Alternative für top, htop und Co.: System-Monitoring im Terminal mit Glances

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

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Glances zeigt CPU, Speicher, Netzwerk, Festplatten-I/O und Prozesse gemeinsam in einer Ncurses-Oberfläche. Für Debian und Ubuntu gibt es noch keine Pakete, die Installation läuft von Hand.

Glances auf Arch Linux

Systemüberwachung ist speziell bei Servern eine wichtige Sache. Der Rechner steht weit weg in einem Rechenzentrum, da ist es wichtig, schnell einen Überblick über alle wichtigen Parameter des Rechners zu bekommen. Unter Linux geht das ja mit top bzw. htop sehr schön über das Terminal, doch das zeigt nur die laufenden Prozesse und deren CPU-Last an. Wie ist es mit dem Netzwerktraffic, den Platten und dem Speicher? Glances ist ein kleines, praktisches Python-Programm, das den Zustand des Rechners in einer kompakten Ncurses-Oberfläche anzeigt.

Aktuell gibt es für das Programm bislang leider nur eine Projektseite bei GitHub. Pakete existieren wohl für Arch, Fedora oder Redhat, Debian und Ubuntu wurden bislang jedoch leider noch nicht mit Paketen versorgt. Von daher muss man sich die Anwendung unter diesen Distributionen von Hand installieren. Auf der GitHub-Seite gibt es dazu im unteren Teil eine Installationsanleitung, die ich mit Ubuntu 11.10 getestet habe. Zudem gibt es in den Kommentaren auch Hinweise zur Installation von Glances unter Ubuntu 10.04 und 10.10, dort muss zusätzlich auch noch pystatgrab in einer aktuellen Version gebaut werden.

Unter Ubuntu 11.10 ist die Installation recht simpel. Installiert das Paket python-statgrab, holt euch den Tarball, entpackt ihn und führt danach noch den guten alten Dreischritt aus ./configure, make, make install aus… [UPDATE 15.4.13: Glances hat es inzwischen in die Paketquellen von Ubuntu 13.04 wie auch Debian Sid geschafft. User mit älteren Ubuntu-Versionen können sich das kleine Tool auch über das PPA von Arnaud Hartmann installieren.]

$ sudo apt-get install python-statgrab
$ cd /tmp
$ wget https://github.com/nicolargo/glances/tarball/master
$ tar zxvf master
$ cd glances-1.3.6
$ ./configure
$ make
$ sudo make install

Danach seid Ihr fertig, die „Reste“ vom Kompilieren könnt Ihr ruhig in /tmp lassen, das Verzeichnis wird ja beim Booten komplett geleert, so habt Ihr keinen Müll rumliegen. Die Anwendung ist nach Ende des Dreisatzes komplett installiert, so dass Ihr sie über…

$ glances.py

…starten könnt. Solche Textoberflächen sind natürlich speziell für Server ohne direkten Zugang gedacht. Für Desktops gibts mit Conky und Co. selbstverständlich viel „hübschere“ und aufwändigere Lösungen. Wer aber einfach nur mal schnell einen Blick auf seinen Root-Server werfen möchte, der kommt mit Glances wahrscheinlich ganz gut zurecht.

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20 Kommentare zu „Alternative für top, htop und Co.: System-Monitoring im Terminal mit Glances“

  1. Avatar von Niklas

    Sieht ja echt interessant aus 🙂
    Werde ich mal ausprobieren…

    Arch User finden das Programm im AUR:
    http://aur.archlinux.org/packages.php?ID=54549

  2. Avatar von Toadie

    Danke für den Tipp. Grade unter Xubuntu 11.10 getestet. Einwandfrei!

  3. Avatar von bostaurus
    bostaurus

    Hat nach der vorzüglichen Anleitung problemlos geklappt. Danke für die gute Vorbereitung. MfG, B.

  4. Avatar von cithrix

    Ich bin zwar an und für sich mit htop sehr zufrieden, aber werde das hier auch mal austesten. Danke für den Tipp!

  5. Avatar von Sven

    Bin schwer beeindruckt. Hab gerade nach der Anleitung auf Linux Mint 11 Katya (Ubuntu 11.04) installiert. Läuft einwandfrei – also sowohl die Installation wie auch das Programm selbst.

  6. Avatar von Ufo

    Das sieht nach einem netten Tool aus, werde ich mir wenn es die Zeit zulässt mal im Produktiveinsatz anschauen, danke 🙂

  7. Avatar von Christian
    Christian

    Läuft mit der Anleitung auch unter Ubuntu 10.04. Kann ich die Liste der Prozesse auch sortieren?

  8. Avatar von Sven

    @Christian mit ‚h‘ kommst du in die Hilfe, dann siehst du, was du bspw. sortieren oder ein- bzw. ausblenden kannst

  9. Avatar von Christian
    Christian

    Danke 🙂

  10. Avatar von Thomas

    Da ich nicht so Fan bin von Source-Installationen, habe ich mir ein .deb gebastelt und das installiert 🙂

    Aber ein cooles Tool. Danke für den Hinweis!

  11. Avatar von Sebastian

    Nicht so viel rumspielen, dann braucht man solche Tools gar nicht 😉

  12. Avatar von P0stbote

    Sehr nettes tool, nun braucht man keine 10 SSH-Sessions aufhaben, um mal eben zu checken ob mit den Server alles in Ordnung ist.

    Anleitung funktioniert perfekt mit Debian Squeeze, Abhängigkeiten sollten trotzdem erfüllt werden.

  13. Avatar von Toadie

    Grade noch mal unter ArchBang probiert, funktioniert auch dort perfekt!

  14. Avatar von Marco

    Sieht gut aus, leider unter Ubuntu 10.04 bekomme ich es nicht wirklich zum laufen. Der Output liefert nur seltsames zurück 🙁

    http://imageshack.us/photo/my-images/441/remotedesktopmanagerkob.jpg/

    Gruß

    1. Avatar von P0stbote

      Du musst die Abhängigkeiten noch erfüllen:

      sudo apt-get install pkg-config build-essential autoconf automake python libstatgrab-dev python-all-dev

      mfg

      1. Avatar von Marco

        so einfach war`s leider nicht.
        Problem ist Ubuntu 10.x hier die Lösung:
        gist.github.com/1669007

        1. Avatar von P0stbote

          Ok, so war aber die Vorgehensweise bei meinen Debian Squeeze. Ich benutz kein Ubuntu 😉

  15. Avatar von toni

    Bei Debian 8.x geht es inzwischen mit
    apt-get install glances
    Fertig!

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