Ich muss nach und nach mal die Sachen im Blog abarbeiten, die sich über die letzten Monate hier aufgestaut haben. Eines davon ist ein kleines Fazit zum Ende von Google Reader und dem Umstieg auf Tiny Tiny RSS: Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit bin ich nun happy, eigentlich fast glücklicher als mit Google Reader zuvor. Nach der Installation von Tiny Tiny RSS auf meinem kleinen Rootie, hat mich der webbasierte Feedreader nicht im Stich gelassen. Ein wenig nervig war ein Bug, so dass Beiträge aus dem Planet Ubuntuusers und auch Ikhaya zwar angezeigt wurden, der Inhalt fehlte jedoch. Mit der aktuellen Version ist dieses Problem allerdings auch Geschichte. Zudem gibt es nette Themes und tolle tiny-kompatible Anwendungen.
Apropos Tiny-Tiny-RSS-Updates: Die klappen zwar zuverlässig und lassen sich direkt aus dem Konfigurations-Backend von Tiny installieren, allerdings muss man nach der Installation eigentlich immer ein wenig Hand an der Konfigurationsdatei anlegen. Neue Settings möchten von Hand zur Konfiguration hinzugefügt werden. Zum Glück verrät Tiny einem was fehlt, so dass man diese aus der via Update installierten Vorlage übertragen kann. Schön wäre es aber, wenn das irgendwann mal automatisch klappen würde, andere Web-Applikationen schaffen das ja auch. Zum Glück gibt es aber auch nicht alle Tage lang ein Update.

Besonders schön ist in meinen Augen, dass man Tiny dank seiner offenen API mit zahlreichen Programmen und Apps benutzen kann. Ich für meinen Teil habe Tiny Tiny RSS für Android (gibt es auch bei F-Droid) und Liferea im täglichen Einsatz. Beide Anwendungen gleichen wunderbar die Daten ab, so dass ich im Web-Frontend, am PC oder Notebook und auch am Handy/Tablet mit den selben Daten arbeiten kann. Für mich das essentielle Feature eines webbasierten Feedreaders, ohne die Synchronisation würde ich mehrmals am Tag immer wieder durch die selben News blättern.
Ein Wort zum Web-Frontend: Ja, das von Haus aus installierte Template ist nicht gerade der Bringer, wirklich nicht! Doch im tt-rss.org-Forum finden sich zahlreiche Themes und Add-Ons für Tiny. Meine Empfehlung für ein schlichtes Template, ohne viel Schnickschnack und unnützes Zeug, ist das feedly theme built from scratch. Ihr müsst es euch nur holen und ins templates-Verzeichnis von Tiny entpacken. Danach lässt es sich umgehend im Backend aktivieren. Wer es geschafft hat Tiny auf einem Webspace zum Laufen zu bekommen, der wird auch das Theme installieren können.


Oh, und Feedly? Hab ich mir angesehen, und bin ich nicht mit warm geworden. Ich habe immer das Gefühl, dass mir Feedly „wichtige“ Nachrichtenquellen priorisiert anzeigt und auch manchmal News aus anderen Quellen erst dann präsentiert, wenn ich diese extra von Hand ansteuere. Wenn ich meine Nachrichtenquellen abarbeite, dann bitte nicht aufgrund von Algorithmen zusammengestellt, sondern fair eine nach der anderen. Daher bin ich mit meiner Tiny-Installation sehr sehr sehr zufrieden und kann euch nur auch empfehlen, die Kontrolle über die eigenen Newsfeeds selber in die Hand zu nehmen.



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