Von warzigen Warzenschweinen und schicken Narwalen

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

29 Aufrufe

Auf das tollkühne Erdmännchen folgt im April 2011 der schicke Narwal. Warum die schrägen Ubuntu-Namen ein echter Vorteil sind.

Narwale im ewigen Eis

Die Namensgebung der Ubuntu-Versionen Warty Warthog, Breezy Badger, Lucid Lynx usw. hat ja schon immer für etwas Amüsement gesorgt. Dies wird sich auch mit den kommenden Ubuntu-Versionen nicht ändern. Mark Shuttleworth hat nun angekündigt, dass auf das tollkühne Erdmännchen (Maverick Meerkat) im April 2011 der schicke Narwal (Natty Narwhal) folgen wird.

The Narwhal, as an Arctic (and somewhat endangered) animal, is a fitting reminder of the fact that we have only one spaceship that can host all of humanity (trust me, a Soyuz won’t do for the long haul to Alpha Centauri). And Ubuntu is all about bringing the generosity of all contributors in this functional commons of code to the widest possible audience, it’s about treating one another with respect, and it’s about being aware of the complexity and diversity of the ecosystems which feed us, clothe us and keep us healthy. Being a natty narwhal, of course, means we have some obligation to put our best foot forward. First impressions count, lasting impressions count more, so let’s make both and make them favourable.

Mal abgesehen davon, dass diese Namen in (deutschsprachigen) Ohren etwas gestelzt klingen, sie haben einen riesigen Vorteil: Die Suche nach Problemlösungen. Zickt bspw. eine Hardware unter Ubuntu Lucid, so kommt man via Websuche und den Schlüsselwörtern „Foo Lucid“ zu deutlich besseren Treffern als „Foo OpenSUSE 11.0“.

Von daher sind diese Namen gar nicht so doof, wie man vielleicht denkt. Gut dass auch Fedora (…, Constantine, Goddard, Laughlin), Debian (…, Etch, Lenny, Squeeze) und neuerdings auch OpenSUSE (Emerald, Teal) solche Namen verwenden. Liebe Distributoren, denkt euch bitte weiterhin kreative und einmalige Namen aus, auf dass die Recherchen im Netz weiterhin einfach bleiben 🙂

Ähnliche Beiträge

8 Kommentare zu „Von warzigen Warzenschweinen und schicken Narwalen“

  1. Avatar von Ryan1

    schöner Artikel wie immer, aber ich würde den Namen eher mit Netter Narwal übersetzen, würde dann auch von wegen nn passen 😀

    1. Avatar von Christoph

      Der Nette Narwal hat sich wohl durchgesetzt, allerdings finde ich dass der „Schicke Narwal“ eigentlich besser passt, da der Narwal ja „gefallen“ soll, von daher meine ich dass schick besser als nett passt 🙂

  2. Avatar von scrat

    ..meerkat heißt nicht Meerkatze sondern Erdmännchen 😉

    1. Avatar von Christoph

      Danke für den Hinweis. Manchmal sollte nicht die erste Übersetzung nehmen, die einem in den Sinn kommt 😉

      1. Avatar von scrat

        Mit der Nummer haben mich die Briten aber auch dran gekriegt. Ist wahrscheinlich Absicht…

  3. Avatar von Sven

    Mir sind die Versionsnummern lieber. Diese kann ich mir besser merken, bei den Namen muss ich immer wieder nachschauen. Ausserdem ergibt sich so eine Redundanz (zum Beispiel „Ubuntu Natty Narwhal“ und „Ubuntu 11.04“).

    1. Avatar von Christoph

      Es gibt ja beides 🙂 Und meist sucht man für den Code-Namen des eigenen Systems, den kann man sich doch recht einfach merken, oder? 🙂

  4. Avatar von Mike

    Och, ich finde den Namen eigentlich Cool. Nerdy Narwale wäre jedoch besser 😀 LOL!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Markdown wird unterstützt: **fett**, _kursiv_, [Linktext](URL), `Code`, Zeilen mit - für Listen, 1. für nummerierte Listen, dreifache Backticks für Codeblöcke.

Über den Blog

Seit 2006 probiere ich hier aus, was Linux, freie Software und die passende Hardware so hergeben – von Distributions-Tests bis zum Raspberry-Pi-Projekt. Praxisnah statt bloßem Nachrichtenticker.

Zuletzt auf Mastodon

Scene Composer in Aktion: Ein Screenshot wird geladen, in verschiedene 3D-Szenen wie Café, Gaming-Desktop, Homeoffice und Podcast-Studio eingesetzt, gedreht und gezoomt. Anschließend wird eine Vorschau gerendert.

Ich finde Screenshots als Aufmacher oft langweilig. In der Vergangenheit habe ich daher oft den Bildschirm im wahrsten Sinne des Wortes abfotografiert. Das bringt etwas Leben in die Artikel –…

Kategorien

Blog unterstützen

Gefällt dir, was du hier liest? Mit einer kleinen Spende hilfst du, Hosting und neue Testgeräte zu finanzieren – und sorgst nebenbei für den nötigen Kaffee.

Linux und Ich — Von warzigen Warzenschweinen und schicken Narwalen
https://linuxundich.de/gnu-linux/von-warzigen-warzenschwein-und-schicken-narwalen/ — gedruckt am 24. September 2026