverseitig lösen möchte. Möglich wäre, dass bei der Ubertragung der Tokens automatisch auf eine verschlüsselte Übertragung über https umgeleitet wird. Dadurch wird das Problem für die betroffenen Programme von Google für alle Android-Versionen gelöst, ohne dass die Nutzer ihr Gerät aktualisieren müssen.]





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