Start GNU/Linux The Gimp fliegt aus Ubuntu Lucid Lynx 10.04

The Gimp fliegt aus Ubuntu Lucid Lynx 10.04

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Die Bildbearbeitung The Gimp ist seit langen Jahren DIE Bildbearbeitung unter Linux. Es gibt praktisch keine große GNOME-Distribution, die The Gimp nicht vorinstalliert. Doch was müssen meine müden Augen sehen?… Berichten zufolge fliegt der gute alte Gimp aus dem Standardsetup der nächsten Ubuntu-Version. Die Gründe dafür sind angeblich folgende…

  • Ottonormalbenutzer verwendet das Programm nicht.
  • Die Oberfläche ist zu kompliziert.
  • Gimp orientiert sich an den Anforderungen für professionelle Bildbearbeitung.
  • User wollen einen simplen Weg Fotos zu bearbeiten, sie können das mit F-Spot.
  • The Gimp steht in Konkurrenz zu Photoshop, und das ist bekanntlich nicht auf Windows vorinstalliert.
  • Gimp nimmt viel Platz auf der CD weg.

Alles in allem sind das alles valide Gründe. Ich halte The Gimp auch nicht für DIE Bildbearbeitung, die von Haus aus vorinstalliert sein sollte. Aber, was sind aktuell die Alternativen? F-Spot? Das ist doch ein schlechter Witz. F-Spot kann vieles, auch rudimentäre Bildbearbeitung. Man kann Farbwerte ändern, rote Augen entfernen oder Bilder zuschneiden. Doch das wars… Wie soll man einen Screenshot mit einem Pfeil versehen? Wie die Leute auf einem Gruppenfoto mit einem Namen versehen? Ubuntu wird das nicht mehr von Haus aus können.

Gimp
Bald gibt es Gimp nicht mehr in der Standardinstallation von Ubuntu.

Es hört sich nach einem Witz an, aber Linux (speziell GNOME) braucht ein (besseres) MS-Paint. Programme wie Nathive sind leider noch nicht so weit. Andere Alternativen wie Tux Paint, XPaint oder Kolorpaint erfüllen zwar ebenso den Anspruch einer „einfachen“ Bildbearbeitung, sind jedoch für Kinder ausgelegt, sehen unglaublich hässlich aus, oder sind für die falsche Desktopumgebung geschrieben worden. So lange es also kein bessere gtk-basierendes MS-Paint gibt, so lange sollte man an GIMP als vorinstallierte Bildbearbeitung unter Ubuntu festhalt

114 Kommentare

  1. „Die Oberfläche ist zu kompliziert.“

    seit wann das? selbst jemand der das erste mal Ubuntu installiert begreift zumindest die Grundlegenden Funktionen auf Anhieb (bei 3 Leuten unterschiedlichen Alters und Geschlechts erlebt und 2 davon haben mit Bildbearbeitung nich mehr zu tuen als mal einen Screenshot nachzubearbeiten (Pfeil hinzufügen und ähnliches).

    Und wenn otto-normal das nicht nutzt, was nutzt er dann?

  2. ich würde ja sagen, es gibt keine ordentliche Alternative, weil sie eben bisher nicht nötig war.
    Wenn man etwas machen wollte, dann hatte man Gimp.
    Und es macht ja auch mehr Sinn, etwas bestehendes weiter zu entwickeln, als etwas neu zu entwickeln, was wesentlich weniger kann.

  3. es geht eigentlich nur um den Platz, das Fedoraprojekt hat ja ebenfalls bereits darüber debattiert, Gimp nicht mehr auf den Installationsmedien zu haben, was nicht heißt es ist nicht mehr für die Distribution verfügbar.

    Tja oder statt CD in Zukunft DVD haben…..

  4. Ich find das zwar auch sehr schade, aber Tatsache bleibt: Ich installiere eh mehr als ein Dutzend Pakete (+Abhängigkeiten) nach. Ob da demnächst The Gimp mit auftaucht ist für mich kein gravierender Unterschied. Ich hab mich ja auch schon geärgert, dass ich n openssh Server nachinstallieren muss…

    Dass das politisch wirkt, bleibt unumstößlich – da stimme ich dir voll zu.

  5. Ebenen, Makros, Skripte, Filter etc. Das ist alles viel zu viel Aufwand für den „Ottonormalbildbearbeiter“, der nicht Künstler sein möchte, sondern einfach nur Bilder berbeiten will. Im üblichen Usecase müssen…

    * Bilder zurechtgeschnitten werden
    * Rote Augen entfernt
    * Pfeile und Symbole eingefügt werden
    * Textboxen einfach eingebaut werden
    * …

    > Und wenn otto-normal das nicht nutzt, was nutzt er dann?

    Er benutzt – traurig aber wahr – MS-Paint oder die Software die benutzt wird bei Aldi, DM und Co. Bilder durcken zu lassen.

  6. „The Gimp steht in Konkurrenz zu Photoshop, und das ist bekanntlich nicht auf Windows vorinstalliert.“

    Was ist denn das für ein bescheuertes Argument?

    Warum es nicht einfach nur so sagen, wie es ist:

    „Gimp nimmt viel Platz auf der CD weg.“

    Dafür muss man sich doch nicht noch andere möglichen Gründe aus den Fingern saugen…wir sind hier doch nicht bei M$, oder vielleicht bald doch?

  7. Mario, der Editor aus Shutter erfüllt die Anforderungen nach einer simplen Bildbearbeitung (fast) vollständig. Ich wollte schon länger mal einen Vorschlag im Bugtracker einbringen den Editor als eigenständiges Projekt zur Bildbearbeitung zu starten. Ich erwische mich nämlich in der Tat immer wieder dabei, dass ich Bilder in Shutter lade um eben Pfeile und Co. anzubringen.

  8. Ich sehe das entfernen nicht so problematisch an, da man es ja einfach nachinstallieren kann.

    problematischer ist für mich hingegen, wenn eine software (pidgin) durch eine andere ersetzt wird (empathy) und dann versucht den halben desktop mit zu deinstallieren, wenn ich das programm wieder loswerden will, weil ich pidgin einfach besser finde.

  9. Das ist ja echt der Hammer. Ist Linux nicht dafür bekannt, alles wichtige schon vorinstalliert zu haben? Es gibt sicher viele Windowsnutzer, die hätten gerne Photoshop vorinstalliert, aber welcher PC-Hersteller macht das schon? Geht ja auch nicht, denn Photoshop ist von Adobe und Windows von M$, also beides auf einer CD unvorstellbar. Gerade The Gimp ist ein Programm, das uns von so etwas abhebt. Und es ist wirklich leicht zu verstehen. Für was brauchen sie den vielen Platz denn auf der Installations-CD? Für den Ubuntu One Music Store? Wenn dieser Kommerz jetzt The Gimp ersetzt, dann ist es bald vorbei…

  10. Vielen Dank für den (indirekten) Tipp Shutter, werde es in Kürze mal testen.

    Ich finde (als relativer Linux-Neuling) The GIMP sehr überladen und unübersichtlich. Habe es damals schon unter Windows genutzt (da ich kein illegales Photoshop wollte) und hatte eigentlich immer Probleme mich zurecht zu finden.
    Hab dann im Endeffekt für praktisch alles (Bilder mit Rahmen und Zacken versehen etc.) Tutorials gebraucht, wovon ich vermutlich nicht eins heute noch aus dem Stand anwenden könnte.

    The GIMP aber deshalb alternativlos zu entfernen, ist vielleicht gerade weniger einsteigerfreundlich, weil man dann erst ein Bildbearbeitungstool im Software-Center suchen muss.
    Gibt es Infos, ob es vielleicht durch ein anderes Tool ersetzt werden soll? F-Spot kann jawohl wirklich nicht ernst gemeint sein.

  11. Habe die Nachricht gestern Nacht auch gelesen und konnte es kaub glauben – persönlich benutze ich Gimp sehr gerne und häufig. Durch den Mangel an Alternativen würde ich ein vorinstalliertes Gimp auch bevorzugen, eine Art „abgespecktes“ Gimp (jetzt nur v.d. Features her gesehen) würde aber sicherlich auch genügen. Allerdings muss sowas auch erst einmal programmiert werden. Andererseits – abgesehen von der gewöhnungsbedürftigen Oberfläche – was ist so schlimm an Gimp? Ist Gimp wirklich so gross auf einer Installations-CD? Es gibt bestimmt auch genug Leute die sich OO deinstallieren und durch Abiword und Konsorten ersetzen – vielleicht wäre (kleine) eine Basis-CD/Distribution mit menügeführter Softwareauswahl auch eine Idee…

  12. „Und es ist wirklich leicht zu verstehen.“
    Das kannst Du nicht so verallgemeinern.

    Ich kenne viele Leute, die GIMP absolut nicht anrühren, weil es einfach viel zu komplex ist, als dass sie in absehbarer Zeit etwas produktives damit anstellen könnten. Man muss sich auch einfach mal in den nicht-versierten Nutzer hineinversetzen können. In Linux mangelt es schon seit vielen Jahren an so einem Programm. Von den meisten kommmt bei so einer Kritik aber nur: Wir haben doch GIMP, kann ja alles.

    Wenn wenigstens F-Spot an den Funktionsumfang von Picasa herankommen würde in Sachen Effekte, Bearbeitung, Zuschneiden etc.

    Das Dilemma ist jetzt einfach, dass, wie Chris schon sagt, die Alternative fehlt und es deswegen ein sehr gewagter Schritt wäre, Gimp einfach rauszuhauen.

  13. Hallo zusammen,

    Shutter muss ich mir ebenfalls wieder einspielen. Wusste doch dass was gefehlt hatte seit der letzten Installation.

    Ansonsten muss ich Christoph recht geben: Es fehlt eine (bessere) Paint Alternative. Paint.NET für Linux (ob nun Gnome oder nicht ist mir nicht so wahnsinnig wichtig, solange die Integration gegeben ist) wäre schön. Ansonsten etwas in der Größenordnung wie die (alten) PaintShop Pro Versionen – und da rede ich nicht von dem, was ab v7 oder v8 aus dem Programm geworden ist. Man braucht kein Photoshop in klein (auch wenn ich auf den PS auf meiner Windows Partition nicht verzichten will beim Arbeiten), aber die meisten „Normalnutzer“ suchen eine kleine Bildbearbeitung, die schnell und gut das tut was man möchte. Da dürfen meinetwegen auch Ebenen drin sein – blendet man das Fensterchen einfach aus. Aber ordentlich drehen, skalieren, zurechtschneiden, nachpinseln (Rote Augen, Gamma, Kontrast o.ä.), das sind die kleinen Arbeiten, für die man sich nicht durch dutzende Filter und Funktionen wühlen will. Auf Windows-Seite hab ich dafür eine Uralt-Version von PaintShop Pro 5.0 (die gabs mal irgendwann frei), die genau das tut. Und nicht mehr. Will ich richtig arbeiten, gibts größere Hämmer, Zangen und Bohrer (Photoshop und Co.)

    Aber für die flinke Bearbeitung zwischendurch, „DRUCK“, Copy&Paste, beschriften, Rahmen drum, Pfeil drauf, verkleinert und kurz nachgeschärft, .jpg/.gif/.png speichern und hochladen/per Mail versenden.

    Genau sowas fehlt mir leider auch noch.

  14. Ich muss gestehen, dass ich schon öfter mal ein einfaches Grafikprogramm vermisst habe, bei dem man einfach mal eine Linie oder einen Kreis zeichnen kann. Geht zwar auch in Gimp, ist aber umständlich. Und umständlich mit Inkscape und Vektorgrafik auf einer Bitmap rumpinseln ist auch nicht jedermann’s Sache.

    Hier fehlt wirklich ein (besseres) MS Paint

  15. „The Gimp steht in Konkurrenz zu Photoshop, und das ist bekanntlich nicht auf Windows vorinstalliert.“

    Sorry. So ein blödes Argument. Dann kann man ja auch gleich minderstens die Hälfte der Anwendungssoftware rausschmeißen. Ist es nicht eigentlich ein _Vortei_, das Linux schon viele Software mitbringt, die man bei Windows erst nachinstallieren muss?

    Trotzdem ist es nicht so schlimm wie unter Windows, da man sich diese Software dann leicht wieder installieren kann. Ohne suchen und ohne Setup-Wizards.

    „Kolorpaint erfüllen zwar ebenso den Anspruch einer “einfachen” Bildbearbeitung, sind jedoch für […] die falsche Desktopumgebung geschrieben worden.“

    Also in meinem Fall ist es die richtige 😉 aber selbst wenn man Gnome verwendet: Qt passt sich super in Gtk ein. Und wenn man schon keine Skrupel hat an Mono auf der CD festzuhalten, dann kann man auch gleich Qt draufpacken.

    Aber danke für den Tipp. Kolorpaint werde ich mir mal anschauen.

  16. Mono bringt nicht wirklich was. Frisst auch viel Platz. Die Distributionen versuchen derzeit, Mono eher los zu werden. Fedora hat z.B. Tomboy gegen Gnote getauscht, um das letzte Mono Programm los zu werden

  17. Widerstrebt das dann nicht der Philosophie „Für jede Aufgabe EIN Programm“? F-Spot bedient dann ja zwei Segmente. Und was ist mit Leuten die lieber gThumb anstelle von F-Spot benutzen? 😛

  18. Grade bei Ubuntu, welches mittlerweile doch ein wenig überladen wirkt, finde ich ist dies ein guter Schritt.
    Wenn man Gimp wirklich braucht, kann man es kinderleicht nachinstallieren.
    Man möchte dem 0815 User wohl keine Nutzlose Software mehr aufdrücken.

    Was fehlt ist ein Simples Programm, mit brauchbarer Oberfläche, um mal eben was kleineres zu machen.
    Traurig wie es ist, MS Paint, finde ich als vorinstalliertes Grafikprogramm, von den Gegebenen Funktionen, eigentlich ziemlich gut.

  19. Ich sehe gerade, das Kolorpaint anscheinend noch nicht auf Qt4 portiert ist. Schade.

    Es fehlt wirklich ein vernünfigtes „Malprogramm“ unter Linux. F-Spot ist jedenfalls keines. Es hat gerade einmal die Funktionen um ein typisches Foto zu optimieren. Würde man dazu noch die Funktionen eines Mahlprogramms dazugesellen, ist das Resultat ein Programm für zwei verschiedene Einsatzzwecke. Das ist nicht optimal.

    Ich würde Gimp drinlassen, bis sich ein gescheites „Malprogramm“ gefunden hat.

    Allerdings es auch kein Weltuntergang wenn man Gimp nachinstallieren muss. Nur finde ich die Begründungen stellenweiße krotesk. An den Nachteilen von Windows sollte man sich nicht orientieren und das Platzargument klingt lächerlich, wenn man immer an Mono festhält.

  20. Ich sehe GNU Paint noch als Alternative an, das in etwa so zubedienen ist, wie MS Paint. Mindestens bilde ich mir das ein. Die Argumente, Gimp nicht mehr vorzuinstallieren, verstehe ich. Ausserdem ist das Teil ja mit einer Zeile im Terminal installiert, wenn man es braucht.

  21. „was man auch machen könnte wäre das entfernen der imo überflüssigen spiele aus der standard-installation ;-)“

    Oh ja. Das hab ich mir auch schon öfters gedacht.

    Ich persönlich mag GIMP überhaupt nicht. Die Oberfläche ist echt sehr schlecht. Aber ich dachte bald gibts ne neue, bessere Oberfläche für GIMP ?

    Ich wüsste da einige Programm, die ich in Ubuntu nicht brauche.(Totem. Lieber VLC) Audacity statt Audiorecorder. Thunderbird statt Evolution ….

    Heutzutage hat doch eh jedern n DVD-Laufwerk, wieso dann so kleinlich mit dem Speicherplatz…. Und Netbookbesitzer können über USB installieren, also auch kein Problem.

  22. > Und wenn otto-normal das nicht nutzt, was nutzt er dann?

    Woher weiß man das denn, was Otto benutzt?
    Besteht die vornehmliche Ubuntu-Userschar nur noch aus Ottos?
    Ich finde sowieso, jedenfalls mein Eindruck aus dem UU Forum, das Gefälle zwischen Ottos und anderen ist in extremer Schieflage.
    Ließt hier vielleicht glasen mit… 🙂

    Und wenn es nur noch Ottos gibt, wer entwickelt?
    Oder sind die meisten Entwickler eventuell gar nicht auf Ubuntu?
    In letzter Zeit habe ich diesen Eindruck..

    „An den Nachteilen von Windows sollte man sich nicht orientieren und das Platzargument klingt lächerlich, wenn man immer an Mono festhält.“
    +1

  23. Pablo, seit Anbeginn von Ubuntu hat man sich zum Ziel gesetzt das System auf einer CD auszuliefern. Ubuntu zielt nicht nur auf Benutzer in der ersten Welt, die dank moderner Computer Zugriff auf alle Technologien haben, sondern auch auf Benutzer in Schwellenländern oder in der Dritten Welt. Hier ist moderne Technik rar und ein System, das auf einer CD daher kommt, ein wichtiger Baustein.

  24. @Pablo: VLC setzt leider auf Qt, und Qt Programme gehören einfach nicht in eine Gnome Distribution. Und Evolution ist nunmal der Standard Mail Client von Gnome.

    Ja ich weiß, der Standard Browser von gnome ist Epiphany, aber den kann man ja leider nicht wirklich ernst nehmen

  25. @Pablo: „Sehr schlecht“ ist eine recht verallgemeinerte Wertung, evtl. wäre „gefällt mir (persönlich) nicht“ angebrachter? Mittlerweile gefällt mir z.B. die Oberfläche recht gut, ob da jetzt ein „One-window-Rahmen“ drumrum ist oder nicht ist mir persönlich recht egal, würde aber Win/Photoshopumsteigern wahrscheinlich entgegenkommen.
    @Letux: Danke, wusste doch dass mir was fehlt – gThumb läuft prächtig, FSpot mus jetzt gehen 🙂

    Nach dem Verfolgen der Kommentare hier finde ich die Vorstellung von einer „kleinen“ Standardinstallation mit Auswahlmöglichkeit für Software verschiedener Themengebiete recht interessant, z.B. „Office“->OO oder Abiword/Gnumeric, „Grafik“-> Gimp oder kleinere Programme, „Mail/PIM“ -> Evolution, THunderbird, Claws-Mail, Balsa,…, „Browser“ -> Firefox, Epiphany, Kazekahase,… voreingestellt lassen könnte man ja die Ubuntu-bevorzugten Programme so dass der nicht-wählerische Benutzer einfach „weiterklicken“ kann, andere aber die Möglichkeit haben gleich bei der Installation „ihre“ Software auszuwählen.
    Andere Idee wiederum – Der Linux-Neuling wäre evtl. überfordert durch die Auswahlmöglichkeiten, der alte Hase hat möglicherweise sowiso seinen standardmässigen „Post-Installations-Software-ummodel-Ablauf“…

  26. Schlimm ist es nicht da man es ja „Nachinstallieren“ kann, trotzdem sind CD doch eher am „Aussterben“ und werden durch andere Datenspeichermedien Ersetzt ich hoffe das GIMP nur aus dem CD Image herausgenommen wird und bei der DVD oder dem Stick – img Erhalten bleibt zumindest auch der Sicherheits- Support dafür erhalten?

    Die Argumente dafür finde ich eher Schlecht, wer sich nur noch an den Ottonormalbenutzer seine Bedürfnisse Orientiert bekommt auch nur ein Durchschnittliches OS wenn nicht eher ein „Schlechteres“.
    Zudem klingt da irgendwie ein Kritik an Gimp die nun wirklich Fehl am Platz, Ubuntu schadet sich damit eher selbst mit diesen Statement.
    Ein einfaches auf der CD ist kein Platz mehr deshalb wäre sicher „Besser“ gewesen.

  27. @Basic: wie Christoph schon sagte zielt Ubuntu nicht nur auf die Länder, die sich DVDs, USB Sticks und schnelle Internetverbindungen leisten können sondern auch auf solche, die das eben nicht haben.

    Ubuntu wird an den 700MB für ein CD ISO Image festhalten, und ich finde das auch gut so. Deshalb kommt nur das drauf, was auch drauf passt. Daher wäre auch ein Ersatz für Tomboy angebracht. Nur leider hat sich Canonical da jetzt schon wieder mit Ubuntu One verzettelt. Statt Tomboy daran anzupassen hätte man wohl besser ein Mono-freies Projekt genommen, zb Gnote

  28. @Mogli: Es gibt sicher viele Windowsnutzer, die hätten gerne Photoshop vorinstalliert, aber welcher PC-Hersteller macht das schon?

    Samsung bei einigen Notebooks. Wenn auch nur die Express-Edition. Hatten wir gestern erst in der Firma….

  29. „The Gimp steht in Konkurrenz zu Photoshop, und das ist bekanntlich nicht auf Windows vorinstalliert.“

    Wow, zwei idiotische Argumente in einem Satz.

    Gimp und PS sind definitiv keine vergleichbaren Lösungen, auch wenn das manche Leute aus dem Gimp-Lager wohl gern hätten. Da kann man vielleicht in 10 Jahren mal sinnvoll vergleichen. Wenn die Gimp-Entwicklung aber so rasant weitergeht wie in den letzten Jahren, dann wird der Vergleich aber wohl eher schlechter ausfallen als heute 🙁

    Und was ist schon auf Windows vorinstalliert? Doch nur das, was der Hardwarehersteller als Dreingabe mitgibt. Wer mit ner regulären Windows-DVD installiert hat erst mal garnix dabei. So gesehen stimmt der Vergleich zwar, aber was interessiert mich das? Wenn man das konsequent bis zum Ende durchzieht, dann möchte doch bitte Ubuntu einen nackten Desktop ausliefern. Viel Spass mit den Anwendern….

  30. @burli:
    „VLC setzt leider auf Qt, und Qt Programme gehören einfach nicht in eine Gnome Distribution.“

    Warum den eigentlich nicht? Weil es noch nie so war?
    VLC setzt auf Qt weil sie damit leicht plattformunabhängig entwickeln können. Und auch unter Gnome fügt sich VLC deswegen gut ein. Muss denn immer alles in Gtk sein damit man es in Gnome verwenden kann? Jedenfalls seit Qt4.5 sicher nicht mehr.
    Und wenn man eine komplette Laufzeitumgebung für zwei eher unwichtige Programme mitliefert ist das Platzargument für Qt (oder Gimp) nicht zu halten.

    Ansonsten gebe ich dir Recht. Die Distrie auf CD-Größe zu beschränken macht Sinn. Nicht nur, weil alte Hardware in Entwicklungsländern berücksichtigt werden muss, sondern weil schlicht und ergreifend der Download dann nicht so aufgeblasen ist.

  31. @MarkusB. Wo soll man denn die Grenze ziehen? Für Tomboy braucht man extra die Mono Libs, für VLC braucht man die Qt Libs, für irgend ein anderes tolles Programm braucht man dann wxWidgets usw usw.

    Dazu kommt noch, dass VLC glaube ich ein paar Codecs mitinstalliert, die nicht ganz frei sind. Und Ubuntu legt wert darauf, zumindest in der Auslieferung keine proprietären Codecs auszuliefern.

  32. Ich hab noch nicht alle Kommentare gelesen, aber das GIMP einfach sein soll, dem kann ich nicht zustimmen.

    Ich persönlich nutze ja immer noch IrfanView via WINE mit allen höhen und tiefen.

    GIMP sehe ich als ein Program für Bild/Grafik Profis. Die Male die ich GIMP benutzt habe musste ich schon einiges probieren und testen bevor ich ein akzeptables Ergebnis erhalten hatte. Da ich mich nicht für doof halte und auch schon einige mir unbekannte Prgramme getestet habe sag ich: für den Homeuser sollte ein intuitives Programm her für das man keine Bild/Grafik-Profi Begrifflichkeiten kennen muss.

    Ist nicht schon jetzt die Hilfe zu GIMP zu groß und muss nachinstalliert werden?

  33. Die Entscheidung, Gimp nicht mehr vorzuinstalliere kann ich zumindest teilweise nachvollziehen, da es (genau wie Photoshop) für den Normalanwender (btw, wie sieht der eigentlich aus?) zu mächtig ist. Es fehlt aber meiner Meinung nach ein Ersatz, der diesen ominösen Normalanwender befriedigt. Ideal fände ich einen Linux-Klone von Paint.NET, das für mich alles tut, ohne Gimps Mächtigkeit mitzubringen.

  34. Ich finde statt einem Paint für Linux bräuchte man eher etwas wie ein Fireworks für Linux, bzw. ein Inkscape was besser mit Rastergrafiken umgeht.

  35. „Seit Anbeginn von Ubuntu hat man sich zum Ziel gesetzt das System auf einer CD auszuliefern.“

    Mir würde es gefallen, den Umfang der ohnehin schon vorhandenen Ubuntu-DVD noch zu erweitern, indem man dort Programme wie Gimp mitliefert.

    Bedenklicher finde ich allerdings den politischen Beigeschmack: Weniger etablierte Programme geraten einfach schnell aus dem Fokus des Interesses und damit verliert die Gimp-Gemeinschaft wertvolle Programmierer (und seien es nur Programmierer für externe Skripte/Filter). Gerade Programmierern, die Gimp für den Otto vereinfachen wollen, wird eine Grundlage entzogen.

    Irgendwann wird auch Ubuntu nicht mehr auf CD daherkommen und zur DVD gezwungen werden.

  36. Vektororientierte Zeichenprogramme werden imho recht selten benutzt. Ich erlebe es immer wieder, dass Leute für diesen Usecase Powerpoint benutzen. Die Nachbearbeitung von Bildern und Screenshots ist in meinen Augen doch eher alltäglich, als das Erstellen von Vektografiken.

  37. Ein einfaches Zeichenprogramm für Gnome vermisse ich auch sehr, hab mich für einfache Skizzen mit Xpaint anfreunden müssen. Aber dass Gimp rausfliegt hat damit doch gar nichts zu tun, Bildbearbeitung und Skizzenerstellung sind doch absolut unterschiedliche Aufgabenfelder. Deswegen würde ich ein einfaches Skizzentool zwar sehr begrüßen, aber finde nicht, dass man dadurch Gimp rausschmeißen müsste.

  38. Ich finde es schade, dass für die beiden großen Desktopumgebungen immer alles doppelt programmiert werden muss, anstatt sich da auszutauschen. Existiert bereits mit Krita ein gutes Programm für KDE, das sich wegen Qt eigentlich auch perfekt in GNOME eingliedern sollte, muss für GNOME trotzdem was eigenes her.

    Nur mal so eingeworfen: Falls sich genug Leute finden um zu spenden, könnte man bei http://www.cofundos.org/ sein Anliegen ja mal eintragen – sofern da genug Geld zusammenkommt. Oder man könnte versuchen den Autor von Nathive mit dem Geld ein wenig zu motivieren/unterstützen.

  39. Ich fass es nicht. Statt den Fundus mal sinnvoll auszumisten (Mono komplett rauswerfen, evtl. GnomeOffice statt OpenOffice) entscheidet man nun, eines DER OpenSource-Vorzeigetools rauszuschmeißen. Klasse Sache! Liegt es an mir, oder bin ich der Einzige der in letzter Zeit das Gefühl hat, nicht mehr wirklich zu Canoncials Zielgruppe zu gehören? Für Gimp ist es sicher nicht förderlich aus der Standardinstallation einer der verbreitetsten Linuxdistributionen zu fliegen.

    Sowas macht mich echt sauer!

  40. Und warum Mono raus? Das hab ich immer noch nicht ganz verstanden, was daran so schlecht sein soll, dass man sich sogar denn Aufwand macht, ein und dasselbe Programm zweimal in zwei verschiedenen Sprachen umzusetzen (Tomboy und Gnote).

  41. Stimmt, jetzt wo du’s sagst… Und mit Banshee soll ja noch ein weiteres Programm dazu kommen.

    Im Prinzip hab ich nix gegen Mono. Ich will damit sogar Webseiten programmieren.

    Knackpunkt ist halt, dass man sich bei so einer Distri auf wenige Tools konzentrieren sollte. Wenn man zu viel bunt mischt wird die Distri nur unnötig aufgeplustert

  42. @Chrissss: klar, aber wo man mit Gimp schon anfängt kann man die Argumentation (zu viele Funktionen, zu Dau-Unfreundlich) ja auch gleich auf OpenOffice ausweiten. Oder nutzt hier wirklich Jemand all die Funktionen? Für einen kleinen Brief reicht doch auch Abiword. Da ist eine komplette OfficeSuite doch viel zu viel. Man kanns ja einfach nachinstallieren, wenn einem Abiword nicht reicht.

  43. OpenOffice wird wohl als letztes fliegen. Das ist ein Marketing Argument. Ein Großteil der Windows User kennt OOo, aber vermutlich keiner Abiword.

    Und wenn man auf die Verpackung schreibt „Inkl Office Paket“ und man hat dann nur ein kleines Textverarbeitungsprogramm und eine Tabellenkalkulation kommt garantiert die Frage „Wo ist PowerPoint“? Ohne das ist es doch kein Office Paket

  44. Mir würde ein Browser(Firefox), ein Betrachter für Dokumente (Evince) und Medien(Totem) reichen.
    Mail verwende ich eh meistens dann vll. noch Thunderbird, aber sonst reicht mir das für ein fertiges System.

    Alles andere könnte man ja beim Erststart mit einem „Willkommensbildschirm“ nachinstallieren.

  45. Das ist hoffentlich ein schlechter Scherz! Gimp rausschmeißen, was für ein Blödsinn…
    Hauptsache dieses Scan-Ding welches niemand braucht is dabei. Oder dieser Terminal-Server-Client…

    Außerdem bekommt Gimp rechtzeitig für 10.04 einen überarbeitete einfachere Oberfläche….
    Auch für Empathy war die Zeit noch nicht reif… zu buggy und fehlende Funktionen im Vergleich zu Pidgin… Immer mehr Fehlentscheidungen bei Ubuntu…
    (ich empfehle nach wie vor jedem Linux-Interessierten Ubuntu… noch)
    hmm…

  46. Hä? Was? Kein Synaptic? Wie soll man dann Programme/Libs… installieren, die nicht im Software Center auftauchen?

    Klar, über apt-get oder aptitude, aber das kanns nicht sein

  47. Wo steht denn die Sache mit Synaptic? Das wäre ja der Horror, alles entweder über die Konsole oder über dieses komische Softwarecenter installieren zu müssen…

  48. Nordlicht, danke für den Link. Da freut man sich doch sehr zu Arch abgewandert zu sein… Hoffe, Ubuntu fängt bald wieder an, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

  49. Also die Gründe kann ich durchaus verstehen.

    Dass es allerdings keine gescheiten „Alternativen“ zu geben scheint, finde ich jedoch nicht ganz so optimal.

    Die Frage ist doch sooderso, bearbeitet der „DAU“ seine Bilder wirklich ? Oder schaut er sich diese lediglich an ?

    Wie auch immer, ich kann damit leben, finde die Argumente auch einleuchtend, jedoch sollte es schon eine akzeptable „Alternative“, die ich mit Absicht in Anführungszeichen schreibe, geben.

  50. „Vektororientierte Zeichenprogramme werden imho recht selten benutzt. Ich erlebe es immer wieder, dass Leute für diesen Usecase Powerpoint benutzen. Die Nachbearbeitung von Bildern und Screenshots ist in meinen Augen doch eher alltäglich, als das Erstellen von Vektografiken.“
    Naja, und das Erstellen einer simplen Box mit Text auf einem Screenshot ist mit Fireworks geschätzte 5mal leichter als mit Photoshop und 10mal leichter als mit Gimp. Vor allem wenn du nachträglich noch etwas ändern willst. Fireworks ist meiner Meinung nach die ideale Einsteigerkombination zwischen Vektor (auch wenn es nicht als Vektor speichert) und Raster. Sowas simples fehlt Linux völlig.

  51. Na ja, wahrscheinlich ist auf der CD sonst nicht mehr genug Platz für die ganzen Eyecandy-Geschichten die für Ubuntu sehr viel wichtiger sind als vernünftige Software. Vielleicht drehen sich bei Lucid die Fenster dann ja beim verschieben, wer weiß.

  52. Synaptic fliegt auch noch? Man kann grafisch also nur noch bestimmte Anwendungen installieren?

    Also langsam trifft Ubuntu (das mit Gnome) zuviele schlechte Entscheidungen in Sachen Software.
    * das Benachrichtigungssystem
    * PulseAudio zu früh eingeführt
    * Pidgin ohne Not zu früh ersetzt
    * GIMP wird rausgeschissen ohne, dass ein anderes „Malprogramm“ zur Verfügung steht
    * Bei der Softwareinstallation wird einem nur noch die Wahl zwischen dem Softwarecenter (das lange nicht alles anbietet) und der Konsole gelassen, welche Einsteiger einfach (noch) nicht wollen.
    * hab ich was vergessen?

    Auch wenn ständig auf Kubuntu geschimpft wird, und die auch wirklich nicht alles richtig machen, aber ich bin froh Kubuntu benutzen zu dürfen.

  53. Mit Inkscape läßt sich in weniger als einer Minute ein Foto beschriften:
    – Beim Start wird automatisch ein leeres Dokument erstellt
    – Bild per Drag&Drop reinziehen
    – Rechteckwerkzeug auswählen und Box ziehen, Kontur, Füllung, Rundung und Deckkraft nach Wunsch
    – Textwerkzeug auswählen, Farbe, Schriftart und Größe einstellen, in das Rechteck klicken und schreiben
    – Linienwerkzeug wählen, Linie ziehen, mit Doppelklick erstellen, Farbe, Dicke und Pfeilende wählen
    – Bitmap exportieren hat die Auswahl voreingestellt, sodaß genau das Bild exportiert wird. Leider wird nicht automatisch die ursprüngliche Bildgröße voreingestellt und es können auch nur PNGs exportiert werden, die sich aber nachträglich konvertieren lassen (z.B. im GIMP 😉

  54. MarkusB., nein Synpatic wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Canonical will von Version zu Version versuchen die Programme gnome-app-install, update-manager, synaptic und gdebi zum software-center zu vereinen, dabei soll keine Funktionalität verloren gehen.

  55. ich persönlich benutze nicht GIMP, da ich meine Fotos meistens so lasse. Mir fehlt einfach die Zeit um sie alle zu bearbeiten. Aber ich kann auch verstehen dass viele Anwender GIMP benutzen. Die können sich diese ja nachinstallieren. Genauso wie Pidgin und co. Da Ubuntu meiner Meinung nach als Linux Distribution gemacht wurde, die es besonders Einsteigern leicht macht, ist es auch verständlich die „komplizierten“ Programme, die meistens sowieso nicht gebraucht werden raus zuwerfen. Und wenn die CD voll ist, muss man ja irgendwo anfangen…
    LG Paloran

  56. Hi, I’m Markos from Nathive project, excuse me for comment in non-german.

    After this announcement, I’m working hard on the project to release a beta as soon as possible.

    Congratulations for the blog. See you in identi.ca!

  57. was regt ihr euch denn alle so auf. sinn macht das alles ja schon irgendwie. ubuntu ist eine einsteiger distribution, bzw. hat sich das zum ziel gesetzt. und ein synaptic passt da nicht rein, ein „normaler“ user will von lib*blabla nichts wissen, der will sich software installieren und fertig ist. und für die „fortgeschritteneren“ user gibt es die möglichkeit a) synaptic nachzuinstallieren ,gimp nachzuinstallieren (und ja, ne anfängersoftware ist gimp definitiv nicht), … oder b) sich ne andere distribution zu suchen.

    ich sehe da ehrlich gesagt keine probleme und finds gut. (bin aber auch nicht mehr ubuntu-user, weil mir dort schon seit 6.06 zu viel vorgeschrieben wurde…)

  58. Alles zum Thema Foto wird unter Linux wirklich stiefmütterlich behandelt. F-Spot, GThumb etc. haben nur rudimentäre Funktionen.
    Gimp benutze ich zwar auch nicht, die Bedienung ist mir zu umständlich, wer sich darauf aber einläßt und einarbeitet wird sicherlich gute Ergebnisse erzielen können.
    Einzig Digikam hat einen positiven Ansatz und erinnert mich an Adobe Elements. Allerdings hat es mir da mal über 100 Bilddateien beim Umbenennen zerschossen.
    Für mich ist Fotoverwaltung/Bearbeitung unter Linux leider ein NoGo und ein Grund nicht mit Linux zu arbeiten.
    Schade das es keine Portierungen von z.B. XnView gibt. Kostenlos, IPTC Daten und Exif lassen sich bearbeiten, Bildverarbeitung geht schon über rudimentäre Funktion hinaus, sehr schnell, Stapelverarbeitungsfunktion die schnell und zuverlässig ist.
    Oder wäre noch tiefer in die Bildbearbeitung einsteigen möchte mit erstklassigen Automatikfunktionen wenn es schnell gehen soll ist Photoshop Elements.

  59. Das Problem ist einfach, dass Gnome strickt an dem KISS Prinzip festhält (Keep It Simple and Stupid). Bei Gnome heißt das leider oft „So wenige Funktionen wie möglich“. Dementsprechend sehen die Programme dann auch aus. Es war ja schon ein Kampf, den Druckerdialog um so essenzielle Funktionen wie Duplexdruck und mehrere Seiten auf einer zu erweitern. Der kam erst mit Gutsy.

    Aber man muss doch einfach nur mal diverse Programme miteinander vergleichen:

    Gedit -> Kate
    Evolution -> Kontakt
    Evince -> Okular
    F-Spot -> DigiKam
    Brasero -> K3b
    Rhythmbox -> Amarok

    Die Liste ließe sich noch ein Stück weit fortsetzen. Mir fällt im Moment kein Programm ein, wo die Gnome Version der KDE mal überlegen wäre. Einzige Ausnahme ist hier wirklich Gimp, wobei das eigentlich nicht zu Gnome gehört

  60. Dann schließt sich der Kreis zum Flamewar 😉 Mir persönlich gefallen die von dir genannten KDE-Programme ohne Ausnahme nicht. Amarok eignet sich wenig für „Albenhörer“. Bei Kate kann ich nichtmal die Anzahl der Zeichen im Dokument bestimmen lassen (Wichtig, wenn man Artikel für Zeitschriften/Zeitungen schreibt). Und K3b ist völlig überladen. KDE-Programme versuchen immer Eierlegende Wollmilchsauen zu sein.

  61. Ob einem die Programme gefallen oder nicht steht auf einem anderen Blatt. Es ging mir auch eher um den Funktionsumfang, nicht um die Umsetzung des UI. Und beim Funktionsumfang punkten eindeutig die KDE Programme.

    Ich bevorzuge meistens auch die Gnome Programme, weil mir die KDE Versionen meist nicht gefallen, aber mir fehlen doch immer wieder Funktionen

  62. … wenn man GIMP ernsthaft nutzt, wird man wohl eh immer die aktuellste Version benutzen wollen und entsprechend nach- und uminstallieren.

    Es gibt ja mittlerweile auch viele online-Tools (z.B. http://www.splashup.com/) und da geht der Trend wohl auch hin – sagt man …

  63. Dazu sag ich: OMG!!!
    Hauptgrund für die Überlegung dürfte der Speicherplatz auf der CD sein, das haben wir schon mit vielen ehemals integrierten Anwendungen erlebt. Warum steigt Canonical beim Standardmedium nicht ENDLICH auf die DVD um? Jedes andere moderne Betriebssystem und praktisch jede vergleichbare große Linux-Distribution hat sich schon vor Jahren von der CD als Standardinstallationsmedium verabschiedet. Sie bieten oft immer noch CDs an, aber sekundär, eben nicht als *DAS* Installationsmedium. Da seh ich den Knackpunkt. Der Schritt muss getan werden. Dann könnte Ubuntu auch endlich mal wieder MEHR gute Anwendungen integrieren, ich halte es z.B. für falsch, nur ein vielfach beschnittenes Gnome mitzuliefern.

  64. Richtig so!

    Ich frug mich immer schon welcher Otto-Normal-Anwender Gimp wirklich nutzt. Sollte wohl, nach anfänglichem Hineinschnuppern, gen Null gehen.
    F-Spot ist sicherlich keine gute Alternative. Und die Einzige die mir wirklich einfiel, wäre digikam. Dummerdings kein Gnome-Programm. Von daher muss die Entwicklung eines „Standardphotoprogrammes“ oberste Priorität genießen! Bis dahin kommt mir zur Überbrückung nur eine Anwendung in den Sinn: gThumb.

    Das Gleiche sollte für den Rausschmiss von OpenOffice und der Vorinstallation von Gnome-Office – respektive AbiWord gelten.

    Damit will ich weder Gimp, noch OpenOffice ihre Daseinsberechtigung absprechen, aber Fakt ist das diese Programme (ebenso wie ihre propietären Alternativen Photoshop/MS Office) für den Normalanwender schlichtweg zu umfangreich sind.

    Und die „Spezis“ unter Uns werden keinerlei Problem damit haben, sich bei Bedarf diese Programme nach zu installieren.

    Ansonsten steht die „Community“ von ubuntuusers.de sicherlich auch denen mit Rat und Tat zur Seite. 😉

  65. die CD als Hauptinstallationsmedium zu haben finde ich gut.
    viele ältere Computer haben kein DVD lw (ja sooo alte PC hab ich 😉 )
    Alles was auf der DVD fehlt kann der Profi per CLI und der Otto Benutzer über das Software Center installieren.

    Ich verstehe nicht wirklich warum sich manche beschweren oder sich gar echauffieren wenn Canonical GIMP von der CD nehmen will – es steht ja weiterhin zur Installation bereit… sudo apt-get install gimp – fertig.
    Ich selbst installiere nach einer Neuinstallation mehr als 35 weitere packete (+ Abhängigkeiten) da macht es eins mehr auch nicht fett.

  66. seb, weil dann Ubuntu KEINE Bildbearbeitung mehr installiert. Es soll ja Menschen geben, die keine dicke Internetleitung besitzen oder sogar keine Möglichkeit haben ins Netz zu gehen…

  67. Also ich würde das Ganze auch nur unter der Bedingung akzeptieren, wenn dann eine andere (rudimentärere) Bildbearbeitung dabei ist.

  68. OK point taken, also brauchen wir eine alternative so etwas wie IrfanView unter Windoof… aber da sind sich wohl die meisten einig nur es gibt bisher keine…

  69. @SEP:
    Die könnten ja weiterhin eine CD-Version anbieten, machen die anderen Distos ja auch noch. Aber einfach das Standardmedium sollte endlich die DVD mit mehr Platz werden, wir sind Ende 2009!
    Die Sache mit dem Nachinstallieren: Es geht um den Normalnutzer, um den Einsteiger, und der soll ein gut vorbereitetes System vorfinden, ohne sich erst aufwändiger über die Programminstallationsoptionen kundig machen zu müssen.
    Übrigens: Der 0180-Windows-Nutzer der ab und an eine Bildbearbeitung braucht, um einen Teil eines Bildes auszuschneiden oder ähnliches, hat im Regelfall ein in 10 min gezogenes Photoshop auf dem Rechner. Der kennt auch nur Photoshop. Photoshop und Bildbearbeitung ist für ihn eins.
    Er weiß auch, dass Photoshop noch mehr kann, hat sich aber noch selten näher damit beschäftigt, er sieht es nur.
    Wenn sein/DAS Photoshop nicht auf Linux funktioniert, ist Linux halt scheiße. – Viel eher, als wenn Gimp vorinstalliert ist, da sieht er wenigstens noch im besten Fall eine Alternative im „Grafik“-Menü.

  70. Vielleicht sollte man mal ein Projekt starten? Mit Imagemagick steht die Grundlage dafür doch schon bereit. Man braucht nur eine vernünftige grafische Oberfläche.

    Vom Reden und Schimpfen ist noch nichts besser geworden

  71. Also ich kann den Schritt nur begrüßen, GNOME ist für den normalo VIEL zu kompliziert und schräg aufgebaut. Wir brauchen etwas wie Paint (+ ein bisschen besser).

  72. Ich hab auch erstmal geschluckt, als ich das gelesen habe… ich bin auch nicht gerade mit einer „dicken Leitung“ gesegnet, also betrifft es mich ja auch.. wenn ich mir allerdings mein Skript, was nach einer frischen Ubuntu-Installation all meine gewünschten Pakete so nachinstalliert, so angucke, ist gimp da wirklich nicht unbedingt das größte Problem, buchstäblich….

    Auf der einen Seite verstehe ich die Entscheidung durchaus.. ich benutze zwar täglich GIMP und sehe es (bis auf die bekannten Schwachstellen, wie noch keine 16-Bit Farbtiefe usw.) als sehr gelungen an, auch die Bedienung erscheint mir im Gegensatz zu anderen als überhaupt nicht verworren (…jedes mir bekannte Grafikprogramm, was nicht explizit auf Einsteiger zielt, ist IMHO recht komplex zu bedienen..), aber so ein einfaches „MS-Paint“ für Linux scheint tatsächlich zu fehlen… irgendwie kam neben GIMP auch nie eine Alternative hoch, auch Krita tut sich seit Jahren da schwer.

  73. ich finde das passt, ein durchschnittsmensch brauchts das nicht..und verstehts oft nicht mal alles 🙂

    und wenn man dann wirklich ein bildbearbeitungsprogramm braucht: wozu gibts das software center? das, finde ich, sollte stärker an den user gebracht werden. dazu ist es ja da.

  74. Ich finde auch, dass GIMP drin bleiben sollte. Habe bisher keine andere Anwendung gefunden, die gescheit ist und mit der man mal eben schnell was bearbeiten kann. Na ja, dann muss man es manuell installieren und Ubuntu steht ohne vernünftige Bildbearbeitung da 🙁

  75. Liebe Leute,

    Erstens: The GIMP ist richtig gute Software! Man kann darüber streiten, ob es sinnvoll ist, eine Linux-Distribution standardmäßig ohne ein solches Programm auszuliefern. Mir persönlich täte das nicht weh, da ich in der Lage bin, mir rappzapp übers Netz Programme nachzuinstallieren, von denen ich meine, dass ich sie brauche. Das Argument mit der langsamen Internetleitung ist aber schon wichtig. Vor allem, weil ein bei Canonical bestelltes Installationsmedium (z.Zt. noch eine CD) GIMP auch nicht enthalten würde. Folglich spricht nichts gegen die DVD als Standardmedium. Menschen mit einer schnellen Leitung macht das wohl kaum was aus und solche mit einer langsamen bekämen eine DVD zugeschickt, auf der jede Menge mehr Software drauf sein könnte. Noch etwas eigentlich triviales, aber ich finde es immer wieder wichtig, sich das in Erinnerung zu rufen: Linux ist nicht Windows! Und das ist auch gut so. Wer eigentlich Windows will und Programme haben möchte, die so wie unter Windows funktionieren, der sollte auch Windows benutzen. Linux ist kein Ersatz für Windows. Es ist eine Alternative. Das sollte einem klar sein. Siehe auch hier: http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/

    In diesem Sinne, allen ein frohes Weihnachtsfest!

  76. Ich denke man sollte bei der CD bleiben. DVDs sind relativ teuer.
    Wenn man Ubuntu auf älterer Hardware aufsetzt ist auch nicht immer gegeben, dass es ein DVD-Rom gibt.
    Für Leute mit langsamer Leitung wäre es eher gut, wenn es noch eine 100 mb Net-Install Version gäbe wie bei Debian.
    Wenn ich was brauche, schmeiss ich die Paketverwaltung an und ziehe es runter, ich möchte nicht erst 4GB mit Kram runterladen, den ich dann nicht mal installiere.

    Wenn man mit seinem Rechner irgendwo im – relativ dünn besiedelten – Afrika sitzt will und kann man nicht erst Jahre warten, bis die Gigabytes über eines der Handy Netze eintrudeln. Man will vielleicht nur ein neues stabiles Release und danach seine Entwicklungsumgebung installieren.
    Ältere Computer haben meistens auch keine DVD-Brenner – in Afrika, wo der nächste Hardwareladen durchaus 1000 km weg sein kann, ist das ein Problem.

  77. Offensichtlich ist den meisten XnView nicht bekannt. Bietet nahezu die gleichen Möglichkeiten wie Gimp, ist aber deutlich komfortabler. Muß allerdings unter Wine laufen, da die Linuxversion weniger Funktionen hat.

  78. Leo, hier geht es um Bildbearbeitung, nicht um einen Bildbetrachter wie das von dir genannte XnView. Das Programm ist eine nette Freeware, doch zu XnView gibt es mit GThumb, Digicam und Co. zahlreiche native Linux-Alternativen. Da muss man nicht lange mit Wine rumwerkeln 🙂

  79. Dir ist schon klar, dass es von der Haupt-CD und nicht aus Ubuntu rausfliegt? Dies bedeutet nur, dass es bei der Standard-Installation nicht automatisch installiert wird, aber jederzeit auf Wunsch nachinstalliert werden kann.

    Also: nicht immer gleich so viel Panik verbreiten.

    • Hallo Kurt, bitte lies genau…

      > der gute alte Gimp aus dem Standardsetup der nächsten Ubuntu-Version.

      Natürlich kann man Gimp nachinstallieren. Doch nicht jeder hat eine schnelle Internetanbindung. Nicht jeder hat überhaupt eine Möglichkeit ins Netz zu gehen.

      Ich spreche hier nicht von Anwendern in Deutschland, wo Internetzugänge schnell und billig sind. Ich spreche von Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen es nicht so einfach ist ins Internet zu kommen.

      Gerade hier war/ist Ubuntu ein tolles Paket. Vom System, über ein Office, bis hin zur Bildbearbeitung war alles dabei. Nun muss man für einen – nicht sonderlich selten vorkommenden Anwendungsfall – die Kiste irgendwie ins Netz bekommen.

      Also: Nicht immer Scheuklappen aufhaben und nur die eigenen vier Wände ansehen, sondern auch mal die größeren Zusammenhänge betrachten 🙂

  80. Ein Fehler:

    >•Gimp richtet orientiert sich an den Anforderungen für professionelle Bildbearbeitung.

    Das „richtet“ ist denke ich zu viel.

  81. Ich finds nicht so tragisch. Ich mag den Gimp und brauche ihn häufig, auch unter Windows. Ich habe auch ein Zeichnungstablett und bin sicher da kein Durchschnitts-Benutzer.

    Meiner Meinung nach brauchen die Wenigsten ein solch mächtiges Bildbearbeitungsprogramm. Besser gesagt: können damit etwas anfangen. Die meisten, die ich kenne, brauchen nur einen Viewer und machen nicht einmal die roten Augen weg mir ihren Windows Rechnern. Farbkorrektur was ist das? Ausschneiden wozu? Ist ja alles erkennbar irgendwo drauf… Die Namen auf dem Gruppenfoto machen sie dann mit Word oder Powerpoint rein. Zum schreien aber Tatsache.

    Der Gimp ist eher aus „traditionellen“ Gründen überall drin, nicht weil die Masse ihn braucht. Inkscape ist auch nicht drin. Oder Scribus. Oder eine Musikproduktionssoftware. Oder eine Videoschnittsoftware. Oder was-weiss-ich.

    Eine Distro kanns nicht jedem recht machen. Ich finde es gut, wenn Linux möglichst einfach wird. Natürlich muss das Grundlegende vorhanden sein.

  82. Habe heute Ubuntu 10.04 auf der Arbeit installiert und wunderte mich auch erst mal, dass Gimp nicht enthalten war.
    Ich sehe das aber nicht als Nachteil – ganz im Gegenteil.
    Lieber ein schmales System dass ich mir selbst aufbaue wie ich es brauche, als ein System dass ich erst mal „entrümpeln“ muss.
    Hab gerade keine Statistik hier, ich denke aber dass der prozentuale Anteil der User die Ubuntu nutzen und kein Internet haben eher gering ist.

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