Ubuntu One Music Store in Arbeit?

Avatar von Christoph Langner

1 Min. Lesezeit

97 Aufrufe

Ein Blueprint zum Ubuntu Developer Summit deutet auf einen Ubuntu One Music Store hin – Musikkauf direkt aus dem Desktop-Player.

Plattenladen

Auf dem aktuell in Texas stattfindenden Ubuntu Developer Summit wird am Mittwoch ein interessantes Thema diskutiert. Canonical plant offensichtlich den Ubuntu One Music Store. Im noch recht kleinen Blueprint steht dazu folgendes…

The Lucid music store project aims to deliver the ability to purchase music from within a desktop music player.

Zur Realisierung des Planes kann man noch nichts sagen. In Rhythmbox sind ja schon Schnittstellen zu „Stores“ mit CC-lizenzierter Musik wie Jamendo und Magnatune eingebaut. Soll der Ubuntu One Music Store dort eingebaut werden? Das Ubuntu One im Namen des Stores deutet darauf hin, dass man plant, die eigene Musik von mehreren Rechnern abrufen zu können. Alles in allem wieder viel Zündstoff für wilde Spekulationen und Wasser auf die Mühlen der „Ubuntu ist viel zu kommerziell“-Schreier.

Ähnliche Beiträge

27 Kommentare zu „Ubuntu One Music Store in Arbeit?“

  1. Avatar von Funatiker

    In meinen Augen ist Ubuntu nicht zu kommerziell. Es soll sogar Betriebssysteme geben für deren Nutzung man zahlen muss! Dagegen geht Canonical einen sehr humanen Weg: Ein freies Betriebssystem wird finanziell Unterstützt und erschließt sich durch seine Nutzerfreundlichkeit eine große Fangemeinde, die das System natürlich frei nutzen kann. Diese Fangemeinde bekommt nun die Möglichkeit, Dienstleistungen, die andere Firmen auch kommerziell anbieten (Profi-Support, Speichererweiterung für Onlinelaufwerke, Musikdownloads) direkt beim Förderer des eigenen Betriebssystems zu erwerben und dadurch danke zu sagen. Niemand ist dazu gezwungen den Support durch Canonical zu abonnieren, als Onlinespeicher Ubuntu One zu verwenden oder Musik dort zu erwerben. Andere Firmen hingegen zwingen z.B. Nutzern ihres Mobiltelefons die eigene Software zur Organisation und zum Erwerb von Musik auf.

  2. Avatar von burli

    Ich dachte, Rhythmbox soll rausfliegen!?!?

    Im Prinzip fände ich die Idee nicht schlecht, wenn die Preise stimmen und das Bezahlsystem was taugt. Wenn das Ganze aber an Ubuntu One gekoppelt ist wird es allerdings uninteressant. Erstens sind die 2GB dann schnell voll und zweitens ist man dann wieder gebunden.

    Naja, einfach mal abwarten, wie es weitergeht. Vielleicht gibt es neben dem Software Center bald noch einen Music Center und einen Video Center 😉

  3. Avatar von burli

    @Funatiker: Full Ack. Ich kann die Schreihälse nicht verstehen, die immer nach Freibier schreien. Sollen halt erstmal selbst Bier brauen und verschenken. Mal sehen, wann sie mir schreien aufhören.

  4. Avatar von Henrikx

    „dass die eigene Musik von mehreren Rechner abrufen kann“

    Was meinst du mit eigene?
    Die selbst erstellte Musik, zb mit lmms, oder die Musik auf der eigenen Festplatte.
    Letzteres wäre doch wahrscheinlich von der Gesetzgebung gar nicht in Europa möglich. Bin mal gespannt…

  5. Avatar von Christoph

    > Was meinst du mit eigene?

    Henrikx, ich meine „Die beim Ubuntu One Music Store“ gekaufte Musik.

    > Letzteres wäre doch wahrscheinlich von der Gesetzgebung gar nicht in Europa möglich. Bin mal gespannt…

    Gibt es nicht schon Anbieter, die das machen?

  6. Avatar von Henrikx

    Danke für die Antwort Christoph.

    „Gibt es nicht schon Anbieter, die das machen?“

    Das kann ich nicht beantworten? Wenn die Musik unter CC Lizenz steht, dann sehe ich da keine Probleme, gegen alles andere wird sich die Industrie wehren, nach meiner Meinung.

    Das „Abrufen auf mehreren Rechnern“ wird dann garantiert als eine Form des Filesharing ausgelegt. Wie will Canonical verhindern, das die Musik auf der „anderen Seite“ nicht dauerhaft auf der Festplatte beleibt. Es sei denn eine Art DRM würde Einzug halten. Wie gesagt, alles nur „ins Blaue“ gedacht.

  7. Avatar von Christoph

    Es gibt Anbieter wie JukeFly die es ermöglichen die eigene Musik auf andere Rechner zu streamen. (So was kann man sich auch mit freier Software aufsetzen). Ansonsten gibts Dienste wie blueTunes wo du Musik hochladen und dann auf dein mobiles Gerät streamen kannst. Imho sehe ich darin auch kein rechtliches Problem – selbst in Deutschland – Die Musik wird zwar auf fremden Rechnern gespeichert, doch nur der „Besitzer“ hat Zugriff drauf.

  8. Avatar von Henrikx

    Wie schon gesagt, ich bin da sehr skeptisch.
    Aber wir werden ja sehen, wie die Umsetzung realisiert wird.

    Zum Thema Geld verdienen…ist aber Offtopic
    Frage mich wieso Canonical/Shuttleworth nicht z.B einen Softw.BluRay Player lizenzieren und verkaufen. Der ging weg wie warme Semmel.

  9. Avatar von Christoph

    Gibts überhaupt einen BlueRay-Player für Linux? PowerDVD gibts im Canonical-Store… Siehe Antworten

  10. Avatar von Henrikx

    So weit ich informiert bin, gibt es keine legale Möglichkeit Bluray-Filme abzuspielen. Was man sicherlich auch als Missstand bezeichnen kann, vor allem wenn Ubuntu meist als „Die Alternative“ angepriesen wird. Ich wäre durchaus bereit einmalig bis € 50 für ein legalen funktionierenden ClosedSource Player, der nativ unter Linux/Ubuntuläuft zu bezahlen.

    Anmerkung zu CosedSource. das liegt in der Natur der Beschaffenheit. Codecs,Lizenzen, etc…

  11. Avatar von Christoph

    Henrikx, ja nach help.ubuntu.com gibts wirklich nur fiese Hacks.

  12. Avatar von Henrikx

    Das stimmt. Und so eine „Lösung“ kann es auf Dauer nicht sein.
    Allerdings ist die Sache nicht so einfach, wie es sich schreibt.
    Selbst Apple verzweifelt an den Lizenzbedingungen für BluRay. Kaum zu glauben, aber wahr.

  13. Avatar von detru

    hmm, dass würde dann auch hierzu passen: http://forum.ubuntuusers.de/post/2229317/ -> http://forum.ubuntuusers.de/post/2229336/

  14. Avatar von Henrikx

    @detru
    Apropos (leicht Offtopic): Suche ich mit Google unter „das Web“ nach Ubuntu kommt seit heute an erster Stelle ein Circus.

    ???

  15. Avatar von burli

    Den Zirkus gibts schon lang. Länger als Ubuntu 🙂

  16. Avatar von Christoph

    Den Zirkus Ubuntu gibt es schon 1995. Aber afaik ist es neu, dass der Zirkus beim Keyword Ubuntu auf Nummer 1 steht. Eventuell ist der Page-Rank der Seite gestiegen und Google sortiert die Page nun höher ein.

  17. Avatar von Henrikx

    „Eventuell ist der Page-Rank der Seite gestiegen“
    Ganz ohne Skripte….kaum zu glauben

  18. Avatar von basic

    Es ist nicht diese Art von Kommerzialisierung die per’se Schlecht daran ist, sondern Vermutlich die dazugehörigen Begleiterscheinungen.
    Wo kommerzielle Software angeboten wird sind meist auch die Hacker und Cracker nicht weit. dies bedeutet dann Gegenmaßnahmen … so sind dann DRM – und rigide Kopierschutzsysteme nicht mehr fern.
    Wie sich diese aber mit einen freien Open Source Linux Vertragen können und werden?
    Da besteht eine gewisse Gefahr für Ubuntu und das es dadurch zukünftig immer mehr Closed Source wird.

  19. Avatar von Simon

    Angenommen, der Music Store bietet hochqualitative Musik u.a. als FLAC an, es wäre das erste Mal, dass ich digitale Musik kaufe! Canonical kann mMn damit einen riesen Wurf landen, wenn sie es richtig machen.
    Zumindest würde ich Ihnen, wenn genug Independentmusik angeboten wird, einen großen Haufen abkaufen.

    Und natürlich darf nicht jeden Tag ein Popup aufgehen, wie toll der Store doch ist, es muss eine Möglichkeit (!) bleiben – wer sie nutzen will (wie ich), der solls können, alle anderen sollen von „Hinweisen“ und tollen Offerten verschont bleiben.

  20. Avatar von thom_raindog

    Solange es CC Musik ist, die man dann für einen (bitte SEHR) vernünftigen Preis erwerben kann UND die Künstler daran beteiligt sind fände ich das sogar GROßE Klasse, ehrlich. Mit der „Macht“ von Canonical im Rücken könnte da eine ganz neue Form der Musik“vermarktung“ entstehen.

  21. Avatar von Dieda

    Also eins vorweg: Ich habe kein Problem damit, dass Canonical Geld verdienen will/muss. Das steht außer Frage. Auch eine kommerzielle Ausrichtung sehe ich nicht negativ.

    Allerdings habe ich momentan das Gefühl, dass Canonical nicht so recht weiß wie mit Ubuntu Geld zu verdienen ist bzw. nach Strohhalmen in den „Randgewässern“ rund um Ubuntu sucht, um Geld zu verdienen (siehe Ubuntu One). Und ob ein virtueller Musikladen zu den Kompetenzen eines OS-Herstellers gehört / gehören sollte …hmmmmm…

  22. Avatar von burli

    @Dieda: mit Ubuntu selbst (Linux im Allgemeinen) kann man kein Geld verdienen, ausgenommen über bezahlten Support. Man KANN nur in den „Randgewässern“, wie du sie nennst, Geld machen

  23. Avatar von Simon

    …wobei Ubuntu One hier das optimale Randgewässer ist. Eine so enge Verzahnung mit dem OS bietet mMn so viele Vorteile gegenüber z.B. DropBox, siehe Apples MobileMe.

  24. Avatar von Dieda

    @Burli: Da hast du natürlich Recht. Support anzubieten ist ja auch gerade DIE Möglichkeit schlechthin. Ubuntu One selbst sehe ich auch als gute Idee bzw. Möglichkeit für Zusatzeinkommen. Denke nur dass ein Musikshop am Rand der „Randgewässer“ ist 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Markdown wird unterstützt: **fett**, _kursiv_, [Linktext](URL), `Code`, Zeilen mit - für Listen, 1. für nummerierte Listen, dreifache Backticks für Codeblöcke.

Sicherheitsabfrage: Welches Logo ist das?

Über den Blog

Seit 2006 probiere ich hier aus, was Linux, freie Software und die passende Hardware so hergeben – von Distributions-Tests bis zum Raspberry-Pi-Projekt. Praxisnah statt bloßem Nachrichtenticker.

Zuletzt auf Mastodon

Scene Composer in Aktion: Ein Screenshot wird geladen, in verschiedene 3D-Szenen wie Café, Gaming-Desktop, Homeoffice und Podcast-Studio eingesetzt, gedreht und gezoomt. Anschließend wird eine Vorschau gerendert.

Ich finde Screenshots als Aufmacher oft langweilig. In der Vergangenheit habe ich daher oft den Bildschirm im wahrsten Sinne des Wortes abfotografiert. Das bringt etwas Leben in die Artikel –…

Kategorien

Blog unterstützen

Gefällt dir, was du hier liest? Mit einer kleinen Spende hilfst du, Hosting und neue Testgeräte zu finanzieren – und sorgst nebenbei für den nötigen Kaffee.

Linux und Ich — Ubuntu One Music Store in Arbeit?
https://linuxundich.de/gnu-linux/ubuntu-one-music-store-in-arbeit/ — gedruckt am 25. September 2026