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Auf meiner ewigen Suche nach einer portablen Virtualisierungslösung, die keine administrativen Rechte unter Windows benötigt, bin ich über Portable Ubuntu gestolpert.

Der Ansatz von Portable Ubuntu ist recht clever. Auf Basis von CoLinux wird ein Image von Ubuntu “Hardy Heron” 8.04 geladen, dass dann über ein internes Netzwerk Anwendungen per Xming auf dem Windows-Desktop darstellt. So wurde eine absolut portable Lösung geschaffen, mit der man ein Ubuntu – ohne die Installation von Programmen – virtualisieren kann und die sich perfekt in Windows einfügt.

Die Installation von Portable Ubuntu beschränkt sich auf den Download des rund 450 MB großen Archives, dem Entpacken und dem anschließenden Ausführen der Datei run_portable_ubuntu.bat. Danach müssen eine Reihe von Netzwerkzugriffen über die Windows Firewall erlaubt werden. Ist dies getan, empfängt einen nach wenigen Sekunden ein GNOME Panel an der oberen Bildschirmkante.

<br /><div id="attachment_906" class="wp-caption aligncenter" style="width: 478px"><a href="http://christoph-langner.de/de/2009/04/portable-ubuntu/" class="liimagelink"><img src="http://christoph-langner.de/wp-content/uploads/2009/04/portableubuntu_video.png" alt="Bitte klickt auf das Bild, um zum Video zu gelangen." title="portableubuntu_video" width="468" height="344" class="size-full wp-image-906" /></a><p class="wp-caption-text">Bitte klickt auf das Bild, um zum Video zu gelangen.</p></div><br />

Nun kann man wie mit einem normalen Ubuntu arbeiten. Man kann die deutschen Sprachpakete nachinstallieren und wie gewohnt über die Paketverwaltung weitere Programme installieren. Sollte man sich gegenüber dem System authorisieren müssen, so sollte man einen kurzen Blick in die Dokumentation von Portable Ubuntu werfen. Der von Haus aus angelegte Benutzer heißt pubuntu und hat das Passwort 123456.

Um nicht lange Reden zu müssen habe ich meine Erfahrungen mit Portable Ubuntu kurz zusammengefasst.

Pro

  • Der Zugriff auf C:\ ist von Haus aus möglich. Man kann das Laufwerk aus dem virtuellen Ubuntu heraus über /mnt/C erreichen.
  • Portable Ubuntu integriert sich gut  in Windows. Die Fenster tragen die “nativen” Fensterdekorationen von Windows und die Zwischenablage von Text funktioniert im Zusammenspiel Ubuntu und Windows.

Contra

  • Es ist nicht möglich Authorisierungen freizuschalten die mit PolicyKit arbeiten. So kann man bspw. die Uhr des virtuellen Ubuntus nicht stellen, da die Schaltfläche für das Freischalten des Dialoges deaktiviert ist.
  • Ich habe Portable Ubuntu auf zwei Rechner ausprobiert. Auf einem lief Portable Ubuntu ohne Probleme, auf dem anderen bootet die virtuelle Maschine zwar, das Panel erscheint jedoch nicht auf dem Desktop.
  • Die graphische Darstellung ist relativ lahm. Im eingebundenen Video dieses Artikels kann man dies bspw. beim Laden von Inkscape feststellen. Das Bild der Anwendung wird Kachel für Kachel aufgebaut.
  • Und nun – mein persönlicher – KO-Faktor: Auch Portable Ubuntu braucht zwingend administrative Rechte auf dem System. Versucht man Portable Ubuntu mit den Rechten eines eingeschränkten Benutzers zu starten, so passiert rein gar nichts.

Ergo. Portable Ubuntu ist nett. Besonders gut finde das Programm für Personen, die mal in Ubuntu reinschnuppern wollen. So können sie sich zumindest an Ubuntu herantasten ohne auch nur ein Bit Software auf ihrem System installieren zu müssen.

Doch wenn ich eine portable Virtualisierungslösung wählen müsste, dann doch lieber VirtualBox Portable. Das Programm benötigt zwar auch administrative Rechte, geht jedoch flotter zu Werke.

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